Zugewiesene räumliche Schutzlosigkeit wird gesellschaftlich normalisiert und mitgetragen
Mal eine andere Frage: sind aktuelle nationale Forderungen, die in der BRD bestehen, für das Ziel der Abschaffung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit in der Mitgliedstaaten der UN effektiv?
Die indirekte Lösung: ‚soziales Radfahren‘ und ‚mein Netzwerk trägt mich‘ helfen nicht jedem und nicht garantiert, wenn sie auch eine inoffizielle Basis bieten …
Einfach nur mehr Wohnungen bauen, klärt nichts an den Bedingungen/echter Wohnqualität; Teurung hilft definitiv nicht …
Aktuell geht der Trend zu mehr Sozialdarwinismus von oben und unten, man kann sich nurnoch selbst retten und das in einer Art und Weise, die einem garantierten Erfolg durch Anpassung sichert, das kann ja jeder, meint man. Gut angepasst, guter Job. Irgendwie ist das halt schon ein Scheuklappendenken.
Das Ding ist, dass die typischen Hilfsmaßnahmen nicht helfen, weil viele Vermieter einfach in einer „kapitalistisch funktionierenden Welt“ am längeren Hebel von Seiten ihrer Rechte her sitzen und viele auch nicht zögern, Leute einfach rauszuklagen. Wenn Du Privat niemanden hast, der Dir hilft …
sollten helfende Instanzen ehrlicher sein damit, wie in dem Moment die „Sicherheitsnetze“ seitens des Staates einfach gar nicht vorhanden sind oder nicht helfen.
Es muss dringend offen damit umgegangen werden, wo das Hilfssystem Lücken aufweist, wo soziale Arbeit nicht fallgerecht organisiert ist und nur Scheinhilfen geleistet werden, während die Gesamtgesellschaft immer wieder schnell in ein Narrativ der Schuldzuweisung gegenüber Betroffenen verfällt.
Allein die Arbeit von Behörden, in dem Fall bes. die Wohnungsämter, die Realitäten der Wohnungsmärkte und die Realitäten der Grenzen öffentlicher Hilfen – organisatorisch und in ihrer Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Ämtern – bilden ständig ab, dass wenn „die Hütte brennt“ Dir vermutlich …
von der Seite nur gutgemeinte Gleichgültigkeit entgegenschlagen wird, aber keine echte Lösung für ein inzwischen überdimensionales Problem allerorts.
Was es bräuchte, wären ganze Projekte im Bestand, städtisch, ländlich.
Von den Leuten, die gut vernetzt arbeiten, Projekte/Ideen für flächendeckende Genossenschaftsförderung z.B.
Und
Der Widerstandsgeist hier ist angesichts der Frage aber immerhin so laid back, dass ein paar Empfehlungen u. Forderungen mit-von-u.-an alles was so mehr „oben organisiert“ sein soll, genügen. D.h., jeder sorgt an der Stelle, an der er sich befindet, dafür, dass einfach nicht so viel geschehen wird.

