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Allgemein Denksperren beseitigen

Hin und her

Das ist auch ein psychologisches Experiment im Sinne der Mad Studies – traumatisierende Faktoren und Personen identifizieren und outen. Siehe dazu meinen Blog: https://simorgh.de/disablismus/

Ich hatte mich vormals schonmal etwas hilflos zu einer bestimmten Situation geäußert, der ich mich gerne entziehen wollte: https://simorgh.de/biografie/70ies-goth/

Es ging darum, wie andere sich über einen persönlichen Kontakt zu einem anderen Individuum Zugang auf dessen Privat- und Intimsphäre verschaffen um dieses Individuum dann zu dekonstruieren – man kann das auch mit in die Ecke ‘Gaslighting’ hineinpacken denke ich. Als ich den kurzen Text oben geschrieben habe, war ich noch etwas unsicherer als jetzt darüber, was ich da eigentlich erlebe, wie merkwürdig manche Personen im zwischenmenschlichen Bereich navigieren, um sich selbst in ihren persönlichen Anschauungen zu bestätigen als “recht-habend” und “alles im Griff habend” und auch ein wenig um sich als “überlegen” zu erleben und nach außen zu positionieren.

Ich hatte versucht mit der Person um die es ging eine pazifistische Lösung zu finden, aber dadurch wurde die Situation noch vertrackter. Die Person hatte anscheinend den Eindruck, dass mein Wunsch nach sozialem Frieden einer Art Schwäche gleichkommt und nun stehe ich wieder vor dem gleichen Haufen Scherben wie vor einigen Monaten.

Ich habe jetzt mal eine Liste gemacht mit Dingen, die ich an der Person negativ finde. Da die Person gesagt hat, sie würde alles was sie auf meinen Seiten findet für sich sammeln, dachte ich so eine Liste könnte die Sammlung gut ergänzen – zumal sich das Ganze auf den Sammelnden selbst bezieht ist das mal was neuen für den Betroffenen, der Anlass dieses für ihn sammelbaren Eintrags ist:

  • In 30 Jahren indirekter Bekanntschaft ist mir aufgefallen, dass – ich kürze ihn hier der Anonymisierung halber mit P. ab – P. sich auf das Optische beziehende bewertende Unterscheidungen zwischen “fremdrassisch” wirkenden und seinen Vorstellungen von “nordisch” macht. Er versucht seine völkisch anmutenden Bewertungen aber immer wieder zu kaschieren und zu verschleiern. Diese Kombination nervt und ist menschlich abstoßend. Es ist einfacher, wenn Leute, die voll solcher Vorurteile stecken, das zumindest offen zugeben.
  • P. behandelt einen aufgrund eines ethnischen “Mischlingsstatuses” (wenn er bei einem vorliegt) grundsätzlich als Außenseiter. Seine eigene Nichte sieht sehr “ausländisch” aus. Aber ihre Papiere geben keinen Hinweis darüber, woher das kommen könnte und somit ist P. – und weil die Nichte aus der eigenen Familie stammt – da “ganz beruhigt”. Er würde diesen Hinweis überhaupt nicht zulassen, spricht aber von “Lookism”, ist sich gewahr über Rassismus, aber nichts hilft. Trotz aller Informiertheit hält er an seinem verquarksten Wertesystem der Äußerlichkeiten fest wie sonst was.
  • Er suggeriert immer, dass bei seiner Familie alles normaler, richtiger, ordentlicher, besser usw. sei. Ich finde das gar nicht. Ein ganz großer Abwertungsfaktor ist für ihn, dass ich psychische Probleme, verursacht durch ein posttraumatisches Erlebnis habe (der Täter, der dies verursachte, wurde von der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes angeklagt und umgehend nach der Tat in die forensische Psychiatrie Hadamar eingewiesen). Ich habe P. kennengelernt beinahe genau an dem Tag, an dem die Tat begangen wurde. P. hatte sich mit meiner Schwester befreundet. Er behauptete damals umgehend, er hätte mich eingeschätzt als dass ich “Borderline” haben könnte, in dem Moment, in dem er mich das erste Mal gesehen habe. Bald darauf “diagnostizierte” er mir “Schizophrenie” – er habe sich ein wenig bei Freud kundig gemacht (mein behandelnder Psychiater damals regte sich total über so einen Laienmist auf, sagte sowas sei gefährlich und empfahl mir Abstand zu solchen Menschen zu halten).
  • P. bewundert seinen Freund der folgende Lebensinhalte hat: Fleischfressen und das als Genuss und Foodsnobismus auszugeben, Speziesismus (zeigt sich in Affiliationen und seiner Kunst, die er Hobbymäßig produziert), Prahlen, Konsumgüter, vorzugeben Lokalpatriot zu sein ohne sich sozial auf Bürgerrechtsebene für aktuell wichtige Belange zu engagieren, auf der Ebene von “wir sind doch alle geflissentliche Hedonisten” als kleinster gemeinsamer Nenner und idealisierter Lebensstil, macht auf Insider als “Lokalpatriot”, vermittelt dadurch es gäbe hier ein “draußen” und “drinnen” – was ich für äußerst kontraproduktiv u.ä. halte. Der Freund hat auf seinem Youtube-Kanal eine Video stehen, bei dem er vor allem ausländische Touristen ohne deren Zustimmung filmt. Im nächsten Video macht er “künstlerische” Witze über Fleischfresserei und Tiermord. Ist befreundet mit “Iitsch”-Szene, schätzungsweise Bewunderer. Macht wie bereits gesagt auf “Insider”. Betreibt vermutlich mit P. Psychoterror als “Kunst” und “Sozialstudie” (sprich das Gaslighting, das P. mit uns über Jahre betrieben hat, teilte P. mit seinem Freund zu Unterhaltungszwecken. Man merkt diese Konstellation anhand derer Outputs inhaltlich und der Interaktion in der Bezogenheit auf Inhalte auf ihren Accounts auf sozialen Netzwerken, die P. vehement versucht hat zu verschweigen/verschleiern … auf Twitter und Youtube sind sie zum Teil aber leicht identifizierbar.
  • Lügt notorisch; ist nicht in der Lage soziale Verantwortung zu übernehmen, vermischt Lüge und Wahrheit.
  • Ist Misogynist (benötigt das Beweise?)
  • Ist Zyniker (benötigt das auch Beweise?)
  • Geht unreflektiert mit eigenem äußeren Verfall und Sterblichkeit bei sich und in seinen Kreisen um, versäumt daher eigene Relativität wahrzunehmen wie es scheint
  • Anekdotischer Einschub: Sieht nicht wie isoliert ein eigener älterer naher Verwandter von ihm gewesen ist, gibt vor betreffende Person sei zufrieden gewesen, da in eigener Familie alles bestens läuft. Älterer Verwandter produzierte laufend künstlerische Arbeiten, von denen der Verwandte mehrmals einige Exemplare meiner Schwester schenkte, die als Wunsch nach Aufmerksamkeit zu lesen waren und die inhaltlich trostlos von Material, Farbe und Motiven wirkten. Wenn älterer Verwandter bei P. und dessen Mutter anrief (die zu dem Zeitpunkt zusammen lebten), was er regelmäßig tat, plauderte man freundlich, Verwandter gab häufig Geldgeschenke, alles blieb an der Oberfläche, Verbleib an Oberfläche sei angeblich Zeichen von Kultiviertheit. (P. würde das bestimmt wieder dem Slogan “nordischbynature” [Stammt von einer Band die mich durch genau solche Slogans nicht ansprechen könnte] gedanklich als Hashtag zuführen können. P. nutzt diesen Hashtag dankbar …)
  • Teilt Menschen in “Gewinner” und “Verlierer” ein, anhand von Kriterien wie Beliebtheit, Erfolg, Geld, Anerkennung, Zugehörigkeit; nennt solche vermeintlichen “Gewinner” “Glückskinder”
  • Liebt den Sexismus der Sex Pistols, bewundert deren Werdegang, idolisiert und idealisiert Sänger als “Glückskind” (reiche Ehe, Image, Ideologie)
  • Bewundert Promis der Kulturszene, die als erfolgreich gelten
  • Operiert mit Tendenzen zu “Verachtung” und “Hinterlist” als Interatkions-Modi
  • P. stalkt in emotional inhaltlich grausamer und sadistischer Weise. Merkwürdiges Hobby. Erwartet Nachweis während er anonymisiert trollt.
  • Arbeitet mit dem Bedürfnis des anderen nach zwischenmenschlichem Frieden. Man versucht P.s Gunst zu erlangen, damit man der Abwertung entgeht, der man sich aus der Konstellation heraus nicht entziehen kann (konnte).
  • Missbrauchte Freundschaft zu meiner Schwester in einer Form von Lebensgemeinschaft
  • Lebt mit einer Verachtung von “übergeordnet geteilten Realitäten”. Seine eigene oberste Wahrheit ist, so scheint es, immer die des Wunsches nach Männerbündeleien.
  • Erfüllt Männerbündeleien anscheinend in der Regel in “dienender” Form und indem er sich durch Lüge und Hinterlistigkeit Zugang zur Solidarität Andersdenkender erschleicht, auch um deren Vertrauen dann zu missbrauchen als “Mobbing-Opfer” für angepasste Klüngel-Konstellationen. Heftet sich dabei an größere Ideologien.
  • Behindertenrechte kann man mit ihm nicht diskutieren – schweigt sich darüber aus
  • Switcht Positionen in geschriebenen Texten je nach vermutetem Leser – starke Unterscheidung in Kommunikation was Haltungsfragen anbetrifft je nach Zweck und Bedarf
  • Arbeitet immer mit Höflichkeit, Schmeicheleien > übertrieben. Lob wechselt schnell zu Geringschätzung und gezielten Provokationssticheleien
  • Idealisiert seine Familie über alle Maßen. Sein Neffe sieht in als isoliert. Schwester potenziell Problem da sie gemeinsam mit ihrem Mann auch Ansprüche auf mit P. geteiltes Haus stellt.
  • Lügt einem mitten ins Gesicht: Sein Twitter-Account hat ihn unfreiwillig geoutet wegen dortiger Vernetzung mit seinem Freund und deren sozialem “Milieu”. Erwartet dass Identität in anonymen sozialen Netzwerken ihm nachgewiesen werden müssten um beweisbar zu sein – was in Zeiten des Netzes nur als Provo-Vorschlag gewertet werden kann. Hat keinerlei Scham.
  • Erwähnte, dass er alle meine Online-Inhalte sammle
  • Randnotiz zum erweiterten Profil: Schwester hat bei FB kaum deutsche (Schul-) Freunde, posiert stark aus Twitter, auf FB ist Verwandtschaft ihres Ehepartners nicht mit ihr aber mit Sohn verbunden. Schwester lebt im europäischen Ausland.
  • Er zeigt sich nicht offen mit Aktivitäten, bleibt in zweiter Reihe, macht auf privat, unterstützt hedonistische Ignoranz, ist nicht progressiv, Verrät ein Thema nach dem Anderen
  • Ist, als studierter Dipl. Soziologe, soziologisch nicht upgedated und scheint mir rückständig
  • … “bin gespannt wie es weiter geht”, war seine Äußerung darauf, dass ich mich als Genderneutral und eher als “he/him” definiere. Ich schrieb das um mich abzugrenzen, nachdem er meinen Partner auf seine miese und fiese Art “veräppelt und gemobbt” hatte. Er schafft absolut schwachsinnige Anekdoten, die man überhaupt nicht weiter erzählen will, weil sie sozial so erbärmlich sind. Wenn man sich bei ihm meldete betonte er immer überschwänglich wie sehr er sich doch freue. Auch äußerte mal er habe doch keine anderen Freunde. Tat so, als wolle er die Freundschaft mit uns.

Ich will abschließend nur sagen, ich finde das beschämenswert. Ich hatte in der älteren Generation immer gute nette Menschen, denen ich in meinem Leben in Hessen begegnet bin. Was ich in meiner eigenen Generation erlebe und erlebt habe ist wirklich bedauerlich und ich erhebe daher auch weiterhin meine Vorwürfe im Bezug auf alle nur erdenklichen -Ismen eben auch auf aktueller Lokalebene!

Wegen meiner guten Erinnerungen an das alte Hessen oben der Herr Schenk! Prosit! Und Bambi bleibt!

Bild oben: aus Bambi, Bild unten Schleich-Tierfigur.

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Denksperren beseitigen Geschichtliches

Different backgrounds and foregrounds

I think consumerism is a core problem, I found this passage by Walter Mignolo, which is interesting and inspiring. Mignolo is a very informed and critical writer focussing on decolonialism. I would hope more people would read critical thoughts such as his …

From: Walter Mignolo, The Darker Side of Western Modernity, 2011 “… the decolonial option, place[s] human lives and life in general first, rather than advocating for the ‘transformation of the disciplines:’

Now I jump to another aspect of cultural diversity: traditional belief systems …

Different backgrounds in terms of what we perceive as culture per se in the long run …

We talk about cultural diversity, yet how much do we know about the existence, the histories and the narratives of so called heathens in asia, the americas and the global south? We basically rely on stories of centralized pasts. #worldviews #hegemony #histories

I tweeted this today.

This kind of ideas are the type of thoughts I hesitate to talk about. Yet since these cultural type of issues do touch issues concerning animality and of course the questions of worldviews anyone holds, majoritys, minorities, group dynamics, I can’t really avoid the sujbect, even if it is worrysome to step into the giant arena of arguments and fights over human “collective” existence like human existance in its whole. Even if you talk about your subjective stances you automatically touch these issues where the entitiy of humanness blends into the inner thoughts you’d like to express to likemindeds or just the the world “outside of you” … .

We all can’t chose to live with each other, we just do happen to live with each other. What frustrates me is that I have been affected by what I consider to be part racism part ethnocentrism in the past and how I can only narrowly discuss this topic from my point of experience and view today. Now it seems that again majority groups look at how they might find again an advantages of applying their majority views over courses of history. And suddenly racism is a problem of the past, when in reality you not only get a lot of cosmetic diversity, but also questions of oppressive contexts are not seen in broaded contexts where hicharchies can be toppled in far more groundbreaking ways than only by privileged people finally admitting and throwing ashes on their heads: like “we have sinned”. It’s not all that easy.

I come from a background where my middle eastern family from iran, [my grandma’s family originally came from Lebanon and where avid Shia “missionaries/activists” – her dad was a well-known Ayatollah and he disinherited my Grandma when she fell of the religion] were oursiders. In Iran the relevant factor being was that you belong to a religion, and to which kind of religion you would belong and what standing that religion held in society. This is logical for a nation in which religion still equalled the recent hundereds of years of hegemonical might, and the people never stepped out or could step out of these structures. Various reasons from inside and outside the culture probably must have played a role for this politically stagnant condition. But it’s a shame when today still this history continues in slightly altered ways – with religion being a form, in which people shape their will to form a society with, let’s say. Not saying what kind of society, society isn’t automatically something really social. Society is for a big part also a very tragic burden.

My German, European side of the family are or have been outsiders in other ways. I am not sure if I would want to speak about this at this time. The pressure in this society on your psyche weighs heavy and disclosing areas of differing from the “normal” people, that always look so “strebend nach Gelcihgeschaltetheit” – as if they were stiving all to be on the very same level at the very same points – is something I don’t like to expose so much. Yet I want to say that outsiderism plays a huge role for me and in my family. And that I personally see it as something fruitful and helpful.

Funny is also how within the family some parts vehemently chose to flee the outsiderish aspects and went back into the adapted collectivist crowds.

Anyway: coming from a background that had and has to deal with a lot of the aspects and faces of mechanisms applied by majority groups in society, I am rather critical of anti-oppression steps taken by the majorities that normally seek to always hold the upper hand on histories stories and interpretations.

I am trying to keep writing my own story

Some people say being an individual was a westernized concept. I think thinking that any phenomenon bases on concepts is kind of westernized, and being “an individual” is just a verbal vehicle you can use to describe the phenomenon of being your “self”.

I would like to talk about pathes of independent worldviews in families and cultural constutuents human, animal or plant. The contextuality is what I find interesting, that because of the contextualities, we might hold closer existential experiences with “distant species” than with the human collective, while at the same time we appreciate the human group as a space to seek for pacifist co-existence with, too.

Ok, these are just ramblings and I partly didn’t get to some cirtical points I initually wanted to make. Yet this pojnt about culture and views on animality and plants is crucial and I am happy to express honsestly how much it is tied into my being the “human self” that I am. I am sure some people would disbelieve me, just because their worldview was different.

 

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Vom Leuchtturm heraus

Wenn ich mir Leute anschaue, mit denen ich mal etwas “zu tun” hatte, dann wundere ich mich nur. Mit Leuten zu tun zu haben ist eine Katastrophe, weil Leute, die einen aus ihren persönlichen Eindrücken erfassen möchten, über die “private Ebene” destruktiv ihren Minimalkampf führen wollen, gegen irgendwas, was nicht in ihr System passt und zerstörbar erscheint.

Leute die ich sehe, die ich mal kannte, ob sie sich aus solchen Beschreibungen erkennen würden: … die eine schreibt ständig über “Omasex”, die andere meint sie wäre spirituell wenn sie neospießigen Exotismus betreibt, zahlreiche hängen sich an die, die rumscheffeln auf unseren Kulturfriedhöfen, die meisten leben in Clustern, keiner führt ein eigenes Leben, keiner hat eigene Ideale, so tragen alle stolz ihr kleines Stückchen bei, es bleibt bei allem, wir gehen an ihnen vorbei im Leben und im Tod.

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Immernoch: artgerecht ist ungerecht

1997:

Artgerecht ist allerdings nicht gerecht: Was tierisch und was menschlich ist? Diese Frage wird – mit dem Hintergedanken darauf was ‘artgerecht’ ist – nur in Kategorien, die von einer anthropozentrischen Kultur definiert werden, zur Legitimierung der Tiertötung gestellt ( … im engsten, aber verheerendsten Sinne). Eine Frage nach einer biologischen Notwendigkeit sollte ihre Antwort in der Realität eines/des fühlenden Lebewesens (das Individuum ist!) finden.

Unsere Beiträge zum Thema >artgerecht, eine Kritik an dem Begriff.

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Denksperren beseitigen Kranksein

Chat on language between two speakers in anywhere-land

When people with dementia want to speak and be heard, and be listened to, they often face a discriminatory predicament: other people see them typically as living in a “world of their own”. But by far they aren’t, and every individual affected by dementia is as different as they have been before the onset of their ‘disability’ or rather ‘other abledness’.

I work as a volunteer in the health care sector, one of my activities is supporting persons with dementia. My work with this one special individual, one outstandingly beautiful woman, leads me to write about her situation. Maybe I will add more of my experiences, I am not sure yet.

She and I decided we want to speak about the predicament faced when cast out of “normal” society due to a mental/neurological ‘disabilty’, and we decided together that we call her Miranda as an alias. I am using notes I made, and through the translation of this into English a lot is lost of the beauty of Miranda’s laguage.

Me: I think our language can be totally free, and I think we do need a free language.

Miranda: Yes, they can’t negate this. They could, but they will not believe that when they destroy this they won’t even be able to speak themselves.

Me: I know. Language is often so tight, that it chokes the speaker’s reality in feeling and peception.

Miranda: They take it and empty it, and finally I just need to get to the end of that. They however don’t manage to give them the little shallow winks they need. So they just spread things out and hit the borders all the time. But they don’t realize this and make things sound conspiratively warped. (We chuckle.)

Me: I need to get to the same or a similar goal … we share our basic problems in the end of the day all to some extent.

Miranda: Yes. (Smiles)

Me: Do you think we can claim to be in the right to make our language a lingua franca, a free flexible way of speaking with each other?

Miranda: Yes of course, but they evade this and dry it up … and they don’t save the aspects remained, when they can’t but stay out. But why do they smother us, and press and push like the little kids when they press them down, this is gross, when they already have these powerful flesh-throttles, hollow, as they perform with it all.

Me: It’s our love for the sayable unsayable.

Miranda and I chuckle. She is grande, yet worried. Silence, pause.

Image: source (23.02.18)

 

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Alltagsspeziesismus Denksperren beseitigen

Erweiterte Gedankenansätze

Der Unterschied zwischen der Degradierung von nichtmenschlichen Tieren und Speziesismus. Die Degradierung ist eher die Abwertung tierlicher Individuen auf kollektiv-kultureller Ebene (mensch-tier-soziologisch), der Speziesismus beschreibt den Unterschied zwischen Spezies (als biologischen oder biozentrischen Marker) als Grund der Abwertung und Minderachtung von Interessen der Spezies (in der auch das Tierindividuum in der Gruppe als ganzes genommen wird). Beide Perspektiven auf Unterdrückungmechanismen nichtmenschlicher Tiere haben ihre Relevanz.

Is the utilization of ‘animal bodies’ the source speciesism? Where does animal degradation start?

Zum Thema der Mehrdimensionalität des Speziesismus habe ich in gedanklichem Austausch mit meinen Freunden einige Fragmente angedacht und zum Teil in Fragmente gefasst. Im wesentlichen geht es bei der Differenziegung von Speziesismen um derart Aspekte:

Der Speziesismus dekliniert sich. Die Objektifizierung nichtmenschlicher Tiere läuft vielschichtig ab:

  • Auf juristischer Ebene können wir von einem Speziesismus sprechen der die Tiere als Besitz klassifiziert (i.e. Sachen, über die Menschen verfügen).
  • Im religiösen Bereich wird dem Mensch auf spiritueller Ebene gegenüber dem Tier der Vorzug gegeben und ihm das Privileg des Rechts auf Unterwerfung der Natur erteilt. Zumindest ist das in den großen monotheistischen Religionen so.
  • In den verschiedenen philosophischen Schulen treffen wir Argumente an, die Speziesismus unterschiedlich fundieren können (z.B. Kontraktualismus, Utilitarismus mit teils ‘mildem’ Speziesismus).
  • In den Naturwissenschaften unterscheidet man zwischen Instinktwesen, den vermeintlich weniger komplexen Lebensformen, den vermeintlich höheren Wesen und dem Menschen als das vermeintlich organisch komplexeste Lebewesen, was Geist und Gehirn anbetrifft.
  • Es gibt eine speziesistische Ausprägung in der Gesellschaft, die sich im Karnismus ausdrückt, wobei domestizierte „Nutz-“Tiere allein (oder letztendlich, wie z.B. im Falle von Pferden oder Exoten wie Straußen) als Lebensmittellieferanten gesehen werden.
  • Haustiere die in unserer Gesellschaft eigentlich geliebt werden sind aber auch von speziesitsischen Sichtweisen betroffen.
  • Wildtiere, die von den Jägern in deren „Jagdkultur“ eingebaut sind, und die Vorstellung vom Urzustand des Menschen als „Jäger und Sammler“ die weiter durch die Jagd gepflegt wird … sind in eigener Weise betroffen.
  • Aber auch sind Wildtiere betroffen von auf sie und ihren Fall zugeschnittene speziesistische Argumentationen, wenn es darum geht ob sie als invasive Spezies gelten oder als heimisch und vielleicht schützenswert.

Auf jede Tierart werden wir eine oder mehrere Ausprägungen speziesistischer Sichtweisen antreffen. Speziesismus – als unterordnende Haltung des Menschen gegenüber nichtmenschlichen Tieren – scheint in allen Segmenten menschlicher Kulturen, die das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt bestimmen, mit angelegt zu sein.

Wenn wir von „dem Speziesismus“ sprechen, sollte im Auge behalten werden wie außerordentlich komplex und daher schwer analysierbar sich die Abwertung des tierlichen Lebens in unseren anthropozentrischen Kulturen und Gesellschaften gestaltet.

re-edited: 14 Feb. 17

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Tiervernuenfte

Eine Frage, die mit einer Frage beantwortet werden muss

Haben Tiere Vernunft und können Tiere denken?

Die Frage müsste eigentlich richtigerweise lauten: Was ist Vernunft und was bezeichnen wir als Denken? Um den Fall mittels Analogie zu umschreiben, könnte man darauf hinweisen, dass es im Patriarchat die sexistisch motivierte Verneinung weiblicher Vernunft gab und teilweise noch gibt. Und dass das, was uns im Speziesismus entgegenschlägt, nunmehr eine biologistische Barriere unseres Konzepts des „Denkens“ ist.

Nichtmenschliche Tiere hat man der Wildnis zugeordnet (im Griechischen gab es dafür den „das allgemein lebendige“ bezeichnenden Begtiff des „Zoe“), Menschen aber bildeten stets eine Gruppe potenzieller Interessensgemeinschaft, die eine Herrschaft über die Natur anstrebte als etwas „besiegbares“ und „ausbeutbares“  und als etwas, gegen das sich menschliche „Tugendbegriffe“ und Moralkodizes abheben würden. Ein gesamtes politisches Konzept konnte in dem Sinne auf einem Spezies-Kontraktualismus errichtet werden (dem Zustand des „Bios“, d.h. dem nur dem Menschen zugedachten Leben qualitfizierter und daher politischer Fähigkeit, im Sinne einer Abgrenzung von der „Wildnis“ der Natur).

Doch zurück zur Vernunft: Zu unterschiedlichen Zeiten und in den unterschiedlichen Kulturen gab es auch verschiedene Konzepte dessen, was Menschen unter „Denken“ und „Vernunft“ verstanden haben. Und solche Konzepte spiegelten sich in menschlichen Vorstellungen über gesellschaftliche, philosophische und religiöse Ideale. Am auffälligsten sind die sich kontastierenden Unterschiede in der „Vernunft“ zu entdecken im geschichtlichen Hintergrund des Denkens im Fernen- und Mittleren Osten, in Europa und dem Westen.

Die allen gemeinsame Trennung zwischen Menschen und Tieren muss aber ein sehr frühes Moment in der Menschheitgeschichte konstituiert haben.

Hannah Arent fasste eine Beobachtung über diese Art radikaler Trennung in einem ihrer Gedankenfragmente zusammen:

”Solidarität: Alle Solidaritätsbegriffe tragen noch deutliche Spuren der ersten und ursprünglichsten Solidarität aller Menschen (also des Menschen) gegen die Natur. Solche Solidarität von Einem gegen alles Andere ist aber unter Menschen nie erlaubt. Es gibt keine unbedingte Solidarität. Das ‚wir sitzen alle in einem Boot’ ist ein Beispiel der falschen, verabsolutierenden Solidarität.
Der Gruppenbegriff mitsamt seiner Bezogenheit auf die Teil-Ganzes-Kategorie stammt aus der Solidarität des Menschen gegen die Natur.” [1]

Meine eigentliche Frage lautet nun also:

Könnte es sein, dass das Konzept über Vernunft und Denken gespalten wurde in eine unbezeichnete, ignorierte oder negierte Form der Vernunft, die wir im Nichtmenschlichen- und Naturhaften-Komplex finden? Und dass wir es auf der anderen Seite mit einer Art der Vernunft der besiegenden, beherrschenden Menschheit zu tun haben?

[1] ARENDT, HANNAH, Denktagebuch 1959 – 1973, Erster Band, Hrsg: Ursula Ludz und Ingeborg Nordmann, Piper Verlag, München, 2002, S. 127.

Bild: Eine Radierung von Farangis Yegane, www.farangis.de

Ein Fragment von Palang. Dieser Text als PDF.