{"id":596,"date":"2013-11-15T17:58:58","date_gmt":"2013-11-15T17:58:58","guid":{"rendered":"http:\/\/simorgh.de\/about\/?p=596"},"modified":"2019-04-22T19:42:18","modified_gmt":"2019-04-22T19:42:18","slug":"yarbrough_rassismus_und_speziesismus_auszug_1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/about\/yarbrough_rassismus_und_speziesismus_auszug_1\/","title":{"rendered":"Rassismus und Speziesismus: Sind beide miteinander austauschbar?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/simorgh.de\/niceswine\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/triptych_seyyom.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1676\" title=\"triptych_seyyom\" src=\"http:\/\/simorgh.de\/niceswine\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/triptych_seyyom.jpg\" alt=\"\" width=\"1118\" height=\"478\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Ein Auszug aus:<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/simorgh.de\/yarbrough\/yarbrough_weisssein_patriarchat_tiere.pdf\" target=\"_blank\">Anastasia Yarbrough: Wei\u00dfes \u00dcberlegenheitsdenken und das Patriarchat schaden Tieren<\/a>, Pr\u00e4sentation anl\u00e4sslich der <a href=\"http:\/\/simorgh.de\/niceswine\/tag\/sistah-vegan\" target=\"_blank\">Sistah Vegan<\/a> Conference 2013.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rassismus und Speziesismus: Sind beide miteinander austauschbar?<\/strong><\/p>\n<p>\u25ba Rasse und Spezies sind willk\u00fcrliche Unterscheidungen die ungef\u00e4hr in der gleichen Zeit im europ\u00e4ischen Denken entstanden. Beide sind geleitet von ph\u00e4notypischen Unterscheidungen aber tragen das Gewicht und die Legitimit\u00e4t als seien sie biologisch verwurzelt, und biologisch wird oft gleichgesetzt mit etwas \u201eFixiertem.\u201c In der Biologie wird die biologische Speziesdefinition oft als die ultimative Speziesdefinition begriffen. Wenn Gruppen erwiesenerma\u00dfen aus Individuen bestehen, die reproduktionstaugliche Nachkommen erzeugen k\u00f6nnen, dann sind sie eine echte Spezies. Im Freien oder in den Laboratorien ist diese prim\u00e4re Definition meistens schwer zu testen, so werden noch andere Definitionen als akzeptabler Ersatz verstanden, die auf den morphologischen und phylogenetischen Unterschieden zwischen Gruppen basieren. Doch was die morphologischen und phylogenetischen Speziesdefinitionen tun, ist, dass sie die Kennzeichnungen von Spezies so willk\u00fcrlich machen, wie das auch in der Rassentheorie handhabe ist. F\u00fcr beide geht es im Wesentlichen hierum, dass: wenn du ein bisschen anders aussiehst, Dinge ein wenig anders tust, genetisch etwas variierst und sogar auch noch in einer anderer Region als dem Ort der Vergleichsbasis lebst, dann reicht das dazu, deine Gruppe als eine eigene Spezies zu kennzeichnen (und historisch wurde Rasse und Spezies in austauschbarer Weise eingesetzt), bis ein anderer \u201eExperte\u201c vorbeikommt und etwas anderes behauptet.<\/p>\n<p>\u25ba In meiner Erfahrung ist das, was wir als Tierrechtsaktivist_Innen h\u00e4ufig als Speziesismus kennzeichnen, zumeist nichts anderes als Rassismus, Sexismus und Ableismus der gegen Tiere gerichtet ist. Tier-Agrarkutlur, Aquakultur, Laborversuche mit Tieren, die Haustierhaltung und auch die kommerzielle- und die Freizeitjagd ben\u00f6tigen die Unterdr\u00fcckung spezifischer Spezies um dadurch bestimmen menschlichen Gruppen einen Vorteil zu verschaffen. Doch die Argumente, die angebracht werden um diese Spezies in der Unterdr\u00fcckung zu halten, sind nicht so sehr speziesistisch wie sie rassistisch, sexistisch und\/oder abelistisch sind. W\u00e4hrend Hunde als eine Spezies zur kommerziellen Zucht anvisiert werden, sind es die\u00a0<i>Hunderassen<\/i>\u00a0(die man ansonsten auch als \u201eZ\u00fcchtungen\u201c bezeichnet), die als Rechtfertigung und Anreiz zur Fortsetzung der selektiven Nachzucht und zur reproduktiven Kontrolle von Hunden dienen. Und es sind die Rassen, die in einigen L\u00e4ndern einen Hund dazu pr\u00e4destinieren get\u00f6tet zu werden, nur weil er\/sie als eine bestimmte Rasse geboren wurde. \u00d6kofeministische Tierrechtsaktivistinnen haben seit Jahren schon betont, dass der Sexismus eine wesentliche treibende Kraft in der Unterdr\u00fcckung von Tieren in den Agrarindustrien sind, insbesondere der Milch und Eierindustrie, die nicht existieren w\u00fcrden wenn die weibliche Geb\u00e4rf\u00e4higkeit dabei nicht ausgebeutet werden k\u00f6nnte. Selbst Tierrechtsaktivist_Innen spielen in die Fallen des Abelismus hinein, indem sie sozial-kognitive F\u00e4higkeiten von Tieren betonen, in ihrem verzweifelten Versuch Leute dazu zu bewegen, \u00fcber Tiere einmal nachzudenken. Die F\u00e4higkeiten von Tier-Individuen und Spezies m\u00f6gen vielleicht den Grund bieten, mit dem wir versuchen zu rechtfertigen wie wir Tiere behandeln. Sobald wir Aktivist_Innen aber einmal dazu imstande sind, das Sozial-Kognitive dort und dann zu erkennen wo es erscheint, dann sollte es doch leichter werden zu begreifen, womit wir hier wirklich arbeiten.<\/p>\n<p>Die ganze Pr\u00e4sentation k\u00f6nnen Sie hier\u00a0im PDF Format lesen:\u00a0<a href=\"http:\/\/simorgh.de\/yarbrough\/yarbrough_weisssein_patriarchat_tiere.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/simorgh.de\/yarbrough\/yarbrough_weisssein_patriarchat_tiere.pdf<\/a><\/p>\n<p><em>Anastasia Yarbrough ist in beratender und aktivistischer Form in der Tierrechtsarbeit t\u00e4tig,\u00a0<a href=\"http:\/\/animalvisions.wordpress.com\/\">http:\/\/animalvisions.wordpress.com<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/inneractivism.com\/\">http:\/\/inneractivism.com<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Auszug aus: Anastasia Yarbrough: Wei\u00dfes \u00dcberlegenheitsdenken und das Patriarchat schaden Tieren, Pr\u00e4sentation anl\u00e4sslich der Sistah Vegan Conference 2013. 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