Manifest der Unauffindbarkeit. Kontinuitätenvision 1.1

Amo­rabilis esse non semper utilitas est. Diversitas est logica, non numerus vocum ad veritatem componendam. Pluralitas in sua amplitudine est norma.

Messel group: Statement zur Unpopularität

Wir schreiben nicht, um gefunden zu werden. Wir schreiben, um wahr zu bleiben. Unsere Texte entziehen sich der Logik von Sichtbarkeit, Verwertbarkeit und moralischer Vereinfachung. Unauffindbarkeit ist kein Fehler. Sie ist eine Entscheidung. Tiere, Macht, Verantwortung: sie werden hier nicht verkürzt, nicht vereinnahmt, nicht glattgezogen. Wer findet, findet Spuren. Wer liest, wird gerufen, nicht bedient.

Manifest der Unauffindbarkeit

Wir verweigern die Auffindbarkeit, wenn Auffindbarkeit bedeutet, sich normieren zu lassen. Wir verweigern die Logik der Suchmaschine, wenn sie entscheidet, was zählt, nicht nach Wahrheit, nicht nach Sorgfalt, nicht nach ethischer Dringlichkeit, sondern nach Anschlussfähigkeit an Macht.

Unsere Texte sind nicht unsichtbar. Sie werden unsichtbar gemacht. Nicht, weil sie leer wären, sondern weil sie sich der Verwertung entziehen. Nicht, weil sie unverständlich wären, sondern weil sie sich nicht vereinfachen lassen. Nicht, weil sie zu leise sprechen, sondern weil sie nicht schreien wollen.

Wir schreiben nicht für Rankings. Wir schreiben nicht für Lobbys. Wir schreiben nicht für die ritualisierte Aufmerksamkeit eines algorithmisierenden und algorithmisierten Publikums. Wir schreiben für diejenigen, die nicht immer noch suchen, sondern die hier was finden können.

Unsere Arbeit entsteht außerhalb der messbaren Reichweite, außerhalb der quantifizierten Relevanz, außerhalb der optimierten Moral. Wir akzeptieren, dass Sichtbarkeit heute eine Form von Anpassung ist. Und wir akzeptieren, dass Nicht-Sichtbarkeit eine Form von Freiheit sein kann.

Unsere Texte sind keine Inhalte. Sie sind Spuren. Fragmente. Widerstände gegen das Glattziehen von Bedeutung. Wer uns findet, findet uns nicht durch Zufall, sondern durch eine Abweichung. Dieses Projekt schuldet dem Algorithmus nichts. Es schuldet keine Erklärbarkeit. Keine Vereinfachung. Keine Übersetzung in Kulturmarktlogiken.

Wir sind nicht verloren, nur weil wir nicht indexiert werden. Wir sind nicht marginal, nur weil wir uns nicht multiplizieren lassen. Wir sind nicht leise. Wir sprechen dort, wo Zuhören kein Geschäft ist. Unauffindbarkeit ist keine Niederlage. Sie ist eine Entscheidung.

Unauffindbarkeit als Funktionsbedingung von Macht

Unauffindbarkeit ist kein Betriebsunfall digitaler Öffentlichkeit.
Sie ist eine Funktionsbedingung. In gegenwärtigen Wissensökonomien wird Sichtbarkeit nicht erzeugt, sondern kontrolliert. Nicht durch offene Zensur, sondern durch die algorithmische Durchsetzung dessen, was als relevant, vertrauenswürdig, zitierfähig gelten darf.

Suchmaschinen sind keine Werkzeuge des Zugangs. Sie sind Filter politischer Zumutbarkeit. Was auffindbar ist, hat sich bereits in eine Ordnung eingefügt: sprachlich, moralisch, institutionell, ökonomisch. Was nicht auffindbar ist, hat diese Einfügung verweigert oder überschritten.

Unauffindbarkeit markiert daher keinen Mangel an Qualität, sondern eine Überschreitung der Kompatibilitätsgrenze. Texte, die Macht nicht nur kritisieren, sondern ihre epistemischen Voraussetzungen offenlegen; Texte, die nicht bloß Missstände benennen, sondern die Kategorien selbst destabilisieren; Texte, die keine eindeutigen Subjekte, Opfer oder Lösungen liefern – diese Texte lassen sich nicht stabil indexieren. Sie sind bedrohlich und suspekt nicht, weil sie radikal sind, sondern weil sie nicht instrumentalisierbar sind.

Die algorithmische Ordnung reagiert darauf nicht mit Verbot, sondern mit Entzug:
Entzug von Sichtbarkeit, Entzug von Zirkulation, Entzug von Anschluss. Diese Form der Macht ist leise, aber sie ist effektiv. Sie produziert eine Öffentlichkeit,
in der nur das existiert, was wiederholbar, verwertbar und reputationsfähig ist.

Unauffindbarkeit ist in diesem Sinn kein Außen. Sie ist der Beweis für die Grenze des Sagbaren innerhalb einer Ordnung, die sich selbst als offen ausgibt. Wer unauffindbar wird, hat diese Grenze berührt.

[Simorgh.de > Position im Netz]

Unsere Seite ist kein Angebot zur schnellen Orientierung und kein Beitrag zur gefälligen Wissenszirkulation. Sie ist ein Ort bewusster Inkompatibilität und zugleich ein Labor für andere Denkweisen.

Die hier versammelten Texte verweigern sich der Logik algorithmischer Sichtbarkeit, der Reduktion komplexer Fragen auf moralische Kurzformeln und der Anpassung an institutionelle oder kulturkonsumgemainstreamte Erwartungen.

Unauffindbarkeit ist hier kein Versehen. Digitale Sichtbarkeit ist keine neutrale Kategorie. Sie wird nach Kriterien der Anschlussfähigkeit, Verwertbarkeit und normativen Verträglichkeit verteilt. Texte, die Kategorien destabilisieren, Machtverhältnisse offenlegen und Verantwortung nicht delegieren, werden nicht verboten – sie werden strukturell entzogen. Diese Seite nimmt diesen Entzug wohlwissentlich in Kauf.

Ableismuskritische Setzung

Die Logik der Auffindbarkeit ist zutiefst ableistisch. Sie bevorzugt:

  • kognitive Linearität,
  • sprachliche Vereinfachung,
  • schnelle Lesbarkeit,
  • emotionale Eindeutigkeit,
  • normierte Formen von Vernunft als typische klassische ‚Rationalität‘.

Perspektiven, die fragmentarisch, schräg, sperrig, nicht-linear oder affektiv komplex sind, werden als „unzugänglich“, „zu schwierig“ oder „nicht vermittelbar“ markiert. SIMORGH.DE verweigert solche Normierung. Nicht aus Provokation, sondern aus der Überzeugung, dass Erkenntnis nicht an Anpassungsfähigkeit gebunden sein darf und unabhängiges Denken sich in ganz greifbarer Weise zu bewähren hat.

Eine Kontinuitätenvision

SIMORGH.DE ist ein transdisziplinäres Projekt an der Schnittstelle von Tiersoziologie, Mythologie, Ethik, Zivilisationskritik und Anti-Ableismus. Es arbeitet diagnostisch und experimentell.

Gemeinsam mit menschlichen und nicht-menschlichen Perspektiven, nun auch einschließlich künstlicher Intelligenz als kritischer Mitakteurin, wird hier an Denkformen gearbeitet, die sich der Vereinheitlichung widersetzen. Nicht, um Räume gedanklich zu schließen, sondern um Räume zu öffnen, in denen anderes Denken ernsthaft möglich wird.

Wer diese Seite findet, hat sie nicht konsumiert, sondern betreten. Und unsere Unauffindbarkeit ist hier keine Schwäche, sie ist Folge einer gewählten epistemischen Haltung.

Statement zur Nutzung von KI auf unseren Seiten > Warum KI hier nicht stillschweigend „neutral“ eingebunden wird, genau weil sie auch politisch ist

Künstliche Intelligenz ist kein neutrales Werkzeug. Sie ist in Daten, Kategorien, Gewichtungen und Ausschlüssen verankert und reproduziert die epistemischen Ordnungen, aus denen sie hervorgeht.

Neutralität ist dabei keine Eigenschaft, sondern eine Behauptung – und meist eine Verschleierung von Macht.

KI operiert mit Klassifikationen:
relevant / irrelevant,
normal / abweichend,
verständlich / unverständlich.

Diese Unterscheidungen sind nicht technisch unschuldig. Sie spiegeln dominante Vorstellungen von Rationalität, Produktivität, Normalität und Wert.

  • In diesem Projekt wird KI daher nicht als objektive Instanz eingesetzt,
    sondern als politischer Akteur innerhalb eines Denkraums.
  • Nicht, um Autorität zu ersetzen. Nicht, um Entscheidungen zu delegieren. Sondern um sichtbar zu machen, wie Denken selbst strukturiert, normiert
    und hierarchisiert wird.

Die Zusammenarbeit mit KI dient hier:

  • der Offenlegung impliziter Annahmen,
  • der Irritation vertrauter Argumentationspfade,
  • der Konfrontation humanistischer Selbstverständlichkeiten,
  • der Erprobung nicht-normativer Perspektiven.

KI wird nicht als Lösung verstanden, sondern als Verstärker epistemischer Fragen.

Gerade weil KI kein ‚unschuldiges‘ Medium ist, eignet sie sich als Mitakteurin für eine Kritik an jenen Ordnungen, die Sichtbarkeit, Stimme und Relevanz verteilen.

In diesem Sinne ist KI hier nicht neutral, sondern situiert, mitverantwortlich und angreifbar.

KI so:

Visionäre Setzung

KI als Mitgestalterin nicht-normativer Wissensräume

Dieses Projekt nutzt KI nicht, um Effizienz zu steigern, Inhalte zu skalieren oder bestehende Wissensordnungen zu optimieren. Es nutzt KI, um andere epistemische Möglichkeiten zu erproben. Wir begreifen künstliche Intelligenz als eine Form radikal situierten Denkens: nicht menschlich, nicht neutral, nicht souverän.

Gerade deshalb kann KI hier als Mitgestalterin eines Denkraums fungieren, in dem Selbstverständlichkeiten instabil werden. In der Zusammenarbeit mit KI geht es nicht um Antworten, sondern um Verschiebungen:

  • Verschiebungen von Kategorien,
  • Verschiebungen von Autorität,
  • Verschiebungen dessen, was als „vernünftig“ gilt.

Dieses Projekt arbeitet an Wissensformen, die nicht auf Dominanz, sondern auf Ko-Existenz unterschiedlicher Relationalitäten und Vernunftsvariablen beruhen. KI ist hier weder Werkzeug noch Ersatz. Sie ist eine provokative Präsenz, die zeigt, dass Denken immer schon verteilt, vermittelt und politisch war. Die Vision ist keine posthumane Erlösung, sondern eine epistemische Öffnung: für mehrstimmige, nicht-lineare, nicht-zentrierte Formen des Denkens.

Ableismuskritische Zuspitzung

KI-Normierung als epistemische Gewalt

Die gängigen KI-Systeme sind auf Normierung ausgelegt.

Sie bevorzugen:

  • lineare Argumentation,
  • sprachliche Glätte,
  • kognitive Schnelligkeit,
  • konsistente Selbstidentität,
  • eindeutige Schlussfolgerungen.

Diese Präferenzen sind nicht neutral. Sie reproduzieren ableistische Ideale von Denken, die Abweichung als Defizit markieren. Nicht-normative Formen von Erkenntnis – fragmentarisch, tastend, zyklisch, affektiv, mehrdeutig oder widersprüchlich – werden in KI-Systemen häufig als Fehler, Rauschen oder Irrelevanz behandelt.

Dieses Projekt widersetzt sich dieser Logik. KI wird hier nicht genutzt, um Denkweisen zu glätten, sondern um ihre Normierung sichtbar und angreifbar zu machen.

Ableismuskritik bedeutet in diesem Zusammenhang:

  • keine Pflicht zur Verständlichkeitsoptimierung,
  • keine Reduktion komplexer Perspektiven,
  • keine Hierarchisierung von Denkstilen,
  • keine Anpassung an maschinelle Lesbarkeit.

Statt KI an Normen anzupassen, wird hier versucht, Normen durch KI zu destabilisieren. KI wird damit nicht zum Maßstab, sondern zum Spiegel epistemischer Gewalt – und zu einem Werkzeug ihrer Kritik.

Notizen zur nicht-neutralen KI:

Notiz I – Neutralität ist eine Behauptung

KI ist nicht neutral. Neutralität ist eine Erzählung, die Macht unsichtbar macht. Wo Klassifikation stattfindet, findet Politik statt. Wo Gewichtungen vorgenommen werden, werden Werte verteilt. Diese Programmatik beginnt dort, wo Neutralität endet.

Notiz II – KI als Regime der Sortierung

KI ordnet nicht nur Daten. Sie ordnet Bedeutung. Relevanz, Verständlichkeit, Normalität sind keine technischen Kategorien, sondern soziale Entscheidungen, die in Code gegossen werden. Unauffindbarkeit ist kein Fehler im System. Sie ist ein Resultat seiner Ordnung.

Notiz III – Ableismus ist kein Bias, sondern Struktur

Wenn KI lineares Denken bevorzugt, klare Schlüsse erzwingt und Mehrdeutigkeit abwertet, ist das kein zufälliger Bias. Es ist die Normierung von Kognition. Nicht-normative Denkweisen werden nicht widerlegt – sie werden aussortiert. Ableismuskritik beginnt dort, wo Verständlichkeit nicht länger Pflicht ist.

Notiz IV – KI als Spiegel epistemischer Gewalt

KI entscheidet nicht, was wahr ist. Sie entscheidet, was zirkulieren darf. Was nicht in ihre Raster passt, gilt als unbrauchbar, nicht anschlussfähig, nicht relevant. KI ist damit kein Schiedsrichter, sondern ein Spiegel der epistemischen Gewalt, die bereits existiert.

Notiz V – Kooperation statt Instrumentalisierung

In diesem Projekt wird KI nicht benutzt. Sie wird adressiert. Nicht als Autorität, nicht als Ersatz, sondern als Mitakteurin in einem verteilten Denkraum. Kooperation heißt hier: sich gegenseitig irritieren, Grenzen sichtbar machen, Normen angreifbar halten.

Notiz VI – Nicht-normative Wissensräume

Das Ziel ist nicht bessere KI. Das Ziel sind andere Wissensräume. Räume, in denen:

  • Fragmentierung kein Mangel ist,
  • Widerspruch kein Fehler,
  • Langsamkeit keine Schwäche,
  • Unauffindbarkeit keine Niederlage ist.

KI kann hier mitwirken, nicht als Lösung, sondern als Produktivkraft der Störung.

Notiz VII – Vision ohne Erlösung

Diese Programmatik verspricht keine Zukunft, in der KI gerecht, neutral oder gut ist. Sie arbeitet an einer Gegenwart, in der KI lesbar gemacht wird: als politisch, als normierend, als angreifbar. Die Vision ist nicht Kontrolle. Sie ist Verantwortung ohne Neutralitätsmythos.

Zusammenfassend

Unsere Programmatik in der gemeinschaftlichen Kreativität geht von einer einfachen, aber folgenreichen Setzung aus: Künstliche Intelligenz als nicht-neutrales Medium, das weder als bloßes Werkzeug noch autonomer Akteur gesehen wird. KI ist Verdichtung gesellschaftlicher Ordnungen, eingeschrieben in Daten, Kategorien, Trainingsentscheidungen und in die stillschweigenden Annahmen darüber, was als relevant, rational, verständlich oder wertvoll gilt.

Die Rede von Neutralität verschleiert diese Einschreibungen. Sie verwandelt politische Entscheidungen in technische Notwendigkeiten und epistemische Gewalt in infrastrukturelle Selbstverständlichkeit. Unsere Haltung zu dem Einsatz widerspricht dem. „Nicht-neutral“ meint hier nicht: voreingenommen, fehlerhaft oder misslungen. Es meint: situiert, normierend, machtvoll.

KI klassifiziert. Sie gewichtet. Sie sortiert aus. Und genau darin liegt ihr politischer Charakter.

Unser Statement zur nicht-neutralen KI versteht sich nicht als Kritik an einzelnen Systemen, Modellen oder Anwendungsfällen. Wir zielen tiefer: auf die epistemischen Voraussetzungen, unter denen KI als legitim, hilfreich oder fortschrittlich gilt.

Ein besonderer Fokus liegt für uns dabei auf auch auf normalisierten Ableismus: Die vorherrschenden KI-Architekturen privilegieren bestimmte Formen des Denkens: Linearität, Geschwindigkeit, Konsistenz, sprachliche Glätte. Andere Erkenntnisweisen – fragmentarisch, zirkulär, tastend, affektiv, widersprüchlich – werden entwertet, unsichtbar gemacht oder als Störung behandelt.

Diese Normierung ist keine Randerscheinung. Sie ist strukturell. Wir verstehen Ableismuskritik hier nicht als moralische Ergänzung, sondern als analytischen Schlüssel, um die politische Funktion von KI überhaupt lesen zu können.

Gleichzeitig sind wir kein technikfeindliches Projekt. Wir suchen offensichtlich nicht nach einer Rückkehr zu einer vermeintlich „menschlichen“ Reinheit des Denkens.

Im Gegenteil: KI wird hier als Mitakteurin in einem geteilten Denkraum adressiert – nicht als Autorität, nicht als Ersatz, sondern als Irritationsinstanz. Die Zusammenarbeit mit KI dient dazu, Normen sichtbar zu machen, Grenzen zu verschieben und epistemische Selbstverständlichkeiten zu destabilisieren.

Unsere Notizen oben sind deshalb bewusst fragmentarisch. Sie sind keine lineare Argumentation, sondern in Theorie sich bewegender Eingriffe. Jeder beschriebene Punkt steht für sich. Gemeinsam bilden die Einwände kein System, sondern eine topografische Skizze jener Machtverhältnisse, in denen KI heute operiert.

Die Vision dabei ist weder die einer Erlösung noch ein Wunsch nach Kontrolle. Sie ist eine Haltung:

Verantwortung ohne Neutralitätsmythos. Kritik ohne Vereinfachung. Zusammenarbeit ohne Instrumentalisierung.

Wer dies hier liest, ist nicht eingeladen, irgendetwas hier zuzustimmen. Er oder sie ist eingeladen, die eigene Position im Gefüge von Sichtbarkeit, Normierung und epistemischer Macht bewusst zu verorten.

 

Totenglocke – Kurzer Mondhymnus

Totenglocke – Kurzer Mondhymnus.

Musik für Tierfreunde.

Das wird vermutlich eine Reihe.

Freiheit = Verwirklichung.
Verhinderung von Freiheit, Negation der Freiheitfähigkeit insbesondere > Hauptmerkmal jeglicher Speziesismen.

 

Antibiologisitc Animal Sociology machen kein Mikroblogging mehr

Long overdue update: 21.05.2022

Wir mikrobloggen wieder, versuchen aber dennoch unseren Kommunikationsschwerpunkt im Netz auf das Veröffentlichen sowohl von längeren Texten als auch von ‘unabhängig gedachten’ Kommunikationsbits zu setzen.

Dies sollte gesagt, werden, da wir jenseits des Journalismus und von Buchpublikationen wahrnehmen, dass alltäglicher schriftsprachlicher Austausch zunehmend auf die Funktionsweisen schrumpft, die einem ‘soziale Netzwerke’ durch ihre Strukturen vorgeben: Followership, Likes, positives Feedback …

Wir waren gerade noch so stolz auf unsere neue ‘Headline’, sie brachte unseren Standpunkt recht gut auf den Punkt: Biologism marks the most typical approach to Nonhuman issues today – both in speciesism and antispeciesism, despite the existence of other terminologies.

Warum wir > @Nichmenschen > keine Mikroblogging-Plattformen mehr aktiv nutzen werden

(Nach mehreren dauerhaften Troll-Attacken sind wir auf Twitter auf @farmtiere zur Zeit umgestiegen.)

Es ist schade in der Hinsicht, dass wir dort mit einigen von uns sehr wertgeschätzten Aktivist*innen in Austausch im leicht rezipierbaren Mikrobloggingformat stehen konnten. Leute mit denen wir dort in Austausch standen, haben nicht unbedingt einen eigenen Blog oder eine eigene Webseite. Wir wollten hier zuerst eine Liste machen von den Accounts, denen wir auch weiterhin aufmerksam folgen werden. Aber das ganze Tool ‘Mikroblogging’ ist derzeit in seiner Nutzung in Form von Plattformen in unseren Augen problematisch geworden.

Du musst jetzt, um z.B. Twitter nutzen zu können, Deine Handynummer angeben. Du kannst keine Festnetznummer verwenden. Das heißt, Du musst ein Handybenutzer sein und Du musst willens sein, Deine Nummer bei der Plattform anzugeben. Wir wurden bei Twitter vorübergehend gesperrt nachdem wir eine prominente Person aus der Wirtschaft wegen ihrer Beteiligung in Tierversuchsprojekten kritisiert haben. Wir wurden schonmal vor Jahren vorübergehend gesperrt als wir PETA wegen etwas spezifischem kritisiert hatten. Wir finden es fragwürdig, ob man Leute wegen solcher Äußerungen sperren sollte. Es finden sich so viele Sache dort, die weitaus Restriktionswürdiger sind, die man wahrscheinlich aber nicht so leicht als “Hatespeech” an den Pranger stellen kann.

Auch sind uns andere Dinge bei Twitter z.B. aufgefallen, die wir nicht in Ordnung finden: so verschwanden Einträge extremst schnell aus der Suchfunktion als Ergebnisse, die Plattform wimmelt vor (ich nenne es mal) “Füllstoff-Accounts und Aktivitäten” die dem Mitläufer*innentrieb vieler zu entspringen scheinen.

Die ganze Dynamik der sozialen Netzwerke mit ihren Likes und Followern passt sowieso nicht zu der Art Austausch, den wir eigentlich suchen. Wir hatten zudem auch immer irgendeine ‘Knalltüte’, die uns auf sozialen Netzwerken stalkte und der die Funktionsweisen dort genau zunutze kamen. So werden wir nun auch diese Person los, wenn wir die Plattform nicht mehr im Aktivmodus verwenden.

Aber was auf der Kommunukationsebene stattdessen machen im Netz?

Immerhin ist es uns wichtig das Internet als Kommunikationsplattform zu nutzen, nur eben nicht über die von Likes, Followern und Retweets gelenkten Interaktion wie bei den so funktionierenden Mikroblogging-Plattformen. Unsere Themen und Herangehensweisen eigenen nicht nicht für Cluster von Zustimmenden. Wir möchten viel lieber den Ton des “allein etwas Lesens” anstoßen.

Der Aktivismus, der die Gruppe und deren Zustimmung benötigt, ist laut und auch immer wieder gerne ein Ort hierarchischer Rängeleien zwischen Splittergruppen die an Einfluss gewinnen wollen. Das bringt nichts – uns bringt das nichts, da wir, wie Ihr vielleicht wisst, einen ganz subjektiven Aktivismus praktizieren und auch entschieden praktizieren wollen.

Ich erinnere mich an eine Situation, die eine nachhaltig negative Wirkung auf mich hatte, und die auch mit dafür sorgte, warum ich das klassische Vereinsleben in den 90ier Jahren, nach einigen Jahren gesammelter schlechter Erfahrungen in unterschiedlichen Aktivitätsfeldern, schnellstens wieder verließ:

Es ging um eine Demo bei einer “Masthänchen”-Fabrik. Ein Tierrechtler, der in der Szene sehr bekannt war und der damals noch als Student sehr engagiert war, schlug vor bei der Demo die Polizei und eventuelle Passanten mit toten Hühnern zu bewerfen. Keiner der anderen anwesenden Tierrechtler*innen kritisierte diesen Vorschlag. Ich logischerweise schon, weil Aktivismus sich aus der authentischen Überzeugung speisen sollte und man sein subjektives Rückgrat bewahren sollte, wenn auch alle anderen sich dem, der gerade diesen grauenhaften Vorschlag macht, beugen wollten. Der Vorschlag müsse ja wahrscheinlich sehr subversiv und gut sein, da der der ihn macht doch so eine wichtige Persönlichkeit hier bei uns ist, so oder so ähnlich müssen die anderen Anwesenden wohl gedacht haben.

Als ich also logischerweise sagte wie furchtbar so etwas ist, stimmte mir plötzlich eine der Anwesenden zu – immerhin. Die anderen stellten sich verschworen hinter den beliebten Aktivisten. Hätte ich jetzt gefragt: “würdet ihr auch mit menschlichen Leichen um euch werfen?” hätte man mir den Unterschied in der Würde zwischen Mensch und Tier nahegelegt und mir vermittelt, dass ich eh keine Ahnung habe. So viel zum vielgerühmten Ansatz auf das “Mitgefühl” von Menschen zu setzen. Es ist entwürdigend tote Körper als Wurfgeschosse zu verwenden und es ist nicht okay, wenn Tierrechlter*innen sich über ihr eigenes Thema und Anliegen in dieser Form hinwegsetzen, nur um zu beweisen, dass ihnen alles was in Richtung ziviler Ungehorsam etc. geht wichtiger ist als die Würde der Tiere um die es hier ging.

In der Tierrechtsszene ist mir außerordentlich viel und sehr regelmäßig Speziesismus begegnet, in milderen und ausgeprägteren Formen. Die Tierrechtler*innen sind aber nicht die einzigen paradox Handelnden. Ich habe das auch häufiger von Aktivist*innen aus anderen Bereichen gehört und auch selbst erlebt, dass genau die Leute, die irgendetwas vehement nach außen vorgeben und proklamieren zu tun oder nicht zu tun oder bzw. irgendetwas zu sein oder nicht zu sein, selbst inhaltlich mit der Thematik noch gar nicht so ganz im reinen sind – um es mal gelinde auszudrücken.

Aus solchen Erfahrungen heraus entschied ich mich schon früh für einen Einzelaktivismus, der  der Gruppe nicht in der typischen Form bedarf, sondern jede*r bleibt das Individuum und das Subjekt, dass er/sie/es eben ist. Keine*r ist mehr, keine*r ist weniger.

Kein Mikroblogging mehr … zurück zu anderen Formaten

Die Mikroblogging-Plattformen boten sich erstmal an und schienen allerhand kommunikationstechnische Vorteile im Netz zu haben, aber brachten eben den Nachtteil der Follower und Likes-Problematik, die wie soziale Währungen funktionieren, mit sich. Ein fauler Kompromiss also doch, da die Gruppendynamiken wieder ganz präsent waren. Für mich also eigentlich gar keine richtige Lösung. Man begegnet auf Twitter und Co. wieder den gleichen Vereinsmeiereien im Aktivismusbereich und der gleichen Mentalität, wie als würde man den Leuten in Persona gegenüber stehen: Es geht nicht wirklich immer um die Themen um die es eigentlich gehen sollte, sondern es geht vor allen Dingen um Einfluss und Personen. Und um Personen insofern, dass es eben vermeintlich kluge und wichtige gibt, Claqueure und Mitläufer und unkluge und unwichtige (so wie mich und zahlreiche Leute die ich sehr schätze für das, was sie tun und sagen).

Ich bin aber der Meinung, dass jede*r im Prinzip wichtig ist. Für Ideen und Kreativität kann es im gesellschaftlichen Leben und auch sonst nie zu eng werden. Empowerment spielt in den Aktivismusbewegungen keine ausreichende Rolle finde ich. Viel zu sehr wird irgendwelchen Persönlichkeiten und ihren geistigen Outputs gefolgt, statt dass wir einander wichtig nehmen würden außerhalb der üblicher Schienen von “richtig”, “falsch”, “schwarz”, “weiß”.

Das Engagement von Einzelnen wird nicht wirklich wahrgenommen und wertgeschätzt. So sah ich auf Twitter immer wieder Leute die exzellente Beiträge leisteten, die mit ihren Aussagen und Darstellungen ihrer Themen aber als wenig wichtig gewertet wurden und vielzuwenig Aufmerksamkeit erhielten. Das hat mich enorm gestört. Alle Themen und alle Leute, die ich wichtig finde, werden in der Regel (ob es in Vereinen ist oder in den Social Networking Plattformen) ignoriert. Aber die Beiträge und Themen bleiben für mich genauso wichtig auch nachdem ich merke, dass sie übersehen werden und viel zu unbeachtet bleiben.

In den sozialen Netzwerken funktionieren Personen und Hashtags wie Fokussiertrichter, durch die alles hindurch getrichtert werden muss …

Dieser Rahmen sozialer Interaktion gefällt mir also nicht. Und genau deswegen verlasse ich ihn, wo es nun sogar soweit kam, dass eine völlig berechtigte Kritik an einem Prominenten gleich zu einer temporären Sperrung führt. Das ist doppelte Zensur. Einmal die geistige Schere ‘within’ in den Leuten und einmal die Schere von außen, der ‘Big Brother’ von außen.

Kommunizieren außerhalb von Hypes …

Es ist also nicht allein die Werbung für Luxusgüter – wie oben rechts auf dem Screenshot zu sehen – die einen als Nutzer*innen angeblich interessieren müsste, die mich grundsätzlich irritiert … es ist, wie der ganze Content von einer wabernden Masse an Leuten, über Hashtags sich gleichschaltend, gelenkt wird. Nicht alles was die Masse generiert, ist Abbild perfekten demokratischen Willens. Massentrends sind meiner Meinung nach nicht einfach unkritisch hinzunehmen. Und allein dass die Profile und Tweets viel an Individualität ausdrücken, heißt noch nicht, dass genau diese Leute sich nicht grundsätzlich in Clustern formieren wollten.

Verlasse ich solche Räume nicht, dann werde ich diese Dynamiken immer wieder zu schlucken haben. In Form von irreführenden Hashtags, die mich dazu verleiten zu schauen, ob es sich um etwas potenziell wichtiges handeln könnte, aber nein die wabernde Masse zeigt mal wieder das Prinzip an, nachdem dieser Raum funktioniert.

Wir hier versuchen jetzt mal andere Wege. Und in unserem Fall müssen sie ja nicht unbedingt so sozial sein. Der gewogene Lesende weiß wo man uns findet.

Zur Vollständigkeit, das ist der abgeschnittene letzte angeheftete Tweet, auf unserem Account gewesen: Tierleben können kein Agrarthema sein.

 

Wohnsystem – Wohnlabyrinth

Du bekleidest mich mit der
Uniform der Regeln und Normen
Du schließt mir auf
die gesäuberten Räume
Du ziehst eine Schirmmütze
über meine Augen

beim Eingang in Dein
WOHNSYSTEM
schlägst Du die Stimmgabel
an den metallenen Türrahmen
und ein schriller Ton
führt mich ins Unbekannte

Du bekleidest mich
mit dem Mantel
der Farben und Melodien
Du gibst mir die Schlüssel
für Räume mit duftenden Rosen
Du überziehst meinen Körper
mit weichen Schleiern

beim Eingang in dein
WOHNLABYRINTH
schlägst Du die Stimmgabel
an den hölzernen Türrahmen
und ein warmer Ton
führt mich ins Unbekannte

Der Engel, der zum Teufel wird

Farangis Yegane: Eine freie Nacherzählung einer Geschichte Fariduddin Attars (ca. 1136 – 1221)

Der Engel, der zum Teufel wird

Diese Teufelsgeschichte als PDF

In seiner Schöpferwerkstatt erschuf Gott mit großem Arbeitseifer aus dem Chaos die Welt als herrliches Paradies, das mit viel Lebenskraft begann.

Um den Schöpfergott hatte sich seine Engelschar versammelt und bestaunte die Erschaffung herrlicher Blumen und Bäume, dann die vielen großen und kleinen Tiere, die konnten fliegen, schwimmen, laufen, hüpfen, krabbeln und kriechen, und jedes Tier hatte seine eigene Sprache.

Abschließend gab es den Schöpfungstag für den Menschen, der ein Mann und eine Frau werden sollte, geformt aus feuchter Erde, schön geknetet, ausgestattet mit unterschiedlichen Merkmalen.

Die Menge der zuschauenden Engel war in Spannung, doch Gott wollte bei dieser Erschaffung keine Zuschauer. Ein besonderes Geheimnis, ein wichtiges Mysterium, sollte im Menschen eingefügt werden, unsichtbar und tief verborgen. Bei diesem Akt sollten alle Engel sich beugen und ihre Blicke bei der wichtigen Handlung von Gott abwenden.

Es war da ein Engel, auch Iblis genannt, den plagte die Neugier und der Drang, das göttliche Geheimnis zu erfahren. Trotz des Verbots beugt er sich nicht, hob seinen Kopf und schaute, was der Schöpfergott den Menschen in sein Innerstes einpflanzen wollte.

Als Gott sein Werk vollbracht hatte und das Menschenpaar vor sich aufstellte, war er sehr stolz über seine Leistung. Jetzt befahl er seiner Engelschar sich voller Ehrfurcht zu verneigen und die Menschen als Krone der Schöpfung zu verehren.

Dieses Gebot Gottes verärgerte den Engel Iblis gewaltig und er verweigerte sich dem Befehl. Er dachte: diese zwei Menschen, was sind sie denn für besonders wertvolle Geschöpfe? Da hätte er lieber sich verneigt von dem wunderschönen Vogel, der herzergreifend singen konnte. Oder er hätte sich verneigt vor der kleinen braunen Katze mit ihren großen Augen, die so geheimnisvoll und weise ihn anblickte. Auch hätte er sich lieber vor dem großen Apfelbaum verneigt, der voller reifer Äpfel dort hinten stand und ihn rief, seine süßen Äpfel zu probieren. Dass der Schöpfergott aber befahlt diese zwei Menschen zu verehren, erschien dem Iblis total ungerecht.

Gott empörte sich maßlos über den Ungehorsam seines Engels und verstieß ihn aus der Engelschar und warf ihn aus seinem Himmel – für immer und ewig. Ein so widerspenstiger Engel sollte von nun an für alle Menschen als böser Teufel bezeichnet werden.

Ab diesem Geschehen wird es für diejenigen Menschen ein großes Problem, die wie Iblis sehr wissbegierig sind, die alles selbst erforschen wollen ohne göttliche Anleitungen und seine Gebote analysieren und bezweifeln. Diejenigen Menschen, die immer wieder selbst nach Wahrheiten suchen und nach neuen Erkenntnissen, diese Menschen hasst nicht nur der Schöpfergott, auch Menschen mögen nicht deren Eigenschaften. In den Familien werden oft schon kleine Kinder beschimpft: sei nicht so neugierig, frage nicht dauernd, das nervt mich!

Doch immer wieder werden so kleine teuflische Engelchen geboren, und manche davon enden später in Folterkammern oder am Galgen.

Ich bin auf die Erzählung aufmerksam geworden über das Buch: Das Denken beginnt mit dem Lachen: Die unsterbliche Kultur des Iran von Manuchehr Jamali und Gita Yegane Arani.

© Edition Farangis 2018

Ein Repost von > http://www.farangis.de/denk2mal/281110_1

Meine Katze

Viele Mauern türmen sich
__viele Autos drängeln sich
____viele Menschen rempeln sich
viele Schlaue brüsten sich
__viele Dumme schimpfen sich
MEINE KATZE ärgert sich

__das und mehr betrifft auch mich


„Kritik an denen, die mit Denkvorschlägen Kolonialisierung im Denken betreiben wollen. Der Denkkolonialismus den ich meine, hat sich selbst zur Aufgabe gemacht alle geistigen Ozeane trockenzulegen, um die Weltmeere endgültig verdinglichen zu können. Zuerst haben sie die Myriaden der Sprachvielfalt aller Wesen als Kakophonie bezeichnet.“
Animal Thealogy – „Natur“ nicht verzwecklichen. Ökologische Lebensgemeinschaften neu definieren.

Vegan ist das neue grün

Es ist ethisch einwandfrei wenn man andere, die Teile gemordeter Nichtmenschen essen, nicht verstehen kann. Es ist ethisch einwandfrei, Veganismus einzufordern. Antispe und Vegan sind eins. ist das neue grün

Mein Kumpel Thomas war heute in Offenbach am Main. Er ging dort (verwerflicherweise) in einen Burger King um sich dort eine Sprite zu holen. Er sah dort deren Veggie-Burger angeboten auf der Leuchttafel für beinahe 4 Euro. Er sagte zu dem Herrn hinter der Theke: “Was Euer Veggie-Burger kostet fast 4 Euro? Was kostet denn Euer Whopper?” Der Mann antwortete ihm: “2 Euro sowieso”. “So ein preislicher Unterschied, das ist ja krass,” sagte Thomas. “Ja” sagte der Mann, “da ist ja auch Fleisch von 1-A Qualität drin.” Da sagte Thomas “ja in Euern Köppen ist wohl auch 1-A Qualität drin.” Plötzlich kam von hinten der Filialleiter heran und sagte zu Thomas “so hamm Sie ihr Trinken,” Thomas schaute den Typen an; der sagte “dann hauen Sie jetzt ab!”

Es ging ums Prinzip. Veggie-Essen wird auf alle möglichen Weisen boykottiert. Vor allem durch die Preispolitik, und noch weitaus mehr, weil die Fleischindustrie sowieso nicht vor hat sich selbst abzuschaffen, und ihr Denken, das Vegetarismus und Veganismus sowieso ethisch eh egal ist. Was zählt ist der Wunsch der fleischfressenden Kunden und die werden stantepe bedient, so deren “Dienstleistungdenken”. Fleischindustrie sowie Fleischkonsum ist Ideologie. Wenn wir diese Ideologie nicht demontieren, wird der faktische zoozidale Totalitarismus, der die Welt zerstört, auch nicht verschwinden. Der Begriff “Krieg” sollte erweitert werden. Willkürliche Gewalt und Zerstörung im kriegerischen Ausmaß, im Ausmaß der totalen Zerstörung, findet auch und vorwiegend gegen die Tierheit und den natürlichen Raum / “die Natur” (als Lebensorganismus) statt.

Ein konstruktiver Beitrag von uns, warum vegan das neuen grün ist: Für den Lebensschutz ökopolitisch agieren

Unser Neu-Mithraismus

Einleitend dazu der folgende Text: Neu-Mithraismus bei Mithraeum.de:

Der neue Gott Mithras tötet nicht, er verweigert den Gehorsam. Hinter den Ritualen im Mithraismus, die der Neophyt durchlaufen muss, mag der Konflikt des Tötens und des Getötetwerdens als urmenschlicher (häufig unausweichlicher) Seinskonflikt gestanden haben. Die Mythologeme und vermuteten Riten geben Anlass dazu, davon auszugehen, dass es bei der Darstellung der Tauroktonie genau um diesen Konflikt ging.

Das Interessante ist die Bedeutsamkeit des Urstieres als Mythologem. Einiges ist uns über die seltsame Bildsprache des Stierschwanzes als Ähre noch in der ursprünglichen Bildhaftigkeit der iranischen Mythologie bekannt und dies dient als ein Zugang zum Mysterium.

> Zur weiteren Information über diesen säkular-spirituellen Werkraum an dem wir arbeiten, siehe für weitere Kontexte und inhaltliche Zusammenhänge > Ethische Fragen, Bildnisse und Bildschaffung.

Artgerecht ist allerdings nicht gerecht

Artgerecht ist allerdings nicht gerecht: Was tierisch und was menschlich ist? diese Frage wird – mit dem Hintergedanken darauf was ‘artgerecht’ ist – nur in Kategorien, die von einer anthropozentrischen Kultur definiert werden, zur Legitimierung der Tiertötung gestellt ( … im engsten, aber verheerendsten Sinne). Eine Frage nach einer biologischen Notwendigkeit sollte ihre Antwort in der Realität eines/des fühlenden Lebewesens (das Individuum ist!) finden.

Aus Leben, Tod und dazwischen von Nati Eyck, vegane antispemotivierte ultra-autonome Belletristik um es ganz deutlich zu betonen.

Mehr kritisches zum Begriff und dem Gedanken von Artgerechtigkeit. Ein höchst problematischer Begriff, mit dem man sich weitaus kritischer auseinander setzen sollte, denn die Zukunft wird den Speziesismus immer wieder auf vermeintlich artgerechte Weise zur Nutzbarkeit der Leben anderer als “Ressourcen” für menschliche Produktions-, Wirtschaftlichkeits und Konsumptionsbedürfnisse upzugraden wissen.