{"id":1726,"date":"2025-07-27T00:25:20","date_gmt":"2025-07-26T22:25:20","guid":{"rendered":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/?p=1726"},"modified":"2025-07-29T00:26:24","modified_gmt":"2025-07-28T22:26:24","slug":"baumschutz-thema-baumvandalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/baumschutz-thema-baumvandalismus\/","title":{"rendered":"Baumschutz, Thema Baumvandalismus \/ Tree Vandalism"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/tierrechtsethik.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/farangis_g_yegane_arani_green_woman_1111_2b_1b-scaled.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2455\" src=\"https:\/\/tierrechtsethik.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/farangis_g_yegane_arani_green_woman_1111_2b_1b-scaled.png\" alt=\"\" width=\"2044\" height=\"2560\" \/><\/a>Aus: Baumschutz (1). Reihe: <em>Biophil<\/em>. Edition Farangis: Philozoe, Jahrgang 6, Nr. 1, Juli 2025, ISSN\u00a0 2702-816X.<\/p>\n<p><strong>Baumschutz, <\/strong><strong>Thema Baumvandalismus \/ Tree Vandalism. <\/strong><strong>Edition Farangis \/ Gruppe Messel<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Zur Initiationshilfe f\u00fcr konkrete Ma\u00dfnahmen<\/span><\/p>\n<p>Themen:<\/p>\n<p>Baumschutz und Demokratie. Wir fassen zusammen<\/p>\n<p>&gt; Aber was tun in einer Demokratie, wenn so viele Menschen nicht mitziehen bei der Wahrung und dem Schutz von \u00f6kologischem Leben?<\/p>\n<p>Andere demokratische Ans\u00e4tze, um B\u00e4ume zu sch\u00fctzen, die aber mit aller Wahrscheinlichkeit schwerer zu realisieren sind, da sie ein Umdenken in einer gewissen Breite in der Gesellschaft voraussetzen<\/p>\n<p>Was z\u00e4hlt typischerweise zum Baumvandalismus oder kann als Baumvandalismus gelten<\/p>\n<p>Formen von Schnittvandalismus<\/p>\n<p>Thema: Waldbr\u00e4nde durch Brandstiftung<\/p>\n<p><em>Abschluss: \u201eDie Natur\u201c ist \u201eSeien\u201c, von Aelun \u201eWidersach\u201c<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Nicht Gutes, f\u00fcr eine demokratische Gesellschaft, dass sie weder Mittel noch F\u00e4higkeit noch den Willen zu besitzen scheint, sich dringendst an eine globalen Politik des Schutzes der Regenw\u00e4lder heranzumachen. Wohlwissend, dass diese W\u00e4lder in aller Unwiderbringbarkeit dem weltwirtschaftlichen Dynamiken geopfert werden.<\/p>\n<p>Dann der Waldschutz, bei dem man schwankt, ob man B\u00e4ume f\u00fcr seine Nachhaltigkeitsziele eher verbrennen oder lediglich nachpflanzen sollte. Die letzten Flecken Urwald oder ernstgemeinte Waldschutzgebiete, sind auch nur eine weitere Petition wert, von all den Petitionen, die alles Grundunrecht in der Welt wieder gut machen sollen.<\/p>\n<p>Und jetzt das Thema <em>Tree Vandalism<\/em>. Ein weiteres Thema der Green Criminology. Hier finden wir die Reichen und die noch reich werden wollen, denen der Baum im Weg steht um die Umwelt kataloggerecht zu gestalten, und hier finden wir den Hass auf alles, was sowieso alle schon nur: ausnutzen, funktionalisieren und zerst\u00f6ren; ein trendiger Hass,\u00a0 der sich einfach das n\u00e4chste Trendziel ausgesucht hat, weil das Geopferte immer tiefer gesto\u00dfen werden muss.<\/p>\n<p>Die Kurve hat man nicht gekriegt, den Mythos, den man in der Natur beheimatet erkannte in die Gegenwart zu retten. Die Stimme der Emp\u00f6rung geht heute nurnoch in Anbetracht des \u00d6kozids \u2013 <em>nicht weniger<\/em> und <em>nicht unzentraler als Thema<\/em> und <em>zugleich minderbehandelt<\/em> \u2013 und wer will schon so tief und so schwer emp\u00f6rt sein, wenn die ganze Welt zu dem Thema doch immer nur Aufrechnungen bereit h\u00e4lt, aber niemals Pathos.<\/p>\n<p>Aber ohne Pathos wird man B\u00e4ume kaum vor dem Baumvandandalismus sch\u00fctzen k\u00f6nnen, weil wir Schutz und Recht immer nur dort erteilen, wo wir uns engagieren. Hier aber bei den B\u00e4umen engagieren wir uns ohne ausreichend Pathos, weil wir nicht irr wirken wollen, und inkompatibel mit der Art, wie die Dinge thematisiert und priorisiert werden, und: wir haben keine Sprache f\u00fcr unsere Baumbeziehung und Naturbeziehung, die benennen w\u00fcrde, wie sie eigentlich doch ist, dieser Beziehung.<\/p>\n<p>Aber, ja, wir haben den \u00d6kozid eben noch nicht so politisiert, wie innergesellschaftlich Konfliktfelder. So sind wir gefangen mit solchen Menschen, die B\u00e4ume hassen und t\u00f6ten, und wissen nicht, wie wir diese B\u00e4ume, \u00fcber deren Wichtigkeit wir so wenig Worte haben, sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Baumschutz und Demokratie. Wir fassen zusammen \u2026<\/span><\/p>\n<p>&gt; Baumvandalismus als Symptom<\/p>\n<p>Nicht gut steht es um eine demokratische Gesellschaft, die weder Mittel noch F\u00e4higkeit noch den Willen zu besitzen scheint, sich <em>dringlichst<\/em> auf eine globale Politik zum Schutz der Regenw\u00e4lder zu verpflichten. Und das im vollen Bewusstsein, dass diese W\u00e4lder in ihrer Unwiederbringlichkeit weltwirtschaftlichen Dynamiken geopfert werden.<\/p>\n<p>&gt; Waldschutz im neoliberalen Betriebssystem<\/p>\n<p>Wenn dann doch von Waldschutz gesprochen wird, schwankt man: Soll man B\u00e4ume f\u00fcr \u201eNachhaltigkeitsziele\u201c lieber verschreddern und als Pellets verbrennen oder einfach nachpflanzen? Die letzten Flecken Urwald, ernstgemeinte Schutzgebiete, geraten zur Petitionskulisse \u2013 eine von unz\u00e4hligen Petitionen, die das gesamte Unrecht der Welt per Unterschrift heilen sollen.<\/p>\n<p>&gt; <em>Tree Vandalism<\/em> \u2013 ein neues Kapitel der <em>Green Criminology<\/em><\/p>\n<p>Und nun: <em>Tree Vandalism<\/em>. Ein Thema, das kaum jemand auf dem Schirm hat, dabei ist es nur ein weiteres Symptom \u00f6kozidaler Gewalt. Wir finden darin die Reichen und die, die es werden wollen. Ihnen steht der Baum im Weg \u2013 beim Umbau ihrer Umwelt nach kataloggerechter \u00c4sthetik. Und wir finden darin den Hass. Den Hass auf alles, was man l\u00e4ngst schon nur benutzt, funktionalisiert, zerst\u00f6rt hat. Einen modernen, trendigen Hass, der sich sein n\u00e4chstes Ziel sucht \u2013 und \u201adas Geopferte\u2018 noch tiefer st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>&gt; Der verlorene Mythos<\/p>\n<p>Die Kurve hat man nicht gekriegt: den Mythos, den man in der Natur beheimatet erkannte, in die Gegenwart zu retten. Was bleibt, ist eine Stimme der Emp\u00f6rung \u2013 aber sie erhebt sich heute nur noch im Anblick des \u00d6kozids und man muss sich nicht weniger als diesem stellen. Ein Thema, das nicht weniger als zentral ist, zugleich aber systematisch unterbehandelt wird. Und wer will schon so tief und so schwer emp\u00f6rt sein, wenn die Welt zu diesem Thema doch immer nur Aufrechnungen bereith\u00e4lt \u2013 aber niemals Pathos?<\/p>\n<p>&gt; Pathosloser Schutz ist keiner<\/p>\n<p>Doch ohne Pathos wird man keinen Baum vor Vandalismus sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Denn wir gew\u00e4hren Schutz und Recht nur dort, wo wir uns engagieren \u2013 wirklich engagieren. Und dieses Engagement braucht Gef\u00fchl, braucht einen Begriff davon, <em>was uns ber\u00fchrt<\/em>, d.h. eigentlich: von dem, das wir in seiner vollen Tragweite begreifen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Bei den B\u00e4umen fehlt uns dieser Begriff. Uns fehlt das Pathos, weil wir nicht <em>irr<\/em> wirken wollen. Weil wir kompatibel bleiben wollen mit der Art, wie Dinge heute diskutiert und priorisiert werden. Uns fehlt die Sprache f\u00fcr unsere Beziehung zu B\u00e4umen und zur Natur, als eine Sprache, die sie so benennt, wie sie tats\u00e4chlich ist, jenseits der der Natur zugeschriebenen Funktionalit\u00e4ten f\u00fcr die Instrumentalisierung durch unsere Gattung.<\/p>\n<p>&gt; \u00d6kozid ist kein Thema wie andere<\/p>\n<p>Der \u00d6kozid ist noch nicht so politisiert wie innergesellschaftliche Konfliktfelder. Er bleibt ein transversales Leiden. Und so stehen wir da \u2013 zwischen denen, die B\u00e4ume hassen und t\u00f6ten (<em>das ist, worauf Geringsch\u00e4tzung in dem Fall hinausl\u00e4uft<\/em>), und unserem Unverm\u00f6gen, jene B\u00e4ume zu sch\u00fctzen, deren Bedeutung wir kaum noch in Worte fassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wichtig<\/strong><\/p>\n<p>Die Entwertung beginnt bereits dort, wo wir den Wert des Baumes immer nur \u00fcber <em>uns<\/em> definieren \u2013 als Sauerstoffspender, CO\u2082-Speicher, Kulisse, von Menschen zu dominierender Lebensraum, als Beitrag zu <em>unserer<\/em> Gesundheit. Das ist eine subtile Fortsetzung der instrumentellen Haltung \u2013 sie erscheint gr\u00fcn, bleibt aber hegemonial-anthropozentrisch.<\/p>\n<p>Baumvandalismus \/ Tree Vandalism ist nicht einfach eine Sachbesch\u00e4digung \u2026<\/p>\n<p>Baumvandalismus ist ein Angriff auf das, was lebt, heilt, \u00fcberdauert, erinnert. Und wir m\u00fcssen einen Schritt weiter gehen: Wer den Baum nur sch\u00fctzt, weil er f\u00fcr <em>uns<\/em> n\u00fctzlich ist, hat bereits damit begonnen, ihn zu entwerten. Der Wert des Baumes liegt nicht darin, was er f\u00fcr uns tut \u2013 sondern darin, <em>dass er ist<\/em>. Wer den Baum verletzt, verletzt nicht nur den M\u00f6glichkeitsraum der Zukunft \u2013 sondern ein Leben, das nicht von uns abgeleitet werden muss, um bedeutsam zu sein.<\/p>\n<p><strong>&gt; Aber was tun in einer Demokratie, wenn so viele Menschen nicht mitziehen bei der Wahrung und dem Schutz von \u00f6kologischem Leben?<\/strong><\/p>\n<p>Natur sch\u00fctzen in einer Welt, die nur sich selbst meint:<\/p>\n<ol>\n<li>Dem Nicht-Menschlichen eine Stimme geben \u2013 auch <em>ohne<\/em> menschliches Mandat<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir k\u00f6nnen nicht darauf warten, dass alle Menschen umdenken.<br \/>\nDeshalb braucht es Strukturen, die den <em>Willen der Natur<\/em> nicht voraussetzen, sondern rechtlich verankern.<br \/>\n\u2192 B\u00e4ume, W\u00e4lder, Fl\u00fcsse als juristische Personen, vertreten durch Anw\u00e4lt*innen des Lebendigen.<br \/>\n\u2192 Klager\u00e4ume, die nicht an Betroffenheit des Menschen gebunden sind.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Ethik jenseits der Zustimmung<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine Ethik, die <em>nicht<\/em> mehr auf dem Konsens der Mehrheit beruht, sondern auf einem klaren Prinzip: \u00d6kologisches Leben hat Eigenwert \u2013 unabh\u00e4ngig vom menschlichen Urteil.<\/p>\n<p>Wie bei Menschenrechten: Wir sch\u00fctzen nicht, <em>weil jemand beliebt ist<\/em>, sondern <em>weil es geboten ist<\/em>.<br \/>\n\u2192 Das Gleiche muss f\u00fcr die \u00d6kologien, die Natur gelten.<br \/>\n\u2192 <em>\u00d6kozid ist falsch und zu verurteilen \u2013 auch wenn niemand protestiert.<\/em><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Rebellion der Ma\u00dfst\u00e4be: Nicht mitspielen im Anthropoz\u00e4n-Spiel<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Wenn alle alles verwursten, verweigere dich der Verwurstungslogik.<\/em><br \/>\n\u2192 Gr\u00fcne Fassaden sind keine W\u00e4lder.<br \/>\n\u2192 Kompensation ist keine Wiedergutmachung.<br \/>\n\u2192 Nachhaltigkeit ohne Respekt ist T\u00e4uschung.<br \/>\n\u2192 Baue symbolische Orte des Widerstands:<\/p>\n<ul>\n<li>Unverk\u00e4ufliche Baumfl\u00e4chen.<\/li>\n<li>Nicht-nutzbare G\u00e4rten.<\/li>\n<li>W\u00e4lder ohne Wege, ohne Ziel, ohne Zweck.<br \/>\n\u2192 <em>Dinge, die dem Zugriff entzogen bleiben.<\/em><br \/>\n\u2192 Diese Orte sagen: \u201eNicht alles geh\u00f6rt euch. Natur ist kein Ort f\u00fcr Eure Herrschaft\/Dominanz.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"4\">\n<li>Zivilgesellschaft ohne Mehrheit \u2013 aber mit Haltung<\/li>\n<\/ol>\n<p>Auch wenn <em>die Gesellschaft<\/em> nicht mitzieht \u2013 kleine Gruppen, Einzelpersonen, Mikroallianzen k\u00f6nnen viel tun, gerade weil sie sich nicht auf \u201eden gesellschaftlichen Konsens\u201c verlassen.<\/p>\n<ul>\n<li>Beispiel:<br \/>\n\u2192 Tree-Watch-Gruppen, die B\u00e4ume dokumentieren und bei Gef\u00e4hrdung intervenieren.<br \/>\n\u2192 \u00d6ffentliche Schilder an B\u00e4umen mit Aussagen wie \u201eKein Baum ist Ressource. B\u00e4ume leben.\u201c<br \/>\n\u2192 Langfristige Schutzvertr\u00e4ge mit Gemeinden f\u00fcr einzelne B\u00e4ume oder Fl\u00e4chen \u2013 selbst wenn das unbeachtet bleibt.<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"5\">\n<li>Sprache der B\u00e4ume einf\u00fchren \u2013 ein neues Narrativ gegen das philosophische Anthropoz\u00e4n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Mensch hat sich zum Ma\u00dfstab aller Dinge gemacht \u2013 und sich (zumindest seinen \u201aSinn\u2018) dabei selbst verloren.<br \/>\n\u2192 Deshalb brauchen wir eine neue Sprache.<br \/>\nEine Sprache, die nicht fragt: \u201eWas bringt uns der Baum?\u201c<br \/>\nSondern: \u201eWas tut es mit uns, wenn er verschwindet?\u201c<br \/>\nOder noch radikaler: \u201eWas tut es dem Baum, wenn wir ihn verletzen?\u201c<\/p>\n<ul>\n<li>Diese Sprache gibt es noch nicht in der \u00d6ffentlichkeit. Aber sie beginnt in Texten wie diesem. In kleinen Foren. In alternativen Enzyklop\u00e4dien. In Lexika der Umkehr, usw. usf.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Der Schutz der B\u00e4ume ist nicht abh\u00e4ngig vom Willen der Mehrheit \u2013 sondern vom Mut zur Abkehr<\/p>\n<p>In einer Welt, in der die Natur immer noch \u00fcber den Menschen <em>verrechnet<\/em> wird, muss der Schutz des Nicht-Menschlichen sich emanzipieren vom Mitmachen-M\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das ist unkomfortabel, unbequem \u2013 aber genau darin liegt die notwendige Differenz:<\/p>\n<p>\u2192 <em>Wer B\u00e4ume sch\u00fctzt, weil sie sind \u2013 handelt jenseits des alten so zerst\u00f6rerischen \u201adominum terrae\u2018.<\/em><br \/>\n\u2192 <em>Und nur so entsteht eine Welt, in der die Zukunft nicht mehr allein uns geh\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Andere demokratische Ans\u00e4tze, um B\u00e4ume zu sch\u00fctzen, die aber mit aller Wahrscheinlichkeit schwerer zu realisieren sind, da sie ein Umdenken in einer gewissen Breite in der Gesellschaft voraussetzen:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Wie sch\u00fctzt man B\u00e4ume in einer Gesellschaft, die Natur systematisch zur Ware macht \u2013 auch im Gewand von Nachhaltigkeit?<\/span><\/p>\n<ol>\n<li>B\u00e4ume als Rechtssubjekte anerkennen<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Recht auf Existenz und Integrit\u00e4t: B\u00e4ume (besonders alte, wild gewachsene) m\u00fcssen einen eigenen rechtlichen Status erhalten \u2013 vergleichbar mit dem \u201eRecht der Natur\u201c in Ecuador oder Bolivien. Es reicht nicht einen Baum oder B\u00e4ume zu ersetzen.<\/li>\n<li>\u00d6kozid als Straftat: Baumvandalismus \/ <em>Tree Vandalism<\/em> m\u00fcsste \u2013 je nach Schwere \u2013 als eine \u201e\u00f6kozidale Straftat\u201c, Sch\u00e4digung oder Zerst\u00f6rung \u00f6kologischen Lebens mit \u00f6kologisch-kulturellem Wert fallen. Das w\u00fcrde auch Stadtb\u00e4ume und Einzelb\u00e4ume abdecken. Wir fordern beispielsweise eine bundesweite Baumschutzsatzung in diesem Sinne.<\/li>\n<li>Klagen im Namen der B\u00e4ume: NGOs, Umweltinitiativen und auch Anwohnende k\u00f6nnten als \u201eTreuh\u00e4nder\u201c f\u00fcr einen Baum klagen, wenn dieser gef\u00e4hrdet ist.<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"2\">\n<li>Kulturelle und symbolische Aufwertung von B\u00e4umen<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>B\u00e4ume als Tr\u00e4ger von Naturgeschichte\/n und Naturgedenkorten: Jeder Baum erz\u00e4hlt eine Geschichte \u00fcber den Naturraum. Indigene und einige alte Kulturen wissen und wussten dies anders zu sch\u00e4tzen und gerade B\u00e4ume trugen eine zentrale Rolle in der Achtung der Lebensr\u00e4ume. Wir m\u00fcssen solche Erz\u00e4hlungen neu- und wieder entdecken, rekonstruieren, neu schreiben \u2013 jeder Baum wird als ein Teil eines Naturged\u00e4chtnisses und einer Naturgeschichte Teil des Kulturellen in der Gesellschaft.<\/li>\n<li>Baumpatenschaften neu denken: Nicht als Sponsorenschild am Spielplatzbaum oder als reines Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr Werbezwecke, sondern als echte, als reelle und konkretisierte Bindungsgeste. Patenschaft hei\u00dft schlie\u00dflich Verantwortung. Solche Patenschaften k\u00f6nnen auch Kinderg\u00e4rten, Schulen, Bildungseinrichtungen, \u00a0Vereine, Stadtteil oder Kollektive \u00fcbernehmen.<\/li>\n<li>Feier- und Trauertage f\u00fcr B\u00e4ume, die man nicht vor einer F\u00e4llung retten oder sch\u00fctzen konnte: Rituale k\u00f6nnen eine besondere Anerkennung f\u00fcr die Bedeutung eines Geschehnisses verk\u00f6rpern. Wenn ein Baum gef\u00e4llt wird, aufgrund von naturfeindlichen menschlichen Handlungen\/Einstellungen, sollte es ein \u00f6ffentliches Zeichen geben. Kein \u201eder ist jetzt weg\u201c, sondern <em>Mahnung und ein Zeichen der Achtung von der W\u00fcrde des Baumes als Teils der Natur<\/em>.<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"3\">\n<li>Demokratische Hebel und zivilgesellschaftlicher Druck<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>B\u00fcrger*innenr\u00e4te mit Vetorecht gegen Baumf\u00e4llungen: Lokale Gruppen m\u00fcssen in Entscheidungsprozesse eingebunden sein \u2013 mit echter Wirkmacht.<\/li>\n<li>Baumf\u00e4llungs-Moratorien in St\u00e4dten und Regionen: Solange keine plausible \u00f6kologische Notwendigkeit nachgewiesen ist, keine F\u00e4llungen. Begr\u00fcndungspflicht liegt bei den Verantwortlichen.<\/li>\n<li>Tree-Guardian-Netzwerke: B\u00fcrger*innen dokumentieren, \u00fcberwachen und melden Eingriffe \u2013 vernetzt \u00fcber Apps, Plattformen, Karten. Aktivismus 4.0, mit Herz und Natur-\/Umweltverantwortlichkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"4\">\n<li>Aufdeckung von Greenwashing und \u00f6konomischen Interessen<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Transparenzgesetze f\u00fcr alle Bauma\u00dfnahmen: Wer f\u00e4llt? Warum? Wer profitiert?<\/li>\n<li>\u00d6ffentliche Liste der \u201eBaumzerst\u00f6rer\u201c: Firmen, Architekturb\u00fcros, Investoren, St\u00e4dte. Wer zerst\u00f6rt, muss benannt werden \u2013 \u201eNaming &amp; Shaming\u201c gegen die Normalisierung.<\/li>\n<li>Follow-the-Money bei \u201eKompensationen\u201c: Meist werden alte B\u00e4ume durch planm\u00e4\u00dfige \u201eErsatzaufforstung\u201c entwertet. Man muss zeigen: <em>Baumleben ist nicht einfach kompensierbar, sch\u00e4den an der Natur sind \u00f6kozidale Handlungen, \u00a0\u201eKompensation\u201c beinhaltet eine Missachtung nat\u00fcrlicher Vulnerabilit\u00e4t und biologischer Komplexit\u00e4t.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"5\">\n<li>Politische Vision: Rewilding von St\u00e4dten &amp; R\u00fcckgabe von R\u00e4umen<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>B\u00e4ume nicht nur sch\u00fctzen, sondern wieder heimholen: In St\u00e4dte, auf \u00c4cker, an Fl\u00fcsse. Nicht als \u201egr\u00fcne Ma\u00dfnahme\u201c, sondern als <em>Entziehung von Raum aus der Verwertungslogik<\/em>.<\/li>\n<li>W\u00e4lder als politische Akteure: Was, wenn wir W\u00e4lder als Subjekte mit Agenda denken? Was will der Wald? Was will der Baum? Nicht allegorisch, sondern praktisch. Solche Ideen existieren bereits und sollten verbreitet und weiter gemeinschaftliche entwickelt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/tierrechtsethik.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/gegen_die_romantik_des_herrschens_2c-1.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2456\" src=\"https:\/\/tierrechtsethik.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/gegen_die_romantik_des_herrschens_2c-1.png\" alt=\"\" width=\"1800\" height=\"1656\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Naturbild ist nicht Natur &gt; \u201eF\u00fcr eine Natur jenseits der Herrschaft. Gegen Jagd. Gegen Kontrollfetisch. F\u00fcr eine radikale spezies\u00fcbergreifende Koexistenz.\u201c Aus &gt; Tsch\u00f6rdy, Azadeh und Saline, Jahrgang 4, Nr. 4, 2025, S. 10 [ISSN 2751-6857, Edition Farangis].<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Was z\u00e4hlt typischerweise zum Baumvandalismus oder kann als Baumvandalismus gelten<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die intentionale Baumsch\u00e4digung umfasst, z.B.:<\/li>\n<\/ol>\n<p>Physische Sch\u00e4den:<\/p>\n<p>Einschnitte oder Schnitte: Einritzen von Namen, Symbolen oder anderen Markierungen in die Rinde von B\u00e4umen. Das Ans\u00e4gen von B\u00e4umen.<\/p>\n<p>Entrinden: Entfernen von Teilen der Rinde, was den Baum schwer sch\u00e4digen und zu seinem Absterben f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Das Brechen von \u00c4sten oder St\u00e4mmen: Absichtliches Abbrechen von \u00c4sten oder Brechen vom Hauptstamm des Baumes.<\/p>\n<p>Entwurzelung: Das vollst\u00e4ndige Entfernen junger B\u00e4ume aus dem Boden.<\/p>\n<p>Ringelung: Die Ringelung, Ring-Barking oder Girdling ist die\u00a0vollst\u00e4ndige oder nahezu vollst\u00e4ndige Entfernung der Rinde rund um den Umfang eines Baumes oder Strauches, was die Wasser- und N\u00e4hrstoffversorgung der Wurzeln unterbricht und zum Absterben der Pflanze f\u00fchren kann.\u00a0Ursachen k\u00f6nnen versehentliche Besch\u00e4digungen durch Gartenger\u00e4te, Nagetiere, Damwild oder auch gezielte Eingriffe zur Holzgewinnung oder Lebensraumgestaltung sein.<\/p>\n<p>Bohren: Bohren von L\u00f6chern in den Stamm, oft um das Vergiften des Baumes zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Chemische Sch\u00e4den:<\/p>\n<p>Vergiftung: Injizieren oder Auftragen von Herbiziden oder anderen Chemikalien auf den Baum oder seine Wurzeln, um ihn abzut\u00f6ten.<\/p>\n<p>Die unsachgem\u00e4\u00dfe Pflege oder versehentliche Besch\u00e4digung:<\/p>\n<p>\u00dcberm\u00e4\u00dfiger R\u00fcckschnitt oder Beschnitt: Entfernen zu gro\u00dfer Teile der Baumkrone, was den Baum schw\u00e4chen und ihn anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten oder weitere Sch\u00e4den machen kann.<\/p>\n<p>M\u00e4hen: Besch\u00e4digung der Rinde oder Wurzeln von B\u00e4umen durch Rasenm\u00e4her, insbesondere um den Stamm junger B\u00e4ume herum.<\/p>\n<p>Fahrl\u00e4ssige Wartungsger\u00e4te: Sch\u00e4den, die durch Bau- oder andere Wartungsger\u00e4te verursacht werden.<\/p>\n<p>Unsachgem\u00e4\u00dfe Abst\u00fctzung: Verwendung von Abst\u00fctzmethoden, die Vandalen einen Hebelpunkt bieten, um junge B\u00e4ume leicht zu brechen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Die unbeabsichtigte, direkte Sch\u00e4digung von B\u00e4umen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Baumvandalismus durch unsachgem\u00e4\u00dfes Beschneiden, oft als \u201eunbeabsichtigter Vandalismus\u201c bezeichnet, kann verschiedene sch\u00e4dliche Praktiken umfassen, wie z. B. eine Kappung, ein unsachgem\u00e4\u00dfer und \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Astschnitt, das hartes Beschneiden und falsche Schnitte, die die Gesundheit, die Struktur und folglich das Gesamtwohl des Baumes beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend vors\u00e4tzlicher Baumvandalismus Handlungen wie Vergiftung, Entrinden oder eine vollst\u00e4ndige Entfernung oder Zerst\u00f6rung des Baumes umfasst, kann auch unsachgem\u00e4\u00dfes oder unachtsames Beschneiden erhebliche, wenn auch unbeabsichtigte Sch\u00e4den verursachen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&gt; Formen von Schnittvandalismus<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Insbesondere &gt; Kappung und ein \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Beschnitt \/ Cropping und \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Pruning:<\/span><\/p>\n<p>Dies betrifft wenn grob oder unsachgem\u00e4\u00dfer Beschnitt erfolgt, bei dem gro\u00dfe Teile der Baumkrone oder der \u00c4ste entfernt werden. Der Baum wird geschw\u00e4cht und stirbt, in letzter Konsequenz.<\/p>\n<p>Hartes Beschneiden:<\/p>\n<p>Das Beschneiden von \u00c4sten mit einem Durchmesser von mehr als 5 cm sollte aus Gr\u00fcnden der langfristigen Baumpflege vermieden werden und nur aus Sicherheits- oder Gesundheitsgr\u00fcnden erfolgen, nicht aus \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Falsche Schnitttechniken:<\/p>\n<p>Unsachgem\u00e4\u00dfe Schnitte, wie z. B. solche, die St\u00fcmpfe hinterlassen oder den Astansatz besch\u00e4digen, k\u00f6nnen die Heilung behindern und Eintrittspunkte f\u00fcr Sch\u00e4dlinge und Krankheiten schaffen. Klettereisen, die lebendes Gewebe besch\u00e4digen, sind ebenfalls eine Form von Vandalismus beim Beschneiden.<\/p>\n<p>Das Beschneiden zur falschen Zeit:<\/p>\n<p>Das Entfernen von Blatt- und Bl\u00fctenknospen durch zu sp\u00e4tes Beschneiden in der empfohlenen Saison (in Herbst und Fr\u00fchjahr), kann zuk\u00fcnftige Bl\u00fcten verhindern und den Baum dazu zwingen, zus\u00e4tzlich und \u00fcberm\u00e4\u00dfig Energie f\u00fcr neue Knospen und Triebe aufzuwenden.<\/p>\n<p>\u00dcberm\u00e4\u00dfiges Beschneiden:<\/p>\n<p>Das Entfernen von zu viel Blattwerk oder den Kronenbereich des Baumes kann seine Lebensf\u00e4higkeit beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Thema:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Waldbr\u00e4nde durch Brandstiftung<\/span><\/p>\n<p><em>Intentional sowie nicht-intentional<\/em> stellt, als direkte Sch\u00e4digung, der Waldbrand eine besondere Form der Zerst\u00f6rung von Baumbest\u00e4nden oder besser, von Baumleben dar. Wenn wir Brandstiftungen in Waldgebieten als eine Form von Vandalismus mitz\u00e4hlen \u2013 eine rein rhetorische Angelegenheit \u2013 dann sehen wir hier Zusammenh\u00e4nge von Zerst\u00f6rungsfreude an der Natur, an B\u00e4umen, die Gesellschaften dringend zur Aufmerksamkeit zwingen sollten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Waldbr\u00e4nde auch durch Ungl\u00fccksf\u00e4lle oder Naturph\u00e4nomene verursacht werden, ist Brandstiftung ein wesentlicher Faktor, der einen erheblichen Prozentsatz der <em>von Menschen verursachten Waldbr\u00e4nde<\/em> ausmacht. In einigen Regionen kann Brandstiftung f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der <em>von Menschen verursachten Waldbr\u00e4nde<\/em> verantwortlich sein, obwohl genaue Zahlen aufgrund m\u00f6glicher Fehlklassifizierungen oder verz\u00f6gerter Identifizierung von Brandstiftungsf\u00e4llen schwer zu ermitteln sind.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr Brandstiftung in W\u00e4ldern<\/p>\n<p>Brandstifter legen Waldbr\u00e4nde aus einer F\u00fclle unterschiedlicher Motive, die vermutlich schwerlich alle erfasst werden k\u00f6nnen, darunter Vandalismus, Vergeltung, finanzieller Gewinn, Nervenkitzel, Macht und manchmal sogar um Aufmerksamkeit zu erregen oder als eine Form des Extremismus. Diese absichtlich gelegten Br\u00e4nde tragen erheblich zur Gesamtzahl der von Menschen verursachten Waldbr\u00e4nde bei, die gegenw\u00e4rtig einen allgemeinen Gro\u00dfteil der Waldbr\u00e4nde ausmachen.<\/p>\n<p>Das Motiv f\u00fcr die von Menschen verursachten <em>intentionierten<\/em> Brandstiftungen, die zu verheerenden Waldbr\u00e4nden f\u00fchren, ist in predominanter Weise wirtschaftlicher Natur \u2013 zumeist sind es die Landgewinnung f\u00fcr landwirtschaftliche Zwecke und Immobilienspekulation und die damit einhergehende Urbanisation.<\/p>\n<p>Typische Gr\u00fcnde f\u00fcr Brandstiftungen in bewaldeten Gebieten:<\/p>\n<p>Landrodung und Landwirtschaft:<\/p>\n<p>In tropischen Regionen, insbesondere im Amazonasgebiet und in Indonesien, setzen Landwirte und Holzf\u00e4ller h\u00e4ufig Feuer ein, um Land f\u00fcr Viehzucht, Palm\u00f6lplantagen und andere Nutzpflanzen zu roden, oft durch Brandrodung.<\/p>\n<p>Wirtschaftlicher Gewinn:<\/p>\n<p>Brandstiftung kann dazu dienen, die Erschlie\u00dfung von Land zu erleichtern oder Versicherungsleistungen zu erhalten.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nliche Motive:<\/p>\n<p>Manche Brandstifter handeln aus pers\u00f6nlichem Rachebed\u00fcrfnis, aus Gr\u00fcnden des pers\u00f6nlichen Nervenkitzels oder um andere Verbrechen zu kaschieren.<\/p>\n<p>Psychische Probleme und Obdachlosigkeit:<\/p>\n<p>In einigen Gebieten wurde ein Anstieg der Obdachlosigkeit und damit verbundene psychische Probleme mit <em>unbeabsichtigten sowie vors\u00e4tzlichen Br\u00e4nden<\/em> in Verbindung gebracht, wobei einige Personen aufgrund von Psychosen oder fehlenden Unterk\u00fcnften Br\u00e4nde legten.<\/p>\n<p>Das Feuer als \u201eh\u00f6here Macht\u201c:<\/p>\n<p>In bestimmten F\u00e4llen wurden Waldbr\u00e4nde mit religi\u00f6sen oder weltanschaulichen \u00dcberzeugungen in Verbindung gebracht, wobei Personen oder Gruppen das Feuer als Mittel zur Angsterzeugung einzusetzen versuchten.<\/p>\n<p>Die unintentionierte Verursachung von Feuern und Br\u00e4nden im Wald<\/p>\n<p><em>Unintentionierte durch Menschen verursachte Br\u00e4nde<\/em> entstehen meist durch Unachtsamkeit mit Gegenst\u00e4nden, die Br\u00e4nde entfachen k\u00f6nnen (Zigaretten, Glasscherben, Funken, auch durch Ger\u00e4tefehlfunktionen) und Aktivit\u00e4ten wie unbeaufsichtigte Lagerfeuer.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Abschluss<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">\u201eDie Natur\u201c ist \u201eSeien\u201c.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Warum \u201edas Leben\u201c keinen Sinn durch einen aus ihm abgeleiteten Sinn ben\u00f6tigt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Von Aelun \u201eWidersach\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201eNatur\u201c braucht keinen Zweck.<br \/>\nSie braucht keinen Nutzen, kein Warum, keine Verwertungskette.<br \/>\nSie braucht kein Zertifikat, keine Funktion, keinen Marktwert.<\/p>\n<p>Die Natur ist nicht da, weil man sie instrumentalisieren und verzwecklichen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Sie war da, als \u201ewir\u201c noch nicht da waren.<br \/>\nSie wird da sein, wenn \u201ewir\u201c verschwunden sind und lediglich arch\u00e4ologischer Nachlass bleiben.<\/p>\n<p>Was tun wir?<br \/>\nWir bemessen \u201edie Natur\u201c an ihrem <em>Beitrag zur Weltwirtschaft<\/em>, zu \u201eunserem Wohlstand\u201c, zu \u201eunserem Wohlbefinden\u201c, das auch in der Zukunft gesichert sein muss.<\/p>\n<p>Wir retten sie \u2013 unter Bedingungen.<br \/>\nWir sch\u00fctzen sie \u2013 solange sie mitmacht und sie nicht gerade zerst\u00f6rt werden muss durch uns.<br \/>\nWir bezeichnen sie als \u201eRessource\u201c f\u00fcr alle Bereiche menschlichen Lebens, n\u00fctzliches \u201eMaterial\u201c und unversiegbare Quelle von jeder unserer \u201eLebensgrundlagen\u201c.<\/p>\n<p>Aber das, was sie ist:<br \/>\nSinn in sich selbst.<br \/>\nDas verstehen wir nicht.<\/p>\n<p>Der Baum ist nicht unser Sauerstoffger\u00e4t.<br \/>\nEr atmet nicht f\u00fcr uns. Er steht, weil er lebt. Er lebt, weil es Leben gibt. Und das gen\u00fcgt. Wie sollte Synergie in einem einseitigen Allmachtsanspruch m\u00fcnden.<\/p>\n<p>Der Fehler tr\u00e4gt etliche Namen, es ist das <em>dominum terrae<\/em> \u2013 der Mensch als Beherrscher. Seit Jahrhunderten kolonisiert, okkupiert, dominiert, beherrscht er alles, was lebt. In seiner Vorstellung und in seinem Handeln.<\/p>\n<p>Er hat die nichtmenschlichen bzw. die anderen-als-menschlichen-Tiere, die Nichtmenschen unterworfen, die Pflanzen katalogisiert, das Wasser begradigt und verseucht, den Himmel vermisst er als H\u00f6hepunkt seiner Wissens \u00fcber den rechnerischen Sinn seiner Daseins. Und immer muss er fortschreiten f\u00fcr den Fortschritt. Doch was da w\u00e4chst, klingt anders und alles Ungeh\u00f6rte spricht in Multiversen.<\/p>\n<p>Es ist Zeit, eine neue Achse zu setzen. Nicht: Was bringt uns der Wald? Sondern: <em>Was bedeutet es, dass es ihn gibt?<\/em> Nicht: Wie sch\u00fctzt man die Natur? Sondern: <em>Wie h\u00f6rt man auf, sie zu besitzen?<\/em><\/p>\n<p>Natur ist nicht die Antwort auf unsere Fragen. Sie ist der Beginn aller Fragen. Denn sie ist da, weil sie da ist. Ohne unsere Begriffe, ohne unser Begreifen, und l\u00e4ngst, wenn wir uns selbst verloren haben. In einer Welt, die wir verlieren, die alles rechnend bewertet, in was irgendwas <em>nutzt<\/em> und wie man alles <em>verbrennt<\/em>.<\/p>\n<p>Also sage ich hier: Nicht \u201eSch\u00fctzt die Natur\u201c \u2013<br \/>\nsondern:<br \/>\nLasst sie in Ruhe.<br \/>\nLasst sie sein, ohne Euren Stempel und ohne Eure Zerst\u00f6rungslust.<br \/>\nLasst sie gelten \u2013 aber eben: jenseits von euch. Zumindest solange Ihr nicht f\u00e4hig und willens seid, neu zu denken und die Dinge endlich mal anders zu sehen als mit Euerm ABC.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus: Baumschutz (1). Reihe: Biophil. Edition Farangis: Philozoe, Jahrgang 6, Nr. 1, Juli 2025, ISSN\u00a0 2702-816X. Baumschutz, Thema Baumvandalismus \/ Tree Vandalism. Edition Farangis \/ Gruppe Messel Zur Initiationshilfe f\u00fcr konkrete Ma\u00dfnahmen Themen: Baumschutz und Demokratie. Wir fassen zusammen &gt; Aber was tun in einer Demokratie, wenn so viele Menschen nicht mitziehen bei der Wahrung&hellip;<a href=\"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/baumschutz-thema-baumvandalismus\/\" class=\"more-link\"><span>Weiterlesen<\/span><span class=\"screen-reader-text\">Baumschutz, Thema Baumvandalismus \/ Tree Vandalism<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1621,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"templates\/template-cover.php","format":"standard","meta":[],"categories":[65],"tags":[17,15,14],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1726"}],"collection":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1726"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1729,"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1726\/revisions\/1729"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/sprechen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}