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Dekonstruktion statt Destruktion Inspiring Säkularer Mystizismus Sichtweisen

Sätze (1)

Other things equal …

Soziale Widrigkeiten erlebt man nicht nur bei Meinungsgegnern.


Gedanken ( 23 – 05 – 2012 )

Die Angst vor dem Undenkbaren:
Das Dilemma der menschlichen Agonie ist die Vorstellung der (menschlichen) Allmacht im Denken: Kein Bezug zur Welt, der sich mit dem Denken der Anderen, des All-Lebens, zusammenbringen lässt auf sinnvolle Weise. Die Isolation des Menschen ist seine Agonie.

Das Böse gegen das Böse:
Hölle als Metapher – ein Gewissen sei was schlechtes?

Bekämpfungen:
Konspirationen brauchen eine Fiktion – und wenn sie eine haben, dann enden sie in irgend einer Art Massen-/mord oder Massen-/tötung.

Eigenverantwortung:
Man ist nicht fremdbestimmt in der Seele, man ist: „man selbst“.


Zeitsprache

Wenn die Gestirne sprechen, dann heißt das nicht unbedingt, dass sie mit mir oder dir sprechen. Wir lauschen ihnen, ohne dass wir adressiert werden. Was ist das für eine sonderbare Sprache, die nicht unsere ist – so anders, wie das Rauschen von Wind in Bäumen.

Diese anderen Sprachen nennen wir Naturphänomene. Wir verstehen sie nicht und übersetzen diese Sprachen in Wissenschaften. Wir haben mit dem Adressaten dieser Sprachen nichts zu tun, außer dass wir selbst ja auch eine Sprache haben.


Freiheitssuche

A: Gedanklich gesehen, ist es nicht so, dass frei zu schreiben gleichzusetzen ist mit frei denken?

B: Welch ein langweiliger und ermüdender Gedanke. Ich bin sowieso frei, zumindest im Denken.

A: Das Denken ist frei, oder? Aber ist denn das Schreiben frei? Man kann ordentlichen Unsinn schreiben, aber man braucht sich erst gar nicht langweilig, unspektakulär beschweren …

B: Beschweren worüber?

A: Über die Art der Einengung im Denken, die als Denkfreiheit gehandelt wird.

“Kommen Sie auf den Punkt!” könnte gesagt werden. Nun gut, der Punkt ist der, dass meine Punkte anders sind als die Ihrigen. Was das für Punkte sind? Punkte, die Sie tagtäglich für Un-Punkte erklären, indem Sie die Welt entgegengesetzt verstehen möchten.

Gedanklich gesehen sind die meisten Menschen unfrei, aber nicht gezwungenermaßen. Woher ich mir da so sicher sein kann? Wenn Fragen über das tatsächlich Ungewusste gestellt werden, bleibt meist alles andere wichtiger, als die Inhalte die zu fragen vorgegeben werden.


Das Recht des Rechts

Kritik an denen, die das eigene Recht vom Recht des anderen unterscheiden.

Einer sagt, “ich habe aber das Recht, mich gegen selbst die zu verteidigen, die gar keine Bedrohung für etwas darstellen,” was heißt: Angriffskriege gegen Windmühlen sind in seinem Falle legitim.

Ein anderer sagt “und ich darf mich gegen den Angriff verteidigen, ich hätte keine Hilfe geleistet”. Wenn du siehst wie ein Lebewesen, ein Individuum, ungerecht behandelt wird, kann es sein, dass du dorthin rennst und schreist: “Was macht ihr denn mit diesem armen Ding, foltert ihn zumindest nur halb so wild!” Oder du kannst dorthin gehen und sagen: “Hört auf dieses Wesen hier zu foltern”. Alles läuft auf die Frage der Kluft zwischen Freiheit und intentionierter Ungerechtigkeit hinaus.

***

Kritik am mir selbst dafür, dass mir die Unebenheiten anderer wie Fehlgeleitetheiten scheinen, aber was ist das Ziel dessen, dem das eigene Recht die Ungerechtigkeit-gegenüber-dem-anderen schmackhaft macht? Sich zu schützen und den anderen zu entblößen in seiner Verletzlichkeit, seiner Sensibilität.

Kritik an denen, die mit Denkvorschlägen Kolonialisierung im Denken betreiben wollen. Der Denkkolonialismus den ich meine, hat sich selbst zur Aufgabe gemacht alle geistigen Ozeane trockenzulegen, um die Weltmeere endgültig verdinglichen zu können. Zuerst haben sie die Myriaden der Sprachvielfalt aller Wesen als Kakophonie bezeichnet.

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Farangis: Aus meinem Traumschreiber

Farangis:

Fingerhände
Mondgreifer
Schrei des Pfeils
Geburt der Spirale
Aus meinem Traumschreiber

Traumgeborenes

Meine traumgeborenen Kinder,
meine Silberherzenperlen,
brauchen Honig, Milch und Wärme,
Farbenspiel im Blumenzaun,
Blätterrauschen,
Schattenbaum,
bin ich Apfel,
sind sie Kerne,
bin ich Ei, berg neues Leben,
habe Schale zart und fein,
brech ich, stößt mich auf den Wegen
herzlos grobes Stiefelbein.
Schließen möchte ich meine hundert offnen Ohren,
Draußenlärm drängt schmerzend ein,
immer bin ich unverschlossen,
Schmutz und Alltagslärm hineingegossen,
bin ich doch Krug
bestimmt für Wein!

Gestricktes und Ersticktes

Klagepfeil
Sucht seinen Tröstegott,
lebensschwach
fürchtet der starken Spott,
Märchensucher
Lauscht hinterm Kerzenlicht,
Menschenbilder
Im Nebelgrau verwischt,
Flötenklang –
Marschierers Tritt erstickt,
Frauenleid
Im Monatsblut gestrickt

Tröstergott gestrickt?
Kerzenlicht verwischt?
Bei Starkenspott erstickt?
Wünsche werden abgeknickt.

Schicksalsräder

Ich habe die große Linie gesehen,
doch sie nagen an ihrer Schönheit,
doch sie klagen mir ihren Zänkereien,
ich habe die große Ruhe vernommen,
doch sie lärmen mit lauten Tritten,
doch sie schwärmen wie lästige Fliegen,
müde kroch ich ins verschwiegene Mauseloch,
doch sie finden mein letztes Zufluchtsnest,
und sie binden mich auf mein Schicksalsrad

Schlaflos

Alles in mir kariert,
Gedankenkästchenmuster,
eingefangen,
zwei Uhr Nacht –
Zukunftsgedanken,
gegen Wände laufend,
Knoten und Schlaufen,
Lichter verhangen,
Worte verloren,
dunkel und blicklos,
drei Uhr Nacht –
Traumschlafhunger,
Ringe und Schlangen gesehen,
in Bäumen gehangen,
gefallen in mein Gedankenkästchen,
gewunden, ineinandergeschlungen,
vier Uhr Nacht –
Grauschimmer in meinen Augen,
fünf Uhr Morgen –
alles in mir kariert – – – –
Zieh einen Kreis um mich
Und fülle ihn mit Wärme,
mit Blumen,
mit Lächeln
und tanzenden Menschen
und lege dich zu mir

Großstädte

Im Treibhaus
Der Stadtnächte
Lila Lippen,
mondlichtig,
zartgliedriges
Bewegungsspiel,
Spreizende Fingerspitzen,
trinkend aus eigener Schönheit,
magische Funken
aus weibmännlichen
Traueraugen
Im Fluß des Nachtgeschehens,
Treibhaus
Gepflanzter Fantasien,
getötet
im Sonnenmorgen!

Punks auf Kings Road

Flatternd durch entseelte Massen,
stachelköpfig
bunte Vögel,
irrend,
auf und ab
in Neonlichtern,
früh verblüht
in Kellernestern,
lappig, zammlig,
kettenklirrigt,
schwache Herzen,
auf und ab
und stark bestiefelt,
Pulks gedrängt
auf Bänken, Treppen,
leerer Blick
in bunten Lappen
Müdgesichter,
auf und ab
und zielverloren

Oben: Installation/Objekte, florae obscurae von Farangis.

(rev. 02.05.2022)

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Farangis G. Yegane Gedichte

Poem, Punks on Kings Road

A Leporello, by Farangis Yegane:

The one side

The other side

Punks on Kings Road
a poem by Farangis

fluttering through soulridded masses,
spike-headed,
multicoloured birds,
searching-around,
up and down,
in neon lights
came to blosom early,
in basement-nests,
ragged-clothes, hanging-edgy-stuff,
chains-sounding,
weak hearts
up and down
and heavy booted,
crowded in bulks,
on benches, stairs,
empty glance
in multicoloured rags
tired-faced
up and down
at loss of goals.

Translation by Palang LY

This leporello in German > https://simorgh.de/biografie/farangis-aus-meinem-traumschreiber/

Acrylic image top and leporello by Farangis.

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Nein, wirklich in der Alhambra

 

‘ … Nein, wirklich in der Alhambra!’

Nein, wir hausten tatsächlich 10 Nächte lang mit Schlafsäcken in der Alhambra. Erstens hatten wir von der Katzen-Universität dort gehört, zweitens gab es die Geschichte: Die lange gereist waren, die erschöpft von den Schiffen kamen, trafen sich, erholten sich im Generalife in der Alhambra. Aber die Geschichte begründete sich nurnoch auf einem Mythos, der sich um ein Gedicht herum sponn, das lange schon verschollen war; es gab anscheinend keine schriftliche Überlieferung mehr (angeblich nurnoch eine in London, England, aber in den Händen eines Privatsammlers … ).

Also wir kamen an einem heißen Sommertag – wie soll es auch sonst sein – in Granada und endlich in der Alhambra an. Wir liefen durch die Gärten. Um uns herum die Wasseranlage, die einen sogar diese schönste Treppe da – dort hinauf und hinab begleitete. Die Rosen, natürlich der weiße schöne Löwenbrunnen. Man war gleichzeitig in einer Festung, einem Kloster, einem Paradiesgarten, der alles so wie es war fasste, und einem Tempel des Universums. Wir mussten also dort bleiben.

Neben einer Brücke und einem blassgelben Wachturm befand sich ein großer tiefer weiter Graben in dem Pflanzen wuchsen die mit wenig Feuchtigkeit in der Hitze auskommen; Olivenbäume und Sträucher und kleine Palmen, sehr kleine. Dort wollten wir schlafen. Wir legten unsere Schlafsäcke also schon mal irgendwo an diesen Schlafplatz und setzten uns oben in den Rosengarten auf die warme Steinmauer, die dem Graben angrenzte … Die Nacht eröffnete uns den Weg zur inneren Erkenntnis die sich (selbst) als Teil des Universums erfährt. Die Magie des Ortes ist eine Vision, die einem zum Rosenblatt werden lässt, das darum fleht nur von seinem Freund, der roten Ziege gegessen, nicht aber von der Prinzessin abgepflückt zu werden … die Prinzessin schläft und träumt vom Universum. Sie pflückt auch im wachen Zustand keine Rose aus ihrem ‘Paradies’. Die rote Ziege – vor allem – meint auch es ist am besten für die Rose in der Sonne zu blühen und zu welken …

Während wir dem Weltall lauschen, knabbern wir Salat und trinken Mineralwasser. Nati liegt schon und erzählt mir noch eine Geschichte die von der Prinzessin handelt, die hier gelebt haben könnte.

Aus: The Same Material von Palang LY/Gita Yegane Arani

Mehr Geschribsel von mir in dieser Art, siehe:

Initiationen, https://simorgh.de/biografie/initiationen/

Subebenen, https://simorgh.de/about/subebenen/

Nachtblindheit / Gedankenlauf, https://simorgh.de/about/nachtblindheit_gedankenlauf/

 

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Dekonstruktion statt Destruktion

Das „Andere“ versus der „Verschiedenartigkeit“ von Tieren

Das „Andere“ versus der „Verschiedenartigkeit“ von Tieren

Palang LY

Wozu grenzt sich das Andere ab, d.h. zu was hin verläuft die Grenze des Anderen. Das Andere muss sich zu etwas als “anders” verhalten. Und in seiner Bezeichnetheit, in seinem Zustand des Bezeichnet-Seins, muss eine Instanz die “das Andere” bezeichnende Instanz sein. Der Kern und die Peripherie, so könnte man das Bild veranschaulichen. “Das Andere” ist keine autonomie-erkennende Konkretisierung, sondern allein eine fast räumliche Perspektive zwischen einem Zentrum das intern sein muss und einem zwangsläufig Externen.

Was macht den Begriff des “Anderen” so interessant? Das er Licht zurück auf den Bezeichnenden wirft. Wenn ich mich tatsächlich mit “dem Anderen” befassen will, muss ich mich zur Konkretisierung bereit erklären, in vorderster Linie indem ich “dem Anderen” die Autonomie des Selbst-Seins zuweise. Das andere Ding ist, als Phänomen an und für sich, und nicht erst etwas, das durch meine Perspektive erkannt wird. Dieser Wesenszug ist dem Anderen inhärent, dass er auf eine Autonomie von der Bezeichnung hin trachtet.

“Das Andere” ist das was mir nicht gleicht, sondern sich von mir unterscheidet. Wenn mir diese Beobachtung reicht, wird sich das Andere nicht zum Subjektiv erhoben haben, sondern es wird allein im Adjektiven, im anders sein als ich, verharren. Wir möchten aber hier über eben “das Andere” sprechen. Das Imperative im Begriff: Die Grenzen zu “dem Anderen” müssen kaum überwindbar sein, um zur Herstellung dieses Verhältnisses gelangt zu sein. Würden die Grenzen nicht auf allen Ebenen eindeutig sein, könnten mögliche Ähnlichkeiten oder eigenschaftsgebundene Berührungspunkte auf Gleichheiten und Affinitäten hinweisen, und das Verhältnis würde sich zur Andersartigkeit reduzieren – weg vom statisch kategorischen “Anderen” hin zu einer eher fluktuierenden Vergleichsebene. Der Begriff des “Anderen” lässt diese Fluktuation kaum zu.

Entscheidend ist das perspektivische Verhältnis, die Warte der Bezeichnung des Anderen, die auch die Grenzen in ihrer Beobachtung festlegt. Ohne die Betrachtung auch der bezeichnenden Seite jedoch, ist es kaum möglich ein Verständnis über “das Andere” als solches zu erhalten. Wie schon gesagt ist das Andere immer etwas gesehenes, etwas in einem Verhältnis stehendes; solange sich der Begriff nicht auf ein Gegenüber an und für sich beziehen will, sondern das Verhältnis in seiner ausgesprochenen Position in der Form impliziert.

Um diese Perspektivenfrage etwas einzugrenzen, möchte ich ein bestimmtes Verhältnis zu “dem Anderen” ansprechen, und zwar möchte ich das Tier-Andere hier etwas aus der rein reflektorhaften Position dessen, zum Anderen zu gehören, hinausziehen zur näheren Betrachtung.

Die (einzige) Gleichmachungsstufe zwischen dem Tier-Anderen und der bezeichnenden menschlichen Instanz, besteht gegenwärtig im Wesentlichen in dem von der Biologie als Klassifikationsmodell gegebenen Nenner des organisch-anatomischen. Der Mensch als Tier und die nichtmenschlichen Tiere haben der Biologie zufolge, stufenweise sich vermeintlich in gewissen Komplexitäten in “einfacher” und “komplexer” gliedernd, eine Reihe an physisch ähnlichen Merkmalen. Außer diesem einen hierarchisch facettierten Gleichheitsfaktor, unter dem gesehen Menschen in der biologischen Terminologie ‘biologisch-faktisch’ zu den Tieren gehören, gibt es eigentlich keine weitere im allgemeinen als gültig betrachtete Ähnlichkeitsebene zwischen Menschen und Tieren.

Die Definition der Biologie ist eine erteilte; aus dem Verhältnis Mensch-Tier selbst ist, unabhängig von biologischen Zuweisungen, bisher keine essentielle Ähnlichkeit abgeleitet worden: Das Tier-Andere ist zum einen also gleich allein auf einer hierarchischen Stufe, die nach unten und niemals nach oben rangieren kann. Auf der sozialen Interaktionsebene, die “dem Tier-Anderen” aber begegnet, ist “das Tier” das kategorisch “Andere” bis hinein in die vollständige Entsubjektifizierung.

In dem Verhältnis hierarchischer Bewertungen ist es fragwürdig, ob dem Anderen, dem Tier-Anderen, seine reelle Autonomie des Selbst-Seins zugestanden werden kann? Immerhin wird das Tier-Andere nur „nach oben oder unten“ hin zu einem feststehenden Maßstab bemessen. Der Maßstab ist die biologisch erklärte Komplexität physisch-organischer Funktionen, die innerhalb eines bestimmten Wertegeflechts eine bestimmte Bedeutung innehaben.

Das Wertegeflecht des Tier-Anderen bleibt non-existent in dieser Perspektive. Die Frage ist, ob bei der Betrachtung des Anderen, auch eine Universalität des Anderen gesehen werden kann, oder ob das Andere nur zur Kategorie eines objektifizierbaren Gegenübers erstarren soll?

Die Frage ist auch, ob das Imperative in dem Subjektbegriff “des Anderen” nicht eine Universalität geneigt ist auszuschließen, weil der Blick allein auf zwei Seiten fällt, die Seite des Internen, des Bezeichnenden, und die Seite des Externen, des bezeichneten Anderen.

Die Grenzen sind so scharf aber undifferenziert, dass es nur noch das Eine und das Andere gibt, was im Falle der Auseinandersetzung mit der Tier-Frage eine limitierende Herangehensweise darstellt. Immerhin haben wir es nicht mit etwas tatsächlich objektifizierbaren zu tun sondern mit den koexistenten nichtmenschlichen Tieren.

Verschiedenartigkeit und moralische Bezugnahme

Und die Frage ist auch, warum das unerfasste Andere am Tier-Anderen bei der menschlich bestimmenden Instanz häufig einen Destruktivitätswunsch verursacht, statt beispielsweise eine hinterfragende Reflektion über das Menschlich-Gleiche oder “das Gleichartige” anzustoßen? Man könnte denken, dass das “Unerfasste, als das Andere” immer eher eine Anziehung ausüben müsse, weil man gerne von jenem positiven Menschenbild ausgehen würde, in dem der Mensch sich tolerant dem “Unerfassten” und “Anderen” zuwendet, in positiver Neugier. Aber, stattdessen ist die Neugier allein eine Neugier darüber, Wege zu finden dem unerfassten Anderen weitmöglichst zu schaden bzw. es zu zerstören.

Das unerfasste Andere am Tier-Anderen ist die Kategorie “des Anderen”, gesehen von der Warte des menschlich Allgemeinen und eines homozentrischen Kontraktualismus. Das Tier-Andere übernimmt eine spezifische Funktion des “Anderen”. Das Verhältnis zum Anderen ist kein einhelliges: Das geschlechtliche Andere erhält eine andere Betrachtung als das ethnisch Andere beispielsweise. Es gibt eine Graduierung, in der sich die Problematik der Andersartigkeit auf verschiedenen “Schweregraden” bewegen kann. Bezüglich der Frage des Tier-Anderen kann man beobachten, dass die biologische beobachtete partielle Ähnlichkeit eine noch stärkere Polarität in der emotionalen und moralischen Bezugnahme erzeugt (man würde sich metaphorisch einem Stein in weniger problematischer Weise nah oder fern fühlen, als einem Insekt). Das heißt, dass dem Verhältnis zum Tier-Anderen eine bestimmte Komponente zukommen muss, die dieses Verhältnis noch klarer verdeutlichen wird.

Das Tier-Andere ist nicht bezeichnet durch die soziale Reibungsfläche und Faszination eines “anderen” innerhalb geschlechtlich sich ausdrückender Beziehungsspannen oder ethnisch-artikulierten sozialen “Andersseins”; das Tier-Andere ist zum größten Teil das ‚gejagte, erlegte, gehaltene, geschlachtete, gehandelte, gegessene, intrusiv medizinisch erforschte’ etc. – das soweit am stärksten moralisch objektifizierte “andere”. Am stärksten herabgesetzt, wegen der Kluft zwischen der aus homozentrischer Sicht bezeichneten Andersartigkeit und der Realität der konkreten Tier-Individuen, die in ihrer autonomen Selbstbestimmtheit unsichtbar bleiben, weil der Maßstab über ihre Andersartigkeit (im Vergleich zum Menschen) zum mindesten ihre Individualität als Wertigkeit außer acht lässt. Und in diesem Falle heißt “Individualität” das Einmalig-Sein.

Dass das Tier-Andere sich auf der Stufe des Verhältnisses zum Menschen als Opfer in dieser spezifischen Form befindet, ist dem Menschen zu verdanken und es liegt nicht an irgendeinem vermeintlichen Unvermögen seitens der Nichtmenschen. Wenn ich dem Tier-Anderen diese Position aber komplett anhaften wollte, würde ich den Blick über die Situation dahingehend verlieren, dass ich mir nicht mehr der Auswirkungen der menschlichen Handlungen am Tier-Anderen bewusst bin, sondern ich würde den Fehlschluss ziehen, dass die Situation des Tier-Anderen gleichzusetzen ist mit der tatsächlichen Qualität des Andersseins bei Tieren (der Bezugnehmende darf niemals in seiner Perspektivität außer Acht gelassen werden in einer kritischen Betrachtung einer Verhältnismäßigkeit).

Das hieße ich würde übersehen, wie die Interaktion zwischen Mensch und Tier verläuft, und würde die Situation der Tiere als in gewissen Sinne Schicksalhaft betrachten. Der Mensch als Täter wäre dann quasi frei von jeglicher Verantwortung und Schuld an der Opferposition des Tier-Anderen.

Dies ist ein Punkt in dem es wieder wichtig ist festzuhalten, das die Betrachtung oder Designierung des “Anderen”, also auch des “Tier-Anderen”, immer einen Betrachter oder Bezeichnenden mit beinhaltet, Das heißt übertragen, dass meine Sicht auf “Tiere als Opfer” dahingehen differenziert bleiben muss, dass zum Opfer auch ein Täter gehört – der wohlmöglich das Tier-Andere als Feindbild betrachtet, beispielweise, oder es als moralisch irrelevant abtut.

Das nicht-faktisch Andere

Der Begriff des “Anderen” ist eine Bezeichnung, die darüber hinwegtäuschen kann, dass sie die konkreten Eigenschaften des als anders Beschriebenen einfach zu subsumieren sucht, und dass letztendlich die Existenzbeschreibung stattfindet über den Maßstab und die Klassifikation die der Mensch schafft. Dass allein ein Verhältnis von zwei Positionen aus dem Begriff des “Anderen” ersichtlich wird, wird häufig außer acht gelassen.

Wenn das Tierreich unter einer Perspektivität des “Anderen” subsumiert wird, wird zwar zum einen ein wichtiges Verhältnis ersichtlich, und zwar, dass der Mensch hier etwas beschreibt, das er von sich in einer wesentlichsten Form als verschieden und als gegenüber betrachtet, aber zum anderen bleibt der Aspekt unerkannt, der auf die Erkenntnis über (das Selbst- sein und) das Andere-Sein hinweist, dass nämlich das Andere noch etwas ist, außer seiner alleinigen Eigenschaft des Anders-Seins, das sich aus der Beziehung zum Beschreibenden ergibt.

Dieses Verhältnis lässt sich über die biologisch-zentrierte Perspektive auf Nichtmenschen zum Beispiel überhaupt nicht erfassen. Werden Nichtmenschen biologisch beschrieben, das wird die soziale und die existenziell-philosophische Perspektivitätsdimension nicht erfasst (außer in biologisierter Weise) und die Nichtmenschen werden “faktisch-biologisch” als “Andere” physiologisch und psychologisch klassifiziert.

Ich glaube man würde sich der Frage des Anderen bei nichtmenschlichen Tieren eher über die Frage der Andersartigkeit bei Tieren annähern können. Die verhärtete Position des antithetischen Gegenübers würde dadurch aufgelöst und zur Beschreibung des Eigenschaftsreichtums hingeführt. “Das Andere” weist drohend auf ein moralisch ungeklärtes Verhältnis der menschlichen Verstandesebene zum u.a. vor allem auch animalischen Bereich hin. “Die Andersartigkeit” erlaubt die geheimnisvolle Egalität, die auf der Stufe des Unumschreibbaren herrscht, das heißt, die Egalität auf der Stufe universaler Kommunikationsebenen und natürlicher Individualitätserfahrungen, etc. statt den unumstößlichen Vergleich mit dem alleinigen Maßstab Mensch: “Das Wir und das Andere”.

“Das Andere” gleicht dem exotisierten Feindbild des sich ausschließlich Ausgrenzend-Lassenden. Das Verschiedenartige, das Andersartige hingegen ist vielfältig in seiner Eigenschaft, zeugt von Diversität, ist   bunt, bewegt sich auf der Horizontale statt auf der hierarchischen Vertikale. Der erste Schritt ist zwar zu erkennen, dass es etwas anderes im wesentlichsten Sinne gibt, aber diese Beobachtung sollte moralisch kreativ und flexibel wachsen und sich nicht im rationalen Dogmatismus eines emotionalen Entleertheitszustandes verflüchtigen.

Revidierte Version, 21.09.2021. (Vorherige Fassung: https://www.simorgh.de/own_public/Das_Andere_210208.pdf)

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Sichtweisen

Das Habitat

 

Das Habitat
Revised version: 19.09.2021

Palang LY

Gedanke:

Das Ich: In der ahnenden Erkenntnis über eine eigene „Sinnungebundenheit“, kann eine Erklärung über dasjenige liegen, das sich dem eigenen gegenwartsbestimmten Urteil zu entziehen vermag.

Die Lokalität: Man lebt in einem Raum voller Dinge, die im ungebundenen Raum in (von einem selbst) nicht fassbaren Kontexten stehen.

Der Clash: Würde man den Sinn der Gegenstände, mit denen man sich umgibt, gerecht beurteilen, das hieße unabhängig von derer ästhetischen oder nutzbringenden Funktion für einen „selbst“, dann sähe man in den geschauten und gefühlten Objekten die zu Trophäen umgearbeiteten Trümmer eines menschlichen Feindzuges gegen „das Andere“.

***

Ihr arrangiert Euer Inventar, aber gebt ihm keine adäquate Beurteilung.

Mit der reduzierten Sicht über die Natur auf die Ebene dessen, allein Teil menschlichen Existenzinventars zu sein, glaubt Ihr, habe sich auch die Frage über den Zweifel am Menschlich-Absoluten erledigt.

Der Tisch, der Ring, all die unbestimmten und bestimmten Teile Eures „Inventars“, haben eine Ge­schichte als Bestandteile des Naturhaften.

Die Gegenwärtlichkeit der Natur in allen Ihren Erscheinungsformen bezeugt aber dennoch immer aufs Neue Euer Unvermögen sie zu beherrschen.

Das Habitat, mein Zuhause

Das Habitat des homozentrisch Menschlichen ist gegenwärtig das Konstrukt, das aus dem getöteten oder entrissenen Naturhaften errichtet worden ist. Im Gegensatz dazu ist das Habitat des nichtmenschlichen Tierreichs das Pflanzliche und Geologische, das ursprüngliche reelle Environment.

Die Ordnung, die homozentrische Menschen sich in ihrem konstrukthaften Habitat einrichten, kann als Spiegel ihrer Denkart gelesen werden. Das ursprünglich Naturhafte wird zum Gegenstand, der jeweils das Bedürfnis des Menschen als Kleinsteinheit seines Inventars befriedigen soll.

In vor- und frühgeschichtlicher Zeit sieht man, dass Inventar und Architektur eine an das Naturhafte gebundene, seins-affirmative Bedeutung hatten. Auf vielen frühzeitlichen Fundstücken befinden sich Abbildungen die kulturelle Naturbezogenheit verdeutlichen.

Nun befinden wir uns in einer Gegenwart, in der das Inventar und die Architektur als Bestandteile des menschlichen Habitats eine ganz spezifische Form angenommen haben, in der ein krasser Bruch sichtbar ist, in der Bedeutungsempfindung des unmittelbaren und weitreichenderen Lebensraumes.

Ortega y Gasset setzt in diesem Gedanken dieses Menschseins in Kontrast zum natürlichen und konstruktiven Lebensbegriff:

Wir Menschen haben die Welt in Fächer eingeteilt, denn wir gehören doch zur Spezies der Klassifikatoren. Jedes Fach entspricht einer Wissenschaft, und darin eingeschlossen ist ein Haufen von Wirklichkeitssplittern, die wir im ungeheuren Steinbruch der Mutter Natur aufgeklaubt haben. In Gestalt dieser kleinen Splitterhäufchen, zwischen denen eine – bisweilen kapriziöse – Übereinstimmung besteht, besitzen wir die Trümmer des Lebens. Um zu solchem seelenlosen Besitz zu kommen, mussten wir die ursprüngliche Natur zergliedern, mussten wir sie töten.

José  Ortega y Gasset, Gesammelte Werke in vier Bänden, Band 1, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1950, S. 40.

Das Inventar und das Architektonische: die fragmentalen Splitter einer reellen Natur und der eine große einen Steinbruch, der wegen dieser Ressourcen ausgebeutet wird – diese Umschreibung Ortega y Gassets über die Tötung der Natur bezieht sich sowohl auf die Begrifflichkeiten der Art des Denkens, welches die Natur in seinem Begreifen rationalisiert, und er bezieht sich auf den materiellen Realzustand, in den die menschlichen Zivilisationen den einstigen Naturzustand versetzt haben.

Begrifflichkeit lässt sich nicht von Materialität trennen. Die Auffassung über etwas, bestimmt mein Handeln dem Gegenstand gegenüber. Im Falle des Homozentristen ist die Einstellung gegenüber der ursprünglichen Natur eine klassifizierende, das heißt der Gegenstand der Reflektion wird im Denken einer kategorischen Verallgemeinerbarkeit unterworfen, und zwar in Hinsicht auf die Funktion, die der Gegenstand für den Menschen haben soll bzw. kann.

Der homozentrisch orientierte Mensch umgibt sich mit den Splittern der Natur als Kategorien im Denken und im Handeln, er schöpft aus der Quelle des Naturhaften, wobei er die Ganzheit der Natur als störend verwirft und aus ihr eine „Halbheit“, ein „unvollkommen Sein“, einen „Unvollkommenheitszustand“ macht.

Die „Vollkommenheit“ wird im Homozentrismus erst durch die menschliche Subjektivität geschaffen, durch die begriffsgebende und gegenstandserlebende Instanz.

Die Organismen und ihr naturhafter Kontext werden zu den aufgeklaubten Splittern und so zu Objekten bestimmt, die Bestandteile des physischen und psychischen Inventars und Raumes, des durch menschliche Ideologien und Zeitgeister geschaffenen Konstrukts zu sein haben.

Aber diese Teile bleiben auch Teil des Naturhaften, und das Maß, das auf sie angewendet wird, kann auch das Maß des environmental orientierten sein – und das Maß dessen, das sich dem anderen Leben respektvoll zuwendet.

Deutlich wird die Eigenschaft des naturhaft bleibenden vor allem beim Müll, dem, was wir Menschen wegwerfen, entsorgen; der Müll wird in der einen oder anderen Form wieder „der Natur“ zurückgegeben. Die Splitter, denen das naturhaft Kontextuelle entzogen wurde, müssen einen neuen Weg der naturhaften Kontextualität finden. Diese Teile sind nicht mehr Bestandteil des menschlichen Konstrukts, der Mensch hat sie ausgespien. Er gliedert sie nur wieder ein durch Prozesse der Wiederaufbereitung, der Wiederverwendung.

Das naturhafte Außen, das dem Steinbruch gleicht, den man langsam abträgt, muss gänzlich nützlich sein und erschlossen werden.

Teile, die nicht erschlossen werden, bergen eine Gefahr dessen in sich, dass sie entweder nur – einen auf die eigene mögliche Sinnlosigkeit hinweisende – „Natur“ darstellen, oder man hat ein ihnen innewohnendes Geheimnis, einen evtl. Nutzen verpasst, oder der unerschlossene Teil ist bedrohlich, weil er das Habitat anderer Wesen darstellt: Insekten, Mikroorganismen, etc. und soll noch erforscht, erschlossen werden.

Die „Natur“ ist der Ort, an dem man seine Untaten verstecken kann. Der Ort, an dem man seinen Müll loswird, weil diese Natur durch die Scheinachtung ihr gegenüber, als „unvollständig“ deklariert werden kann. Zuhause hält man alles „in Ordnung“, denn das eigene System darf nicht aus den Fugen geraten:

Das Bedürfnis, das eigene Heim auch in anderen Umwelten zur Geltung zu bringen, ist bei Menschen sehr ausgesprochen. Während aber der Mann sich meist damit begnügt, seinem Arbeitszimmer sein eigenes Gepräge zu geben, übernimmt es die Frau, das ganze Haus mit ihrem Geist zu erfüllen, der sich in tausend Kleinigkeiten ausspricht.

Jakob von Uexküll, Niegeschaute Welten, Paul List Verlag, München, 1957, S. 22.

Über das Lebensraumverständnis des Menschen findet man wenig selbstkritisch reflektive Beschreibungen. Es scheint man könne, was den Lebensraum anbetrifft, vom Selbstgeschaffenen geistig nicht mehr zehren, man braucht das naturhafte Ganze, um weiter Stücke daraus zu extrahieren und die Stücke und den Steinbruch dann stetig für unvollkommen zu erklären, und weiter abzubauen, Ressourcen zu extrahieren.

Der Raum innen wird „rein und sauber“ von natürlichen Kontexten gehalten. Im inneren Raum herrscht eine systemhafte Ordnung.

Das Habitat der Nichtmenschen

Das Habitat der nichtmenschlichen Tiere wird als ausbeutbarer Raum betrachtet. Es wird argumentiert, dass Tiere sich sowieso nur instinkthaft in ihren Habitaten bewegen, einhergehend wird sowohl Tieren als auch deren Habitat der Eigenwert abgesprochen. Schlimmer noch „das Tier“ wird als Teil des menschlichen Habitats angesehen, und die Frage, ob „es“ einen Eigenwert hat, spielt in dem eigenen humanzentrischen System keinerlei Rolle mehr. „In dem Moment, indem ich etwas in meinem Raum einfüge, unterliegt es meinem persönlichen Souverän“, so etwa … .

Nicht das Verlangen nach wahren Gütern verdirbt den Menschen, sondern das nach falschen. Niemals würde ein Volk dadurch verdorben, dass es Getreide, Früchte, reine Luft, besseres Wasser, vollkommenere Künste, schönere Frauen, sondern weil es Gold, Edelsteine, Sklaven, Gewalt, falschen Ruf und eine ungerechte Überlegenheit haben wollte. – Joubert

Die französischen Moralisten, Band 2, Hg. F. Schalk, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1979, S. 284.

Der Mensch kann sich, folgt man Joubert, mit wahren Gütern umgeben und mit falschen. Dass man den Wunsch nach „schöneren Frauen“ als wahres Gut bezeichnen könnte, ist allerdings natürlich fraglich (und das gleiche würde ebenso für „schönere Männer“ gelten). Die Vorstellung darüber, ob ein Gut „wahr“ ist, hängt von der Auffassung über Moral und Notwendigkeit ab.

Unser Raum

Braucht man das Inventar und die Architektur als Form einer negierenden Haltung gegenüber der äußeren naturhaften Umwelt? Muss das eigene Habitat, in dem man gepflegte Subjektivität erleben will, die Objektivierbarkeit des Außen postulieren? Muss das Habitat „Außen“, das Habitat des „Sich-Unterscheidenden“, in Form von vermeintlichem Luxus beispielsweise dem „Außen“ und den „Sich-Unterscheidenden“ entrissen werden?

Der Raum den der Homozentriker sich schafft, symbolisiert > seine Grenzen nach außen über die Architektur und > seine Grenzen nach innen über das Inventar.

Der Mensch kann sich in dem Raumgefüge mehr oder weniger frei umherbewegen. Die inneren Grenzen sind gegeben durch bloße Zwangläufigkeiten, und sind ein Übel, dem man immer wieder versucht Abhilfe zu verschaffen.

Die Natur konstituiert die völlige Offenheit über die Ebene der Verbindungen: Himmel schließt an Berg an, der an das Tal anschließt, wovon alles von der Luft durchströmt wird. Die Bedeutung von Grenze verläuft im natürlich-environmentalen Kontext anders als im Raum menschlicher Gesellschaften.

Die Begrifflichkeit, die sich im Raum menschlicher Gesellschaften in Abgrenzung zum „Außen“ – als dem Naturhaften – entwickelt und bewährt hat, reicht nicht mehr dazu aus, das Menschliche in Gesamtkontext des Naturhaften zu lokalisieren. Der Mensch wird wahrgenommen und nimmt vor allem wahr, aus der Sicht seines eigenen Habitats heraus. Und die gewählte Perspektive setzt immer wieder den Menschen als Zentrum, nicht einfach als Perspektivnehmer, sondern als anvisiertes Subjekt, von Subjekt zu Subjekt.

Es scheint abwegig sich mal ein Bild darüber zu machen, wie die Welt aus Sicht eines Ökotops, in dem Sinne der Wesenhaftigkeiten solch eines organischen Gefüges, aussehen kann. Doch das scheint allein deshalb abwegig, weil wir der homozentrischen Perspektive, die Welt aus unserer selbstgestalteten Sichtluke heraus zu betrachten, eine einzigartige Bedeutsamkeit zuschreiben. Es ist nicht so sehr das Problem, dass das menschliche Subjekt das nichtmenschliche Subjekt wahrnehmen und reflektieren kann, sondern es ist das Problem der Wertung und nämlich der Geringschätzung in Hinsicht auf Einzigartigkeit. Die Welt im Kontext ihrer wesenhaften und naturhaften Beziehungen anzuschauen ist für den Homozentriker per Definition uninteressant.

Aber, so sehr wir uns selbst und der „Natur“ zu entfliehen und zu entziehen scheinen: alle unsere Konstrukte bleiben Teil einer umfassenderen Kontextualität, die unser Kalkül umreißen könnte.

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Initiationen

Dieser Textauszug stammt aus einer Sammlung von Schribselkram, den ich 1996, als ich vegan und aktive Tierrechtler*in wurde, verfasst habe. Das war auch die Zeit, in der ich mein Studium wegen chronischer Migräne abbrechen musste. “Love and Psyche” fügten sich bei Lothar und mir logischerweise parallel. Wir beide hatte traumabedingte psychische Belastungsstörungen. Wir halfen uns gegenseitig aus dem Tal heraus.

TRAUER

Ich renne nicht mehr, aber Apfelsirup führte meine Augen täglich zur Guillotine. Zum Schafott – Macht, die sich namenslos im System – den Mord voranbringt: Nicht ein Grabstein, sondern eine ( … unfreiwillige) Reliquie lockt alle Todesschreie. Aber doch in überirdischer Verblendung …

Die Horror Landschaft

Eine futuristische Stadt. “Auf der einen Seite herrschen dort die … , eine Geheimsekte die seit ca. soundsoviel Jahren existiert und diesen Teil der Stadt auf dem wir uns momentan befinden, regiert,” sagt Apfelsirup Ayermann. Ein idiotischer Name, aber er heißt tatsächlich so, warum auch immer. Apfelsirup hat eine spezielle, besondere – sagen wir mal: Fähigkeit. Er kann ein neues Paar Augen produzieren bzw. hervorbringen, nachdem, nein indem er die anderen Augen hinauswirft sozusagen. Er tut als würde er sehr leiden und gleich seine Seele, seine Wahrhaftigkeit verlieren und in dieser Art Agonie drückt er mit dem neuen Paar Augen die beiden alten Augen raus! Ich war Zeuge dieser Art absonderlichen Fähigkeit, just in dem Moment als Shi-Rin – sich gerade sozusagen als “Herrscherin” etablierte – ihre körperlichen Absonderlichkeiten ebenfalls aus so einer Art Wesenskrampf heraus produzierte. Nigel Davis hatte schon vor langer Zeit ein Buch – das nie recht verstanden oder anerkannt wurde, aber das doch auf einem wissenschaftlichen und empirischen Fundament gründete – darüber herausgebracht, also über die innere Wesensbeschaffenheit des Menschen nachdem die Seele solche Potenzen entwickelt hat, dass sie den Körper … dass der Körper eine eigene neue Art Seele-Körper Verbindung eingeht, die in der Veränderung des Körpers (als Spiegel sozusagen) resultiert. Das ist noch nicht ganz der Punkt, der Punkt ist, dass sich nicht Krankheiten, sondern metaphysische Veränderungen ergeben, die eine Krankheit darstellen. Zum Beispiel hat sich Shi-Rins Rücken enorm verhärtet, da zum einen ihre mörderische Härte im Rücken ihren (für sie permanenten) körperliche ‘Ausdruck’ findet, aber sie hat auch in ihrer Lebensgeschichte eine besondere Affinität zu Petzi-Automaten gehabt; ihr Rücken schmerzt sie weil sie fühlt als sei er ein Petzi-Automat. Ihr anderer Defekt ist tatsächlich. Sie hat einen stark deformierten Genitalbereich – ihre ganz persönliche Absonderlichkeit … Nigel Davis stellte zum Beispiel fest, dass die Menschen nicht wie man bisher annahm im Prinzip alle auf einem Grundmuster aufgebaut sind nachdem sich so der Körper entwickelt, sondern dass jeder Körper eine eigene Qualität zur Deformation hat.
Allerdings ist diese Deformation bei den Menschen, erst kürzlich richtig auf-, ausgebrochen. Ein junger Mann z.B. hatte Krämpfe, die sich in (wohlbemerkt zwanghaften) überzogenen Dehnbewegungen bei ihm ausdrückten. Shi-Rin hatte auch diese Krämpfe als man sie letztlich verbal angriff … Das ist alles ein bisschen schwierig zu beschreiben.

Zumindest erzählte mir Apfelsirup immer komische Wahrheiten, die meine Erkenntnisse enthebeln sollten oder wollten: so kam es auch zu der Geschichte mit den zwei Stadthälften in denen angeblich zwei Gruppen herrschten. Das war natürlich Quatsch, aber er vermutete er könne meinen Entschluss XX zu mögen, verhindern. XX gehörte mehr oder weniger zu einer dieser Gruppen. Es gab die Gruppen, aber keine davon herrschte über irgendetwas! im politischen Sinne …
Er hielt mich für naiv.

[ … ] Annette war mit Christopher zusammen. Er, Marine in der Global Watch Armee Nordamerikas. Sie, trainierte schon für den endlosen, ewigen Krieg – ein Krieg der als Zielsetzung die totale Zerstörung hatte, weil die Gegner absolute Gegner waren – daher ging man auch davon aus der Krieg werde der eine! ewige Krieg sein; das Ende oder der totale neue Anfang der Welt überhaupt.

Über die deutschen Autobahnen rollten die Tiertransporte – alles wurde infrastrukturmäßig bis aufs optimalste gepuscht. Das Bewusstsein ihrer (der Menschen) Existenz war bis an den Brechpunkt geklärt. Die Todesmaschinerie funktionierte: Wie, wäre nur versatzweise erklärbar.

Ich, ein asketisches, philosophisches Wesen, war nun aus unersichtlichen Gründen verstrickt in diese Todesmaschinerie, und zwar sollte ich und auch meine Familie – aber sowieso eigentlich alle, die nicht ihre Gefühle ab- und ausstellen konnten, hingerichtet werden.

Außerdem gehörte ich indirekt mit in Shi-Rins Vergangenheit. (Sie verehrte XXs Vergangenheit, sie hatte ihn, aber es war immer nicht der echte, XX konnte sie austrixen; er spielte ihr vor er denke wie sie ( … Liebe äußerte sich nach Shi-Rins Meinung in Eitelkeit) aber zum Schluss gab er ihr das Schachmatt … und die gerechte Idee war erfolgreich, … aber nicht dank seines Zuges sondern – sondern der “andere Faktor” war entscheidend.)

Shi-Rin wollte dass meine Mom mir unwissentlich Gift zu essen gab … ich überlebte obwohl ich das Gift geschluckt hatte.

Aber die Todesmaschinerie lebte weiter. Sie hatte auch beabsichtigt Mom zu ermorden – aber das interessante war, das sie immer XX als den verantwortlichen gelten ließ … , und da er mich gut kannte war das gefährlich für mich und wirkte so enttäuschend.

Es gab nur einen Faktor, den man zwar versucht hatte (enorm) mitzukalkulieren, aber der Faktor war nicht berechenbar und brachte den totalen Konflikt überhaupt! zu Sturz. Der Faktor deutet auf Gott: Gott ist der, den man als Siegeszeichen … in Dachhöhe and die Vorderfront des Hauses annagelte – Gott, Gott, nicht nur ein Hirschgeweih.

(Das Geweih ist keines. Was ist es! Doch Teil eines Ganzen. Der Tod eines Paradieswesens mahnt. Wir deuten dieses Mahnen als ein nostalgisches Anlachen für uns. Was für eine Nostalgie, die den Tod fordert.)

… über unserer “Zukunft” verharren wir – unachtsam, schweigend, lebendig aber schon lange nicht (mehr) lebend.

Im Fluß. (Ich auch zu einigen Flußdelphinen!)

Ein Fluss durchkreuzt eine 100 Meter Schwimmbahn mit rot-weißer Bahnabgrenzung aus Plastik – die kleinen aneinander aufgereihten Plastikbojen. Extrem, wie schmutzig der dreckige Fluss, indem nur Dreck schwimmt, ist. Da ist das Hutzelbrot der Ur-Urgroßeltern noch besser. Vor allem bei der Weihung des neuen Schornsteins an einem Bauernhaus mit Bauersleuten. Man weiß ja wohin deren lustige Ernsthaftigkeit führt, immer.

Im Fluss schwimmt der Dreck den wir jetzt Müll nennen. Aber beim Fest gibt es Hutzelbrot, mit geweihten Beigaben und weißer Schürze am Körperbrett das sich durch eigenen Trieb geformt hat! Enorm ich geh in dem Fluss schwimmen, wenn er doch nicht so ein Ort des Verbrechens wäre. Wie der Wald … “so schallt … ” auch der Fluss.
Ein Mann schwimmt seine Bahnen im ausladenden Sport-Tangaslip. Auf seiner Fernsehcouch wackelt dieser Mann Horizontal in dem Becken und hier greift sein ganzer Körper. Stelle ich mir vor. Sein Markierungsbedürfnis weiht das Beckenwasser mir Gewaltverbrechungen und Flussprophezeiungen. Wie immer nur ein bisschen, aber draußen wo viel ist, gibt er auch viel. “Hier ist die Retorte, draußen das Laboratorium in ‘Life, mit dabei!”

Unwahrscheinlich dass er das sagen würde. Aber so ein Mann hätte irgendwie ein Motto, ein gewaltig ekelhaftes. Wir alle haben vielleicht ein Motto, auch wenn wir noch nicht mal Bauersleute waren und die Flüsse weitesgehends immernoch durch-denken oder sie durch-denken wollen.

Die Horror Landschaft, Teil zwei: Ein Rückblick

Eine lange Geschichte über ein kleines Übel das in einem Gehirngang hakt: der Mörder kommt angeradelt. Alle Mörder radeln um den Hauptfriedhof herum. Wir sind in der – nach Apfelsirups Darstellung – geteilten Stadt. Die Experimenteure wurden aus ihren Laboratorien gelassen: Kein Schrei – nur ein innerer – zeigt die Angst der menschlichen Organismen.

Ein Haus sollte in Brand gesteckt werden (warum sie es letztendlich nicht taten, erklärt nur der unberücksichtigte Faktor der ja eingehends schon umschrieben wurde von mir). Die Tiere im Zoo sollten alle eingeschläfert werden. Eine Mutter sollte mit einem gezielten Messerstich ermordet, und sollte ins Krematorium gebracht werden. Einige Zeit zuvor zeigte man im Fernsehen live, wie ein Vater mit seinen erwachsenen Kindern im Zoo im ‘Affenkäfig’ eingesperrt war und zu Geschlechtsverkehr (mit seinen eigenen Kindern) gezwungen wurde. Man hatte furchtbare Operationen mit ihm durchgeführt gehabt: Man trennte seinen Kopf vom Körper und den Kopf seiner Mutter von ihrem Körper und hatte beide aneinandergenäht so dass sie noch lebten … dann setzte man den Kopf wieder auf den Körper. Es war ein Bild, ja, aber ein grauenhaftes. Es war die Strafe für ihr Wesen. Projektionen, die die Psyche entgleisen lassen sollten.

Es waren alles nur Bilder und Drohungen, aber das Resultat, der Effekt war Psycho-War; das war das beabsichtigte Ziel. Und es hatte funktioniert. Es gab diese Art (aber mit anderen Inhalten) von Psycho-War schon davor, die auch Ausgangspunkt für diesen schlimmsten Psycho-War waren.

Die Inhalte waren so extrem und unerwartet plötzlich da, dass man sich ihrer nicht mehr erwehren konnte und man sie auch nicht mehr zu fassen vermochte – sonst wäre es auch nicht in der Dimension eines ‘Krieges’ gewesen, dass ein paar unter Drohungen in völlige Angst versetzt worden sind. Sie, diese paar, sollten ein Exempel sein und absolute Zielfläche für Sadismus … Alle gegen einen ist schlimm … Der Knackpunkt allerdings überhaupt war der eine und ständig gleiche: Die Absicherung einer Gesellschaft und Herrschaft die auf Gewalt basiert in ihren ureigensten Wurzeln. Um so mehr sich verschont gefühlt haben von Gewalt in diesem System, umso gefährlicher wurde die Sache … der Sadismus (nicht notwendigerweise die Gewaltbereitschaft im engeren Sinne).

Das ist der zweite, der wesentliche Aspekt dieses absoluten psycho-Krieges gewesen. Es ist lächerlich das Apfelsirup etwas von geteilten Städten als Ursache erzählte. Wenn einen der Traum nicht mehr beruhigen kann, erklärt man den Windmühlen den Krieg oder so ähnlich.

“Es ist Zeit an unserem Haus zu bauen was eingerissen worden war. Die Zeit hat uns aus dem Weltall katapultiert. Das Auge sieht den Schmerz aber versteht es nicht, was die allmächtige Stimme sagt.” sagt die Prophetin ‘Spiritual Teacher’ heute zu mir.

Sensualität an einer ‘Drehtür im freien’

Beginne ab dem Moment, ab dem du dir über deine Aussage, deine ‘massage’, im klaren bist.
Bluthuster, Aderlässe, Shakespeare-Systeme, Monty Python-Räume, Indische Philosophie die den Horror vollständig absorbiert, Iranische non-existente Mediatoren, Entnationalisierung, symbolische Form von Nationalitäten.
Spirituelle Physik; die Physik der spirituellen Erfahrungswelten, Erfahrungsebenen.
Rückschlüsse auf das unmögliche.
Weiße Krankenwagen. Neue Geschichten, die auf alten basieren. Neonlichter-Physik, die eine weitere, andere spirituelle Erfahrungs-Physik zulässt. Die Bewertung spirituell-sensueller Erfahrung. Strikte Trennung von Spiritualität und Sensualität bis in die letzte Zehenspitze.
Blutspucken. Löcher in den Beinen, aus denen unter – eher psychischen – Schmerzen, das Blut rinnt; das ist bedingt durch die Beschaffenheit und Ursache der, dieser Löcher (in den Beinen) so. Der Raum des Erdbeerenfelds … Der ‘Raum’ meines Schreibens endet hier.

XX erzählte mir die Geschichte von einem Menschen der immer damit gerechnet hatte, dass sich wenn er stirbt, seine Seele aufschwingen würde. Dieser Mensch nun lag im sterben – dann später – er dachte es sei sicher dass es da – so etwas wie aufschwingen oder abheben oder irgendsoetwas geben würde – er war wohl auch nicht im speziellen religiös, aber nahm nun einmal das Schwingen der Seele oder des Geistes an – irgendwohin schwingen oder so – aber nichts geschah. Der Mensch bekam furchtbare Angst, denn nun war er auch nicht mehr sicher ob das Schwingen dann nach dem sterben erst kommen würde. Im sterben müsse man dann doch etwas ‘annäherungsweise’ merken. Vorher ist bei ihm auch nie was geschwungen. (Hatte er, der Mensch, immer etwas, ein auf-schwingen lernen unterdrückt oder was?) Nichts schwang. Er (der Mensch) rief den Arzt herbei und sagte diesem er habe so furchtbare Angst … Der Arzt beruhigte ihn mit einigen warmen Worten und einer Injektion. Der Mensch wurde ruhiger. Er dachte wenn er jetzt, genau jetzt stürbe, dann würde jeder (der ihn kennt … ) denken er sei im Geiste emporgeschwungen; aber er würde dann doch nur daliegen. Wäre es ein Ende (einfach so) oder läge er halt nur da in sich, wie und wo auch immer in sich das wäre, seien möge oder seien könne. Der Arzt sagt da könne doch gar nichts sein. Also hatte der Mensch eine furchtbare Angst, Angst vor dem Ende – er hatte doch sein Leben lang trainiert sich selbst wahrzunehmen – “ohne Ende” (=total) sich selbst wahrzunehmen. Aber wie hatte er sich als Mensch geortet? Fragte sich der Mensch (nun zum erstenmal) in dieser tiefgreifenden Bedeutung für ihn …

Eine mini-Phantasie

Über dem Level, das anzeigt, ob es schon zu heiß geworden ist. Das Eis, die Gletscher fließen hinab … :

(Das letzte mal zurück in der Horror Landschaft..) Letztendlich ist alles so gekommen wie es kommen musste.

Eine dunkle Straße. Ich erfuhr es plötzlich, dass der Psycho-War ausgebrochen war; und er konnte nur abrupt anfangen. Warum? Ich frage mich auch. Ob der Faktor da wieder eine Rolle spielt? Ich glaube nicht … höchstens soziologisch oder sozio-dynamisch gesehen, nicht aber als Ursache – die Ursache war, glaube ich, die Absehbarkeit, das der Faktor letztendlich zur Auflösung des Ganzen führte ( – führen musste). Eine “konstante” Determinante sozusagen, die den Macht-Aspekt nur enthebeln oder ad absurdum führen konnte. Das denke ich allerdings nur, weil ich ausgehe von einer humanistischen ‘Beurteilung’, Anschauung, über den Mensch als Spezies …

– Das Absurde ist übrigens nicht erklärbar nur akzeptierbar.

Der hintere Teil der Stadt (in der wir uns befanden) hatte einen Ausdruck “unbegrenzter, maschineller Arbeit” in einer Phase angenommen.

XX “herrschte” dort (vergessen Sie nicht, alles basierte auf psychologischen Suggestionen, die eine eigene Qualität hatten). Er kultivierte seinen ‘Arbeitsgedanken’ zu einem Ideal. Nein, das klingt noch zu erdig. Also so: Kurz oder einige Zeit zuvor lief ein Film in dem ein riesiger, gigantischer Metall-Apparat, ein Roboter, Leute auf einem modernen Feld, das aber aussehen sollte wie ein Feld oder Acker aus den 1950-70er Jahren, Menschen jagte und auffraß. Die Maschine war Kultfigur geworden, weil der Film sehr gut produziert war. Der Teil der Stadt nun, wo XX seine Auffassung von Arbeit als Ausdruck einer ganzen Ideologie propagierte, sollte wie ein lebendiger, (sich selbst) akkumulierender, hochstilisierter, perfekter Maschinen-Organismus wahrnehmbar sein, der optisch auf gigantischen Modellen eines technischen … Jungenspielzeuges von damals basierte … Über ständige Audio-Suggestionen und zuvor Gerüchten und Ahnungen, Spekulationen die allgemein kursierten oder so, wurde diese Stimmung als sei es so … , für einen Moment geweckt und zu einem Ideal erhoben.

Ich besprach mit XX die Rolle des Pilatus und wie man in seiner Rolle etwas weitaus anderes sehen könne – zumindest in der Funktion der Rolle des Pilatus in dem einen Buch das wir besprachen. Während dieses ‘Themenabschnittes’ kam er darauf, dass er schon immer gelernt habe technisch in erster Linie zu denken und das seine Auffassung von Arbeit auch eine ‘rein technisch motivierte’ sei. Er beklagte die völlige, unentrinnbare Isolierung in einer fortlaufend akkumulierenden Maschine, die selbst (doch immer) nur statische Maschine sei. Aber er war überzeugt den Kern seines Ur-Ichs akzeptieren zu müssen und erkannt zu haben.

Ich versuchte der Manipulierung der “ecom.psy.suggestions” auszuweichen, aber es ging nicht so ganz, weil nicht klar war was als nächste “ecom.psy.suggestion” durchgreifen würde, folgen würde …

… Phantasie ist nicht mehr als ein innerlich empfundener Prozess.

Trauer

Ist ein Brauch der in einem Grab versinkt, in das man seine Hoffnungen legt, ohne davon gesprochen zu haben, ob Utopia das Reich von Hoffnungen, geschaffen ist. Ist so ein Brauch Trauer. Zorn ist wie Schmerz wenn er vom bedrohten gefühlt wird. Trauer ist da wo die Möglichkeit nicht erfasst werden kann, weil das Grab angsteinflößender ist als die Wohnung. Am Friedhof kaufen wir Blumen um zu zeigen, dass auch wir trauern wollen. Wir weinen nicht, wenn wir den Leib eines gequälten – zumindest umgebrachten – ‘fühlenden Wesens’ essen.
Als Trauermaterial um unsere Konvention zu zelebrieren. Warum soll man um ein tiefes Grab trauern das durch einen weiteren Menschen gefüllt wird, wie der Leib der werdenden Mutter sich langsam mit Veränderungen und individueller Körpermasse anfüllt: Die Samen die einer setzte, er setzt seine nächsten Genverwandten nun in den fruchtbaren Boden, aber hofft (diesmal) nicht zu ernten: Wenn ein Korn auf dem Grab wüchse … Er füttert den Leib seiner Ackerboden-Gattin allein mit dem Asche gedüngten nun auch (wieder) mit Blut gedüngten, weiß man doch!
Was für eine Trauer empfindet die Gemeinde wenn sie um eines ihrer Mitglieder trauert. Ist es als hätten sie etwas das fast so wichtig wie ein eigenes Organ ist, verloren.
Wenn man den Kopf heilt (von Schmerzen) schneidet man ihn vorher ab?

Resumé

XX brach zusammen – er weinte. Nichts außer der Hoffnung dass ein Mensch sich verändern würde erbrachte ihm diesen Zusammenbruch und diese Tränen.

Er sah ein Bild das ihm die Antwort auf seine einzige Frage darstellte: Ein prophetisches Wesen das kein Mensch war, aber ein Tier – wurde mit einer Elektro-Zange gelähmt und dessen Körper wurde an einen Haken gehängt den man in dessen Fleisch rammte. Die Unterdrücker schienen das Tier zu fragen: Nun sag uns, was war dein Gott und was war dein Sinn … Vor ihnen lag die Welt. Die Unterdrücker sagten zu dem Tier: “Hier hast du deine Welt und nun kannst du sie haben.”

Aber der Mensch geht zu einer Tür von der man ihm erzählt hatte man müsse dort (nur) klopfen und um Einlass fragen … Aber dort war nichts außer einer hölzernen Tür.

Das Bild lebte weiter: Man zersägte den Körper des prophetischen Wesens.

Es pulsierte, blutend, den Schmerz wie in einem Meer versinkend; Hölle schaffend. Die Bestimmung für die unterdrückenden Menschen begann und sie erfüllt sich in den Bildern in der Psyche des Unterdrückenden – der seine Blicke von der Sonne fernhalten muss um nicht zu sprechen. XX fühlte so, ausschließlich Verantwortung. Er musste den anderen Menschen nicht mehr finden um zu handeln.

Ein Requiem über die Sonne

Im Graben erhellicht Ihre Sehnsucht die des nicht-seienden scheint mir.
Kein Fluch laßt Ihr sich an euren Untaten versündigen, scheint es. Ihr ließet nach Gold graben. Ihr wiederholt die Aussage (die jemand,
die ihr kritisieren wollt sagt) – wie ein Echo, aber versteht die Aussage nicht. Ihr fragt aber was soll das heißen. Nur das Echo erklärt
ja noch längst nichts.
Wir aber stehen am Anfang, immer und endlos. Obwohl wir doch
schon viel älter sind als manch einer von Ihnen vermutete.
Ich aber bin alt und weise und ein grauer Bart hängt von meinen
Schläfen herab. Ich wiederhole nichts; ich sage es nur.
Und Sie meine Feinde, wird nie ‘etmand‘ zu leide tuen.
Die Nachtigall ‘stert‘ in den ‘Stehnen‘, für euch – für mich aber
gibt es nicht mal eine romantischste Verbindung zwischen
Nachtigall und nicht-sein.
Eure Sehnsucht erhellicht im Graben die des Nicht-Seienden. Aber
die Sterne leuchten zu Ihrer Stirn.
Mein Eisen fällt und dort wo es fällt gibt es kein entrinnen
mehr. Ich stelle mich auf den Kopf, mache Handstand aber
nichts, nichts bleibt mir außer der Hürde, das Eisen, das meinen
Kopf zerschlägt weil es von mir nichts weiß.
Ihr Herz lebt nicht in Blumen … Unser Rufen ist unverständlich,
euer Rufen triumphiert über das Echo das ihr hörtet und
wiedergabt. Hörtet ihr auch wie das Eisen fiel, wie der Stern sein
Licht bis zu uns warf. Die Nachtigallen sind auch hier!

‘BLIMEY’

Bitte schwierig; ich denke nicht, ich fühle! Ich denke nicht ich fühle.
Worüber denkt man nach wenn man überhaupt nicht denkt. Ich zum Beispiel schreibe und spreche ohne zu denken. Ich fühle nur. Ausschließlich und denke nicht – scheine höchstens falsch zu denken und meinen Irrtümern in dem Zusammenhang zu erliegen. Elli Fränt ist meine Meisterin, hinter ihr kann ich mich als nicht denkender verstecken. Und ich bin dankbar dafür – wie auch immer.

Mein Denken hat sich oft nicht bewährt, weil es nie, wenn es drauf ankommt, als solches erkannt wird. (Außerdem – wieviele haben schon die Verschwörungstheorie in tränennassen Nächten und Tagen im eigenen Haus gewittert. Man geht nach draußen und alles scheint friedlich, bis auf den Verkehr also scheint alles normal, aggressiv, politisiert. Ja, dein Freund geht arbeiten Ellie Fränt, in der Fabrik nicht aber wir geben zu; fabriziert wird ja trotzdem.)

‘Blimey’

“Sie polemisieren ständig!” Es gibt Leute die haben sich hoch entwickelt in psycho-rhetorischen Entwaffnungsstrategien, die allerdings auch am Unverständnis des zu entwaffnenden Polemisierenden, der Naivität und Authentizität scheitern können, warum auch immer.

Ein Rhetorik-Entwaffnungsstratege schuf sich als Motiv: ‘Die vegetarische Mafia’:

… Aber er hat nur meine Blume durch die ich gesprochen hatte ergriffen, voller Lust, als sei sie eine Art Spielmobil.
Er fuhr davon. “Hui.” Allerdings glaube ich, ich verstehe immernochnicht warum er irgendwie auf Mord zurückgreift. (In seinen Gedanken scheint immer der Mord, Mord im Business zu sein.) Aber das Spielmobil fährt immer wieder mit ihm weg. In seinen Gedanken scheint immer wieder Draufhauen irgendeine Rolle zu spielen. Er fährt auf einem (einseitigen) Missverständnis, dass bei ihm zu einer neuen Hypothese führt, oder so?

Ein Moment

Man ärgert sich über etwas und fasst es eventuell in einer abstrahierten Form zusammen. Man löst seinen Ärger über jenes Etwas, indem man erkennt, dass die Faktoren ihre eigene Arbeit leisten.

Man lässt es aus sich herausfließen – den Ärger – und vermutet, dass die eigene Basis beim hinausfließen mit hinausgeschwemmt wird. Ein Schwebekörperchen so.

Man gibt auf. Man abstrahiert die Form des Ärgers zu einer Art Text. Ein Sandförmchen und der Sand hängt wie in alten Zeiten zwischen Fingernagel und Kuppe.

Man kuppelt sich ab vom Ärger indem man in der Absurdität bewusst ausweicht und schon löst sich der Nagel vom Finger, den man mit seiner Rechten, seinem letzten Paar Hufen, fest umklammert. Man beginnt von neuem und einige Phrasen verdreschen den armen Kopf der in einer Gasse im Berlin der zwanziger oder (sogar) dreißiger liegengeblieben ist.

Ein Hunza Sprichwort sagt, die Jagd ist die Betätigung des Meisters der Jagd, die einem den eigenen Kopf streitig machen will oder so ähnlich. Wir halten nun alle mal ganz fest an unseren absurdesten Heldinnen und beugen uns ihrer Kritik bevor wir den Fingernagel endlich hinunterschlucken.

Ein Bildschirm im Dunkel

Die Musik setzt ein. Wir setzen uns wie immer zu zweit vor den Fernseher und sein Raum (des anderen menschlichen Wesens) existiert in einiger Vergangenheit, die sich selbst Gegenwart nennt oder – und – sich auch ein wenig selbst als Gegenwart abzeichnet. Ich folge dem Mädchen auf dem Bildschirm mit meinen Blicken, die von dem Ausschnitt den ich wahrnehme überzeugt sind und das Leuchten spiegeln, nur spiegeln sonst nichts.

Meine Arme suchen ihre Hände – die kurz vor dem ‘Kreislaufflash’ des anderen Herz behorchen könnten. Aber sie möchten nicht mehr den Körper des Anderen wie ein Instrument spielen, die Hände, die angeblich nur an den Armen hängen – einfach. Meine Hände werden entweder zum Teil einer von innen her mechanischen Maschine – und von außen her elektronischen Maschine. Mehr nicht. Also überlege ich nochmals was mit meinen Händen war.

AHIMSA

Ich sehe eine Werbung … die ist … !

Eine Werbung die formal für sich selbst wirbt; inhaltlich hält sie sich eher zurück und konzentriert sich vor allem auf eine eher ‘anti-plakative’ Wirksamkeit (und begibt sich ins Gegenteil ihrer eigenen Existenzbegründung und vielleicht sogar Existenzberechtigung). Die Aussagen sind dadurch indirekt übersetzbar. Die Fleischindustrie fällt beim Werben allerdings auf, da sie sich immer einer sehr plakativen Machart bedient, da wo sie mit eine “entscheidende Rolle” spielt: Sie hat keine Subtilitäten, außer im Moment über das Vehikel der sogenannten “Öko-Welle” (die allerdings in diesem Zusammenhang auch eine Sackgasse darstellt).

Kognitive Kräfte, nein, eine Denk-Akrobatik im hyper-gigantischen Menschen-Auslaufgehege für makrobiotische Lebensgemeinschaften
Nein … ich esse schon lange nicht mehr – nur makrobiotisch – nur Sachen, das was du nicht magst. Also – ich esse – Körner.

Nein … ich identifiziere mich nicht mit den Graupapageien seitdem ich in Kenia lebe – obwohl ich sie bewundere.

Nein … ich glaube dir nicht wenn du sagst du ißt auch nur makrobiotisch.

Nein … ich mache niemals Witze über dich.

Nein … wir essen hier auch nicht heimlich Menschen, nur makrobiotische Körner …

Nein … ich glaube dir nicht wenn du sagst du kennst das Green Belt Movement hier.

Ich glaube das alle die Natur (letztendlich) auf kontemplative Weise lieben. Also um ihrer selbst willen.

Der Mensch

Man muss den Menschen in einem neuen Licht sehen; sein wahres Gesicht. Der Mensch ist egoistisch und ist auf seinen Egoismus absolut stolz. Ich glaube dass die Menschheit sich zunehmends verändern wird (zu einer verantwortungsbewussteren Spezies, die Verantwortung in erster Linie für ihre Mitgeschöpfe trägt … ). Der Mensch benutzte die Möglichkeit, von seinen negativen Eigenschaften Gebrauch zu machen … das kann und tut er auch immernoch, aber er kann auch seine positiven Eigenschaften entwickeln … Wenn er das nicht tut, wird er letztendlich seine eigene Spezies – wenn auch zuletzt – zerstören. (2021, dies ist eigentlich eine Binsenweisheit, wird aber auch nicht jedem individuellen Menschen, als Einzelnes, gerecht!)

Ahimsa

Gibt es ein nicht Negation, nicht ja 2 3 4. Bilder sind belegte Brote, zählen zahlen Löffelwurm im Messinggraben 3 4.
Gibt es einen Löffelworm, dot dot dot dot. Löffelwurm frisst Messinggabel. Messingwurm wird abgetragen.
Gibt es einen abgesegten Turm dot dot dot. Messingturm im Messelgraben. Löffelwurm wird abgetragen.
Gibt es einen abgesegten Turm dot dot dot. Mösselgrub im Töffelgarden. Messingrup im Löffelgraben.
Gibt es eine abgesegten Turm?

Globalisierung

Artgerecht ist allerdings nicht gerecht: Was tierisch und was menschlich ist? diese Frage wird – mit dem Hintergedanken darauf was ‘artgerecht’ ist – nur in Kategorien, die von einer anthropozentrischen Kultur definiert werden, zur Legitimierung der Tiertötung gestellt ( … im engsten, aber verheerendsten Sinne). Eine Frage nach einer biologischen Notwendigkeit sollte ihre Antwort in der Realität eines/des fühlenden Lebewesens (das Individuum ist!) finden.

(Sonderbar genug: [stell dir vor] – du hast dein sorgfältig gebautes Konstrukt, deine Konstruktionen verloren. Du siehst jemanden und findest dass er/sie keine verlockenden/verführenden ‘Vibrations’ hat.)

Der Mann, die Frau

Ich glaube das Thema ist für mich im Moment zum größten Teil eher abgeschlossen.

SPRECHEN WOLLTE

‘Vor allem nach dem Essen (Spargel, Kartoffeln und Möhrensoße) wollte ich niemals mit dir sprechen bevor du nicht angelangt warst.
Ich weiß immernochnicht worüber wir dachten, als wir dachten [2 x X + b = 9 … ] und uns immernochnicht im klaren darüber waren, wie “gesteltzt doch der Seeteich” ist.’ (2021 liest sich dies wie die Sprache eines demenziell veränderten Menschen – warum diese anarchische gezwungene Sprech- oder Schreibweise?)

‘An mir hätte es nicht gehangen und wenn nicht an mir, an wem sonst. Ich hätte dich nicht gehen lassen sollen bevor du mir nicht klargemacht hättest was würde, wenn ich nicht geschehen wäre. Aber warum? Ich sage es zu dir, dass ich niemals mit dir sprach noch sprechen wollte.’

Die Spanierin, das spanisch anmutende im Laub (zu Herbsten!)

Gestern bei der Arbeit kam eine Frau bei uns ins Büro, sie hieß Matischa Mierkolek was irgendwie wie ‘miercoles’ klang, aber sie war eine wunderschöne Frau: lange blonde Beine, strahlende Aura – echt toll. Gestern bei der Arbeit ging es mir schlecht, als ich dabei zusah wie niemand sprach oder gestikulierte und keinen Ton, kein Summen von sich gab. Nur das Vibrieren der Eisenbahnen, das Räuspern der Mägen hinter dem vorderen oder hinteren Knopf was für eines Stoffes. Nur das Räuspern neben den Bäumen als ich auf den Bus warte, gestern nach der Arbeit, im Herbstlaub stehend, mich bewegend auf das rote Tor zu. Unser Inneres ist nach außen gekehrt, aber wir haben auch kein Äußeres.

Lucy und Cato erzählen mir …

Subjekt: 1996

Das es kein Mord für Sie ist, wenn ein Tier umbracht wird, ist mir klar
Du sagst Veganer*innen seien auch keine besseren Menschen, aber das ein fleischessender Mensch deswegen fleischessender Mensch ist, weil er sich von ermordeten Tieren ernährt, stellt für dich kein Kriterium dar, anhand dessen du ein besser sein oder relativ schlechter sein, bewerten würdest.

Subjekt: 1996

Ich weiß du empfindest es als Belästigung wenn ich mich bemühe dir meinen Standpunkt klarzumachen, aber du vergisst immer wieder, dass es nicht einfach um meinen Standpunkt geht, den ich mir so nach Gutdünken auswähle, sondern dass es um die Betroffenheit von dritten hierbei geht. Auch wenn dich die Betroffenheit dieser dritten nicht vorrangig interessiert.

Subjekt: 1996

Du bemisst den Wert eines Menschlichen Lebens mit anderen Maßstäben, nicht mit den Maßstäben mit denen du den Wert eines Tierlebens bemisst. Das ist für dich vielleicht selbstverständlich, für mich ist es aber selbstverständlich nach anderen Kriterien zu beurteilen. Mord und Ungerechtigkeit an einem Menschen findest du im Verhältnis zu Mord und Unrecht an einem Tier, schwerwiegender und schlimmer. Für mich ist es tausendmal schlimmer wenn ein Tier ermordet wird!

 

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Irgendetwas Kranksein

Menschen mit ihren Gesinnungs-Clustern

Ich hab keine Lust mehr, ich bin total frustriert, es ist eigentlich sinnlos das irgendjemandem zu schreiben. Vor dem ganz banalen Rassismus kann man sich nicht schützen. Ständig die Vorurteile, ständig Abwertung und das alles im Rahmen einer Gesellschaft und von Gesellschaften die sowieso nur geistigen sowie materiellen Konsum und soziale Herrschaftsmodelle als Ideal praktizieren und/oder anstreben.

Ich weiß noch nicht mal ob es wirklich Rassismus ist, oder ob es einfach das nicht normal sein ist, irgendein von irgendwelchen Normen abweichen. Es scheint eher sowas zu sein, denn ich mache die Erfahrung in allen Völkern unter allen Leuten.

Ich kann auf diese Menschen verzichten. Es ist ein dummes soziales Ausgrenzungsspiel. Sollen die Leute es doch spielen.

Ich bin auf meinem Weg dabei für eine Tierrechtsethik zu kämpfen. Dieses ganze menschliche Gedöns, von Menschen, die sich mit solch einem gehässigsten Mist aufhalten. Diese Individuals wollen sich wohl kaum ernsthaft um ein weiterkommen bemühen, denn sie wollen zu sehr einfach nur besser sein, die Gewinner sein … bitteschön. Ich kann auf das, was es da zu gewinnen gibt gerne verzichten. Ich will das alles von Anfang an überhaupt nicht.

Meine “eigene enge Verwandte” und deren Leute verabscheuen mich – und die sind ethnisch alles mögliche … die völkisch orientierten Leute halten sich an klare rassische Zugehörigkeiten … der eine Hass relativiert den anderen Hass. Ich bin überall wo ich bin nicht dazugehörig.

Deswegen suche ich nach Individuen die nicht zu irgendwelchen dieser Cluster zählen wollen. Ich könnte mir vorstellen, dass es diese auch unter Menschen geben sollte. Es gibt bestimmt Menschen, die auch merken, dass man sowieso unter “Menschen” immer fehl am Platz ist. Menschsein ist jedoch nicht immer nur zu einem Cluster zu gehören wollen. Es kann auch etwas anderes sein.

Ich treffe viele Menschen, die total einsam sind, die aber trotzdem eine Clustergesinnug haben. Sie sind einsam und trotzdem entschiedenermaßen geistiger oder gesinnungsmäßiger Teil irgendwelcher Cluster.

Wenn man nicht Teil eines Gesinnungsclustergebildes ist, heißt das noch lange nicht, dass man das vermisst. Man wird von Menschen einem anderen Cluster oder einer anderen Gruppe – im Fall von Diskriminierung – zugeordnet. Dabei gehört man dazu auch nicht unbedingt.

Vielleicht kann auch das kränkend sein. Jeder hat wahrscheinlich andere Gründe, die für ihn/sie an Dsikriminierung kränkend sind. Das schlimme ist im Wesentlichen natürlich einfach der Umstand, dass die diskriminierende Gruppe oder das diskriminierende Individuum sich hierarchisch über einem ansiedelt mittels Abwertung.

Schwer ist es wirklich sich außerhalb der Hierarchien von Knechten und Herren zu bewegen. Ich kann mich diskriminiert fühlen, weil ich wirklich dazugehören will, oder weil ich diese ganze Setting für problematisch halte.

Die Diskriminierenden wollen von ihrem selbst erschaffenen Privilegien nicht ablassen. Wir bewegen uns mit zahllosen Menschen aber eines Tages auch im Nicht-Räumlichen, dann gibt es kein Terrain mehr das wir beherrschen können.

Erstmal Ende.

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Denksperren beseitigen Geschichtliches

Different backgrounds and foregrounds

I think consumerism is a core problem, I found this passage by Walter Mignolo, which is interesting and inspiring. Mignolo is a very informed and critical writer focussing on decolonialism. I would hope more people would read critical thoughts such as his …

From: Walter Mignolo, The Darker Side of Western Modernity, 2011 “… the decolonial option, place[s] human lives and life in general first, rather than advocating for the ‘transformation of the disciplines:’

Now I jump to another aspect of cultural diversity: traditional belief systems …

Different backgrounds in terms of what we perceive as culture per se in the long run …

We talk about cultural diversity, yet how much do we know about the existence, the histories and the narratives of so called heathens in asia, the americas and the global south? We basically rely on stories of centralized pasts. #worldviews #hegemony #histories

I tweeted this today.

This kind of ideas are the type of thoughts I hesitate to talk about. Yet since these cultural type of issues do touch issues concerning animality and of course the questions of worldviews anyone holds, majoritys, minorities, group dynamics, I can’t really avoid the sujbect, even if it is worrysome to step into the giant arena of arguments and fights over human “collective” existence like human existance in its whole. Even if you talk about your subjective stances you automatically touch these issues where the entitiy of humanness blends into the inner thoughts you’d like to express to likemindeds or just the the world “outside of you” … .

We all can’t chose to live with each other, we just do happen to live with each other. What frustrates me is that I have been affected by what I consider to be part racism part ethnocentrism in the past and how I can only narrowly discuss this topic from my point of experience and view today. Now it seems that again majority groups look at how they might find again an advantages of applying their majority views over courses of history. And suddenly racism is a problem of the past, when in reality you not only get a lot of cosmetic diversity, but also questions of oppressive contexts are not seen in broaded contexts where hicharchies can be toppled in far more groundbreaking ways than only by privileged people finally admitting and throwing ashes on their heads: like “we have sinned”. It’s not all that easy.

I come from a background where my middle eastern family from iran, [my grandma’s family originally came from Lebanon and where avid Shia “missionaries/activists” – her dad was a well-known Ayatollah and he disinherited my Grandma when she fell of the religion] were oursiders. In Iran the relevant factor being was that you belong to a religion, and to which kind of religion you would belong and what standing that religion held in society. This is logical for a nation in which religion still equalled the recent hundereds of years of hegemonical might, and the people never stepped out or could step out of these structures. Various reasons from inside and outside the culture probably must have played a role for this politically stagnant condition. But it’s a shame when today still this history continues in slightly altered ways – with religion being a form, in which people shape their will to form a society with, let’s say. Not saying what kind of society, society isn’t automatically something really social. Society is for a big part also a very tragic burden.

My German, European side of the family are or have been outsiders in other ways. I am not sure if I would want to speak about this at this time. The pressure in this society on your psyche weighs heavy and disclosing areas of differing from the “normal” people, that always look so “strebend nach Gelcihgeschaltetheit” – as if they were stiving all to be on the very same level at the very same points – is something I don’t like to expose so much. Yet I want to say that outsiderism plays a huge role for me and in my family. And that I personally see it as something fruitful and helpful.

Funny is also how within the family some parts vehemently chose to flee the outsiderish aspects and went back into the adapted collectivist crowds.

Anyway: coming from a background that had and has to deal with a lot of the aspects and faces of mechanisms applied by majority groups in society, I am rather critical of anti-oppression steps taken by the majorities that normally seek to always hold the upper hand on histories stories and interpretations.

I am trying to keep writing my own story

Some people say being an individual was a westernized concept. I think thinking that any phenomenon bases on concepts is kind of westernized, and being “an individual” is just a verbal vehicle you can use to describe the phenomenon of being your “self”.

I would like to talk about pathes of independent worldviews in families and cultural constutuents human, animal or plant. The contextuality is what I find interesting, that because of the contextualities, we might hold closer existential experiences with “distant species” than with the human collective, while at the same time we appreciate the human group as a space to seek for pacifist co-existence with, too.

Ok, these are just ramblings and I partly didn’t get to some cirtical points I initually wanted to make. Yet this pojnt about culture and views on animality and plants is crucial and I am happy to express honsestly how much it is tied into my being the “human self” that I am. I am sure some people would disbelieve me, just because their worldview was different.

 

Categories
Alltagsspeziesismus

Genderroles, motherhood, instictuality


Genderroles, animal sociology and „instincts“
We want to liberate from gender roles for human parenting, yet we assume that nh-animals only lapsed with seahorses, earthworms, kiwis, etc. and their genders and procreational evolution.
What exactly are “motherly instincts”, and what are “fatherly instincts”? Do we even see fathers in the prisoned life nh-animals are stuck in by us? How do we know what would be the typical behaviour for nh-animal families and their social networks in their own chosen contexts?

Motherhood and speciesism

Defining Nonhumans as ‘INSTICNTUAL’ is species-derogative and biologistic …
Please quit reducing nonhuman motherhood to “maternal instincts”.


Mutual interfaces against the narrow views of anthropocentrism …
Instead of shrinking everything about nonhuman animals to “instinctuality”: I can represent nonhumans by discarding speciesist ascriptions, and frame them with liberated / autonomous perspectives, as mutual interfaces.

Again, more in English