{"id":4832,"date":"2025-10-23T18:22:51","date_gmt":"2025-10-23T18:22:51","guid":{"rendered":"https:\/\/simorgh.de\/about\/?p=4832"},"modified":"2025-10-23T20:06:19","modified_gmt":"2025-10-23T20:06:19","slug":"ralph-acampora-ausloeschung-durch-ausstellung-ein-blick-auf-und-in-den-zoo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/about\/ralph-acampora-ausloeschung-durch-ausstellung-ein-blick-auf-und-in-den-zoo\/","title":{"rendered":"Ralph R. Acampora: Ausl\u00f6schung durch Ausstellung: Ein Blick auf und in den Zoo"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/kts8.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1217\" src=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/kts8.png\" sizes=\"(max-width: 1315px) 100vw, 1315px\" srcset=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/kts8.png 1315w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/kts8-300x82.png 300w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/kts8-1024x281.png 1024w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/kts8-250x68.png 250w\" alt=\"kts8\" width=\"1315\" height=\"362\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jahrgang 11, Nr. 2, ISSN 2363-6513, Oktober 2025<\/p>\n<p><strong>Ausl\u00f6schung durch Ausstellung: Ein Blick auf und in den Zoo<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ralph R. Acampora<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/simorgh.de\/tierautonomie\/JG11_2025_2.pdf\">Dieser Text als PDF<\/a><\/p>\n<p><strong>Abstract:<\/strong> Dieser Artikel vergleicht die ph\u00e4nomenologische Struktur zoologischer Ausstellungsformate mit den in der Pornografie vorherrschenden Mustern. Er untersucht mehrere Diskrepanzen zwischen beiden Bereichen, stellt fest, dass diese entweder nicht vorhanden oder irrelevant sind, und kommt zu dem Schluss, dass die vorgeschlagene Analogie genug Bestand hat, um als kritische Linse zu dienen, durch die man die Institution Zoo betrachten kann. Die zentrale Idee, die sich in diesem Interpretationsprozess offenbart, ist paradox: Zoos sind insofern pornografisch, als sie die Natur ihrer Objekte gerade dadurch verschwinden lassen, dass sie sie \u00fcberm\u00e4\u00dfig exponieren. Da die Tiere gerade durch die Feilbietung ihrer Sichtbarkeit degradiert oder marginalisiert werden, wird der Anspruch der \u201eBewahrung\u201d kritisiert. Es wird angeregt, den Zoo, wie wir ihn kennen, durch authentischere Formen der Begegnung mit anderen Lebensformen abzul\u00f6sen.<\/p>\n<p><strong>Schlagworte:<\/strong> Zoos, Pornografie, in Gefangenschaft gehaltene Tiere, Wildtiere, Tierschauen, Ausstellung, spezies\u00fcbergreifende-\/Interspezies-Ethik, Artenschutz, Biophilie<\/p>\n<p><strong>Originalfassung:<\/strong><br \/>\nRalph R. Acampora: <em>Extinction by Exhibition: Looking at and in the Zoo<\/em>, <em>Human Ecology Review<\/em>, Vol. 5, No. 1, 1998, S. 1\u20134.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.humanecologyreview.org\/Human%20Ecology\/HER_5,1,1998.pdf\">https:\/\/www.humanecologyreview.org\/Human%20Ecology\/HER_5,1,1998.pdf<\/a> [19.10.2025].<br \/>\nHerausgegeben von der <em>Society for Human Ecology<\/em>.<br \/>\n\u00dcbersetzung ins Deutsche: Gita Yegane Arani.<\/p>\n<p>Die zweite Natur stellt uns vor gr\u00f6\u00dfere Probleme als je zuvor, da wir uns pl\u00f6tzlich bewusst geworden sind, wie sehr wir von ihr abh\u00e4ngig sind und inwieweit unsere Anspr\u00fcche t\u00f6dlich sein k\u00f6nnten. (Schwartz 1996, 173)<\/p>\n<p>Im Laufe seiner Geschichte hat der Zoo eine relationale Dynamik der Herrschaft demonstriert. Urspr\u00fcnglich, in seiner Zeit als privater Garten, war er ein m\u00e4chtiges Symbol der Herrschaft und vermittelte ein imperiales Bild des Menschen als Monarchen \u2013 Herrscher \u00fcber die Natur, Herrscher \u00fcber die Wildnis. Schlie\u00dflich wurde er in eine \u00f6ffentliche Menagerie umgewandelt und zu einem Ritual der Unterhaltung, das ein fast trickreiches Bild des Menschen als Magier vermittelte \u2013 als B\u00e4ndiger von wilden Tieren, als Beschw\u00f6rer \u00fcber Gefangene. Der moderne Zoo ist zu einem Wissenschaftspark und \u00e4sthetischen Ort geworden, dessen Bedeutung als erl\u00f6send gilt; er steht als Symbol f\u00fcr Naturschutzpolitik und vermittelt ein religi\u00f6ses Bild vom Menschen als Messias \u2013 dem neuen Noah: Retter der Arten, g\u00fctiger Despot der Tiere. Vom Imperium, \u00fcber den Zirkus, bis hin zum Museum oder zur Arche, wurde der Zoo nach anthropozentrischen und wohl auch androzentrischen Hierarchien und Entw\u00fcrfen organisiert (Mullan und Marvin 1987).<\/p>\n<p>Historisch gepr\u00e4gt von paternalistischen Mustern und Spuren des Patriarchats, rechtfertigen sich zoologische Einrichtungen heute mit dem Verweis auf ihre angeblich rettenden St\u00e4rken. Zoos werden als Zufluchtsorte f\u00fcr den Schutz wildlebender Tierarten legitimiert, als Rettungsanker f\u00fcr ein Tierreich, das durch die industrialisierte Zivilisation bedroht ist. In Anlehnung an John Berger (1977) behaupte ich, dass diese Selbstdarstellung eine Ideologie ist, die sich in einem Paradox verf\u00e4ngt \u2013 denn gerade die von Zoos geschaffene Exposition l\u00f6scht die offensichtlichsten \u201enat\u00fcrlichen\u201d Merkmale urspr\u00fcnglich wilder Lebewesen aus, n\u00e4mlich deren F\u00e4higkeit, sich anderen zu entziehen oder sich frei mit ihnen auseinanderzusetzen. (Eine solche Ausl\u00f6schung findet auch dann statt, wenn man sich von einer klassischen Lehre von nat\u00fcrlichen Arten distanziert. Meine Argumentation st\u00fctzt sich nicht auf unver\u00e4nderliche Wesensmerkmale von Arten als solche, sondern vielmehr auf die allgemein akzeptierten Bedeutungen von Wildheit f\u00fcr jedes beliebige Tier.) So l\u00f6scht diese Art der Zurschaustellung f\u00fcr uns die existenzielle Realit\u00e4t dieser Tiere aus, obwohl sie vorgibt, deren biologische Existenz zu bewahren. Selbst die kluge Zoobef\u00fcrworterin Emily Hahn r\u00e4umt ein, dass \u201edas Wildtier in Gefangenschaft &#8230; zwangsl\u00e4ufig sein Wesen ver\u00e4ndert und nicht mehr das Tier ist, das wir sehen wollen\u201c (1967, 16). Berger erl\u00e4utert die Ironie wie folgt: Trotz des offensichtlichen Zwecks dieses Ortes \u201ekann ein Fremder nirgendwo in einem Zoo dem Blick eines Tieres begegnen &#8230; H\u00f6chstens flackert der Blick des Tieres auf und verschwindet wieder &#8230; Sie schauen zur Seite &#8230; Sie schauen blindlings in die Ferne &#8230; Sie scannen [a.d.\u00dc. ihre Umgebung] mechanisch\u201c (1977, 26).<\/p>\n<p>Da der Zoo seine Ausstellungs-Objekte gewisserma\u00dfen einer \u00dcberexposition aussetzt, die ihre wahre Natur herabstuft, kann man ihn als Teil einer paradoxen Form der Pornografie betrachten \u2013 nicht im Sinne von etwas Sexyem, sondern als eine Institution visueller Gewalt. Daher ist \u201eder Zoo, in den Menschen gehen, um Tiere zu treffen, sie zu beobachten, sie zu sehen, in Wirklichkeit ein Denkmal f\u00fcr die Unm\u00f6glichkeit solcher Begegnungen\u201c (Berger 1977, 19). M\u00f6gliche Parallelen zur Genderanalyse von Pornografie lassen sich pointiert anrei\u00dfen, indem man \u201eZoo &#8230; Menschen &#8230; Tiere\u201c durch \u201eStripbar &#8230; M\u00e4nner &#8230; Frauen\u201c ersetzt (Kappeler 1986, 75-76).<\/p>\n<p>Die breitgefasste Analogie zwischen Zoos und Pornografie ist n\u00fctzlich, denn wenn sie in den relevanten Punkten zutrifft (was meiner Meinung nach der Fall ist), wirft dieser Vergleich ein neues und ausgesprochen kritisches Licht auf die Debatte \u00fcber die Haltung und Zucht von Wildtieren in Gefangenschaft. Betrachten wir zur Veranschaulichung die Kontroverse um Pornografie. Es gibt mehrere denkbare Rechtfertigungen f\u00fcr Pornografie, aber stellen Sie sich einmal vor, ein Bef\u00fcrworter w\u00fcrde die Position vertreten, dass wir diese Institution zulassen \u2013 ja sogar f\u00f6rdern \u2013 sollten, weil sie uns (insbesondere junge Menschen) dazu anregt oder inspiriert, die dargestellten Personen zu sch\u00e4tzen, weil sie uns \u201elehrt\u201c, auf das Wohlergehen derjenigen zu achten, die in der Weise exponiert sind. Das \u201aCenterfold\u2018 w\u00fcrde also als Symbol f\u00fcr Mitgef\u00fchl und Respekt angesehen werden! Jetzt muss nur noch herausgefunden werden, warum so viele von uns dieselbe Argumentation akzeptieren, wenn sie im Zusammenhang mit zoologischen Ausstellungen vorgebracht wird. Sicherlich gibt es relevante Unterschiede, die unterschiedliche Reaktionen rechtfertigen w\u00fcrden \u2013 oder etwa nicht?<\/p>\n<p>Einerseits k\u00f6nnten wir versucht sein zu denken, dass Zoos wirklich bildend sind \u2013 in einer Weise, wie es Pornografie (zumindest in der Regel) nicht ist. Aber dieser vermeintliche Unterschied h\u00e4lt einer genauen Befragung nicht stand. Wir m\u00fcssen kritische Fragen stellen, wie sie beispielsweise Paul Shepard formuliert hat: \u201eDer Zoo pr\u00e4sentiert sich als Ort der Bildung. Aber mit welchem Ziel? Um den Menschen Respekt gegen\u00fcber der Wildnis, ein Bewusstsein f\u00fcr menschliche Begrenztheit und f\u00fcr die biologische Gemeinschaft, eine Welt der gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten zu vermitteln?\u201c (1996, 233). Nein, wir m\u00fcssen antworten, dass Zoos entweder schlecht vermitteln oder allzu gut falsche und gef\u00e4hrliche Lektionen erteilen. Ein Umweltforscher fand heraus, dass \u201eZoo-Besucher viel weniger \u00fcber Tiere wissen als Rucksackwanderer, J\u00e4ger, Fischer und andere, die behaupten, sich f\u00fcr Tiere zu interessieren, und nur geringf\u00fcgig mehr wissen als diejenigen, die behaupten, sich \u00fcberhaupt nicht f\u00fcr Tiere zu interessieren\u201c (Kellert 1979). Fast zwanzig Jahre sp\u00e4ter ist sein Urteil immer noch verheerend: \u201eDer Durchschnittsbesucher scheint nach seinem Besuch nur marginal wertsch\u00e4tzender, besser informiert oder interessierter an der Natur zu sein.\u201c Als Antwort auf Shepards Frage stellt er fest, dass \u201eviele Besucher den Zoo mit einer noch st\u00e4rkeren \u00dcberzeugung von einer \u00dcberlegenheit des Menschen gegen\u00fcber der Natur verlassen\u201c (Kellert 1997, 99).<\/p>\n<p>Es gibt mehrere wenig \u00fcberraschende Gr\u00fcnde f\u00fcr diese negativen Ergebnisse hinsichtlich des p\u00e4dagogischen Werts von Zoos: Die \u00d6ffentlichkeit steht den Bildungsbem\u00fchungen von Zoos weitgehend gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber (nur wenige bleiben stehen, um sich die Erl\u00e4uterungstafeln anzusehen, geschweige denn zu lesen); Tiere werden nur kurz und in schneller Abfolge betrachtet; die Menschen konzentrieren sich eher auf die sogenannten Babys und Bettler [A.d.\u00dc. Jungtiere und Tiere, mit \u201eUnterhaltungswert\u201c] \u2013 deren niedliches Aussehen und lustige Possen ziehen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich (Ludwig 1981). Nat\u00fcrlich ist diese Art der Unterhaltung das Herzst\u00fcck dessen, was einen Zoo ausmacht (ungeachtet wissenschaftlicher Ideologien der Selbstdarstellung). Folglich und auf t\u00fcckische Weise vermitteln und verst\u00e4rken Zoobesuche immer wieder die unterschwellige Botschaft, dass nichtmenschliche Tiere dazu da sind, uns Menschen zu unterhalten. Selbst wenn wir in unseren illusorischen Momenten der Aufgekl\u00e4rtheit darauf bestehen, dass sie eher zur Bildung da sind \u2013 selbst dann ist ihre Pr\u00e4senz im Wesentlichen immer noch uns zugewiesen oder f\u00fcr uns bestimmt. Somit schlie\u00dft die ph\u00e4nomenologische Grammatik ihres Erscheinens die M\u00f6glichkeit des Aufkommens vollst\u00e4ndiger Andersartigkeit aus; dies bedeutet es, einen lebenden K\u00f6rper zur Schau zu stellen und an der Stelle zu halten (eine strukturelle Inauthentizit\u00e4t, die trotz der besten Absichten menschlich-\u00f6kologischer P\u00e4dagogik bestehen bleibt).<\/p>\n<p>Wenn dies wiederum zu pornografisch klingt, k\u00f6nnen wir diese Assoziation vielleicht ausr\u00e4umen, indem wir die relevante Disanalogie an anderer Stelle entdecken. Zweifellos wird jemand denken, dass die von mir behauptete \u00c4hnlichkeit aufgrund des offensichtlichen Unterschieds in der Anziehungskraft \u2013 erotische versus biotische Unterhaltung \u2013 weit hergeholt ist. Hier muss ich ein wenig nachgeben, denn es ist nicht der durchschnittliche Zoobesucher, der sich tats\u00e4chlich ein Sch\u00e4ferst\u00fcndchen mit einem Nashorn w\u00fcnscht. Ich gebe zu, dass Bestialit\u00e4t nicht zum normalen Ablauf eines Zoobesuchs geh\u00f6rt (obwohl sie als indirekter Bestandteil angesehen werden kann, wie in Peter Greenaways Film Z00 aus dem Jahr 1988). Dennoch behaupte ich, dass die Analogie auch hier stark genug ist, um ihre G\u00fcltigkeit zu rechtfertigen. Die \u00c4sthetik des Zoos unterscheidet sich meiner Meinung nach nicht wesentlich von der Pornografie. In beiden F\u00e4llen finden wir Fetische des Exotischen, eine unterschwellige Angst vor der Natur, Fantasien von verbotenen oder unm\u00f6glichen Begegnungen und eine starke Annahme von Herrschaft und Kontrolle (Griffin, 1981). Angesichts dieser \u00c4hnlichkeiten halte ich es keineswegs f\u00fcr abwegig zu behaupten, dass Zoo-Bewohner und Pornodarsteller in dieser Hinsicht \u00c4hnlichkeiten aufweisen \u2013 sie sind visuelle Objekte, deren Bedeutung weitgehend durch die Perversionen eines patriarchalischen Blicks gepr\u00e4gt ist (Adams 1994, 23\u201384, insbesondere 39\u201354).<\/p>\n<p>An dieser Stelle k\u00f6nnten einige der Ungeduldigen unter uns, die durch die Parallelen verunsichert, wenn nicht gar verst\u00f6rt sind, versucht sein, die Seriosit\u00e4t beider Institutionen auf einen Schlag zu retten, indem sie das zweischneidige Schwert der Freiheit schwingen. Pornografie an sich sei nicht so schlimm, so w\u00fcrde das Argument lauten, da sie von Profis betrieben werde, die sich f\u00fcr diesen Beruf \u201eentschieden\u201c h\u00e4tten; und was Zoos angehe, so seien Tiere ohnehin \u201eInstinktwesen\u201c und daher selbst in freier Wildbahn nie wirklich frei gewesen. Dieses Gegenargument ist jedoch alles andere als \u00fcberzeugend. Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich darauf hinweisen, dass viele (wahrscheinlich die meisten, vielleicht sogar alle) derjenigen, die in Pornografie dargestellt werden, kaum behaupten k\u00f6nnen, sich frei f\u00fcr ihre Objektivierung entschieden zu haben. Dar\u00fcber hinaus bin ich nicht bereit, den Instinkt zum Imprimatur zoologischer Ausstellungen werden zu lassen. Ich bei\u00dfe in den sauren Apfel und m\u00f6chte den Leser daran erinnern, dass einige Wale und andere Primaten offenbar an dem teilhaben, was Philosophen als positive Freiheit (grob gesagt autonome Handlungsf\u00e4higkeit) bezeichnen. Ich weiche dem sauren Apfel aus und m\u00f6chte sagen, dass die meisten (wenn nicht sogar alle) anderen in der freien Natur lebenden Tiere zumindest negativ frei sind, in dem Sinne, dass sie frei sind, ihr Spezies-Sein individuell zu verwirklichen (was viele auch in qualitativer Hinsicht erleben).<\/p>\n<p>Es wird den Bef\u00fcrwortern von Zoos an dieser Stelle nichts n\u00fctzen, den Schwerpunkt zu verlagern und die Vorz\u00fcge einer Erneuerung naturalistischer Architektur zu loben, indem sie behaupten, dass die Tiere in dem sch\u00f6nen neuen Biodom ohne Gitterst\u00e4be praktisch in Freiheit leben. Nein, dieser Schachzug funktioniert nicht \u2013 wenn beispielsweise die Gr\u00f6\u00dfe des Wildgebiets eines Jaguars (25.000 Acres\/10.000 ha) gr\u00f6\u00dfer ist als die Gesamtfl\u00e4che aller gro\u00dfen Zoos weltweit (Preece und Chamberlain, 1993)! Dar\u00fcber hinaus gibt es Grund zur Annahme, dass der Anspruch auf Freiheit, mit dem wir uns hier besch\u00e4ftigen, selbst mit der Struktur des Besitzbewusstseins im Zusammenhang steht. Tats\u00e4chlich zeigt die Ph\u00e4nomenologie von Kontrolle, von Hegel bis Sartre, dass die Dialektik der Unterdr\u00fcckung ein paradoxes Bed\u00fcrfnis offenbart \u2013 n\u00e4mlich dass der Herr, bewusst oder unbewusst, w\u00fcnscht, dass der Sklave in und durch die Ausbeutung selbst frei ist.<\/p>\n<p>Es scheint also, dass das, was auf den ersten Blick als abwegig erscheinen mag \u2013 die Analogie zwischen Zoos und Pornografie \u2013 keineswegs absurd ist, sondern im Gegenteil sehr viele Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Stichhaltigkeit aufweist. Der Leser mag sich nun fragen, worauf das hinauslaufen soll. Schlie\u00dflich, so k\u00f6nnte man entgegnen, ist diese vergleichende Kritik nur dann erfolgreich, wenn man im Falle der Analogie eine zweifelhafte Haltung moralistischer Pr\u00fcderie einnimmt. Meine Antwort auf diesen letzten Einwand lautet, dass im Bereich der Erotik plausible Unterscheidungen zwischen der Politik der Erniedrigung und der \u00c4sthetik der Enth\u00fcllung getroffen werden k\u00f6nnen. Eine M\u00f6glichkeit, diese Trennung zu verdeutlichen, besteht darin, wie Berger vom Unterschied zwischen Nacktheit und Bl\u00f6\u00dfe zu sprechen: \u201eNackt zu sein [A.d.\u00dc. im Sinne des engl. \u201anaked\u2018, im Englischen kann man zwischen \u201anakedness\u2018 und \u201anudity\u2018 unterscheiden] bedeutet, man selbst zu sein &#8230; Nackt zu sein [im Sinne der engl. \u201anude\u2018] bedeutet, von anderen nackt gesehen zu werden und dennoch nicht als man selbst erkannt zu werden<br \/>\n&#8230; Ein nackter K\u00f6rper muss als Objekt betrachtet werden, um nackt zu sein [ = im Sinne von \u201anude\u2018] &#8230; Nacktheit [\u201anakedness\u2018] offenbart sich &#8230; Nacktheit\/Bl\u00f6\u00dfe [\u201anudity\u2018] wird zur Schau gestellt &#8230; Nackt zu sein [\u201anakendness\u2018] bedeutet, ohne Verkleidung zu sein &#8230; Nacktheit [ = \u201anudity\u2018] ist eine Form der Kleidung\u201c (Berger 1972, 54).<\/p>\n<p>Lassen Sie uns nun den zugrunde liegenden Unterschied neu bewerten, indem wir die Begriffe \u201egefangen\u201d und \u201ewild\u201d durch \u201enackt\u201d und \u201eblo\u00df\u201d ersetzen. Die Umwandlung ist nicht nahtlos, aber mit ein wenig interpretatorischer Finesse ist sie aufschlussreich: Wild zu sein bedeutet, man selbst zu sein; gefangen zu sein bedeutet, von anderen als wild angesehen zu werden, aber dennoch nicht als man selbst anerkannt zu werden (warum tanzen die nachtaktiven Tiere nicht tags\u00fcber, wenn wir vorbeikommen?); ein wilder K\u00f6rper muss als Objekt gesehen werden, um gefangen zu werden; Wildheit offenbart sich (ungeachtet der Tarnung); Gefangenschaft wird zur Schau gestellt; wild zu sein bedeutet, ohne Verkleidung zu sein; Gefangenschaft ist eine Form der Kleidung (Kost\u00fcm komplett mit Identit\u00e4tsplaketten und passenden Zeichen der Unternehmenssponsoren der Ausstellung). Meine Bemerkungen in Klammern sind nicht die einzigen m\u00f6glichen \u2013 mit ein wenig Fantasie kann jeder, der schon einmal im Zoo war, seine eigenen Kommentare hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Zusammenfassend glaube ich, dass die Untersuchung zooskopischer Pornografie besonders hilfreich w\u00e4re, um die Entstehung einer allgemein visuellen Kultur kritisch zu verstehen \u2013 denn darin verzweigt sich die Politik der Wahrnehmung bis hin zur Naturgeschichte. Michel Foucault hat einmal bemerkt: \u201eJahrtausendelang blieb der Mensch das, was er f\u00fcr Aristoteles war: ein Lebewesen mit der zus\u00e4tzlichen F\u00e4higkeit zu politischer Existenz; der moderne Mensch ist ein Lebewesen, dessen Politik seine Existenz als Lebewesen in Frage stellt\u201c (1980, 143). Vielleicht ist der postmoderne Mensch ein Tier, dessen Wahrnehmungstechniken seine Beziehungen zu anderen Lebewesen fragw\u00fcrdig machen; vielleicht brauchen wir jetzt eine Genealogie des \u201eZooptikons\u201c. Wie dem auch sei, bevor ich zum Schluss komme, m\u00f6chte ich Missverst\u00e4ndnisse meiner zentralen Analogie vermeiden, und klarstellen, dass ich die Besch\u00e4ftigung mit \u201eWildtieren\u201c, ob biotisch oder erotisch, nicht ausschlie\u00dfe. Im ersten Fall glaube ich, dass es eine authentische Begegnung mit Tieren gibt, nach der wir ein biophiles Bed\u00fcrfnis haben.<\/p>\n<p>Die Beliebtheit von Zoos \u00fcbertrifft sogar die von Profisportligen bei weitem; allein in den Vereinigten Staaten ziehen sie j\u00e4hrlich 135 Millionen Menschen an (Kellert 1997, 98). Es ist wahrscheinlich, dass die Werbema\u00dfnahmen f\u00fcr Naturschutz, Forschung und Bildung weder notwendige noch ausreichende Bedingungen f\u00fcr die Existenz von Zoos darstellen. Was wir allzu leichtfertig als \u201eUnterhaltung\u201d bezeichnen, ist wahrscheinlich sowohl notwendig als auch ausreichend, und daher sollten wir dieses letztere Motiv neu definieren und weiter erforschen. Wenn etwas wie das, was E. O. Wilson (1984) als Biophilie beschreibt, hinter unserer Ausstellung anderer Organismen steckt, dann schlage ich vor, dass es unsere Aufgabe ist, Wege zu entwickeln, um diesen biophilen Antrieb und die damit verkn\u00fcpfte Verbundenheit mit Tieren, auf eine Weise zu f\u00f6rdern, die \u00fcber das hinausgeht und besser ist als das, was Zoos tun oder tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche mag es so klingen, als w\u00fcrde ich die T\u00fcr zu einer m\u00f6glichen Verbesserung der Zoos vorschnell schlie\u00dfen zu wollen. Tats\u00e4chlich hat ein Beobachter bereits eine Reihe interessanter p\u00e4dagogischer Reformen f\u00fcr diese Einrichtungen vorgeschlagen. Scott Montgomery sieht den Zoo als einen Ort, an dem man die Domestizierung von Tieren studieren, \u00fcber die g\u00e4ngigen Vorstellungen von Animalit\u00e4t nachdenken, die Kulturgeschichte des Zoos selbst untersuchen und die Idee des Naturbegriffs hinterfragen kann (Montgomery 1995, 576ff.). Das sind anspruchsvolle Ziele, von denen einige im Widerspruch zur Unterhaltungsdynamik des Zoos als solchem stehen. Die tats\u00e4chliche Bildungsreform im Zoo ist bescheidener, aber dennoch interessant als mutma\u00dflicher Katalysator f\u00fcr die Neugierde der Sch\u00fcler (Sunday Morning, 1998). Meiner Meinung nach w\u00fcrde eine echte Transformation \u2013 eine, die die Trivialit\u00e4t und Stereotypisierung von beispielsweise Animal Planet im Fernsehen und Disney\u2018s Animal Kingdom einschr\u00e4nkt \u2013 den Zoo so radikal ver\u00e4ndern, dass ein anderer Name f\u00fcr die Anlage erforderlich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnten solche Ver\u00e4nderungen aussehen? Ein erster Schritt k\u00f6nnte darin bestehen, den Zoo von seinem Exotismus zu befreien. Das Belize Tropical Education Center beispielsweise h\u00e4lt nur einheimische Tiere und dann in der Regel nur solche, die verletzt oder verwaist sind (Coc et al. 1998, 389f.). Ein zweiter Schritt k\u00f6nnte darin bestehen, den Gedanken und die Praxis der Haltung selbst einzuschr\u00e4nken oder ganz aufzugeben. In Victoria beispielsweise, am s\u00fcd\u00f6stlichen Rand des australischen Festlands, habe ich einen Ort gesehen, der zum Schutz und zur Beobachtung von Zwergpinguinen [<em>Eudyptula minor<\/em>] eingerichtet wurde, der deren Zugang sowohl zum Meer als auch zu ihren \u00fcblichen Schlafh\u00f6hlen erh\u00e4lt. Meiner Meinung nach ist \u2013 unabh\u00e4ngig davon, was man sonst \u00fcber einen solchen \u00d6kotourismus sagen mag \u2013 einer seiner wichtigsten Vorz\u00fcge, dass er es den Tieren selbst \u00fcberl\u00e4sst, ob sie Kontakt zu menschlichen Besuchern aufnehmen oder diesen abbrechen. Es ist die Einhaltung dieser grundlegenden Art der \u201eEtikette\u201c, auf die Weston (1994) mehrfach Bezug nimmt, die sich deutlich von dem oben von mir kritisierten Muster der Pornografie unterscheidet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8212;<\/p>\n<p><strong>Danksagungen<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin dankbar f\u00fcr die nachdenklichen und konstruktiven Kommentare eines anonymen Rezensenten. Auch m\u00f6chte ich mich f\u00fcr die hilfreichen Beitr\u00e4ge von Christa Davis Acampora und Fred Mills, sowie f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von Bruce Wilshire bedanken. Und schlie\u00dflich bin ich Linda Kalof f\u00fcr ihre redaktionelle Ermutigung zur \u00dcberarbeitung zu Dank verpflichtet.<\/p>\n<p><strong>Quellenangaben<\/strong><\/p>\n<p>Adams, C. 1994. <em>Neither Man nor Beast: Feminism and the Defense of Animals.<\/em> New York: Continuum.<br \/>\nBerger, J. 1972. <em>Ways of Seeing.<\/em> London: BBC\/Penguin.<br \/>\nBerger, J. 1977. \u201eWhy Look at Animals?\u201c In J. Berger (Hg.), <em>About Looking,<\/em> 1\u201326. New York: Pantheon, 1980.<br \/>\nCoc, R., L. Marsh und E. Platt. 1998. \u201eThe Belize Zoo: Grassroots Efforts in Education and Outreach.\u201c In R. B. Primack et al. (Hg.), <em>Timber, Tourists, and Temples: Conservation and Development in the Maya Forest of Belize, Guatemala, and Mexico,<\/em> 389\u2013395. Washington, D.C.: Island Press.<br \/>\nFoucault, M. 1980. <em>The History of Sexuality, Volume I: An Introduction.<\/em> R. Hurley (\u00dcbers.). New York: Random\/Vintage.<br \/>\nGreenaway, P. A., Regie. 1988. <em>Zoo: A Zed and Two Noughts.<\/em> Beverly Hills: Pacific Arts Video.<br \/>\nGriffin, S. 1981. <em>Pornography and Silence: Culture\u2019s Revenge Against Nature.<\/em> New York: Harper &amp; Row.<br \/>\nHahn, E. 1967. <em>Animal Gardens.<\/em> Garden City: Doubleday.<br \/>\nKappeler, S. 1986. <em>The Pornography of Representation.<\/em> Minneapolis: University of Minnesota Press.<br \/>\nKellert, S. 1979. \u201eZoological Parks in American Society.\u201c Vortrag auf der Tagung der <em>American Association of Zoological Parks and Aquaria.<\/em><br \/>\nKellert, S. 1997. <em>Kinship to Mastery: Biophilia in Human Evolution and Development.<\/em> Washington, D.C.: Island Press.<br \/>\nLudwig, E. G. 1981. \u201eStudy of Buffalo Zoo.\u201c In M. Fox (Hg.), <em>International Journal for the Study of Animal Problems.<\/em> Washington, D.C.: Institute for the Study of Animal Problems.<br \/>\nMontgomery, S. L. 1995. \u201eThe Zoo: Theatre of the Animals.\u201c <em>Science as Culture<\/em> 21: 565\u2013602.<br \/>\nMullan, B. und G. Marvin. 1987. <em>Zoo Culture.<\/em> London: Weidenfeld and Nicolson.<br \/>\nPreece, R. und L. Chamberlain. 1993. <em>Animal Welfare and Human Values.<\/em> Waterloo, Ontario: Wilfrid Laurier University Press.<br \/>\nSchwartz, H. 1996. <em>The Culture of the Copy: Striking Likenesses, Unreasonable Facsimiles.<\/em> New York: Zone.<br \/>\nShepard, P. 1996. <em>The Others: How Animals Made Us Human.<\/em> Washington, D.C.: Island Press.<br \/>\nSunday Morning. 12. April 1998. Fernsehsendung auf CBS, Segment \u00fcber \u201eZoo Schools\u201c in Lincoln (Nebraska), Minnesota u. a.<br \/>\nWeston, A. 1994. <em>Back to Nature: Tomorrow\u2019s Environmentalism.<\/em> Philadelphia: Temple University Press.<br \/>\nWilson, E. O. 1984. <em>Biophilia.<\/em> Cambridge: Harvard University Press.<\/p>\n<p><strong>Der Autor:<\/strong><\/p>\n<p>Ralph R. Acampora ist <em>associate professor<\/em> f\u00fcr Philosophie an der Hofstra University, New York (USA), wo er das Programm f\u00fcr Critical Animal Studies gegr\u00fcndet hat und leitet. Er ist Autor von \u201eCorporal Compassion: Animal Ethics and Philosophy of Body\u201d (2006), Herausgeber von \u201eMetamorphoses of the Zoo: Animal Encounter After Noah\u201d (2010) und Mitherausgeber von \u201eA Nietzschean Bestiary: Becoming Animal Beyond Docile and Brutal\u201d (2003). Acampora war Mitherausgeber der Zeitschrift \u201aHumanimalia\u2018 und ist Rezensionsredakteur der Zeitschrift \u201aSociety &amp; Animals\u2018. Er engagiert sich in verschiedenen Bereichen im Tierschutz und in Tierrechten und hat in der Humane Education, sowie als <em>urban park ranger<\/em> in New York City in der p\u00e4dagogischen Arbeit f\u00fcr den Umweltschutz gearbeitet.<\/p>\n<p><strong>Anmerkung zur \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n<p>Aus Gr\u00fcnden meiner Haltung zu \u00fcbersetzungstechnischer Plausibilit\u00e4t, h\u00e4tte ich zu: \u201eAusl\u00f6schung durch das Exponieren: Ein Blick auf und in den Zoo\u201c tendiert, aber den Freiraum \u00fcbersetzerischer M\u00f6glichkeiten nutzend, gebe ich dem Wunsch des Autoren nach, welcher nun die Fassung pr\u00e4ferierte, die wir schlussendlich gew\u00e4hlt haben und die tats\u00e4chlich pr\u00e4gnanter zu sein scheint und dem Original so hoffentlich n\u00e4her kommt.<\/p>\n<p>Das immer wieder umstrittene Thema der Legitimit\u00e4t von Analogieschl\u00fcssen und Br\u00fcckenbildungen in der Auseinandersetzung ausgehend von \u201aintramenschlichen Erfahrungen\u2018 und Schilderungen von Unterdr\u00fcckung und derjenigen Fragen, die sich mit den Analogismen aufwerfen, greifen wir in unserer Tierrechtsarbeit immer wieder auf. Es gibt vermutlich keine finale, f\u00fcr alle Seiten befriedigende Antwort, ob und wie Analogien einen vermeintlich \u201esicheren\u201c Boden der Argumentation bieten \u2013 nicht wegen ihrer eigentlichen Legitimit\u00e4t, sondern vielmehr, weil Grenzen rund um Sachverhalte und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit uneinheitliches Gebiet darstellen und die arbitr\u00e4ren Grenzen in Arten ethischer Gewichtung wiederum hart umk\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p>Genau der Aspekt der Gangbarkeit und Handhabe in Sachen Analogien, ist in dem Artikel in einer sehr differenzierten Weise ausgearbeitet. Wir sehen das Aufzeigen der M\u00f6glichkeiten, sich \u00fcber Vergleiche an Problematiken, denen wir in Tierrechtsfragen begegnen, heranzuarbeiten, um zu eigenst\u00e4ndigen L\u00f6sungen zu gelangen.<\/p>\n<p>Dies bildete einen Grund, weshalb uns die \u00dcbertragung dieses Textes f\u00fcr unser Projekt als sehr hilfreich erschien. In Sachen &gt; <em>Zoos und Tierrechte<\/em> ist es unumg\u00e4nglich Wege und Perspektiven der Ann\u00e4herungsweise \u00fcberhaupt zu entwickeln. Prof. Ralph Acampora ist auf diesem Gebiet ein Pionier in der US-amerikanischen Tierrechtsbewegung.<\/p>\n<p><strong>Tierautonomie<\/strong><br \/>\nPublisher: www.simorgh.de \u2013 \u2018Society, conflict and the anthropogenic dilemma\u2019. <em>This reader is published by the Edition Farangis in context with the memorial fund dedicated to the work of Dr. phil. Miriam Y. Arani.<\/em><\/p>\n<p><strong>Citation<\/strong><br \/>\nAcampora, R. R. (2025). Ausl\u00f6schung durch Ausstellung: Ein Blick auf und in den Zoo. <em>TIERAUTONOMIE<\/em>, 11 (2). <a href=\"http:\/\/simorgh.de\/tierautonomie\/JG11_2025_2.pdf\">http:\/\/simorgh.de\/tierautonomie\/JG11_2025_2.pdf<\/a><\/p>\n<p>TIERAUTONOMIE (ISSN 2363-6513)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4833\" src=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c.png\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c.png 512w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c-300x300.png 300w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/edition_farangis_12c-250x250.png 250w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><\/p>\n<p>We, the Gruppe Messel, are a multispecies network dedicated to &gt; Eurohippus messelensis and the world heritage known as the Messel Formation &gt; and with it: today\u2019s work in Animal Rights!<\/p>\n<p>\u00a9 Tierrechte Messel, Edition Farangis, Usingen \/ Taunus, 2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrgang 11, Nr. 2, ISSN 2363-6513, Oktober 2025 Ausl\u00f6schung durch Ausstellung: Ein Blick auf und in den Zoo Ralph R. Acampora Dieser Text als PDF Abstract: Dieser Artikel vergleicht die ph\u00e4nomenologische Struktur zoologischer Ausstellungsformate mit den in der Pornografie vorherrschenden Mustern. Er untersucht mehrere Diskrepanzen zwischen beiden Bereichen, stellt fest, dass diese entweder nicht vorhanden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[109,31,117,154],"tags":[28,191,29],"class_list":["post-4832","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-handeln-gegen-speziesismus","category-lebensraum","category-tierautonomie","category-tiersoziologie","tag-herrschaft","tag-ralph-r-acampora","tag-tierrechte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4832"}],"collection":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4832"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4832\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4834,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4832\/revisions\/4834"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}