{"id":1687,"date":"2021-10-07T22:38:23","date_gmt":"2021-10-07T22:38:23","guid":{"rendered":"https:\/\/simorgh.de\/biografie\/?p=1687"},"modified":"2021-10-07T22:45:25","modified_gmt":"2021-10-07T22:45:25","slug":"saetze-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/biografie\/saetze-1\/","title":{"rendered":"S\u00e4tze (1)"},"content":{"rendered":"<p><em>Other things equal &#8230;<\/em><\/p>\n<p>Soziale Widrigkeiten erlebt man nicht nur bei Meinungsgegnern.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Gedanken ( 23 \u2013 05 \u2013 2012 )<\/em><\/p>\n<p><em>Die Angst vor dem Undenkbaren:<\/em><br \/>\nDas Dilemma der menschlichen Agonie ist die Vorstellung der (menschlichen) Allmacht im Denken: Kein Bezug zur Welt, der sich mit dem Denken der Anderen, des All-Lebens, zusammenbringen l\u00e4sst auf sinnvolle Weise. Die Isolation des Menschen ist seine Agonie.<\/p>\n<p><em>Das B\u00f6se gegen das B\u00f6se:<\/em><br \/>\nH\u00f6lle als Metapher \u2013 ein Gewissen sei was schlechtes?<\/p>\n<p><em>Bek\u00e4mpfungen:<\/em><br \/>\nKonspirationen brauchen eine Fiktion \u2013 und wenn sie eine haben, dann enden sie in irgend einer Art Massen-\/mord oder Massen-\/t\u00f6tung.<\/p>\n<p><em>Eigenverantwortung:<\/em><br \/>\nMan ist nicht fremdbestimmt in der Seele, man ist: \u201eman selbst\u201c.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Zeitsprache<\/em><\/p>\n<p>Wenn die Gestirne sprechen, dann hei\u00dft das nicht unbedingt, dass sie mit mir oder dir sprechen. Wir lauschen ihnen, ohne dass wir adressiert werden. Was ist das f\u00fcr eine sonderbare Sprache, die nicht unsere ist \u2013 so anders, wie das Rauschen von Wind in B\u00e4umen.<\/p>\n<p>Diese anderen Sprachen nennen wir Naturph\u00e4nomene. Wir verstehen sie nicht und \u00fcbersetzen diese<strong>\u00a0Sprachen<\/strong>\u00a0in Wissenschaften. Wir haben mit dem Adressaten dieser Sprachen nichts zu tun, au\u00dfer dass wir selbst ja auch <strong>eine Sprache<\/strong> haben.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Freiheitssuche<\/em><\/p>\n<p>A: Gedanklich gesehen, ist es nicht so, dass frei zu schreiben gleichzusetzen ist mit frei denken?<\/p>\n<p>B: Welch ein langweiliger und erm\u00fcdender Gedanke. Ich bin sowieso frei, zumindest im Denken.<\/p>\n<p>A: Das Denken ist frei, oder? Aber ist denn das Schreiben frei? Man kann ordentlichen Unsinn schreiben, aber man braucht sich erst gar nicht langweilig, unspektakul\u00e4r beschweren &#8230;<\/p>\n<p>B: Beschweren wor\u00fcber?<\/p>\n<p>A: \u00dcber die Art der <em>Einengung im Denken<\/em>, die als Denkfreiheit gehandelt wird.<\/p>\n<p>\u201cKommen Sie auf den Punkt!\u201d k\u00f6nnte gesagt werden. Nun gut, der Punkt ist der, dass meine Punkte anders sind als die Ihrigen. Was das f\u00fcr Punkte sind? Punkte, die Sie tagt\u00e4glich f\u00fcr Un-Punkte erkl\u00e4ren, indem Sie die Welt entgegengesetzt verstehen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Gedanklich gesehen sind die meisten Menschen unfrei, aber nicht gezwungenerma\u00dfen. Woher ich mir da so sicher sein kann? Wenn Fragen \u00fcber das tats\u00e4chlich Ungewusste gestellt werden, bleibt meist alles andere wichtiger, als die Inhalte die zu fragen <em>vorgegeben<\/em> werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Das Recht des Rechts<\/em><\/p>\n<p>Kritik an denen, die das eigene Recht vom Recht des anderen unterscheiden.<\/p>\n<p>Einer sagt, \u201cich habe aber das Recht, mich gegen selbst die zu verteidigen, die gar keine Bedrohung f\u00fcr etwas darstellen,\u201d was hei\u00dft: Angriffskriege gegen Windm\u00fchlen sind in seinem Falle legitim.<\/p>\n<p>Ein anderer sagt \u201cund ich darf mich gegen den Angriff verteidigen, ich h\u00e4tte keine Hilfe geleistet\u201d. Wenn du siehst wie ein Lebewesen, ein Individuum, ungerecht behandelt wird, kann es sein, dass du dorthin rennst und schreist: \u201cWas macht ihr denn mit diesem armen Ding, foltert ihn zumindest nur halb so wild!\u201d Oder du kannst dorthin gehen und sagen: \u201cH\u00f6rt auf dieses Wesen hier zu foltern\u201d. Alles l\u00e4uft auf die Frage der Kluft zwischen Freiheit und intentionierter Ungerechtigkeit\u00a0hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Kritik am mir selbst daf\u00fcr, dass mir die Unebenheiten anderer wie Fehlgeleitetheiten scheinen, aber was ist das Ziel dessen, dem das eigene Recht die Ungerechtigkeit-gegen\u00fcber-dem-anderen schmackhaft macht? Sich zu sch\u00fctzen und den anderen zu entbl\u00f6\u00dfen in seiner Verletzlichkeit, seiner Sensibilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Kritik an denen, die mit Denkvorschl\u00e4gen Kolonialisierung im Denken betreiben wollen. Der Denkkolonialismus den ich meine, hat sich selbst zur Aufgabe gemacht alle geistigen Ozeane trockenzulegen, um die Weltmeere endg\u00fcltig verdinglichen zu k\u00f6nnen. <strong>Zuerst haben sie die Myriaden der Sprachvielfalt aller Wesen als Kakophonie bezeichnet.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Other things equal &#8230; Soziale Widrigkeiten erlebt man nicht nur bei Meinungsgegnern. 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