Sterben ist erstmal kein Thema

Sterben ist erstmal kein Thema in der Ausbildung zur Pflegefachkraft mit der Spezialisierung auf die Altenpflege. Dies war auch der Grund, weshalb ich meine Ausbildung in dem Bereich nach 1 1/2 Jahren abgebrochen habe. In der Praxis ist man im Pflegeheim vom ersten Moment an mit dem sterbenden Menschen konfrontiert und dann auch damit folglich, wie in dem jeweiligen institutionellen Rahmen mit dem Sterbeprozess umgegangen wird.

Ich habe 20 Menschen in den 1 1/2 Jahren Ausbildung direkt oder eher indirekt beim Sterben begleitet oder bzw. ihren Sterbeprozess mitverfolgt. Diese 20 Tode sind sehr unschön verlaufen. Ich habe festgestellt, dass das Sterben ein sehr unzureichend adressiertes pflegeethisches Thema in der Praxis darstellt. Das Thema wird in der Gesellschaft zu wenig diskutiert und wenn auf häufig oberflächlicher Ebene.

Es finden in der Tat zahlreiche Widerlichkeiten in der Pflegepraxis statt: Menschen wird selten ein entsprechender Rahmen der Behaglichkeit und der emotionalen Sicherheit verschafft. Wird das Problem in der Pflegepraxis der Ausbildungsstätte oder der Schule thematisiert, erntet man wenig Verständnis und in meinem Falle wurde ich milde belächelt und als Unruhestifter abgetan.

Das Thema muss angegangen werden, aber wie? wo? von wem?

Es gibt Angebote > z.B. in FFM https://www.buergerinstitut.de/hospizdienst-und-palliativberatung/

aber sie werden zu wenig genutzt.

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