Betonschweiz

Das sei jetzt nicht mal nur so hingestellt. Wir waren ja kürzlich beim Gletschertourismus …

„Alpenkulissen-Ideal“: Die spektakulären Berge bleiben als Identitätssymbol erhalten, während die bewohnten Räume dazwischen immer stärker ökonomischen Interessen unterworfen werden.

Die Schweiz pflegte das Bild von Ordnung, Nachhaltigkeit und Naturnähe.
Tatsächlich standen aber wirtschaftliches Wachstum, Immobilienentwicklung, Finanzkapital und Infrastrukturentwicklung meist höher im Kurs.
Naturschutz wurde oft dort akzeptiert, wo er mit wirtschaftlichen Interessen vereinbar war.
Sobald Bodenwerte steigen, geraten Landschafts- und Naturschutzinteressen häufig unter Druck.

„Verstädterung der Schweiz“, „Agglomerationsschweiz“
Die eigentliche Realität des Landes sei heute weniger die Alpenidylle als ein dicht bebautes, hoch technisiertes Wirtschaftsgebiet, das seinen Mythos noch mit sich trägt, aber ihm immer weniger entspricht.

Die Schweiz verkauft der Welt ein Naturbild, während große Teile ihrer bewohnten Landschaft längst wie ein zusammenhängender urbaner Raum wirken. Das heißt nicht, dass die Berge verschwunden wären – aber die alte Vorstellung einer von der Bevölkerung tief respektierten Landschaft wird dadurch zumindest schwerer aufrechtzuerhalten.

Luftbilder des Mittellandes schauen

 

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