{"id":791,"date":"2024-05-15T15:30:21","date_gmt":"2024-05-15T15:30:21","guid":{"rendered":"https:\/\/simorgh.de\/disablismus\/?p=791"},"modified":"2024-05-18T16:59:03","modified_gmt":"2024-05-18T16:59:03","slug":"stimme-erheben-unser-stimmlicher-ausdruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/disablismus\/stimme-erheben-unser-stimmlicher-ausdruck\/","title":{"rendered":"Stimme erheben! Unser stimmlicher Ausdruck"},"content":{"rendered":"<p><em>Going the direct way with your voice, with your expression \u2013 and not only the indirect ways \u2026<\/em><\/p>\n<p>Ich, Tsch\u00f6rdy, schlage hier eine Br\u00fccke, von denen, die ganz besonders expressiv mit ihrer Stimme arbeiten, und dabei aber auch ein ganz besonderes Verh\u00e4ltnis zur Stimme entwickeln k\u00f6nnen \u2026 zu Personen, die aufgrund einer SprechbeHinderung eine Sprachscham entwickeln k\u00f6nnen, und die wir gerne gemeinsam (als eine betroffene Person und ich als Freund) dazu ermutigen wollen &gt; ihrer eigenen Sprachsensibilit\u00e4t auf die Spur zu gehen und sich mal anzuschauen, was f\u00fcr sie selbst ihre eigene Stimme bedeutet!<\/p>\n<p>Der bewusste Blick auf die Stimme, seitens der Funktionalen Stimmbildung nach Cornelius Reid:<\/p>\n<p>&#8220;Funktionales Stimmtraining beruht auf der \u00dcberzeugung, dass eine korrekte Technik eine Erweiterung der freien organischen Bewegung sein muss, dass diese Bewegung Ausdruck eines lebendigen Prozesses ist, der den Gesetzen der Natur unterliegt, und dass angewandte Trainingsverfahren auf Prinzipien beruhen m\u00fcssen, die diesen Gesetzen entsprechen. Solch eine Pr\u00e4misse ist bislang nicht weit verbreitet, und die meisten Trainingsmethoden konzentrieren sich lieber auf funktionelle Wirkungen als auf funktionelle Ursachen. Solch ein Irrtum [in der Vorgehensweise] hat zu noch weiteren schwerwiegenderen Fehleinsch\u00e4tzungen gef\u00fchrt: und zwar zur Verwechslung des PROZESSES des Singenlernens mit der KUNST DES SINGENS. Verfahren, die darauf abzielen, eine fehlerhafte Gesangstechnik umzustrukturieren, k\u00f6nnen daher keine G\u00fcltigkeit besitzen, solange keine klare Unterscheidung zwischen Kunst, \u00c4sthetik und Funktion getroffen wird.&#8221;<\/p>\n<p>Quelle &gt; https:\/\/corneliusreid.com\/2019\/05\/21\/functional-vocal-training-2\/ [15.05.2024]<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Diesen Gedanken, der hinter solch einer Herangehensweise an die &#8220;Singstimme&#8221; steht, suchen wir nun &gt; f\u00fcr das Sprechen oder die stimmliche vokale Artikulation \u00fcberhaupt. Das hei\u00dft, dass Stimme sensible physiologische Erlebnisebenen darstellt und nicht nur Mittel zum Zweck ist um in der und der Art zu sprechen oder eben auch zu singen.<\/p>\n<p>Konkret lernt man in der funktionalen Stimmbildung, die sich auf die Physiologie in besonderer Weise bezieht, Stimme als ein k\u00f6rperliches und psychologisches ganzheitliches Erleben.<\/p>\n<p>Im Zuge eines von uns gemeinsam ins Leben gerufenen Projekts gegen Ableismus, spezifisch mit dem Blick auf die Themenschwerpunkte Sprechbehinderung und Kommunikationsrecht, befassen wir uns nun auch, einhergehend mit anderen Aspekten des Kommunikativen Ausdrucks, mit Aspekten der \u00dcberwindung und m\u00f6glichen individuell erlebten Entstehungsgr\u00fcnden von einer Art der Sprachscham [1].<\/p>\n<p>Eine erste Suche zeigt uns, wie schwer es ist zum gesuchten Gegenstand eventuell Weiterf\u00fchrendes zu finden. Viele Methoden zur Adressierung von Sprechbehinderung und Barriere, richten sich auf den indirekten Weg der Kommunikation \u00fcber steuerungsabh\u00e4ngige Sprachgenerierung.<\/p>\n<p>Uns geht es bei unserer konkreten Fragenstellung aber gerade auch um den Punkt, den artikulativ direkten Weg des gemeinsamen Kommunizierens zu betonen, und dabei einer Sprachscham, die manche Personen mit SprechbeHinderung erleben, auf ermutigender Weise entgegenzuwirken, indem wir anderen hilfreiche Informationen und Inspirationen zu den Themen: Stimme &gt; Vokalisation &gt; Stimmeinsatz und &gt; <em>Kommunikations- und Artikulationsbedeutsamkeit<\/em> an die Hand geben m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Unsere Aufgabe ist also die von Ideen- und Informationssammlern (auf ihren Zweck und die Zielrichtung hin sortiert) und -entwicklern, zur Weitergabe von potenziell hilfreichen Impulsen.<\/p>\n<p>Wir beginnen dabei bei zwei Pr\u00e4missen:<\/p>\n<p>1.) unserem Thema &gt; Sprach-Anarchismus<\/p>\n<p>2.) und nun dem Thema &gt; Stimme erheben!<\/p>\n<p>Zum Thema 1.) haben wir in unserer Zusammenarbeit als Fellow Activists bereits verschiedene Gedanken zusammengefasst, wie ihr in unseren vorausgegangenen Beitr\u00e4gen nachlesen k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>Nun folgt das Thema: Stimme erheben.<\/p>\n<p>Was wichtig ist, ist dass es uns dabei nicht so sehr darum geht, irgendwelche Ergebnisse zu erzielen und \u00dcbungen anzuvisieren. Das l\u00e4ge auch nicht im Sinne unserer Ideen \u00fcber Sprach-Anarchismus!<\/p>\n<p>Es geht uns darum, das Gegen\u00fcber zu ermutigen seine eigene Stimme, seinen eigenen Stimmeinsatz zu gestalten, und die Erfahrungen, die man dabei macht zu teilen, sich dar\u00fcber kontinuierlich auszutauschen um gezielt mehr Menschen mit Sprechbehinderung dazu zu ermutigen die eigenen Stimme wertsch\u00e4tzen zu lernen.<\/p>\n<p>Dies ist ein besonderes Feld f\u00fcr die jeweils Beteiligten im kommunikativen Prozess, denn hier wird wichtig, wie ich etwas mit meiner Stimme kommuniziere als ein Weg der Selbsterm\u00e4chtigung, und dieses \u201ewie ich das tue\u201c ist der wichtige und entscheidende Punkt, dem es gilt &gt; selbst eine wertsch\u00e4tzende Beachtung zukommen zu lassen &gt; wir bilden hier m\u00f6glicherweise auch eine Br\u00fccke zwischen der Stimme als singende Stimme und der Stimme als die sprechende Stimme.<\/p>\n<p>Es geht darum, die Sprech- und die Stimmerfahrung in der Praxis als hochbedeutsamen Aspekt des eigenen Ausdrucks zu verstehen, und dieses Verst\u00e4ndnis mit in das Thema Kommunikationsrechte einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n<p>Dieser Text ist soweit ein Entwurf.<\/p>\n<p>[1] Dazu: \u201eBeobachtung: Da Sprache in der Regel kein freies Kommunikationsmedium in der kommunikativen Praxis unter Menschen darstellt, kann das eigene Kommunizieren mit einem Erlebnis von Scham behaftet sein. So ist oftmals die eigene Stimmlichkeit zu erleben und zum Ausdruck zu bringen, nicht so sehr an Probleme gehaftet, die sich mit einer klassischen funktionalen Stimmbildung beheben lassen w\u00fcrden, sondern vielmehr m\u00fcssen soziale Kontexte etabliert werden, in denen der eigenen Ausdruck anerkannt und mitgestaltend in seiner Wirkung geachtet wird, usw.\u201c, siehe &gt; <a href=\"https:\/\/simorgh.de\/disablismus\/sprechemazipation-1\/\">https:\/\/simorgh.de\/disablismus\/sprechemazipation-1\/<\/a> [Zugriff vom 15.05.2024]<\/p>\n<p>rev. 18.05.2024<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Going the direct way with your voice, with your expression \u2013 and not only the indirect ways \u2026 Ich, Tsch\u00f6rdy, schlage hier eine Br\u00fccke, von denen, die ganz besonders expressiv mit ihrer Stimme arbeiten, und dabei aber auch ein ganz besonderes Verh\u00e4ltnis zur Stimme entwickeln k\u00f6nnen \u2026 zu Personen, die aufgrund einer SprechbeHinderung eine Sprachscham&hellip;<a href=\"https:\/\/simorgh.de\/disablismus\/stimme-erheben-unser-stimmlicher-ausdruck\/\" class=\"more-link\"><span>Continue reading<\/span><span class=\"screen-reader-text\">Stimme erheben! 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