Transformative Selbstermächtigung

Transformative Selbstermächtigung

Die soziale Grammatik moderner Gesellschaften erzeugt Wert durch codierte, historisch gewachsene und letztlich arbiträre Belohnungssysteme.

Armut markiert jene Position, in der diese Grammatik ihre eigene Inkonsistenz offenlegt.

Selbstermächtigung besteht dann nicht primär darin, innerhalb dieser Grammatik aufzusteigen, sondern darin, sie durch abweichende Praxis zu entwerten und alternative Formen von Wert hervorzubringen.

Kleines Ratespiel. Wer ist das:

Für seine Kritiker ist er ein Profiteur des Systems, das er öffentlich anprangert. Er wird als jemand gesehen, der das „Label Armut“ nutzt, um Karriere, Buchverkäufe und mediale Aufmerksamkeit zu generieren, während der reale Output für Geldarme minimal bleibt.

Ich stehe für „Soziallobbyismus“ vs. Selbstorganisation von Betroffenen.

Eine typische Handbewegung:
Abwinken bei Aussagen wie Armut sei mehr als Einkommen (z.B. Macht, Ausschluss, institutionelle Gewalt).

Ich NGOisiere Geldarmut und lasse eine Integration in Geldarmutssysteme dazu auch begründbar erscheinen.

Meine Lobbyarbeit lässt Geldarmut in Form ihrer politischen Vertretung als ein homogenes, sprachloses Kollektiv erscheinen.

Ich verdiene ziemlich viel Respekt mit meiner Arbeit.

Antwort:

Reaktion Lück-Flender: Präfigurative Politik wird bei Dir nicht als Lösungspraxis angedacht, was schon arg paternalistisch rüberkommt …

Unsere Tendenz:

Transformative Selbstermächtigung
= kollektive Praxis, die
eigene Wertsysteme erzeugt
Repräsentation zurückweist
soziale Beziehungen statt Geld ins Zentrum stellt
und dadurch die Kategorien „arm“ und „reich“ partiell entwertet

Soziale Grammatik = die impliziten Regeln, die festlegen
was als wertvoll gilt
wer sprechen darf
was als Leistung erscheint
was als „normal“ gilt

 

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