Thema Sozialklassismus und Psyche, Seele, Geist bis hin zur funktionalen Kognition …
Das konzeptuelle Problem der Psychologie ist eine wohlmeinende Pathologisierung. Es ist ganz logisch und zeitgemäß, dass Modelle wie das PTMF hier versuchen eine Alternative zu bieten.
Psychologie behauptet, das Individuum zu verstehen, operiert aber mit entindividualisierten Modellen. Sie kann bestimmte Formen von Erfahrung gar nicht adäquat sehen.
“Nicht ‘das Individuum’ wird pathologisiert, sondern es wird zuerst unkenntlich gemacht – und dann das Übriggebliebene diagnostiziert.”
“Die Diagnose ist nicht die Fehlinterpretation eines Individuums,
sondern das Resultat seiner vorherigen Standardisierung.”
Das PTMF versetzt das Individuum hingegen in Beziehungen, in Machtverhältnissen, in Situationen. „Psyche“ ist dort nicht Ursprung, sondern Knotenpunkt von Beziehungen.
Auch in der Diskrepanz zwischen „Störung im Individuum“ und „Muster in Beziehungen“ die verbleibt, muss aber kein völliger Anspruch über individuelle Zuordenbarkeit erhoben werden.
