{"id":1013,"date":"2012-11-10T14:56:58","date_gmt":"2012-11-10T14:56:58","guid":{"rendered":"http:\/\/simorgh.de\/niceswine\/?p=1013"},"modified":"2021-09-23T18:54:45","modified_gmt":"2021-09-23T18:54:45","slug":"zum-holokaust-und-genozidvergleich-in-der-tierrechtsdiskussion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/niceswine\/zum-holokaust-und-genozidvergleich-in-der-tierrechtsdiskussion","title":{"rendered":"Zum Holokaust- und Genozidvergleich in der Tierrechtsdiskussion"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/simorgh.de\/niceswine\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/1109_2_15pr.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1266\" src=\"https:\/\/simorgh.de\/niceswine\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/1109_2_15pr.jpg\" alt=\"\" width=\"318\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/simorgh.de\/niceswine\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/1109_2_15pr.jpg 318w, https:\/\/simorgh.de\/niceswine\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/1109_2_15pr-282x300.jpg 282w\" sizes=\"(max-width: 318px) 100vw, 318px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Die zerst\u00f6rende Gewalt. Der \u00dcberlaufeffekt oder die Einmaligkeit in der Vorkommnis von Gewalt?<\/strong><\/p>\n<p>Zum Holokaust- und Genozidvergleich in der Tierrechtsdiskussion<\/p>\n<p>Vorab: Braucht die Situation des Mensch-Tier-Verh\u00e4ltnisses einen Vergleich zu menschlich intraspezifischenen Situationen zur Hervorhebung von moralischer Relevanz? Wenn nicht, wozu dann die Genozidvergleiche in bezug auf die Situation des Verh\u00e4ltnisses menschlich-destruktiven Verhaltens gegen\u00fcber nichtmenschlichen Tieren?<\/p>\n<p>Das Hauptargument, das gegen Genozidvergleiche vorgebracht wird, liegt im Punkt der Unantastbarkeit der W\u00fcrde des Menschen. Eine ausschlie\u00dfliche Zur\u00fcckf\u00fchrung auf den Begriff der W\u00fcrde, kann, als ethisches Kriterium, aber nicht zur Ableitung einer einseitigen moralischen Gewichtung angef\u00fchrt werden, ohne dass dabei eine Abwertung der Problematik der Gewalthandlungen gegen nichtmenschliche Tiere vollzogen wird.<\/p>\n<p>In der Unantastbarkeit der W\u00fcrde des Menschen und dem Problem der Verbrechen gegen die Menschenw\u00fcrde (gegen die Menschheit oder einen Menschen) liegt keine zwangsl\u00e4ufige ethische Implikation im Bezug auf das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu seiner Au\u00dfen- oder Umwelt, die zu einer allgemeinen Begr\u00fcndbarkeit von Gewalt gegen\u00fcber nichtmenschlichen Tieren f\u00fchrbar w\u00e4re oder diese Formen von Gewalt ausdr\u00fccklich und in jedem Fall sanktionieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der Begriff der W\u00fcrde kann, gesehen vom Standpunkt der Meinungsfreiheit, auch nicht strikt in seiner Gebundenheit reduziert werden, ohne dass man dabei das Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung verletzen w\u00fcrde. Dass hei\u00dft, dass eine Auffassung eines Menschen \u00fcber das Vorhandensein der W\u00fcrde der nichtmenschlichen Tiere \u2013 solange er dadurch keinem Menschen schadet, oder Menschen oder einem Menschen dadurch Gewalt antut \u2013 in den Bereich seiner Gedankenfreiheit oder seiner freien Meinungsauffassung f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Menschen werden auch als Opfer und auch als T\u00e4ter als W\u00fcrdewesen betrachtet, deren W\u00fcrde man in den F\u00e4llen von Morden und Genoziden brechen wollte; zumindest wurde dies in der Menschheitsgeschichte immer wieder versucht.<\/p>\n<p>Tieren wurde in der Menschheitsgeschichte von keiner Gesellschaft eine W\u00fcrde einer Unantasbarkeit ihres Tierseins zuerteilt. Damit ist die Besonderheit der Tragweite ihrer Opferposition nicht problemlos mit derer menschlicher Opfer zu vergleichen.<\/p>\n<p>In jeder Situation, in der ein Gewaltver\u00fcbender ein Opfer schafft, wird man in der Auseinandersetzung mit dem Problem oder dem Fall, Parallelen zu anderen Gewaltsituationen ziehen. Bei Gewalt an sich, unabh\u00e4ngig von der dadurch betroffenen \u201eAngriffsfl\u00e4che\u201c oder dem geschaffenen Objekt von Gewalt, kann man vermuten, dass die Motivationen (Destruktivit\u00e4tswillen, -bereitschaft, gewaltbereite Eigenbezogenheit, Aggression) im T\u00e4ter \u00fcbergreifend \u00e4hnlich strukturiert sein k\u00f6nnen, auch weil das letztendliche Ziel oder intendierte Ergebnis von Gewalt: der Mord, die T\u00f6tung, d.h. die Zerst\u00f6rung eines Opfers ist.<\/p>\n<p>Nun verh\u00e4lt es sich aber so, dass die Frage, warum ein T\u00e4ter sich ein spezifisches Opfer oder eine spezifische Opfergruppe sucht, ganz unterschiedliche Gr\u00fcnde in sich birgt. Auch ist die konkrete Qualit\u00e4t oder Struktur von Gewalt ein ma\u00dfgeblicher Faktor, der auf die zugundeliegenden Ursachen von Gewalt und die spezifische Gewaltpsychologie zur\u00fcckschlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>Produziert gegalt gegen Tiere, Gewalt gegen Menschen? Wenn nicht, warum bestehen dennoch Zusammenh\u00e4nge in der Gewaltpsychologie<\/strong><\/p>\n<p>Die Unterscheidungen im T\u00e4ter-Opfer Verh\u00e4ltnis zwischen potenziellen Opfern, und die \u00dcberlappungsm\u00f6glichkeiten in der Gewaltbereitschaft ihnen gegen\u00fcber, l\u00e4ge in der Frage des sogenannten Spillover-Effekts (\u00dcberlaufeffekts):<\/p>\n<p>Die Frage ist, wenn ich dem einen Opfer etwas antue, bin ich dann automatisch auch einem oder mehreren anderen potenziellen Opfern gewaltbereit gegen\u00fcber?<\/p>\n<p>Und, dem gege\u00fcberliegend: hat das eine Opfer von Gewalt automatisch dadurch, dass es zum Gewaltopfer wurde, etwas mit einem anderen Opfer einer Form gewaltbereiter Handlung grundlegend gemein, au\u00dfer dass beide in einer Position des Opfers sind? Liegt irgend etwas auf der Seite des Opfers, das die Gewaltbereitschaft eines T\u00e4ters auf sich zieht?<\/p>\n<p>Robert Nozick hat die Frage des sogenannten Spillovers vor dem Vordergrund des Mensch-Tier Verh\u00e4ltnisses in der Form beschrieben:<\/p>\n<p>&#8216;[&#8230;] Manche sagen, dass Leute nicht so handeln sollten, da solche Handlungen sie brutalisieren und sie die Wahrscheinlichkeit bei der Person erh\u00f6hen, das Leben anderer Personen zu nehmen (wir k\u00f6nnen hinzuf\u00fcgen &#8220;oder andererweise zu verletzen&#8221;); allein aus der Freude daran. Diese Handlungen, die moralisch nicht an sich in Frage zu stellen sind, sagen sie, haben einen unerw\u00fcnschten moralischen &#8216;spillover&#8217; (\u00dcberlaufeffekt). (Dinge w\u00e4ren dann anders, wenn es keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr solch einen &#8216;spillover&#8217; geben w\u00fcrde \u2013 zum Beispiel f\u00fcr die Person, die von sich selber wei\u00df, dass sie die letzte Person auf der Welt ist.) Aber warum sollte es da solch einen &#8216;spillover&#8217; geben? Wenn es an sich v\u00f6llig richtig ist, Tieren in irgendeiner Weise etwas anzutun, aus irgendeinem Grund, welchem auch immer, dann, vorausgesetzt eine Person realisiert die klare Linie zwischen Personen und Tieren, und beh\u00e4lt dies in ihrem Kopf w\u00e4hrend sie handelt, warum sollte das T\u00f6ten von Tieren dazu neigen, sie [die Person] zu brutalisieren und die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6hen, dass sie [andere] Personen verletzen oder t\u00f6ten k\u00f6nnte? Begehen Metzger mehr Morde? (Als andere Personen die Messer in ihrer N\u00e4he haben?) Wenn es mir Spa\u00df macht einen Baseball fest mit einem Baseballschl\u00e4ger zu schlagen, erh\u00f6ht dies in bedeutender Weise die Gefahr, dass ich dasselbe mit jemandens Kopf tun w\u00fcrde? Bin ich nicht imstande dazu, zu verstehen, dass sich Leute von Baseb\u00e4llen unterscheiden, und verhindert dieses Verst\u00e4ndnis nicht den &#8216;spillover&#8217;? Warum sollten Dinge anders sein im Fall von Tieren. Um es klar zu sagen, es ist eine empirische Frage ob ein &#8216;spillover&#8217; stattfindet oder nicht; aber es besteht ein R\u00e4tsel dar\u00fcber, warum es das tun sollte.&#8217; (1)<\/p>\n<p>Diese Unterscheidung wird im Falle von nichtmenschlichen Tieren in auffallend deutlicher Weise vollzogen (Speziesismus). Ein Tier physisch zu sch\u00e4digen oder zu zerst\u00f6ren, es zu t\u00f6ten, verh\u00e4lt sich im Rahmen unserer Gesetze als Sachbesch\u00e4digung, nicht als K\u00f6rperverletzung oder Mord; w\u00e4hrend das Opfer-werden beim Menschen durch soziale, ethische, religi\u00f6se und gesetzliche Konstrukte eine andere Bewertung erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Im Bezug auf Genozide kann man also sagen, die Menschen, die zum Opfer wurden, wurden vor diesem Hindergrund betrachtet, bewusst zum Opfer gemacht. Sie wurden bewusst aus dem ethischen und gesetzlichen Rahmen gewaltsam hinausbef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Anders verh\u00e4lt sich die Situation der nichtmenschlichen Tiere in ihrer Rolle im Rahmen der spezisitischen und homozentrischen menschlichen Beurteilung. Wie schon gesagt gilt die K\u00f6rperverletzung nichtmenschlicher Tiere nicht oder kaum als \u201eVerletzung\u201c, da die ethische Klassifizierung nichtmenschlicher Tiere, deren Leidenskapazit\u00e4ten und damut auch deren W\u00fcrde, bislang nicht mit im Rahmen der Verpflichtungen ethischen Sozialverhaltens ansiedelt. Wobei wir es hierbei tats\u00e4chlich mit einem neuen Komplex der Ethik zu tun h\u00e4tten, dem Interspezies-Sozialverhalten. (2)<\/p>\n<p>Die ganze anthropologische Konstellation einer homozentrisch ausgerichteten Welt, muss in ihrer Konkretheit untersucht und \u00fcberdacht werden. Analogsetzungen reichen nicht, um hier zu einer ethisch-moralischen L\u00f6sung zu gelangen. Wegen der konkreten Beschaffenheit, aus der sich die diskriminatorische Haltung gegen\u00fcber der autonomen Bedeutung nichtmenschlicher Tiere zusammensetzt \u2013 aus dem Grund der ganz speziellen Form von Gewalt in diesem Fall \u2013 kann man keine ausreichende Analogie festmachen, um Ursachen besser verstehen zu k\u00f6nnen und diese Art der Manifetation von Gewalt (eben der gegen nichtmenschliche Tiere) zu bek\u00e4mpfen. Damit bleibt aber auch der Genozid am Menschen ein vorwiegend gesondert zu behandelndes Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p>Ausschlie\u00dflich der Vergleich der Gewaltbereitschaft beim Menschen l\u00e4sst Parallelen in den T\u00e4terpsychologien entdecken. Das hat mit dem jeweiligen Opfer aber nicht unmittelbar etwas zu tun. Warum \u201ejemand\u201c zum Opfer wird, h\u00e4ngt mit schwer zu ergr\u00fcndenden psychologischen Ursachen auf Seiten des T\u00e4ters zusammen. Wenn, als stereotypes Beispiel, ein betrunkener Mann einen anderen im Affekt wegen einer banalen Streitigkeit t\u00f6tschl\u00e4gt oder eine Frau Opfer einer Vergewaltigung wird, liegt in beiden F\u00e4llen zum einen der Aspekt der Gewaltbereitschaft des T\u00e4ters vor, zum anderen aber wird ein Opfer aus v\u00f6llig verschiedenen Motivationen heraus gew\u00e4hlt. Oder: als \u201eHexen\u201c im Mittelalter als solche klassifiziert und gefoltert wurden, lag eine andere Motivation zugrunde als bei Folterungen im islamischen Gewaltregime des Iran oder wiederum bei den Folterungen Oppositioneller in der Milit\u00e4tdiktatur Pinochets in Chile.<\/p>\n<p>Der Umstand dessen, Opfer geworden zu sein, also des Verletztwordenseins des Opfers in seiner W\u00fcrde als menschliches Individuum selbst, hat niemals Rechnung f\u00fcr die T\u00e4termotivation zu tragen. Man kann die Gewaltmotivation nicht haupts\u00e4chlich \u00fcber die Position oder Eigenschaften des Opfers ableiten, da das Opfer nur im indirekten Zusammenhang in ein Gewaltvergehen und in die Gewalt generell eingebunden wird. (Dabei sollte man nicht vergessen: es gibt keine ethische Grundsatzlegitimierung zur Gewalt, au\u00dfer derer der Selbstverteidigung oder des Schutzes. Am deutlichsten ist die indirekte Einbindung eines Opfers in der Anwendung von Gewaltmitteln zur Erzielung politischer, ideologischer oder religi\u00f6ser Macht.)<\/p>\n<p>Ebenso w\u00fcrde man keinen direkten Vergleich zwischen der Strategie z.B. der Hexenprozesse zu der Struktur der Nazigewalt gegen ihre Opfer ziehen, weil die Komplexit\u00e4t der Formen von Gewaltbereitschaft in den spezifischen F\u00e4llen anders erkl\u00e4rt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Frage der Ursachen, der Psychologie des T\u00e4ters und die Fragen der Gewaltstruktur sind ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Erkl\u00e4rung \u00fcber die Motivation von Gewalt und ihrer Formation. Das einzige was eine generelle Schnittmenge darstellt, zwischen allen Formen der Gewalt, ist die Gewalt selbst.<\/p>\n<p>Gewalt hat Ursachen und Folgen. Die Folgen m\u00fcssen in einem differenzierten Verh\u00e4ltnis zu den Ursachen analysiert werden, da die Ursachen oft allein dem T\u00e4ter (besonders auffallend im Fall von Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen (3)) oder einer T\u00e4tergruppe zugeordnet werden k\u00f6nnen, und die Folgen aber die konkrete (von T\u00e4ter gewollte) Einbindung des Opfers in die Gewaltpsychologie des T\u00e4ters anbelangen.<\/p>\n<p>Das was nun die menschliche Gesellschaft nichtmenschlichen Tieren gewaltsam antut, braucht einen eigenen Begriff der dem Sachverhalt gerecht wird. Die Bezeichnung \u201eHolocaust\u201c sollte als Bezeichnung klar umrissen bleiben: Das Wort an sich bezeichnete in religi\u00f6sen oder rituellen Kontexten die \u00fcberbleibende Asche oder vollst\u00e4ndige Verbrennung eines Tieropfers! Das Wort hat heute die uns allen bekannte Bedeutung im Bezug auf den Menschenmord, vor allem an den Juden durch die Nationalsozialisten im Dritten Reich. Man hat bez\u00fcglich der Gefahr von Atomwaffen und den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima auch von einem \u201anuclear holocaust\u2019 gesprochen, und das Englische \u201aholocaust\u2019 wurde im angels\u00e4chsischen Sprachgebrauch h\u00e4ufig als Synonym f\u00fcr den Begriff Genozid \u2013 den Massenmord an Menschen durch Menschen \u2013 angewendet.<br \/>\nEs ist zweifelhaft ob es irgendeinen Sinn in der Sache der Tierrechte oder der Menschenrechte macht, eine Analogie durch den Begriff des \u201eHolokaust\u201c aufzeigen zu wollen. Denn dieser Versuch der Gleichsetzung tr\u00e4gt weder zu einer weitergreifenden Erfassung der Problematik nichtmenschlicher Tiere in einer homozentrischen Welt bei, noch kann er wirklich die Ursache von Greueltaten die Menschen an Menschen begehen oder begangen haben kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass solange keine \u00dcbereinkunft in der Bezeichnung des Komplexes menschlicher Gewalt gegen nichtmenschliche Tiere besteht, man begrifflich weiterkommen k\u00f6nnte, indem man die Unbeschrieblichkeit und die Unfassbarkeit erstmal bestehen l\u00e4sst. Man hat f\u00fcr das, was wir heute \u201eTiert\u00f6tung\u201c und \u201eTiermord\u201c nennen, noch keinen ausreichenden Begriffsrahmen geschaffen und damit auch keinen eigenen umschreibenden Begriff zur Hand.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend: Es geht in diesem Text nicht darum, durch die Aufwertung oder vielleicht eher anders Bewertung der Tierproblematik, die W\u00fcrde des Menschen in irgendeiner Weise in Frage stellen zu wollen. Sondern es geht darum, dass dem Problem der Gewalt gegen\u00fcber nichtmenschlichen Tieren in seinem eigenen Recht Aufmerksamkeit erteilt werden muss.<\/p>\n<p>(1) Robert Nozick, Anarchy, State, and Utopia, New York: Basic Books, 1974, S. 36.<br \/>\n(2) Dieser Punkt w\u00fcrde so etwas wie ein Interspezies-Sozialverhalten anbelangen, das aber abgesehen von einigen wenigen Beispielen in der Tierrechtsliteratur bislang wenig Interesse gefunden hat.<br \/>\n(3) In Gro\u00dfbritannien f\u00fchrten Diskussion \u00fcber die psychologische oder kriminelle Einstufung von \u201apersonality disorders\u2019 vor forensischem Hintergrund zu dem Ergebnis, dass die Einstufung nicht-therapierbarer Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen f\u00fcr die Rechtsprechung ein nicht klar addressierbarer Problemfall bleibt.<\/p>\n<p><em>Das Acrylbild oben stammt von Farangis Yegane <a href=\"http:\/\/crownofthecreation.farangis.de\/birds.one\">http:\/\/crownofthecreation.farangis.de\/birds.one<\/a>. Dieser Text wurde von Gita Yegane Arani-May verfasst und ist im Veganswines Reader 08 erschienen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.simorgh.de\/own_public\/the_destructive_force.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieser Text als PDF<\/a> (\u00f6ffnet sich in einem neuen Fenster)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zerst\u00f6rende Gewalt. Der \u00dcberlaufeffekt oder die Einmaligkeit in der Vorkommnis von Gewalt? Zum Holokaust- und Genozidvergleich in der Tierrechtsdiskussion Vorab: Braucht die Situation des Mensch-Tier-Verh\u00e4ltnisses einen Vergleich zu menschlich intraspezifischenen Situationen zur Hervorhebung von moralischer Relevanz? Wenn nicht, wozu dann die Genozidvergleiche in bezug auf die Situation des Verh\u00e4ltnisses menschlich-destruktiven Verhaltens gegen\u00fcber nichtmenschlichen Tieren? 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