{"id":977,"date":"2012-11-04T21:30:34","date_gmt":"2012-11-04T21:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/simorgh.de\/niceswine\/?p=977"},"modified":"2013-04-06T14:49:20","modified_gmt":"2013-04-06T14:49:20","slug":"was_ist_los_mit_peta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/niceswine\/was_ist_los_mit_peta","title":{"rendered":"Was ist los mit PETA?  PETA und der Vorwurf der unn\u00f6tigen Tiereuthanasie"},"content":{"rendered":"<p>Gita Yegane Arani-May<\/p>\n<p>Was ist los mit PETA?<\/p>\n<p>PETA und der Vorwurf der unn\u00f6tigen Tiereuthanasie<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/simorgh.de\/ar_issues\/was_ist_los_mit_peta.pdf\" target=\"_blank\">Dieser Text als PDF<\/a> (Link \u00f6ffnet sich in einem neuem Fenster)<\/p>\n<p>Die \u201ePeople for the Ethical Treatment of Animals (PETA)\u201cUSAhaben im Jahr 2011:<\/p>\n<p>760 Hunde ihn Ihre \u201eObhut\u201c aufgenommen. Von diesen 760 haben sie 713 get\u00f6tet, durch Euthanasie (Einschl\u00e4ferung), weil Sie meinten die Hunde nicht vermitteln zu k\u00f6nnen. 19 der Hunde wurden an neue \u201eHerrchen\/Frauchen\u201c vermittelt, 36 wurden an \u201eKill Shelters\u201c weitergegeben. \u201eKill Shelters\u201c sind die Tierheime in den USA, in denen Tiere eingeschl\u00e4fert werden, wenn sie innerhalb einer zeitlichen Frist (oft nur 24 Stunden) nicht zu vermitteln sind. Die Schicksale der 36 \u00fcberlebenden oder \u00fcbrig gebliebenen Hunde konnte auch auf Nachfrage nicht mehr weiter verfolgt werden.<\/p>\n<p>Und im Jahr 2011 nahmen PETA 1.211 Katzen in ihre vermeintlich tiersch\u00fctzerische Obhut: 1.198 dieser Katzen wurden eingeschl\u00e4fert. 5 wurden an ein neues Zuhause vermittelt und 3 an \u201eKill Shelter\u201c weitergereicht (auch deren weiterer Schicksalsverlauf konnte nicht in Erfahrung gebracht werden).<\/p>\n<p>Auch wurden 58 andere Haustiere von PETA in Jahr 2011 \u201eaufgenommen\u201c. Dazu geh\u00f6rten auch Kaninchen und 54 dieser Tiere wurden eingeschl\u00e4fert. Nur 4 wurden vermittelt.<\/p>\n<p>So wurden im Jahr 2011 insgesamt also 2.029 Haustiere durch PETA \u201eaufgenommen\u201c, von denen 1.965 eingeschl\u00e4fert wurden. Nur 28 dieser Tiere wurden an neue \u201eHerrchen\/Frauchen\u201c weitervermittelt.<\/p>\n<p>Die zahlen Stammen von den offiziellen Angaben die der No Kill Advocacy Center bei den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden in Virginia einholte:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nathanwinograd.com\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/PETA.2011.pdf\">http:\/\/www.nathanwinograd.com\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/PETA.2011.pdf<\/a> (letzter Zugriff vom 31.10.12).<\/p>\n<p>Das sind ersch\u00fctternde Zahlen. 97% der Tiere, die durch PETA aufgenommen wurden, wurden von PETA eingeschl\u00e4fert. Wenn nun auch noch dazuk\u00e4me, dass die Tiere, die PETA an \u201eKill Shelter\u201c weitergegeben hat, dort auch get\u00f6tet wurden oder man dort zuvor untergebrachte Tiere get\u00f6tet hat um die von PETA gebrachten aufzunehmen, dann kann die T\u00f6tungsrate sogar bei 99% liegen (das w\u00e4ren dann 2.009 der 2.029 durch PETA aufgenommenen Tiere). Zumindest eins ist klar, dass nur 1% der Tiere erfolgreich an ein neues Zuhause vermittelt wurde.<\/p>\n<p>All dies geschah, w\u00e4hrend die \u201eNo Kill\u201c Bewegung in den USA \u2013 die ihre Aufgabe dain sieht, zu verhindern und zu vermeiden, dass Tiere in Tierheimen eingeschl\u00e4fert werden \u2013, bahnbrechende Erfolge bei der Vermittlung von Tieren und im Tierheim-Management erzielt hat. Sogenannte \u201eNo Kill\u201c-Gemeinschaften gibt es inzwischen \u00fcberall in den Vereinigten Staaten, so z.B. in Kalifornien, Nevada, Michigan, Kentucky, New York, Texas, Virginia, aber auch in weiteren Bundesstaaten. Warum also setzen PETA ihre Pro-Euthanasie Agenda weiter fort, statt sich um eine Reform des Tierheimsystems in den USA zu k\u00fcmmern?<\/p>\n<p>Genau diese Frage stellt sich der vegane Tierrechtsaktivist Nathan Winograd. Er steht in der vordersten Front im Kampf gegen die unn\u00f6tige massenhafte Tiert\u00f6tung, die im Gro\u00dfteil US amerikanischer Tierheime stattfindet. Im Jahr 2004 hat Winograd den \u201aNo Kill Advocacy Center\u2019 gegr\u00fcndet, und er bem\u00fcht sich seitdem um eine umfassende Reformierung des Tierheimsystems in den USA. Ihm geht es dabei um die vollst\u00e4ndige Beendigung der systematischen T\u00f6tung von Tieren in den noch \u00fcberwiegend existierenden \u201etraditionell\u201c betriebenen Tierheimen, in denen das T\u00f6ten von Tieren aus Platzgr\u00fcnden und innerhalb k\u00fcrzester Fristen schierer Alltag ist.<\/p>\n<p>Ersetzen will Winograd das antiquierte Modell der Tierheimf\u00fchrung mit einer Methode, die er in einer \u201aNo Kill Equation\u2019 beschreibt. Die n\u00f6tigen Informationen, die den Tierheimen dabei helfen k\u00f6nnen, diesen Reformierungschritt zu tun, stellt der \u201aNo Kill Advocacy Center\u2019 Interessierten Tiersch\u00fctzern und Tierheimbetreibern zum Download im Internet zur Verf\u00fcgung: <a href=\"http:\/\/www.nokilladvocacycenter.org\/shelter-reform\/toolkit\/\">http:\/\/www.nokilladvocacycenter.org\/shelter-reform\/toolkit\/<\/a> (letzter Zugriff vom 4.11.12).<\/p>\n<p>Insbesondere aber steht Nathan Winograd im Konflikt mit der Tierschutzorganisation PETA, eben wegen der oben genannten Zahlen, wegen der Tierschicksale, die sich hinter solchen statistischen Angaben verbergen. Vor Jahren bereits kritisierte Winograd, dass PETA fast jedes Tier, dass durch sie aufgenommen wird, und in deren Kontrolle ger\u00e4t, einschl\u00e4fert. Inzwischen ist Nathan Winograd zu der \u00dcberzeugung gekommen, dass er den Fall PETA nicht mit den anderen Organisationen, Vereinen und Tierheimbetreibern mehr vergleichen kann, mit denen er sonst konfrontiert ist, im grausamen Tiert\u00f6tungsystem amerikanischer Tierheime. Winograd glaubt, dass die charismatische Gr\u00fcnderin und Direktorin von PETA, Ingrid Newkirk \u201edunkle Impulse\u201c haben m\u00fcsse, um so eine Strategie zu fahren.<\/p>\n<p>Schon vorher im Jahr 2006 betrug PETAs T\u00f6tungsrate, der durch sie aufgenommenen Tiere 97%. Trotz der Millionen von tierliebenden Mitgliedern, einem weltweiten Netzwerk und einem Budget in zweistelliger Millionenh\u00f6he, soll es PETA nicht m\u00f6glich sein, dass zu vollbringen, was der nun wachsenden \u201aNo Kill\u2019 Gemeinschaft mit weitaus weniger Mitteln gelingt?<\/p>\n<p>Als Winograd im Jahr 2006 die genauen Zahlen, der durch PETA get\u00f6teten Tiere auf seinem Blog ver\u00f6ffentliche, und deren Praxis damit \u00f6ffentlich anprangerte, erhielt er von PETAs Anw\u00e4lten eine Drohung, man wolle ihn wegen Defamation anzeigen. Kein Wunder, die Zahlen vermitteln einem eine konkrete Vorstellung \u00fcber das Ausma\u00df eines fehlgeleiteten Ehrgeizes in Sachen Tierheim- und Tierpopulationsmanagement: im Jahr 2006 wurden 1.942 von 1.960 Katzen von PETA eingeschl\u00e4fert, 988 von 1.030 Hunden und 50 von 52 Kaninchen, Meerschweinchen und anderen Kleintieren. Und schlie\u00dflich auch ein Huhn, das einzige, das PETA 2006 in ihre \u201eObhut\u201c genommen hatte; auch dieses Tier wurde von PETA eingeschl\u00e4fert.<\/p>\n<p>Im Jahr 2007 lag die T\u00f6tungsrate bei 91% der durch sie aufgenommenen Tiere. Konkret waren das 1.815 von 1.997 Tieren. In den folgenden Jahren, in denen Winograd immer wieder die Zahlen ver\u00f6ffentliche, lag der j\u00e4hrliche Durchschnitt der T\u00f6tungsrate bei erschreckenden 96%. Im Jahr 2008 wurden nur sieben Hunde und Katzen an ein neues Zuhause weitervermittelt. Nur 34 Tiere wurden an weitere Tierheime (u.z. der American Society for the Protection of Animals) weitergegeben, deren Schicksal bis dato aber auch unbekannt geblieben ist. 2008 waren diese 34 Tiere die einzigen Haustiere, die in dieses System geraten sind, die PETA wirklich \u201egerettet\u201c hat. Sie t\u00f6teten von im Jahr 2008 aufgenommenen 2.216 Tieren: 555 von 584 Hunde und 1.569 von 15.89 Katzen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2009 fanden nur 8 Adoptionen statt, weniger als ein Prozent der durch PETA aufgenommenen Tiere. 2.301 von 2.366 Tieren wurden von ihnen eingeschl\u00e4fert. 2010 t\u00f6tete man 1.507 von 1.553 Katzen und 693 von 792 Hunden. Und das Jahr 2011 haben wir bereits oben erw\u00e4hnt: eine T\u00f6tungsrate von 97%: 1.965 der 2.029 Tiere, die durch PETA aufgenommen wurden, wurden von PETA unn\u00f6tig get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Zusammenfassend hei\u00dft das, dass die Tierschutzorganisation PETA in den letzten 15 Jahren mehr als 25.000 Tiere get\u00f6tet haben. Das sind etwa 2.500 Tiere pro Jahr. PETA t\u00f6teten in den letzen Jahren tats\u00e4chlich f\u00fcnf Tiere pro Tag. Mit sicherheit h\u00e4tten sie das verhinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Organisation PETA argumentiert, dass man \u201enur\u201c die Tiere einschl\u00e4fere, die \u201enicht vermittelbar\u201c seien. PETAs Anwalt \u00e4u\u00dferte das gegen\u00fcber Nathan Winograd, in seiner Drohung mit einer Anzeige wegen Defamation. Diese Behauptung aber, sagt Winograd, sei unwahr. Die Dokumente, die Winograd f\u00fcr seine Recherchen vom Staate Virginia einholte, sind die \u00f6ffentlich registrierten Angaben \u00fcber die Tiere, die aufgenommen wurden, und zwar vermeintlich \u201ezum Zwecke der Adoption\u201c. PETA legt sich \u00fcberhaupt nicht fest oder gibt bekannt, was genau ihre Kriterien sind, nach denen sie beurteilen, ob ein Tier adoptierbar bzw. vermittelbar ist oder nicht.<\/p>\n<p>Rettungsgruppen und Einzelpersonen haben inzwischen auch \u00f6ffentlich angegeben, dass sie PETA durchaus gesunde und vermittelbare Tiere \u00fcbergeben haben. Ein Veterin\u00e4r legte unter Eid vor Gericht die Aussage ab, dass PETA gesunde Tiere \u00fcbergeben wurden, die man bei ihnen sp\u00e4ter tot gefunden habe, deren K\u00f6rper PETA ganz unspektakul\u00e4r in den M\u00fcllcontainern eines Supermarktes zu entsorgen versucht h\u00e4tte. Eine Tageszeitung, der Daily Caller, berichtete in dem Zusammenhang auch, dass zwei Angestellte von PETA meinten, dass einige der von ihnen eingeschl\u00e4ferten Hunde und Katzen \u201eganz niedlich\u201c und eigentlich \u201eperfekt\u201c gewesen w\u00e4ren. Sie t\u00f6teten diese Tiere aber, in einem von PETAs Kleintransportern.<\/p>\n<p>Ingrid Newkirk selbst, die Ikone und Chefin von PETA, antwortete in einem Interview das George Stroumboulopoulos von der Canadian Broadcasting Company am 2 Dezember 2008 mit ihr f\u00fchrte, auf die Frage: \u201eSchl\u00e4fern sie auch die vermittelbaren Tiere ein, wenn sie sie bekommen?\u201c Newkirk: \u201eWenn wir sie bekommen, und wenn wir f\u00fcr sie kein Zuhause finden k\u00f6nnen, absolut.\u201c Newkirk gab \u00f6ffentlich zu, dass PETA \u201eabsolut\u201c keine Bedenken dabei habe, Tiere zu t\u00f6ten, die eigentlich auch gerettet werden k\u00f6nnten \u2013 w\u00fcrde man einen anderen Ansatz im Tierschutz w\u00e4hlen und w\u00fcrde man die \u201aNo Kill\u2019 Gemeinschaften als eine Alternative und als wegweisende Modelle akzeptieren.<\/p>\n<p>\u201eWarum akzeptiert die Tierschutzbewegung in den USA Ingrid Newkirk \u00fcberhaupt?\u201c fragt Winograd zu Recht. \u201eKeine andere Bewegung w\u00fcrde so jemanden in einer Schl\u00fcsselposition belassen, ohne dass es zur \u00f6ffentlichen Emp\u00f6rung k\u00e4me, wenn Aktionen so gegen die fundamentalen Werte gehen, denen man sich ja eigentlich mal verschrieben hat.\u201c In keinem Zweig der Menschnrechtsbewegung w\u00fcrde man schlie\u00dflich einen M\u00f6rder beherbergen wollen, aber in der Tierrechtsbewegung, die sich auf dem Gedanken begr\u00fcndet, dass Tiere ein Recht haben zu leben, in dieser Bewegung toleriert man eine Tierm\u00f6rderin als Chefin und Leitfigur solch einer gro\u00dfen Organisation. Newkirk gibt das ganz \u00f6ffentlich zu, was es eigentlich \u00fcberhaupt nich geben d\u00fcrfte. Und tats\u00e4chlich scheint der Rest der US amerikanischen Tierrechts- und Tierschutzgruppen fast ausmahmslos, trotz zahlreicher offener Kritikpunkte gegen die PETA, in diesem Punkt aber bevorzugt zu schweigen.<\/p>\n<p>Was der Sache nicht hilft, und einer defensiven Haltung in der Tierrechts- und Tierschutzbewegung zuspielt, ist au\u00dferdem eine Kampagne einer pro-kommerziellen Lobbysistengruppe des \u201aCenter for Consumer Freedom\u2019. Diese Organisation hat eine Seite ins Netz gestellt, mit dem Titel \u201ePETA kills animals\u201c: <a href=\"http:\/\/www.petakillsanimals.com\/\">http:\/\/www.petakillsanimals.com\/<\/a> (letzter Zugriff vom 4.11.12). Und genau wegen dieser Seite k\u00f6nnen PETA von dem Eindruck profitieren, dass nur Gegner des Tierschutzes und der Tierrechte ein Interesse daran haben k\u00f6nnte, PETA anzugreifen. Da PETA eine so gro\u00dfe und immerhin noch popul\u00e4re Organisation sind, werden sie stellvertretend f\u00fcr ein \u201eirrationales Verhalten\u201c der modernen Tierschutz- und Tierrechtsbewegung an den Pranger gestellt. In dem Punkt der Euthanasie mag der \u201aCenter for Consumer Freedom\u2019 allerdings recht haben.<\/p>\n<p>PETA selbst betreibt eine Kampagne zur Aufkl\u00e4rung gegen \u201eNo Kill Shelters\u201c und behaupten ihr Standpunkt sei \u201eTierrecht ohne Kompromisse\u201c: <a href=\"http:\/\/www.peta.org\/about\/why-peta\/no-kill-shelters.aspx\">http:\/\/www.peta.org\/about\/why-peta\/no-kill-shelters.aspx<\/a> (letzer Zugriff vom 4.11.12). Sie schlie\u00dfen die Vermittlung und \u00dcbergabe an Tierheime die nicht t\u00f6ten kategorisch aus, mit zahlreichen Begr\u00fcndungen, wovon einige in diesem Artikel aus Nathan Winograds Perspektive Beschrieben sind:<\/p>\n<p>PETAs gute kleine Soldaten <a href=\"http:\/\/simorgh.de\/niceswine\/peta_und_tiereuthanasie\">http:\/\/simorgh.de\/niceswine\/peta_und_tiereuthanasie<\/a>.<\/p>\n<p>Ingrid Newkirk wird in der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung hofiert und als Stargast empfangen, wie auf der j\u00e4hrlichen gro\u00dfen Tierrechtskonferenz in Washington. Besonders aber die gr\u00f6\u00dfte Tierschutzorganisation in den USA, die Humane Society, pflegt mit Newkirk eine besonders enge Beziehung. Denn auch diese Organisation betreibt eine Politik ihm Tierheimmanagement, indem die Euthanasie ein unumstrittener Besantndteil des Umgangs mit den unerw\u00fcnschten oder entlaufenen Haustieren ist.<\/p>\n<p>Winograd schildert auf seiner Webseite, dass Ingrid Newkird fr\u00fcher einmal in der Washingtoner Humane Society arbeitete und dort auch selbst Tiere einschl\u00e4ferte. Das Tierheim in dem sie t\u00e4tig war h\u00e4tte einen schlechten Ruf gehabt, es w\u00e4re eines gewesen, wo man auf die Einschl\u00e4ferung als Mittel zur Organisation des Heimes eher zur\u00fcckgriff, als auf die M\u00f6glichkeit ein Tier zu retten. Und Wingorad gr\u00e4bt noch tiefer in der Biografie Newkirks, um nach einer Antwort zu suchen, die ihre Einstellung zur T\u00f6tung (statt Reformierung) als L\u00f6sung erkl\u00e4ren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nne ja schlie\u00dflich nicht einfach sagen, dass PETA in allen Punkten hypokritisch sind, oder dass ihnen einzelne Tiere kategorisch egal w\u00e4ren. Bef\u00fcrworter der \u201eNo Kill\u201c-Bewegung w\u00fcrden dies zwar der Praxis und der Haltung PETAs im Bezug auf die Frage des Umgangs mit heimatlosen, entlaufenen \/ gefundenen Tieren und Tieren in Tierheimen zu Rechtens attestieren, aber eine komplette Erkl\u00e4rung f\u00fcr PETAs widerspr\u00fcchliche Politik als Tierschutzorganisation kann man bislang nicht finden.<\/p>\n<p>Auch w\u00e4re da noch der Unterschied zur Humane Society USA, die zwar auch die eine Logistik des Tiere-Einschl\u00e4ferns in den Tierheimen als Praxis verfolgt, und dadurch ebenfalls im Vizier der \u201eNo Kill\u201c-Bewegung und besorgter Tiersch\u00fctzer steht. Doch bei der Humane Society ist der Faktor von Opportunismus noch sichtbar; die Humane Society richtet ihren Blick in erster Linie auf ihre Geldgeber und F\u00f6rderer. Bei PETA aber scheint sich da noch etwas anderes abzuspielen. Etwas das abgr\u00fcndiger und undurchsichtiger erscheint.<\/p>\n<p>Newkirk, so schreibt Winograd, schottet sich gegen Kritik ab, indem sie eine Spache der Opposition zur \u201eNo Kill\u201c-Bewegung entworfen hat. PETA selbst verf\u00fcgt \u00fcber keinerlei Vertr\u00e4ge in irgendwelchen Bundesstaaten, die ihnen eine Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Populationskontrolle und den munizipalen Tierschutz zuweisen w\u00fcrde. Auch arbeiten PETA nicht offiziell als eine \u201erescue group\u201c (Rettungsgruppe).<\/p>\n<p>Jeder Vorschlag, der PETA gemacht wird, nach lebensrettenden Alternativen zu schaunen, sie zuminderst zu ber\u00fcckstichtigen, wird abgetan als Ahnlungslosigkeit und Naivit\u00e4t, die \u201eNo Kill\u201c Gemeinden w\u00fcrden, so behaupten PETA, die Tiere nicht mehr als wie Ware in Lagern stapeln. PETA nennen das \u201eanimal warehousing\u201c. Mit so einem Begriff, lassen sich die schlimmsten Assoziationen in das geistige Auge des Durchschnitttiersch\u00fctzers zaubern.<\/p>\n<p>Wenn von innen, d.h. von Mitarbeitern PETAs selbst Kritik oder Zweifel an den Vorgehensweisen ge\u00e4u\u00dfert wird, m\u00fcssen diese damit rechnen, dass sie das den Job kosten wird, und dass man sie menschlich durch einen Ausschluss aus der Gruppe abstrafen wird.<\/p>\n<p>In einem Gespr\u00e4ch, das Winograd mit einem Ex-Mitarbeiter von PETA gef\u00fchrt hat, gab dieser an, er h\u00e4tte sich ein Video anschauen m\u00fcssen, in dem die \u201eNo Kill\u201c Praxis als eine Form von Tierhortung \u2013 dem pathologischen Zwang, Tiere zu horten \u2013 dargestellt wurde. Dieser Mitarbeiter h\u00e4tte zu der Zeit, in den 1990ern, in San Francisco gelebt, als die \u201eNo Kill\u201c-Bewegung dort gerade ihre gr\u00f6\u00dfte Erfolge verbuchte, und er habe nachgefragt, ob das was das Video zeige, Realit\u00e4t w\u00e4re. Darauf hin wurde ihm gek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gita Yegane Arani-May Was ist los mit PETA? PETA und der Vorwurf der unn\u00f6tigen Tiereuthanasie Dieser Text als PDF (Link \u00f6ffnet sich in einem neuem Fenster) Die \u201ePeople for the Ethical Treatment of Animals (PETA)\u201cUSAhaben im Jahr 2011: 760 Hunde ihn Ihre \u201eObhut\u201c aufgenommen. 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