Vier persische vegane Reisgerichte, mit zahlreichen Beilagen

Unser vegan cookery booklet Band 2 ist in gedruckter Form bei den Editiones Keschmesch erschienen:

Wir stellen die Rezepte jetzt endlich hier ins Netz für die experimentierfreudigen anderen veganen Köch*innen, yay!

Drin in dem Büchlein sind folgende Rezepte:

Vier vegane persische Reisgerichte

Als Beigabe zu den folgenden Reisgerichten können Sie gebratenen Seitan oder Tofu servieren.

Inhalt

Glossar

1.) Gekochter Reis (Kateh) mit Zucchini “stew”
(Koresh-e Kadu).
Beigabe: Kürbis-Kompott (Morabba-ye Kadu Tanbal)

2.) Einfacher gedämpfter Reis (Chelo) + Goldene Reiskruste  (Tadigh)
als Basis für:

a.) Dillreis mit Fawa oder Lima Bohnen (Baqala Polo)
Beigabe: Frisches Gemüse (Sabzi Khordan)

b.) Reis mit Linsen  (Adas Polo)
Beigabe: Gurken und Tomaten Salat (Salad)

c.) Reis mit Sauerkirschen (Albalu Polo)
Süßes und salziges

Sauerkirschenkompott (Morabba-ye Albalu)
Kokos-Konfekt  (Lowz-e Nargil)
Anleitung zum Rösten verschiedener Melonensamen (vor allem Wassermelonen-,      ……….Zuckermelonen- und Kürbissamen)
Gemischte Nüsse, Samen und getrocknete Früchte (Ajil)
Geröstetes Kichererbsenmehl (Ard-e Nokhodchi)
Süsses geröstetes Kichererbsenmehl (Qavut)
Geröstetes Kichererbsenmehl-Kekse (Nan Nokhodchi)
Karamelisierte Zucker-‘crispies’ (Pulaki)
Orangenblütenwasser-Sirup (Sharbat-e Bahar Narenj)
Rhabarbar-Sirup (Sharbat-e Rivas)


Glossar

Kardamon, -Schoten und -Samen

Kardamon ist weiß oder grün. Die Samen sind sehr klein, schwarz und rund, und vor allem hocharomatisch. Wenn in einem Rezept angegeben ist Kardamonsamen zu verwenden, dann entfernen Sie die Samen vorsichtig aus den Schoten. Ansonsten sind Kardamonsamen auch in indischen Lebensmittelgeschäften beispielsweise separat erhältlich.

Safran

Safranfäden sind die Stempel einer speziellen Art von Krokussen. Safran hat ein ganz besonderes Aroma und ist relativ teuer. Um einen aquivalenten Farbeffekt herzustellen kann Turmeric ersatzweise verwendet werden.

Turmeric, Curcuma bzw. Haldi oder Gelbwurzel

Turmeric hat einen milden, erdigen Geschmack. Das Gewürz hat verdauungsfördernde und auch antiseptische Eigenschaften. Turmeric ist vor allem in Gewürzhandlungen, indischen- oder anderen asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Zereshk

Zereshk (Sauerdorn, Berberitze) sind leuchtendrote, kleine längliche Beeren. Sie werden in der persischen Küche insbesondere bei Reisgerichten verwendet. Wie der Name ‘Sauerdorn’ schon sagt, haben sie einen mildsäuerlichen Geschmack. Zereshk-Beeren sind in persischen Lebensmittelgeschäften in getrockneter Form erhältlich.


Gekochter Reis

Kateh  

Für 5 bis 6 Personen

2  Tassen Basmati-Reis

4  Tassen Wasser

1  Teelöffel Salz

3  Esslöffel rein pflanzliche Margarine oder Pflanzenöl

  1. Mischen Sie alle Zutaten in einem mittelgroßen Topf.
  2. Bringen Sie das Ganze zum Kochen; reduzieren Sie die Hitze auf eine mittlere bis niedrige Flamme und lassen Sie den Reis für höchstens 30-40 Minuten leicht köcheln.

Als Variation kann dieser Reis auch mit Hinzugabe (zum Rezept oben) von 2 Esslöffeln Kreuzkümmel (Kumin) zubereitet werden.


Zucchini-Stew

Khoresh-e Kadu

Für 4 bis 5 Personen

8  kleine Zucchini

3  Esslöffel Pflanzenöl oder rein pflanzliche Margarine

1  mittelgroße Zwiebel, in Scheiben geschnitten

4  Tomaten

1/4  Tasse Wasser

1  Teelöffel Salz

1/4  Teelöffel Pfeffer

1  Teelöffel Turmeric

  1. Schälen Sie die Zucchini; schneiden Sie sie der Länge nach in gleichgroße Hälften.
  2. Erhitzen Sie das Öl in einer Pfanne. Bräunen Sie die Zucchini auf beiden Seiten. Falls notwendig können Sie mehr Öl hinzugeben. Geben Sie die Zucchini danach in einen mittelgroßen Topf.
  3. Bräunen Sie die Zwiebel in der Pfanne; geben Sie sie dann zu den Zucchini.
  4. Schneiden Sie die Tomaten in Hälften und arrangieren Sie sie mit der Schnittfläche nach unten auf den Zucchini.
  5. Mischen Sie das Wasser, das Salz, den Pfeffer und den Turmeric. Geben Sie dieses über die Zucchini. Lassen Sie das Ganze auf niedriger Flamme für 30 Minuten köcheln.

Kürbiskompott

Morabba-ye Kadu Tanbal

Ergibt etwa 5 Schälchen

3  Tassen Kürbisfrucht, in 2,5 cm große Stücke geschnitten

1  Tasse Wasser

1/4  Tasse Zitronensaft

3  Tassen brauner Zucker

  1. Bringen Sie das Wasser auf hoher Flamme zum Kochen; geben Sie den Zucker hinzu und rühren Sie, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.
  2. Rühren Sie den Zitronensaft dazu.
  3. Geben Sie den Kürbis dazu; reduzieren Sie die Hitze auf eine mittlere bis niedrige Flamme und lassen Sie das Ganze für etwa 1 Stunde köcheln oder bis der Kürbis zart und mit dem Zuckersirup ganz durchtränkt ist. Lassen Sie das Kompott abkühlen bevor Sie es servieren. Bewahren Sie das Kompott in Einmach- oder Marmeladengläsern auf.

Einfacher gedämpfter Reis

Chelo

Für 6 Personen

3  Tassen Basmati-Reis

8  Tassen Wasser

2  gestrichene Esslöffel Salz (keine Angst, das Salzwasser wird später abgegossen!)

1/4  Tasse rein pflanzliche Margarine, zerlassen

1/8  Teelöffel Safran, eingeweicht in 2 Esslöffeln warmen Wasser (optional)

  1. Spülen Sie den Reis mehrmals in warmen Wasser um die Stärke auszuspülen. Weichen Sie ihn in warmen Wasser ein. (Dies ist nicht ein absolut notwendiger Vorgang, aber das Einweichen ermöglicht eine kürzere Kochzeit und daher mehr Kontrolle über das Endresultat. Man kann den Reis für einige Stunden oder auch über Nacht einweichen lassen.)
  2. Bringen Sie einen großen Topf mit salzigem Wasser ( ungefähr 1/2 gestrichenen Esslöffel Salz pro 2 Tassen Wasser) zum Kochen. Der Topf sollte groß genug sein, dass der Reis darin frei herumrollen kann während das Wasser kocht.
  3. Lassen Sie das Wasser von dem eingeweichten Reis abtropfen und geben Sie den Reis in das kochende Wasser. Kochen Sie ihn 5 bis 10 Minuten (die Kochzeit ist etwas unterschiedlich je nach Qualität des Reises und nach der Länge der Einweichzeit) oder bis die Körner nicht mehr ganz hart aber noch ziemlich fest sind. Rühren Sie den Reis ab und zu, um ein Aneinanderkleben der Körner zu verhindern.
  4. Lassen Sie den Reis in einem Sieb abtropfen. (Geben Sie an dieser Stelle die anderen Zutaten für die Polo-Rezepte hinzu, die Sie unter Punkt 2 a, b und c finden.)
  5. Bedecken Sie den Boden des Topfes mit einem Teil der zerlassenen Margarine.
  6. Geben Sie den Reis löffelweise, locker in den Topf und häufen Sie ihn in der Mitte, so dass er nicht an den Seiten des Topfes anliegt.
  7. ‘Perforieren’ Sie den Reis an verschiedenen Stellen mit dem oberen Teil eines Bestecks bis zum Boden des Topfes und geben Sie den übrigen Teil der zerlassenen Margarine hinzu. (Es kann auch mehr Pflanzenfett hinzugegeben werden.)
  8. Bedecken Sie die Unterseite des Topfdeckels mit einem frischen Geschirrtuch (das die Feuchtigkeit absorbiert, die sich ansonsten am Deckel ansammeln und zurück in den Reis tropfen und ihn dadurch feucht und schwer machen würde) und geben Sie den Deckel so, fest auf den Topf.
  9. Kochen Sie den Reis ungefähr 20 Minuten auf mittlerer bis niedriger Hitze, reduzieren Sie die Hitze dann für etwa 30 weitere Minuten zum ‘Dämpfen’ des Reises.

Die Hitze kann danach auf die aller niedrigste Stufe gestellt werden und der Reis kann so bis zum Servieren warm gehalten werden, das hängt aber von den Regulationsmöglichkeiten des Herdes ab.

Der Reis kann auch in einem mäßig erhitzten Ofen (180°C) für 30 Minuten ‘gedämpft’ werden und dann bis zum Servieren auf die niedrigste Wärmestufe gestellt werden.

  1. Reis, der auf dem Herd gekocht wird, erhält eine goldene Kruste, den „Tahdig“ (sehen Sie dazu das folgende Rezept), der, um ihn in einem Stück zu servieren, gelöst werden kann indem man den geschlossenen Topf für einige Minuten in kaltes Wasser stellt.
  2. Nehmen Sie, um den Reis zu dekorieren, etwa 2/3 Tassen von dem gekochten Reis und vermischen Sie ihn mit dem aufgelösten Safran, so dass der Reis die Farbe gleichmäßig annimmt. Streuen Sie diesen Safran-Reis über den weißen Reis wenn Sie ihn auf einer Servierplatte angerichtet haben.

Tahdig (goldene Reiskruste)

Tahdig kann grundsätzlich mit jedem Reisrezept zubereitet werden. Als Variation können Sie eine geschälte, in dünne Scheiben geschnittene rohe Kartoffel nach dem Zerlassen der Margarine und bevor Sie den Reis in den Topf geben (Schritt 5 des Chelo Rezepts), auf dem Topfboden platzieren.


Fava- oder Lima-Bohnen (große weiße Bohnenkerne) mit Dill-Reis

Baqala Polo

Für 4 bis 6 Personen

500g  frische oder getrocknete Fava oder Lima Bohnen* (große weiße Bohnenkerne)

3  Tassen Basmati-Reis und die anderen Zutaten des Chelo Rezepts

3/4  Tasse getrockneter Dill oder 1 Tasse frischer Dill

2  Esslöffel Pflanzenöl

3  große Zwiebeln, in dünne Scheiben geschnitten

1  Teelöffel Turmeric

  1. Wenn Sie frische Bohnen benutzen: bringen Sie die Bohnen in 3 – 4 Tassen leicht gesalzenem Wasser zum Kochen; reduzieren Sie die Hitze auf eine mittlere Flamme und lassen Sie die Bohnen für etwa 20 Minuten köcheln bis sie zart aber nicht weich sind.
  2. Entfernen Sie von den (frischen) Bohnen die Äußere Membran, und stellen Sie sie dann beiseite.
  3. Kochen Sie den Reis in gesalzenem Wasser nach den Angaben im Chelo Rezept bis zum Schritt 4.
  4. Erhitzen Sie das Öl in einer Pfanne; geben Sie die Zwiebeln hinzu und bräunen Sie sie auf mittlerer bis hoher Flamme.
  5. Mischen Sie die Bohnen, den Dill, den Turmeric und die gebräunten Zwiebeln mit dem Reis.
  6. Verfahren Sie weiter nach dem Chelo Rezept bis zu Schritt 10.

* Weichen Sie die getrockneten Bohnen für einige Stunden mindestens oder am besten über Nacht in Wasser ein, bis sie zart sind. Kochen Sie sie auf mittlerer Flamme und verfahren Sie dann weiter nach den oben angegeben Schritten.


Frisches Gemüse

Sabzi Khordan

Radieschen

Schalotten

frische Pfefferminzblätter

frische Basilikumblätter

frische Estragonblätter

  1. Waschen Sie die Radieschen und schneiden Sie die Enden ab.
  2. Schneiden Sie die Enden der Schalotten ab, waschen Sie sie und schneiden Sie die Schalotten dann in 8 – 10 cm lange Stücke.
  3. Trennen Sie die Blätter der Pfefferminze, des Basilikums und des Estragons von den Stengeln. Waschen Sie die Blätter und lassen Sie sie in einem Sieb abtropfen.
  4. Mischen Sie nun alles zusammen und servieren Sie es auf kleinen flachen Tellern.

Reis mit Linsen

Adas Polo

Für 4 bis 6 Personen

1  Tasse Linsen

3  Tassen Basmati-Reis und die anderen Zutaten des Chelo Rezepts

1/4 Tasse Rosinen, Zereshk* (Sauerdorn bzw. Berberitzen), Datteln und gehobelte Mandeln

  1. Kochen Sie die Linsen in ausreichend gesalzenem Wasser (das Wasser sollte die Linsen bedecken) für etwa 15 bis 20 Minuten oder bis sie zart aber nicht weich sind. Lassen Sie sie abtropfen und stellen Sie sie beiseite.
  2. Kochen Sie den Reis in gesalzenem Wasser nach den Angaben des Chelo Rezepts bis zu dem Schritt 4.
  3. Gehen Sie weiter nach den Angaben des Chelo Rezepts vor, aber geben Sie nun abwechselnd jeweils eine Lage Reis und eine Lage Linsen mit den anderen Zutaten in den Topf, bevor Sie den Reis ‘dämpfen’ lassen.

* Zereshk sind normalerweise in iranischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Zereshk sollten für eine halbe Stunde in Wasser eingeweicht werden, bevor sie verwendet werden.


Gurken- und Tomaten-Salat

Salad

Für 5 bis 6 Personen

3  große Tomaten, grob geschnitten

3  kleine Gurken, grob geschnitten

1  mittelgroße rote Zwiebel, in Scheiben geschnitten

1  Teelöffel Salz

1/2  Teelöffel frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

3/4  Tasse Zitronensaft

  1. Mischen Sie alle Zutaten in einer Glas- oder Keramikschüssel; stellen Sie den Salat für einige Stunden kühl bevor Sie ihn servieren.

Reis mit Sauerkirschen

Albalu Polo

Für 6 bis 8 Personen

3  Tassen ungekochter Basmati-Reis und die anderen Zutaten des Chelo Rezepts

2 Tassen frische Sauerkirschen oder Sauerkirschen-Kompott (sehen Sie dazu auch Rezept dazu)

2 – 3  Esslöffel roher Rohrzucker

1  Teelöffel Zimt (optional)

  1. Kochen Sie den Reis nach den Angaben des Chelo Rezepts bis zum Schritt 4. ABER: Ohne Salz!
  2. Lassen Sie die Kirschen abtropfen (wenn Sie Sauerkirschen -Kompott verwenden) und mischen Sie die Kirschen mit dem Reis.
  3. Verfahren Sie bis zum letzten Schritt weiter nach dem Chelo Rezept. Servieren Sie den Reis auf einer Platte und streuen Sie den Zucker und (wenn Sie mögen) den Zimt darüber.

Sauerkirschen-Kompott

Morabba-ye Albalu

Etwa 6 Tassen

500 g  Sauerkirschen, entkernt

1  Tasse Wasser

2  Esslöffel Zitronensaft

3  Tassen brauner Zucker

1  Teelöffel Vanillemark oder -essenz (optional)

  1. Bringen Sie die Sauerkirschen, das Wasser und den Zitronensaft in einem Tiegel zum Kochen.
  2. Geben Sie den Zucker dazu, reduzieren Sie die Hitze auf eine niedrige Flamme und lassen Sie das Ganze für 25 – 30 Minuten köcheln.
  3. Geben Sie die Vanille dazu und verrühren Sie das Ganze; nehmen Sie es von der Kochstelle. Lassen Sie das Kompott abkühlen und bewahren Sie es in Einmachgläsern oder Marmeladengläsern auf.

Kokosnuss-Konfekt

Lowz-e Nargil

Etwa 10 bis 15 Stücke

1/2  Tasse rein pflanzliche Margarine

1/2  Tasse roher Rohrzucker

1/2  Tasse Mehl

3/4  Tasse geraspelte Kokosnuss

  1. Zerlassen Sie die Margarine auf mittlerer Flamme in einer kleinen Pfanne.
  2. Geben Sie den Zucker dazu und rühren Sie solange, bis er sich aufgelöst hat.
  3. Geben Sie das Mehl und 1/2 Tasse Kokosraspel hinzu und mischen Sie das Ganze zu einer dicken Paste.
  4. Nehmen Sie es nun von der Kochstelle und verteilen Sie es gleichmäßig auf einem Backpapier, in einer Dicke von etwa 1 cm.
  5. Streuen Sie die übrigen Kokosraspel gleichmäßig darüber und drücken Sie die Kokosraspel vorsichtig mit der flachen Seite eines Messers etwas an, bis die Kokosraspel an der Mischung festkleben.
  6. Schneiden Sie das Ganze nun in Diagonalen in rautenförmige Teile mit einer Länge von etwa 3,5 cm. Stellen Sie das Kokosnuss-Konfekt in den Kühlschrank und servieren Sie es gekühlt.

Anleitung zum Rösten verschiedener Melonensamen (insbesondere Wassermelonen-. Zuckermelonen- und Kürbissamen):

2  Tassen Samen

1  Teelöffel Salz

1  Teelöffel Turmeric

1/2  Teelöffel schwarzen Pfeffer

2  Esslöffel Pflanzenöl

  1. Waschen Sie die Samen in warmen Wasser; lassen Sie sie in einem Sieb abtropfen.
  2. Streuen Sie die Gewürze darüber und mischen Sie alles gut.
  3. Verteilen Sie die gewürzten Samen auf einem Tuch (aber Vorsicht, das Turmeric färbt sehr stark!). Lassen Sie sie vollständig trocknen, etwa für eine Tag oder so.
  4. Geben Sie die Samen in eine Schüssel, geben Sie das Öl hinzu und mischen Sie alles gut.
  5. Rösten Sie die Samen in einer kleinen Pfanne (ohne Öl) auf einer mittleren bis hohen Flamme unter ständigem Rühren um ein Verbrennen zu vermeiden.

Nüsse, Samen und getrocknete Früchte

Ajil:

geröstete Pistazien

geröstete Haselnüsse

Walnüsse

ganze geröstete Mandeln

geröstete Kichererbsen

geröstete Wassermelonensamen

geröstete Kürbissamen

Ajil Moshkel Gosha:

ganze rohe Mandeln

Walnüsse

rohe Kichererbsen

getrocknete Feigen

getrocknete Aprikosen

getrocknete Pfirsiche

dunkle Rosinen

helle Rosinen

ganze rohe Haselnüsse

Natürlich sind dies nur zwei Möglichkeiten für Mischungen; kreieren Sie andere Varianten nach ihrem Geschmack.


Geröstetes Kichererbsenmehl

Ard-e Nokhodchi

Etwa 1 Tasse

1  Tasse getrocknete Kichererbsen

Pflanzenöl

  1. Ölen Sie eine kleine Pfanne und geben Sie sie auf eine mittlere Flamme. Geben Sie die Kichererbsen in die Pfanne und rühren Sie die Kichererbsen ständig bis sie eine leicht goldene Farbe haben, etwa für 5 Minuten.
  2. Nehmen Sie die Kichererbsen dann sofort aus der Pfanne und lassen Sie sie abkühlen.
  3. Mahlen Sie die Kichererbsen mit einem Mahlgerät oder einem Mörser zu einem feinen Mehl.

Süsses geröstetes Kichererbsenmehl

Qavut

Etwa 1 1/2 Tassen

1  Tasse geröstetes Kichererbsenmehl (s.o.)

1/2  Tasse roher Rohrucker

1/2  Teelöffel Kardamon -samen oder -pulver

  1. Mischen Sie alle Zutaten und servieren Sie sie als Snack in kleinen Schalen mit jeweils einem kleinen Löffel.

Geröstetes Kichererbsenmehl-Kekse

Nan Nokhodchi

Etwa 25 bis 30 Stück

1 1/2  Tassen Kichererbsenmehl (sehen Sie dazu das Rezept für geröstetes Kichererbsenmehl)

3/4  Tasse rein pflanzliche Margarine

3/4  Tasse brauner Zucker

1/2  Teelöffel Kardamon-Samen oder -Pulver

4  Esslöffel warmes Wasser

  1. Mischen Sie alle Zutaten zusammen und rühren Sie sie zu einer weichen Paste. Gehen Sie sicher, dass keine Mehlklumpen mehr vorhanden sind.
  2. Nehmen Sie jeweils einen Löffel voll von der Masse und rollen Sie sie zu Kugeln ungefähr in Walnussgröße.
  3. Arrangieren Sie die Kugeln auf leicht gefettetem Backpapier, mit einem jeweiligen Abstand von etwa 5 cm. Drücken Sie nun die Kugeln vorsichtig mit einer Gabel etwas flach und ‘gravieren’ Sie ein Muster. Backen Sie die Kekse für 20 Minuten bei mittlerer Hitze, 180° Grad C.

Notiz: Nan Nokhdchi ist etwas zerbrechlich und sollte vorsichtig serviert werden. Aber die Kekse lohnen auf jeden Fall den Aufwand.


Karamelisierte Zucker-‘crispies’

Pulaki

Etwa 20 bis 25 Stück

3/4  Tasse roher Rohrzucker

Pistazien oder Walnüsse (optional)

  1. Erhitzen Sie eine kleine Pfanne auf hoher Flamme.
  2. Geben Sie den Zucker in einen kleinen Abschnitt der Pfanne und rühren Sie ihn solange, bis er sich verflüssigt.
  3. Nehmen Sie ihn dann sehr sofort von der Kochstelle (bevor er verhärtet) und tropfen Sie die Flüssigkeit löffelweise, jeweils mit etwas Abstand auf ein (ungefettetes) Backpapier; ein ‘Tropfen’ ergibt somit ein ‘crispy’. Wenn Sie möchten, können Sie 2 bis 3 Nussstücke auf jedes ‘crispy’ geben und etwas festdrücken.
  4. Lassen Sie das Ganze abkühlen und entfernen Sie es dann vom Backpapier, indem Sie das Backpapier etwas drehen und ziehen, bis die Zucker ‘crispies’ abspringen.

Notiz: Pulaki wird in heißen Tee getunkt wobei es dann in Stücke zerfällt oder in den Mund genommen schlürft man den Tee über das Pulaki.


Orangenblütenwasser-Sirup

Sharbat-e Bahar Narenj

Etwa 4 Tassen

1  Tasse Wasser

2 1/2  Tassen brauner Zucker

190 ml Orangenblütenwasser*

2  Esslöffel Zitronensaft

  1. Bringen Sie das Wasser zum Kochen; geben Sie den Zucker hinzu und rühren Sie das Ganze um so den Zucker gleichmäßig aufzulösen.
  2. Geben Sie das Orangenblütenwasser hinzu und lassen Sie das Ganze für 5 Minuten köcheln.
  3. Geben Sie nun den Zitronensaft hinzu und köcheln Sie alles für eine weitere Minute.
  4. Lassen Sie den Sirup abkühlen; geben Sie ihn in eine Flasche und bewahren Sie ihn an einem kühlen Ort.

Lösen Sie zum Servieren einige Löffel Sirup in Wasser auf und geben Sie die Flüssigkeit auf Eis.

* Orangenblütenwasser ist normalerweise in indischen, iranischen oder anderen asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.


Rhabarber-Sirup

Sharbat-e Rivas

Etwa 6 Tassen

500 g  frischen Rhabarber

2  Tassen Wasser

4  Tassen roher Rohrzucker

  1. Waschen Sie den Rhabarber und schneiden Sie ihn in Stücke. Geben Sie ihn mit dem Wasser in einen Topf. Bringen Sie das Ganze zum Kochen und köcheln Sie es auf mittlerer Flamme für 20 bis 30 Minuten oder bis der Rhabarber leicht zu Mus zerstoßen werden kann.
  2. Geben Sie ein Sieb über eine Schüssel und gießen Sie den Rhabarber mit dem Wasser hinein. Drücken Sie mit einem Löffel die Rhabarberstücke, um so viel Flüssigkeit wie möglich zu erhalten.
  3. Geben Sie den Saft wieder in den Topf, geben Sie den Zucker dazu und bringen Sie den Saft zum Kochen; reduzieren Sie die Hitze auf eine niedrige Flamme und lassen Sie das Ganze für 5 weitere Minuten köcheln. Nehmen Sie den Sirup dann von der Kochstelle und lassen Sie ihn abkühlen. Geben Sie den Sirup in eine Flasche und bewahren Sie ihn an einem kühlen Ort.

Mischen Sie zum Servieren 2 bis 3 Esslöffel Sirup mit einem Glas kaltem Wasser und geben Sie Eis dazu.

Bon Appetit!

Veganer Karottenkuchen

Veganer Karottenkuchen. Dieses Rezept ist getestet und von allen hier bei uns für äußerst lecker befunden worden.

Veganer Karottenkuchen

Die Zutaten

Für den Kuchen:

4 Esslöffel Apfelmus

(oder einen äquivalenten Ersatz für 2 Eier,

zum Beispiel 1 zerdrückte Banane)

1 Teelöffel Vanilleextrakt

1/2 Tasse rein pflanzliche Margarine, weich

1 Teelöffel Salz

höchstens 1 1/2 Teelöffel Backpulver

2 Teelöffel Zimt

1 Tasse Zucker (am vorteilhaftesten ist roher Rohrzucker)

1 1/4 Tassen ungebleichtes allzweck Weizenmehl (wobei gebleichtes genauso gut funktioniert)

1/4 Tasse Vanille-Sojamilch

1 Tasse Karotten, fein gerieben

1 Tasse Walnüsse, zerhackt, oder alternativ können auch gemahlene Haselnüsse oder Mandeln verwendet werden

Anleitung

Um den Kuchen zu machen:

Geben Sie die ersten 9 Kuchenzutaten in eine ausreichend große Schüssel, vermischen Sie diese gut, rühren Sie dann die Karotten und die Walnüsse dazu. Heizen Sie den Ofen auf 175° Grad vor und fetten sie eine runde Spring-Backform mit einem Durchmesser von etwa 12 cm ein (oder verwenden Sie Backpapier), verteilen sie den Teig gleichmäßig in der Form. Backen Sie den Kuchen für etwa 45 Minuten, nehmen Sie ihn aus dem Ofen und lassen Sie ihn gut abkühlen.

Die Glasur:

Variante 1: eine Karamelglasur

Eine Karamelglasur lässt sich zubereiten indem Sie etwa 125g Zucker, 3 Esslöffel Sojamilch, 50g Margarine und einen Teelöffel Vanille-Essenz für einige Minuten kochen. Rühren Sie diese Mixtur fortwährend bis sie fast abgekühlt ist und tragen Sie sie dann auf den Kuchen auf.

Variante 2: eine Cremeglasur

225g Tofutti ‘Better than Cream Cheese’

1/2 Tasse rein pflanzliche Margarine

2 Tassen Puderzucker

1 Teelöffel Vanille-Extrakt

1 1/2 Teelöffel Orangen-Extrakt

Mischen Sie den geschmacksneutralen ‘Better than Cream Cheese’ mit der Margarine. Wenn diese ausreichend vermischt sind geben Sie den Puderzucker und den Vanille- den Orangenextrakt hinzu und mischen das Ganze gut.

Ist der Kuchen ausreichend abgekühlt kann die Glasur mit einem Messer über den ganzen Kuchen (die Seiten nicht vergessen!) verteilt werden.

Bon Appetit!

Ist so ein Kuchen gut für die Figur? Nein das bestimmt nicht, aber er ist dafür um so leckerer. Und man muss so etwas ja nicht jeden Tag essen.

Reicht für 3 Hungrige oder ansonsten 6 Personen.

Worauf man beim Kauf von Sojamilch achten sollte

Für die, die gerade beginnen ihre Ernährung zu veganisieren und im Zuge dessen mehr Sojaprodukte in ihren Ernährungsplan mit einbeziehen wollen.

Man bekommt Sojamilch erfreulicherweise heute bereits in den meisten Supermärkten. Aber Sojamilch ist nicht gleich Sojamilch und man sollte den Weg zu einen Geschäft wo es die beste und “reinste” Sojamlich in der Gegend gibt nicht scheuen.

Das kann der Bioladen sein, aber auch der Drogeriemarkt. Bei einigen Drogerien gibt es inzwischen nämlich auch super (ungesüßte, leckere und ziemlich schlichte, d.h. ohne viel Zusätze) Reis-, Hafer-, Dinkel- und Sojamilch. Wenn man das Glück hat in der Nähe eines veganen Ladens zu gehen, sollte man natürlich diesen unterstützen – wenn möglich.

Der große Nachteil bei vielen Sojamlichsorten die im Supermarkt verkauft werden, ist der Zucker. Mal abgesehen davon, dass der verwendete Zucker vielleicht weißer Zucker ist, ist der andere Problempunkt, dass man Zucker generell nicht unbedingt in einem Getränk mit drin haben will oder auch nicht beim Kochen oder am Müsli. Also: immer durchlesen WAS in der Sojamilch drin ist!

Das gleiche gilt übringends auch für Sojajoghurt. Bei beidem, Sojamilch und Sojajoghurt, sollte man darauf achten, dass wirklich nur das drin ist, was das Produkt nicht in seiner gesundheitlichen Qualität unter Umständen einschränkt. Es geht ja schließlich nicht nur um “hm … lecker” … 🙂

Wenn Sie gerade dabei sind, Ihre Ernährung auf vegan umzustellen, kann Ihnen vielleicht auch unser Info “Leben ohne Milchprodukte” weiterhelfen:

http://www.simorgh.de/vegan/ohne_milch.pdf. Allgemeine Infos zur veganen Lebensweise finden sie bei uns auch hier: http://www.simorgh.de/veggie.htm.

Vegane Müslischnitten

Vegane Müslischnitten. Dieses Rezept ist getestet und von allen hier bei uns für äußerst lecker befunden worden.

Vegane Müslischnitten

1/4 Tasse Sesamsamen

1 Tasse veganes geröstetes Müsli (Bioladen, Reformhaus, veganer Laden)

3 Tassen Puffreis

1/2 Tasse geraspelte Kokosnuss

1/4 Tasse Sonnenblumenkerne

125g Pflanzenmargarine

1/3 Tasse Ahornsirup

1/3 Tasse Erdnusscreme

1/2 Tasse roher Rohrzucker

  1. Fetten Sie eine 19 x 29 cm Backform ein. Rösten Sie die Sesamsamen auf einem Backblech bei 180° Celsius für etwas 10 Minuten, lassen sie Sie auf Raumtemperatur abkühlen.
  2. Vermischen Sie das Müsli, den Puffreis, die Kokosraspel, die Sonnenblumenkerne und die Sesamsamen in einer Schüssel.

Mischen Sie die Margarine, den Ahornsirup, die Erdnusscreme und den Zucker in einem Tiegel, rühren Sie dies ständig unter Wärmezufuhr ohne es zu kochen, bis die Margarine geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat. Bringen Sie es dann zum Kochen, reduzieren Sie die Hitze, köcheln Sie es unbedeckt für 5 Minuten.

Rühren Sie dies zu den trockenen Zutaten in die Schüssel.

  1. Drücken Sie das Ganze in die vorbereitete Backform, stellen Sie es in den Kühlschrank bis sich das Ganze verfestigt hat; schneiden Sie es dann.