{"id":4933,"date":"2026-04-24T17:57:31","date_gmt":"2026-04-24T17:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/simorgh.de\/about\/?p=4933"},"modified":"2026-04-24T21:32:12","modified_gmt":"2026-04-24T21:32:12","slug":"syl-ko-warum-sollten-wir-unseren-blick-auf-tiere-richten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/about\/syl-ko-warum-sollten-wir-unseren-blick-auf-tiere-richten\/","title":{"rendered":"Syl Ko: Warum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten (wenn Menschen nicht mal einander anschauen wollen)?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tierautonomie_neu_pegasus_freespeech_1b.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4934\" src=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tierautonomie_neu_pegasus_freespeech_1b.png\" alt=\"\" width=\"1315\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tierautonomie_neu_pegasus_freespeech_1b.png 1315w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tierautonomie_neu_pegasus_freespeech_1b-300x83.png 300w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tierautonomie_neu_pegasus_freespeech_1b-1024x282.png 1024w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tierautonomie_neu_pegasus_freespeech_1b-768x211.png 768w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tierautonomie_neu_pegasus_freespeech_1b-250x69.png 250w\" sizes=\"(max-width: 1315px) 100vw, 1315px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jahrgang 12, Nr. 1, ISSN 2363-6513, April 2026<\/p>\n<p><strong>Syl Ko: Warum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten (wenn Menschen nicht mal einander anschauen wollen)?<\/strong><\/p>\n<p>Schlagworte: Soziologie, Tiersoziologie, Tierrechte, Menschenrechte, spezies\u00fcbergreifende-\/Interspezies-Ethik, Gesellschaftstheorie, Tierrechtsphilosophie<\/p>\n<pre>Unser neuer Header stammt von C. \u52d2 \/ Pegi Freespeech.\r\nOriginal siehe &gt; C. \u52d2 und Tsch\u00f6rdy zur Anregung f\u00fcr Mitstreiter*innen in &gt;\r\nAntispeziesismus und Kunst: zu Demarkationslinien, S. 21\r\nE-Reader: Gruppe Messel, Jahrgang 6, Nr. 3, 2024\r\nISSN 2700-6905\r\nEdition Farangis\r\n<a href=\"https:\/\/d-nb.info\/1323615423\">https:\/\/d-nb.info\/1323615423<\/a>\r\n<a href=\"https:\/\/d-nb.info\/1323615423\/34\">https:\/\/d-nb.info\/1323615423\/34<\/a><\/pre>\n<p><strong>Syl Ko: Warum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten (wenn Menschen nicht mal einander anschauen wollen)?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/simorgh.de\/tierautonomie\/JG12_2026_1.pdf\">Dieser Text als PDF<\/a><\/p>\n<p>Transkript des Vortrags: \u2018Why look at animals (when humans do not want to look at each other)?\u2019 von Syl Ko, gehalten im Rahmen der Veranstaltung<br \/>\n(AGAINST) ANIMAL CAPITALISM<br \/>\nTwo-day symposium on animals in society<br \/>\nSaturday 28 &amp; Sunday 29 March 2026<br \/>\nScreening Room | Mezzanine<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.emst.gr\/en\/events-en\/against-animal-capitalism#about\">https:\/\/www.emst.gr\/en\/events-en\/against-animal-capitalism#about<\/a> [gesichtet am 19.04.2026]<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.emst.gr\/web3\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/AGAINST-ANIMAL-CAPITALISM-ENG.pdf\">https:\/\/www.emst.gr\/web3\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/AGAINST-ANIMAL-CAPITALISM-ENG.pdf<\/a>\u00a0[gesichtet am 19.04.2026]<\/p>\n<p>\u00dcbersetzung ins Deutsche: Gita Marta Yegane Arani, mit der freundlichen Genehmigung von Syl Ko. (Um die Genauigkeit der \u00dcbersetzung zu gew\u00e4hrleisten, habe ich mich entschlossen, einige meiner \u00fcbersetzerischen Anmerkungen in eckigen Klammern beizubehalten. Aus Gr\u00fcnden der Lesbarkeit werden die A.d.\u00dc.-Hinweise ausschlie\u00dflich in der Form ausgewiesen.)<\/p>\n<p>Korrigierte Fassung: 24.04.2026<br \/>\nDie vorliegende Fassung ber\u00fccksichtigt eine von der Autorin im Original vorgenommene Korrektur im ersten Absatz.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation von Syl Ko (auf Englisch) ist online verf\u00fcgbar unter:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8bAZSiRrOaU\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8bAZSiRrOaU<\/a><br \/>\nsowie auf <a href=\"https:\/\/archive.org\/\">https:\/\/archive.org\/<\/a><br \/>\n[abgerufen am 23. April 2026]<br \/>\nBildnachweise: Mooni Perry (Folien 7 und 10), Wikimedia Commons, Stockbilder<\/p>\n<p><strong>Warum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten (wenn Menschen nicht mal einander anschauen wollen)?<\/strong><\/p>\n<p>Verf\u00fcgen wir \u00fcber eine moralische Legitimierung, andere Tiere zu unserem Vorteil jedoch zu deren Nachteil zu nutzen, etwa indem wir sie essen oder zu wissenschaftlichen Versuchen gebrauchen? Diese Frage bildet nach wie vor eine Kontroverse. Der vorherrschende Ansatz zur Beantwortung dieser Frage konzentrierte sich insbesondere darauf, die Legitimit\u00e4t der strikten moralischen Trennung zwischen Menschen und allen anderen Tieren zu hinterfragen.<\/p>\n<p>Diejenigen, die menschliche Praktiken kritisieren, die anderen Tieren Schaden zuf\u00fcgen, kommen h\u00e4ufig zu dem Schluss, dass es willk\u00fcrlich und vorurteilsbehaftet ist, der blo\u00dfen Zugeh\u00f6rigkeit zur Spezies Homo sapiens einen Wert beizumessen, und dass sich dies nicht von der Wertzuweisung an eine bestimmte \u201eRasse\u201c, ein Geschlecht oder andere derartige Kategorien unterscheiden w\u00fcrde. Wir argumentieren jedoch, dass sich f\u00fcr diejenigen, die diese Praktiken kritisch sehen, eine zweite Frage zu stellen h\u00e4tte, die der Kl\u00e4rung bedarf: Wie sollte man die moralische Frage bez\u00fcglich nichtmenschlicher Tiere stellen und beantworten angesichts der alarmierenden Rate, mit der Unrecht gegen\u00fcber Menschen [<em>human injustice<\/em>, menschliches Unrecht \u00fcberhaupt] begangen wird?<\/p>\n<p>Unser Bedenkenspunkt ist nicht einfach der strategischer \u00dcberlegungen. Diese zweite Frage stellt sich vielmehr wegen der grundlegenden Sorge dar\u00fcber, dass die Allgegenw\u00e4rtigkeit systematischen Unrechts gegen\u00fcber Menschen [<em>systematic human injustice<\/em>] eine ganz fundamentale moralische Geringsch\u00e4tzung menschlichen Lebens beinhaltet; eine \u00dcberlegung, die den Annahmen von Tierverteidigern [als alle Gruppen tierverteidigender Bewegungen umfassend] zuwiderl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Wir gehen davon aus, dass wenn es Menschen systematisch der moralischen Visionskraft ermangelt, einander deutlich zu \u201esehen\u201c, dass diese Art der Wahrnehmungskraft mit Sicherheit gleicherma\u00dfen versagen wird, wenn sie sich darauf ausrichtet, andere Lebewesen zu \u201ebetrachten\u201c. Um die zweite Frage beantworten zu k\u00f6nnen, schlagen wir vor, die erste Frage \u2013 die moralische Frage nach den nichtmenschlichen Tieren \u2013 im Rahmen des Vorhabens einer Neubewertung des Menschseins neu zu formulieren.<\/p>\n<p><em>[Folie 1]<\/em><\/p>\n<p>Mein Name ist Syl Ko. Ich bin Autorin und unabh\u00e4ngige Forscherin. Im Kontext dieser Ausstellung w\u00fcrde ich mein Forschungsinteresse folgenderma\u00dfen zusammenfassen: \u201eWarum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten (wenn Menschen nicht mal einander anschauen wollen)?\u201c<\/p>\n<p><em>[Folie 2]<\/em><\/p>\n<p>Seit einem Jahr arbeite ich gemeinsam mit der Autorin Lindgren Johnson, deren Buch <em>Race Matters, Animal Matters<\/em> 2017 ver\u00f6ffentlicht wurde, an einem Text. 2017 war auch das Jahr, in dem ich zusammen mit der Autorin Aph Ko das Buch \u201eAphro-ism\u201c verfasst habe, das sich ebenso wie Lindgrens Arbeit mit der [Art der] Verflechtung von \u201eRasse\u201c und Animalit\u00e4t\/Tierlichkeit befasst. Lindgren und ich arbeiteten erstmals 2021 gemeinsam an einem Essay mit dem Titel \u201eRe-Centering the Human\u201c [Eine Rezentrierung des Menschen]. Unser aktuelles Projekt ist eine Weiterentwicklung dieses Essays. Das Thema, das sich durch unsere Arbeit hindurchzieht, betrifft die Darstellung der moralischen Frage \u00fcber nichtmenschliche Tiere.<\/p>\n<p><em>[Folie 3]<\/em><\/p>\n<p>Diese Frage befasst sich mit der Angemessenheit unserer Praktiken, Br\u00e4uche, Traditionen und Rituale, bei denen nichtmenschliche Tiere meist zu ihrem Nachteil eingesetzt werden, beispielsweise als Nahrungsmittel, f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke, zur Unterhaltung, im Sport, als Haustiere <em>usw.<\/em><\/p>\n<p>In \u201eAphro-ism\u201c weisen Aph Ko und ich darauf hin, wie diese Frage \u00fcblicherweise angegangen wird, n\u00e4mlich indem man sofort eine Umformulierung vollzieht zur Frage \u00fcber die kategorische moralische Kluft, die zwischen Menschen und allen anderen Tieren best\u00fcnde.<\/p>\n<p>Man geht davon aus, dass gerade durch das Ziehen dieser Grenze der benachteiligenden Behandlung von Tieren Vorschub geleistet wird. So wird die Debatte \u00fcber die moralische Frage nach Tieren, im Hinblick auf die Angemessenheit unserer Praktiken im Umgang mit ihnen, von vornherein als Debatte dar\u00fcber gefasst, ob diese kategoriale moralische Trennung \u00fcberhaupt legitim ist.<\/p>\n<p><em>[Folie 4]<\/em><\/p>\n<p>Aus diesem Grund werden von beiden Seiten der Debatte riesige Mengen an empirischen Daten und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen \u00fcber Menschen und (vor allem) nichtmenschliche Tiere ins Feld gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Diejenigen, die Praktiken wie den Fleischkonsum verteidigen, st\u00fctzen sich auf Daten, von denen sie glauben, dass diese beweisen, dass allen oder den meisten nichtmenschlichen Tieren jene Eigenschaft fehlt, die dem Menschen eine einzigartige moralische Stellung verleiht, und rechtfertigen damit die moralische Trennlinie zwischen Mensch und Tier.<\/p>\n<p>Diejenigen, die diese Tiere beinhaltenden Praktiken kritisieren, st\u00fctzen sich auf Daten, von denen sie glauben, dass sie beweisen, dass es keine dem Menschen eigene F\u00e4higkeit oder Eigenschaft gibt, die es rechtfertigen w\u00fcrde, menschliche moralische Interessen gegen\u00fcber den Interessen anderer Tiere zu privilegieren, sofern diese Tiere dieselbe F\u00e4higkeit oder Eigenschaft teilen. Die moralische Grenzziehung sei aus dem Grund nicht gerechtfertigt und m\u00fcsse daher aufgeweicht werden.<\/p>\n<p><em>[Folie 5] <\/em><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind sie der Ansicht, dass eine Infragestellung dieser Praktiken eine \u201eEntheiligung\u201c des Menschseins ERFORDERT, was bedeutet: Die Menschen haben ihren Status auf mythische Ausma\u00dfe aufgeblasen, indem sie ihr blo\u00dfes Menschsein, die blo\u00dfe Zugeh\u00f6rigkeit zur Spezies <em>Homo sapiens<\/em>, zum h\u00f6chsten Wert auf diesem Planeten erhoben haben. Die Aufwertung von Tieren oder die Sicherung der moralischen Anerkennung, die ihnen zusteht, bedeutet also, die Bedeutung und zentrale Stellung des Menschseins und damit der Menschen zu verringern.<\/p>\n<p>Und was oft unerw\u00e4hnt bleibt, ist, dass solche Debatten stets <em>sehr<\/em> theoretisch sind \u2013 im Sinne einer buchst\u00e4blichen Bindung an ethische Theorien. Was auch immer die bevorzugte Ethiktheorie als die besondere F\u00e4higkeit oder Eigenschaft bezeichnet, die Lebewesen moralischen Status verleiht, entscheidet, auf welche Daten sich die beiden Seiten der Debatte konzentrieren werden. Wenn die Theorie beispielsweise besagt, dass die F\u00e4higkeit, Schmerz zu f\u00fchlen und Freude zu empfinden, <em>die<\/em> Eigenschaft ist, die ein Wesen als moralisch beachtenswert qualifiziert, dann werden beide Seiten Daten heraussuchen und pr\u00e4sentieren, die belegen, welche Tiere Schmerz f\u00fchlen oder Freude empfinden und in welchem Ausma\u00df, und so weiter.<\/p>\n<p><em>[Folie 6]<\/em><\/p>\n<p>In dem Aufsatz \u201eRe-Centering the Human\u201c [Eine Rezentrierung des Menschen] widersprechen Lindgren und ich der in dieser Debatte vorherrschenden Auffassung dessen, was es bedeutet, dass eine moralische kategoriale Trennlinie existiere, die Menschen von anderen Tieren unterscheide.<\/p>\n<p>Wir bezweifeln, dass das <em>Vorhandensein<\/em> oder <em>Fehlen<\/em> einer bestimmten F\u00e4higkeit oder Eigenschaft f\u00fcr diese Unterscheidung relevant ist, und wir hegen noch gr\u00f6\u00dfere Zweifel daran, dass diese Unterteilung wesentlich mit der Aufrechterhaltung der fraglichen Praktiken zu tun hat.<\/p>\n<p>Wir gehen davon aus, dass diese moralische Grenze zwischen Menschen und anderen Tieren, soweit es nichtmenschliche Tiere betrifft, weitgehend harmlos ist. Sie ist <em>lediglich das Ergebnis davon, dass sich Menschen in ihrem eigenen Speziesbegriff verorten<\/em>. Es handelt sich also lediglich darum, dass Menschen aus ihrer menschlichen Perspektive heraus handeln. Das ist nichts, was einer Rechtfertigung bedarf.<\/p>\n<p><em>[Folie 7] <\/em><\/p>\n<p>In anderen Worten: Menschen k\u00f6nnen das, was ein Mensch ist aus zweierlei verschiedenen Perspektiven heraus begreifen. Das eine ist die Perspektive, aus der wir alle anderen Tiere begreifen. Wenn Sie mir zum Beispiel eine Reihe verschiedener Tiere zeigen, kann ich sagen: \u201e<em>Das ist eine Fledermaus, das ist ein Elefant, das ist ein Mensch, das ist ein Fisch<\/em>\u201c und so weiter, und ich kann zu jedem der in der Reihe aufgelisteten Tier Aussagen treffen, die durch wissenschaftliche Daten \u00fcber das jeweilige Tier gest\u00fctzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nennen wir dies die externe Perspektive des Menschseins oder eine \u201espezies-objektivistische\u201c Haltung. Mit dem Begriff \u201eobjektiv\u201c beziehen wir uns hier nicht auf irgendeinen Wissensanspruch. Wir meinen lediglich, dass wir die Menschlichkeit oder das Menschsein aus einem dritten, unvoreingenommenen Blickwinkel betrachten, genauso wie wir das Fledermaussein oder das Elefantsein betrachten.<\/p>\n<p><em>[Folie 8]<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir jedoch in der Artenliste bei \u201eMensch\u201c angelangt sind, geschieht etwas, was bei keiner anderen Spezieskategorie der Fall ist. Es er\u00f6ffnet sich eine zweite Perspektive, weil <em>ich ein Mensch bin<\/em>! Es findet also ein Perspektivwechsel statt, von \u201e<em>das ist ein Mensch<\/em>\u201c hin zu \u201e<em>ich bin ein Mensch<\/em>\u201c \u2013 also die Identifikation mit der eigenen Spezies \u2013, und mit diesem Wechsel geht eine Ver\u00e4nderung der Art von Informationen einher, auf die man Zugriff hat.<\/p>\n<p>Die innere Perspektive des Menschseins \u2013 oder das, was wir als \u201espezies-subjektivistische\u201c Perspektive bezeichnen \u2013 ist ein Blickwinkel, den ich bei <em>keinem anderen Tier<\/em> einnehmen <em>kann<\/em> und \u00fcber den ich in Bezug auf jedes andere Tier schweigen muss.<\/p>\n<p>Zwar wei\u00df ich, dass andere Tiere eine Vielzahl von Emotionen empfinden, Freude empfinden und Schmerzen erleiden, sich erinnern, sich Dinge vorstellen, komplexe soziale Leben und Beziehungen haben und so weiter, doch bin ich nicht in der Lage, auf das Innere dessen zuzugreifen, wie diese Erfahrungen <em>aus derer Perspektive<\/em> oder <em>f\u00fcr sie [selbst]<\/em> sind.<\/p>\n<p>Auch wenn wir uns in Tiere hineinversetzen und die Feinheiten ihres Lebens bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen k\u00f6nnen, <em>k\u00f6nnen wir ihren Betrachtungspunkt nicht subjektiv erleben<\/em>. (\u00dcbrigens: Wer sich fragt, ob diese Argumentation auch auf andere Kategorien wie ethnische Zugeh\u00f6rigkeit [hier \u201eRasse\u201c], Geschlecht usw. zutrifft, kann mir gerne eine E-Mail schreiben, damit ich erl\u00e4utern kann, warum es sich bei der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Spezies <em>nicht<\/em> wie bei diesen anderen Kategorien verh\u00e4lt.)<\/p>\n<p>Lindgren und ich vertreten die Auffassung, dass die Umwandlung der moralischen Frage nach den Tieren in diese andere Frage nach der Legitimit\u00e4t der moralischen Unterscheidung zwischen Menschen und allen anderen Tieren v\u00f6llig unangebracht und unn\u00f6tig ist, insbesondere wenn man Praktiken kritisiert, die Tieren Schaden zuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Das ist, weil die moralische Frage in Bezug auf Tiere aus einer menschlich-internen oder spezies-subjektiven Perspektive herr\u00fchrt, w\u00e4hrend sich die darauf folgende, neu formulierte Debatte aus einer menschlich-externen oder spezies-objektivistischen Perspektive heraus gef\u00fchrt wird. Um dies zu verdeutlichen, betrachten wir ein Beispiel.<\/p>\n<p>Stell dir vor, du ziehst in eine neue Stadt und fragst deinen Nachbarn nach dem Weg zu deinem neuen Arbeitsplatz, an dem du morgen beginnst. Der Nachbar verschwindet in seinem B\u00fcro, und du h\u00f6rst, wie dort ein Drucker hart arbeitet. Der Nachbar kommt wieder heraus mit \u2026<\/p>\n<p><em>[Folie 9]<\/em><\/p>\n<p>einem beeindruckenden gro\u00dfformatigen Ausdruck des ber\u00fchmten, atemberaubenden \u201eBlue Marble\u201c-Fotos der Erde, aufgenommen von der Besatzung der Apollo 17. Aber nat\u00fcrlich kann dir dieses Bild nicht helfen. Trotz der imposanten Gr\u00f6\u00dfe, der Detailtreue und der Sch\u00f6nheit des Ausdrucks \u2013 ganz zu schweigen von einigen beeindruckenden aktuellen wissenschaftlichen Kennzahlen, die gro\u00dfz\u00fcgigerweise am Rand beigef\u00fcgt sind \u2013 l\u00e4sst sich deine Frage besser anhand einer ganz anderen Art von Bild der Erde beantworten, wie zum Beispiel \u2026<\/p>\n<p><em>[Folie 10]<\/em><\/p>\n<p>\u2026 so ein Bild, das Google Maps aus der Perspektive eines Betrachters <em>auf<\/em> der Erde bietet.<\/p>\n<p>Der etwas unbeholfene Nachbar hat dir vielleicht die wissenschaftlich und kosmisch genaueste Darstellung der Erde geliefert, und vielleicht kannst du sogar seine Begeisterung daf\u00fcr nachvollziehen, dieses Bild mit anderen zu teilen \u2013 angesichts der Gro\u00dfartigkeit und Sch\u00f6nheit des dargestellten Objekts, der vielen Zahlen, \u00fcber die man nachdenken und in denen man versinken kann, und der vielf\u00e4ltigen Gedanken, die entstehen, wenn man unsere Heimat aus einer Perspektive von Au\u00dferhalb betrachtet.<\/p>\n<p>Letztendlich l\u00e4sst sich deine Frage aber nicht aus dieser distanzierten Sichtweise auf die Erde beantworten oder \u00fcberhaupt behandeln, denn das, wonach du suchst, betrifft das, was sich auf der Erde befindet, einschlie\u00dflich \u2026<\/p>\n<p><em>[Folie 11]<\/em> \u2026 der Stra\u00dfen und Wege, die wir anlegen, der Geb\u00e4ude, die wir errichten, der Bef\u00f6rderungsdienste, die wir ausarbeiten, und der Begriffe, die diese Einheiten umschreiben: \u201eOrtschaften\u201c, \u201eSt\u00e4dte\u201c, \u201eStra\u00dfen\u201c, \u201eBuslinien\u201c <em>usw.<\/em><\/p>\n<p>Deine Frage ist eine <em>lokale<\/em> Frage, zu deren Beantwortung man eine <em>lokale<\/em> Konzeption der Erde ben\u00f6tigt; ganz zu schweigen davon, um die Frage selbst nachvollziehbar zu machen.<\/p>\n<p><em>[Folie 12]<\/em><\/p>\n<p>Wie dieses Beispiel zeigt, legen wir Parameter daf\u00fcr fest, wie unser Leben aussehen soll \u2013 und das aus der Perspektive heraus, aus der wir dieses Leben tats\u00e4chlich leben. Dabei besteht ein gro\u00dfer Teil dieser Parameter an Vorstellungen dar\u00fcber, wie unser Leben aussehen soll, aus dem, was wir als <em>menschliche Moral<\/em> bezeichnen oder als Richtlinien dessen verstehen, wie Menschen in diesem Leben leben und sich entfalten sollten. Die Existenz der gesamten Tierrechtsbewegung setzt voraus, dass diese moralische Kluft intakt ist, denn es ist unser <em>Menschsein<\/em> begriffen im dem subjektiven Sinne, auf das sich Tierrechtsaktivisten letztendlich berufen. Aus der Perspektive des Spezies-Objektivismus ergibt die Mission der Tierrechtsbewegung kaum Sinn.<\/p>\n<p>Von der Perspektive aus betrachtet sind alle Menschen Tiere. Aber viele Tiere fressen die ganze Zeit andere Tiere. Das n\u00fctzt ihnen und schmeckt ihnen vermutlich gut. Warum sollte es dann ein moralisches Problem sein, wenn Menschen das tun? Diese Frage l\u00e4sst sich nur aus der spezies-subjektiven Perspektive heraus beantworten, die erfordert, sich metaphorisch in die Lage eines Menschen zu versetzen und sich selbst als von anderen Tieren unterscheidend zu begreifen. Diese Haltung dr\u00fcckt keinen \u00dcberlegenheitsanspruch aus, sondern die Einsicht dessen, dass es die Verantwortung der Menschen und nur der Menschen ist, sich den Geboten der menschlichen Moral zu unterwerfen.<\/p>\n<p><em>[Folie 13]<\/em><\/p>\n<p>Unsere vorausgegangenen Arbeiten und unser aktuelles Projekt dienen als Beispiele daf\u00fcr, wie wir die spezies-subjektive Perspektive nutzen k\u00f6nnen, um die moralische Frage \u00fcber Tiere zu durchdenken und die Praktiken in Frage zu stellen, die ihnen zum Schaden gereichen.<\/p>\n<p>In unseren vorausgegangenen Arbeiten setzen wir uns mit systematischen menschlichen Ungerechtigkeiten auseinander \u2013 den menschlichen \u201e-ismen\u201c wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie, Ableismus <em>usw.<\/em> \u2013 parallel zu <em>durch<\/em> Menschen begangenen Ungerechtigkeiten gegen\u00fcber anderen Tieren.<\/p>\n<p>Wir stellen diese Ph\u00e4nomene auf dieselbe analytische Ebene, aber nicht, um sie zu vergleichen, und schon gar nicht um zu behaupten, sie seien gleichartig.<\/p>\n<p>Vielmehr tun wir dies, um aufzuzeigen, dass es sich um sehr unterschiedliche <em>Formen<\/em> des Leidens handelt und dass das Anerkennen dieses Unterschieds das Leiden der Tiere nicht herabw\u00fcrdigt. Im Gegenteil. Es w\u00fcrdigt, wie au\u00dferordentlich einzigartig dieser Schrecken f\u00fcr jene Tiere sein muss, die ein ganzes Leben lang Unterwerfung und Entsetzen erleben, ohne auch nur ansatzweise einen Zugang zum Innenleben oder zu den Motiven derer zu haben, die sie vernichten.<\/p>\n<p><em>[Folie 14]<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir systematische menschliche Ungerechtigkeit gegen\u00fcber Menschen, der systematischen [menschlichen] Ungerechtigkeit gegen\u00fcber Tieren gegen\u00fcberstellen, wird der Mechanismus, der der menschlichen Ungerechtigkeit gegen\u00fcber Menschen zugrunde liegt, deutlich. Trotz der Unterschiede, die den unterschiedlichen menschlichen \u201e-ismen\u201c innewohnen, haben sie doch eines gemeinsam in ihrem Zweck: n\u00e4mlich <em>bestimmte Menschen systematisch und bereits auf der Ebene der Definition aus dem Begriff \u201eMensch\u201c selbst auszuschlie\u00dfen<\/em>.<\/p>\n<p>In einigen F\u00e4llen wird dies deutlich zum Ausdruck gebracht, in anderen F\u00e4llen nicht. Doch die meisten, wenn nicht sogar alle menschlichen Gesellschaften operieren und basieren auf einem sozialen Organisationsprinzip, das ihre Mitglieder nach Graden der Menschlichkeit entsprechend den Idealen dieser Gesellschaft einstuft: von \u201eMensch\u201c \u2013 des Spitzenranges \u2013 bis hin zu Menschen, die als \u201enicht Mensch [respektive nichtmenschlich]\u201c, \u201eUntermensch\u201c oder \u201eTier\u201c betrachtet werden.<\/p>\n<p>Dies ist nicht nur ein Instrument das der Spaltung dient, sondern es ist auch von grunds\u00e4tzlicher Bedeutung f\u00fcr jede Gesellschaft, da es vorgibt,<em> was den idealen Menschen verk\u00f6rpert<\/em> gegen\u00fcber dem, was <em>das Gegenteil dieses Ideals<\/em> darstellt.<\/p>\n<p><em>[Folie 15]<\/em><\/p>\n<p>Es ist also <em>genau hier<\/em>, in der Kluft zwischen \u201eMensch\u201c\/\u201cnicht Mensch\u201c, die den menschlich sozialen Welten innewohnt und f\u00fcr das menschliche Leben spezifisch ist, wo die Vorstellung von \u201emenschlich\u201c und die von \u201enicht menschlich\u201c \/ \u201etierlich\/tierisch\u201c als <em>Gegens\u00e4tze oder Kontraste<\/em> gebildet wird. Und eben dies ist der entscheidende Punkt.<\/p>\n<p><em>[Folie 16]<\/em><\/p>\n<p>Menschen, die als \u201enicht menschlich\u201c oder \u201eweniger als menschlich\u201c eingeordnet werden, stellen die lebende Verk\u00f6rperung der Antithese zur Menschlichkeit dar f\u00fcr diese Gesellschaft. Sie gelten als moralisch unlesbar. Sie spielen also eine sehr wichtige Rolle, da als ihnen \u00fcbergeordnet eingestufte Menschen ihre \u00dcberlegenheit nicht ausleben oder zur Geltung bringen k\u00f6nnen, ohne andere Menschen, die sie unterordnen k\u00f6nnen, die als Zeugen dieser menschlichen Ordnung [Human order] dienen, die in ihrer Menschlichkeit so spektakul\u00e4r <em>versagen<\/em>, dass ihr Versagen <em>a priori<\/em> ist, die die Worte sprechen und von einer Realit\u00e4t zeugen, die den W\u00fcnschen ihres Herrn entsprechen. Allein andere Menschen k\u00f6nnen diese anti-menschliche Funktion erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Diese parasit\u00e4re Beziehung geht \u00fcber das Physische hinaus. Obwohl die sogenannten \u201eechten\u201c oder \u201ewahren\u201c Menschen auf die Arbeitskraft und die K\u00f6rper der entmenschlichten Menschen angewiesen sind, ist es noch wichtiger, dass beide Gruppen subjektiv dazu gezwungen oder sozial dahingehend konditioniert sind, sich selbst und andere im Rahmen dieser sozialen Ordnung zu erfahren: die sogenannten \u201ewahren\u201c Menschen sind optimistisch und von sich eingenommen; sie n\u00e4hren sich nicht nur von den physischen und emotionalen Traumata, die entmenschlichte Menschen durchleben, sondern im weiteren Sinne auch von letzterer psychischen Schmerz, der aus einer Entmenschlichung und der Verinnerlichung von Unterlegenheit resultiert.<\/p>\n<p><em>[Folie 17]<\/em><\/p>\n<p>Wenn das als \u201cMensch\u201d betrachtet zu werden, in den F\u00e4llen in denen es allein um Menschen geht, so viel bedeutet, dann wird dem Menschsein \u2013 wenn wir es im <em>allgemeinen<\/em> Sinne auffassen als als die schiere Zugeh\u00f6rigkeit zur Spezies <em>Homo sapiens<\/em> \u2013 auf der Gesellschaftsebene <em>kein<\/em> gro\u00dfer Stellenwert beigemessen.<\/p>\n<p>In fact, it appears that when humans build and shape their societies, they go out of their way to ensure that the morally operative conception of \u201chuman\u201d is <em>not<\/em> simply belonging to the species <em>homo sapiens<\/em>.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich scheint es so zu sein, dass Menschen beim Aufbau und der Gestaltung ihrer Gesellschaften alles daran setzen, sicherzustellen, dass das moralisch operative Konzept vom \u201eMenschen\u201c nicht einfach nur deckungsgleich ist mit der Zugeh\u00f6rigkeit zur <em>Spezies Homo sapiens<\/em>.<\/p>\n<p>Der Aufruf von Tierrechtlern, das Menschsein zu \u201eentheiligen\u201c, ist also gar nicht so radikal, wie sie glauben, denn genau das tun Menschen schon seit der Entstehung gro\u00dfer Gesellschaften vor sehr, sehr langer Zeit.<\/p>\n<p><em>[Folie 18]<\/em><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich sagen, dass unsere Arbeiten darauf hindeuten, dass die Frage nach dem moralischen Status von Tieren innerhalb dieses umfassenderen Problems neu verortet werden sollte, das sich um die offene Frage nach dem moralischen Status des Menschen bzw. dem Status des Menschseins dreht.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, die Lage der Tiere scheint eine Begleiterscheinung jenes Schemas zu sein, das menschlichen Welten innewohnt und in erster Linie darauf ausgerichtet ist, das Menschsein [selbst] abzuwerten: dieses Schema der <em>sozialen<\/em> Mensch-Tier-Trennung [Human-Animal divide].<\/p>\n<p>Es ist nicht so, dass Menschen wichtiger w\u00e4ren als nichtmenschliche Tiere und wir uns deshalb hier auf die innere Welt des Menschen konzentrieren wollen. Vielmehr spiegelt die Ungerechtigkeit gegen\u00fcber Tieren eine offenbar umfassendere moralische Krise wider, die innerhalb der Menschen und der menschlichen Gesellschaften stattfindet \u2013 eine Krise, die leider zur Normalit\u00e4t geworden ist.<\/p>\n<p><em>[Folie 19]<\/em><\/p>\n<p>Wir glauben also, dass das dieser Krise zugrunde liegende Schema \u2013 unsere Abwertung des Menschseins, <em>also unseres eigenen Zustands, unserer eigenen Bedingung<\/em> \u2013 m\u00f6glicherweise auch verhindert, dass wir auf breiter gesellschaftlicher Ebene irgendeine andere Lebensform wertsch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Was uns zur\u00fcck bringt zu unserer Ausgangsfrage:<\/p>\n<p>Warum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten, wenn wir Menschen uns nicht mal einander anschauen wollen?<\/p>\n<p>Und genau hier setzt unser aktuelles Projekt an.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen. <a href=\"mailto:sylko@protonmail.com\">sylko@protonmail.com<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Die Autorin:<\/strong><\/p>\n<p>Syl Ko ist Autorin und unabh\u00e4ngige Forscherin. Ihre Arbeit untersucht die Konzepte \u201eMensch\u201c und \u201eTier\u201c, wobei sie deren abstrakte Wechselabh\u00e4ngigkeit und die Art und Weise hervorhebt, wie diese sowohl menschliche als auch tierliche Freiheit einschr\u00e4nkt. Ko hinterfragt traditionelle Ans\u00e4tze der Tierverteidigung, indem sie die moralische Frage nach Tieren neu formuliert und sie im Kern als offene Frage nach dem moralischen Status des Menschen versteht. Sie betont, dass die gesellschaftliche Abwertung tierlichen Lebens aus einer vorg\u00e4ngigen Abwertung des Menschseins hervorgeht. Ihre Arbeit lehnt die konventionelle Orientierung an moraltheoretischen Ans\u00e4tzen ab und regt stattdessen eine Form der Reflexion an, die darauf abzielt, Menschlichkeit wiederherzustellen, durch die wir Tiere mit neuen Augen sehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Tierautonomie<\/strong><\/p>\n<p>Publisher: www.simorgh.de \u2013 \u2018Society, conflict and the anthropogenic dilemma\u2019. <em>This reader is published by the Edition Farangis in context with the memorial project dedicated to the work of Dr. phil. <\/em><em>Miriam Y. Arani.<\/em><\/p>\n<p><strong>Citation<\/strong><\/p>\n<p>Ko, Syl (2026). Warum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten (wenn Menschen nicht mal einander anschauen wollen)? <em>TIERAUTONOMIE<\/em>, 12 (1). <a href=\"http:\/\/simorgh.de\/tierautonomie\/JG12_2026_1.pdf\">http:\/\/simorgh.de\/tierautonomie\/JG12_2026_1.pdf<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>TIERAUTONOMIE (ISSN 2363-6513)<\/p>\n<p>Leser_innen d\u00fcrfen diese Publikation kopieren und verbreiten, solange ein Verweis auf den\/die Autor_innen und das Journal TIERAUTONOMIE gegeben wird. Die Verwendung ist ausschlie\u00dflich auf nicht-kommerzielle Zwecke eingeschr\u00e4nkt und es d\u00fcrfen keine Ver\u00e4nderungen am Textmaterial vorgenommen werden. Weitere Details zu dieser Creative Commons Lizenz findet sich unter <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/\">http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/<\/a>. Alle anderen Verwendungszwecke m\u00fcssen von dem\/den Autor_innen und den Herausgeber_innen von TIERAUTONOMIE genehmigt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4833\" src=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c.png\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" srcset=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c.png 512w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c-300x300.png 300w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c-250x250.png 250w\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"512\" \/><\/a><\/p>\n<p>We, the Gruppe Messel, are a multispecies network dedicated to &gt; Eurohippus messelensis and the world heritage known as the Messel Formation &gt; and with it: today\u2019s work in Animal Rights!<\/p>\n<p>Tierrechtsarchiv der Gruppe Messel, Edition Farangis, Usingen \/ Taunus, 2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrgang 12, Nr. 1, ISSN 2363-6513, April 2026 Syl Ko: Warum sollten wir unseren Blick auf Tiere richten (wenn Menschen nicht mal einander anschauen wollen)? Schlagworte: Soziologie, Tiersoziologie, Tierrechte, Menschenrechte, spezies\u00fcbergreifende-\/Interspezies-Ethik, Gesellschaftstheorie, Tierrechtsphilosophie Unser neuer Header stammt von C. \u52d2 \/ Pegi Freespeech. 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