{"id":1480,"date":"2016-06-21T19:36:59","date_gmt":"2016-06-21T19:36:59","guid":{"rendered":"http:\/\/simorgh.de\/about\/?p=1480"},"modified":"2019-04-22T19:58:20","modified_gmt":"2019-04-22T19:58:20","slug":"mark-hawthorne-interviewt-aph-ko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/about\/mark-hawthorne-interviewt-aph-ko\/","title":{"rendered":"Eine antirassitische Aktivistin, die f\u00fcr die Tierbefreiung k\u00e4mpft. Ein Interview von Mark Hawthorne mit Aph Ko."},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Interview von Mark Hawthorne mit Aph Ko<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aph Ko: Eine antirassitische Aktivistin, die f\u00fcr die Tierbefreiung k\u00e4mpft<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.blackvegansrock.com\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1481\" src=\"http:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/bvr.png\" alt=\"bvr\" width=\"2500\" height=\"1362\" srcset=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/bvr.png 2500w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/bvr-300x163.png 300w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/bvr-1024x557.png 1024w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/bvr-250x136.png 250w\" sizes=\"(max-width: 2500px) 100vw, 2500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Quelle dieses Interviews mit Aph Ko ist Mark Hawthornes Blog \u201a<i>Striking at the Roots: Animal activism around the world\u2019: Aph Ko: Anti-Racist Activist Fighting for Animal Liberation<\/i>, <a href=\"https:\/\/strikingattheroots.wordpress.com\/2016\/05\/31\/aph-ko-anti-racist-activist-fighting-for-animal-liberation\/\">https:\/\/strikingattheroots.wordpress.com\/2016\/05\/31\/aph-ko-anti-racist-activist-fighting-for-animal-liberation\/<\/a>. \u00dcbersetzung: Gita Yegane Arani-Prenzel, mit der freundlichen Genehmigung von Aph Ko und Mark Hawthorne.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/simorgh.de\/aph_ko\/aph_ko_mark_hawthorne_interview.pdf\">Dieser Text als PDF<\/a><\/p>\n<p>Wer sich im letzten Jahr aktiv in der veganen Bewegung engagiert hat, der hat bestimmt bereits schon etwas von <a href=\"https:\/\/aphko.com\/\">Aph Ko<\/a>\u00a0geh\u00f6rt. Aph ist im Bereich sozialer Gerechtigkeit aktiv und setzt dazu in effektiver Weise die sozialen Medien ein. Sie hat 2015 das Projekt \u201a<a href=\"http:\/\/www.blackvegansrock.com\/\">Black Vegans Rock<\/a>\u2019\u00a0gegr\u00fcndet, nachdem sie als vegane Aktivistin einen Bericht mit einer <a href=\"http:\/\/strivingwithsystems.com\/2015\/06\/11\/blackvegansrock-100-black-vegans-to-check-out\/\">erstmaligen Auflistung 100 schwarzer Veganer_innen<\/a> verfasste, und, sie ist die Gr\u00fcnderin von <a href=\"https:\/\/aphro-ism.com\/\">Aphro-ism<\/a>\u00a0\u2013 einer Webseite, die sich der schwarzen veganen feministischen Analyse widmet, und die sie gemeinsam mit ihrer Schwester Syl Ko betreibt. Beide fordern dort das, was sie als eine \u201e<a href=\"https:\/aphro-ism.com\/2016\/02\/24\/why-animal-liberation-requires-an-epistemological-revolution\/\">epistemologische Revolution<\/a>\u201c\u00a0bezeichnen, indem sie \u00fcber die Unterdr\u00fcckung von Tieren und rassifizierte Unterdr\u00fcckung schreiben. \u201eWir glauben, dass wir mitunter mehr f\u00fcr die Tiere und uns selbst tun k\u00f6nnen, indem wir die Art und Weise \u00e4ndern, wie wir tats\u00e4chlich begreifen, warum Unterdr\u00fcckung \u00fcberhaupt geschieht,\u201c erkl\u00e4rt Aph in dieser <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cbw9iCdhDk8\">beeindruckenden Rede<\/a>, die sie anl\u00e4sslich der <a href=\"http:\/\/whidbeyinstitute.org\/event\/intersectional-justice\/\"><i>Intersectional Justice Conference<\/i><\/a>\u00a0im Staate Washington gehalten hat, und bei der ich die Ehre hatte Aph und einige andere beachtenswerte Aktivist_innen im M\u00e4rz dieses Jahres kennen zu lernen.<\/p>\n<p>Aph ist auch eine Produzentin unabh\u00e4ngiger Medien und die Sch\u00f6pferin der Comedy-Webserie \u201a<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UC3Qc3i9aRajldCj_zqdKokQ?&amp;ab_channel=AphKoProductions\"><i>Black Feminist Blogger<\/i><\/a>\u2019. Man braucht wohl kaum erw\u00e4hnen, dass Aph au\u00dferordentlich besch\u00e4ftigt ist, ich bin ihr daher also besonders dankbar, dass sie sich die Zeit genommen hat, mir auf einige Fragen \u00fcber ihren Aktivismus per Email zu antworten. Ich denke Ihr werdet von ihren Denkansto\u00df gebenden Antworten sehr begeistert sein.<\/p>\n<p><b>Aph, du bist im Punkte digitaler Medien unheimlich bewandert \u2013 bloggen, Videos, die sozialen Medien, Online-Artikel. Bist Du der Meinung, dass es eine Form gibt, die sich f\u00fcr den Aktivismus f\u00fcr soziale Gerechtigkeit in ihrer Effizienz ganz besonders eignet?<\/b><\/p>\n<p>Ich denke all diese Formen dienen einem einmaligen und spezifischen Zweck. Videos sind hilfreich dabei, bestimmte Narrative voranzutreiben, in einer Weise wie es das Bloggen nicht kann; Bloggen hingegen ist eher pers\u00f6nlich. Es hilft mir dabei, meine eigene Stimme auszutesten, w\u00e4hrend ich anderen dabei zugleich gute Ressourcen empfehlen kann. Ich denke deine St\u00e4rken geben dir vor, welches Medium du am besten verwenden solltest. Wenn du mehr F\u00e4higkeiten darin besitzt, deine Gedanken expressiv zu artikulieren und Zusammenh\u00e4nge eher \u00fcber das Sprechen herleitest, dann ist es wahrscheinlich besser wenn du ein Video machst. Wenn du deine Gedanken aber besser \u00fcber das Schreiben organisieren kannst, dann ist es von Vorteil, wenn du ein Blogposting verfasst.<\/p>\n<p><b>Ich glaube viele Veganer_innen sind sich in dem Punkt einig, dass die digitalen Medien dabei geholfen haben, die vegane Botschaft voranzubringen. Denkst Du, dass die digitalen Medien auch dabei hilfreich waren, Fortschritte bei den Themen zu erwirken, die die marginalisierten Gruppen anbetreffen?<\/b><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen ja und nein. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich realisiert habe, wie ich die digitalen Medien dazu gebrauchen wollte, um meine Stimme zu verst\u00e4rken, w\u00e4hrend ich mir aber gleichzeitig mein Gef\u00fchl f\u00fcr die Gemeinschaft bewahrt habe. Ich denke, dass die digitalen Medien und das Internet insgesamt blo\u00df eine Erweiterung der realen Welt, in der wir leben, darstellten, und so beherrschen Rassismus und Sexismus selbst auch diese digitalen R\u00e4ume. Aus diesem Grund erhalten auch bestimmte Stimmen mehr Aufmerksamkeit als andere. Bestimmte Versionen der Realit\u00e4t werden verbreitet, w\u00e4hrend andere zur Seite gedr\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p>Und das ist auch warum das eurozentrische Denken und das Wei\u00dfsein [1] beinahe alle Bewegungen sozialer Gerechtigkeit befallen \u2013 selbst online. Wei\u00dfe Menschen schreiben zum gr\u00f6\u00dften Teil die Literatur, die verbreitet wird. Ihre Sichtweise \u00fcber Unterdr\u00fcckung und Befreiung wird als einzige oder als die ma\u00dfgebliche Perspektive betrachtet. Und, da sie die \u00fcber die meisten Ressourcen verf\u00fcgen, sind sie auch imstande dazu, zu den bestimmenden Autor_innen in den Forderungen nach sozialem Wandel und im Aktivismus zu werden, was allerdings verheerende Konsequenzen mit sich gebracht hat.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit habe ich Stunden damit verbracht, die Art zu bek\u00e4mpfen wie Wei\u00dfe ihre Arbeiten erledigen, bis ich eines Tages gemerkt habe, dass mich das Ganze einfach nur noch langweilte. Die wei\u00dfe Realit\u00e4t fortw\u00e4hrend zu bek\u00e4mpfen, l\u00e4sst einen zu dem Eindruck gelangen, als sei deren Realit\u00e4t tats\u00e4chlich die einzige die existiert. Ich musste meine eigenen Erfahrungen validieren indem mit People of Color [2] sprach, indem ich f\u00fcr und an People of Color schrieb und indem ich Texte von People of Color las. Und hierbei halfen mir die digitalen Medien. Ich habe meine Herangehensweise an die Themen Unterdr\u00fcckung und Befreiung dabei absolut revolutionieren k\u00f6nnen und bin daf\u00fcr vielen schwarzen radikalen Autor_innen dankbar, die unerm\u00fcdlich online arbeiten um qualitativ hochwertige und wegweisende Analysen zu bieten.<\/p>\n<p>F\u00fcr minorisierte Menschen ist es schwer online miteinander zu kommunizieren, ohne einem wei\u00dfen, sich einmischenden Kontrollblick ausgesetzt zu sein und ohne Appropriationen. Sobald einige Minderheiten bemerken, dass Wei\u00dfe ihnen zuschauen, \u00e4ndern sie ihr Verhalten oder fangen an ihre Artikel auf ein wei\u00dfes Publikum zuzuschneiden.<\/p>\n<p>Ich kann dir nicht sagen wie viele Vegans of Color Essays und Artikel F\u00dcR Wei\u00dfe schreiben, w\u00e4hrend sie dabei die farbige Leserschaft total au\u00dfer Acht lassen.<\/p>\n<p>Und daher denke ich, dass abh\u00e4ngig davon wo man sich gerade in seinem Aktivismus befindet, die digitalen Medien entweder ein Werkzeug zur Befreiung sein k\u00f6nnen, dass einem dabei hilft sich mit Leuten zu verbinden, die ebenso dabei engagiert sind sich f\u00fcr einen positiven Wechsel in der Welt einzusetzen, oder sie k\u00f6nnen dir dabei helfen, die wei\u00dfe Version der Realit\u00e4t (ungeachtet deiner Hautfarbe) zu reproduzieren.<\/p>\n<p>Es ist (wirklich) schwer einen echten Wechsel online zu erleben, wenn das digitale Terrain auf dem wir stehen, sich im Besitz Wei\u00dfer befindet.<\/p>\n<p><b>Welchen Rat hast du f\u00fcr Leute, die damit beginnen wollen, die digitalen Medien f\u00fcr ihren Aktivismus zu gebrauchen?<\/b><\/p>\n<p>Meine Antwort h\u00e4ngt zum gr\u00f6\u00dften Teil davon ab, wer mir solch eine Frage stellt. Der Kontext spielt hier definitiv eine Rolle. Wenn du eine wei\u00dfe Person bist, die eine Webseite oder ein digitales Projekt \u00fcber Tierrechte oder Feminismus oder Antirassismus starten will, dann halte inne und \u00fcberlege mal, warum du meinst du m\u00fcsstest dies tun wenn es bereits so viele R\u00e4ume gibt, die von Wei\u00dfen geschaffen worden sind. Bietest du wirklich eine Perspektive die es nicht schon da drau\u00dfen gibt, oder willst du einfach ein wenig digitales Land f\u00fcr dich einnehmen?<\/p>\n<p>Wenn du eine Person of Color bist, w\u00fcrde ich dir zuerst einmal zur Vorsicht raten, bevor du damit beginnst, deine Ideen kostenfrei dort in die Welt zu tragen. Es gibt vermehrt Belege daf\u00fcr, dass Ideen und Gedanken, die von People of Color online gestellt werden, immer \u00f6fter gestohlen werden. Das hei\u00dft, dass eine Urheberschaft von People of Color nicht gekennzeichnet wird, oder auch, dass sie f\u00fcr ihre Ideen nicht kompensiert werden, was wiederum bedeutet, dass farbige Aktivist_innen wirklich vorsichtig sein sollten, wenn sie die digitalen Medien verwenden um andern ihre Gedanken mitzuteilen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen, dass man nicht all sein Vertrauen in das Internet oder die sozialen Medien stecken sollte. Zum Beispiel ist es kein Zufall, dass wei\u00dfe M\u00e4nner einige der erfolgreichsten Plattformen sozialer Medien, die wir heute verwenden, geschaffen haben. Dies sollte Activists of Color, die diese R\u00e4ume gebrauchen um antirassistische Befreiungsprojekte [3] zu schaffen, etwas signalisieren. Das Rohmaterial, das wir in unserem Aktivismus gebrauchen, spielt eine Rolle.<\/p>\n<p>Ich musste das in einer unliebsamen Weise herausfinden. Meine Ideen wurden gestohlen, neu verpackt, und ich habe zusehen m\u00fcssen wie andere daf\u00fcr Gelder einstrichen \u2013 f\u00fcr genau die Dinge, die ich zuvor geschrieben hatte (selbst Activists of Color haben meine Arbeiten verwendet). Ich bin dadurch viel vorsichtiger damit geworden, meine Texte online zu ver\u00f6ffentlichen. Wenn man etwas Neues oder Interessantes zu sagen hat, dann haben Leute h\u00e4ufig die Neigung, sich in deine Richtung zu bewegen und dann tats\u00e4chlich Dinge zu \u00fcbernehmen, die du geschrieben hast. Um ehrlich zu sein, betrachte ich das Bloggen insgesamt durch diese Erfahrung in einem ganz andern Licht.<\/p>\n<p>Ich denke People of Color m\u00fcssen lernen die gesch\u00e4ftliche Seite des Aktivismus zu begreifen, bevor sie sich der digitalen Welt anschlie\u00dfen und beginnen, ihr zu vertrauen \u2026 denn nicht zuletzt ist der Aktivismus selbst zum gr\u00f6\u00dften Teil ein Gesch\u00e4ft. Im \u00fcberwiegenden Ma\u00dfe besitzen Wei\u00dfe die gr\u00f6\u00dften Non-Profits und die korporativen Aktivist_innen-Seiten und -R\u00e4ume. Den People of Color ist dies nicht ganz so bewusst, da wir eher dazu tendieren an den Aktivismus aus Gr\u00fcnden des \u00dcberlebens zu kommen und nicht so sehr wegen des Gesch\u00e4fts (dies trifft allerdings nicht auf alle F\u00e4lle zu).<\/p>\n<p>Wenn marginalisierte Menschen also die digitalen Medien f\u00fcr ihr \u00dcberleben einsetzen, und man die Leute der dominanten Klasse hat, die digitale Medien f\u00fcr Gesch\u00e4ftszwecke nutzen, dann kannst du dir wohl ausmalen als wie predatorisch und brutal sich das digitale Territorium f\u00fcr einige von uns entpuppen kann.<\/p>\n<p>Ich entwickle ein zunehmendes Misstrauen der Onlinewelt gegen\u00fcber als ein Vehikel f\u00fcr den sozialen Wechsel. Und deshalb erkunde ich zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten was zum Beispiel die Printmedien anbetrifft. Minorisierte Aktivist_innen sollten meiner Meinung nach viel mehr Kraft in das Verfassen von Buchpublikationen oder in die Sch\u00f6pfung eine Zines stecken \u2026 als etwas haptisches, das man besitzen kann, statt das wei\u00dfe digitale Land einzusetzen um ihre intellektuellen Gedanken zu kultivieren.<\/p>\n<p><b>Existieren neben BlackVegansRock.com und Aphro-ism.com weitere schwarz-zentrische Online-R\u00e4ume die du Aktivist_innen empfehlen w\u00fcrdest \u2013 insbesondere welche, die dich beeinflusst haben?<\/b><\/p>\n<p>Defnitiv. Mich haben Seiten wie das <a href=\"http:\/\/www.sistahvegan.com\/\"><i>Sistah Vegan Project<\/i><\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/strivingwithsystems.com\/\"><i>Striving with Systems<\/i><\/a>\u00a0sehr beeinflusst. Ich schaue mir auch gerne digitale R\u00e4ume an, die nicht unbedingt \u00fcber Tierrechte sprechen, jedoch aber \u00fcber andere ebenfalls systemische Probleme. Ich liebe <a href=\"http:\/\/www.forharriet.com\/\"><i>For Harriet<\/i><\/a>, <a href=\"http:\/\/www.blackgirldangerous.org\/\"><i>Black Girl Dangerous<\/i><\/a>, <a href=\"http:\/\/www.crunkfeministcollective.com\/\"><i>Crunk Feminist Collective<\/i><\/a>, alles von <a href=\"http:\/\/www.brittneycooper.com\/\"><i>Dr. Brittney Cooper<\/i><\/a>\u00a0und <a href=\"http:\/\/www.autostraddle.com\/\"><i>Autostraddle<\/i><\/a>\u00a0(bei denen man einige gro\u00dfartige queere schwarze Autor_innen findet).<\/p>\n<p><b>Du hast an anderer Stelle gesagt, dass die Tierrrechts-\/vegane Bewegung sich zu sehr auf Bilder verl\u00e4sst und zu wenig auf das kritische Denken. Kannst du uns das ein wenig erkl\u00e4ren?<\/b><\/p>\n<p>Ich bin bekannt f\u00fcr meine Aussage: <i>Menschen sind nicht durch einen Schock zum Fleischessen gekommen und sie werden sich auch nicht durch einen Schock wieder davon wegbringen lassen.<\/i><\/p>\n<p>Ich will das ein wenig erkl\u00e4ren: das gr\u00f6\u00dfte Problem, das die wei\u00dfe Tierrechtsbewegung hat, ist, dass sie es nicht wirklich schaffen zu orten WARUM Tierunterdr\u00fcckung stattfindet. Sie sehen die Unterdr\u00fcckungsfolgen \u2013 die sehen die Opfer \u2013 aber die meisten dieser Aktivist_innen haben konzeptuell keine Ahnung weshalb Tiere systematisch verletzt werden. Manchmal tut es einem weh Aktivist_innen der dominanten Klasse dabei zu beobachten, wie sie versuchen Kampagnen zu entwerfen, die die Unterdr\u00fcckung von Tieren beenden sollen (ohne zu begreifen, dass sie sie in Wirklichkeit fortsetzen) und andere Male ist es beinahe lachhaft.<\/p>\n<p>Wei\u00dfe Leute scheinen nicht zu versehen, dass das wei\u00dfe \u00dcberlegenheitsdenken Tieren systematisch schadet [4]. Wei\u00dfe m\u00f6chten nicht aus ihrer F\u00fchrungsrolle hinaustreten, sie wollen aber die Tierunterdr\u00fcckung beenden, was soviel hei\u00dft wie, sie wollen Verhaltensweisen, die Tiere diskursiv verletzen, nicht ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Da zahlreiche unkritische Menschen F\u00fchrungspositionen in den Bewegungen einnehmen, verl\u00e4sst man sich auf sehr einfache, an der Oberfl\u00e4che verharrende Taktiken um Menschen zu einem politischen Lebensstil hingehend zu \u201eschocken\u201c. Daher hat der Veganismus auch einen entsprechend schlechten Namen erhalten \u2026 er bleibt an der Oberfl\u00e4che und ist sensationalistisch. Bildlichkeit kann funktionieren, insbesondere wenn sie an ein neues Rahmenwerk gebunden wird \u2026 aber die Schaffung neuer konzeptueller Rahmenwerke ist generell genau der Teil, der \u00fcbersehen wird.<\/p>\n<p>Taktiken die prim\u00e4r Bilder nutzen, erinnern mich an so manche Feminist_innen, die sich auf eine sexualisierte Bildmetaphorik, in der Frauen dargestellt werden, st\u00fctzen, um Menschen dahingehend zu schockieren, damit sie beginnen sich gegen Sexismus einzusetzen \u2026 es ist so \u2026 wenn du Menschen kein neues Rahmenwerk bietest, mit dem sie problematische Verhaltensweisen begreifen lernen k\u00f6nnen, dann ist alles was sie da sehen, einfach noch mehr Bebilderung von jeweiligen Objekten die hier objektifiziert werden.<\/p>\n<p>Ich will damit nicht sagen, dass Leute ihr Verhalten nicht \u00e4ndern k\u00f6nnten, wenn sie solche Bilder gesehen h\u00e4tten; was ich sagen m\u00f6chte ist, dass ich nicht gezwungenerma\u00dfen davon ausgehe, dass dadurch ein langfristiger Wechsel stattfinden wird. In unseren Bewegungen konzentrieren wir uns zu sehr auf die Opfer, ohne dabei zu verstehen, weshalb diese K\u00f6rper eingangs \u00fcberhaupt zu Opfern geworden sind. Sie sind schlie\u00dflich nicht \u00fcber Nacht zu Opfern geworden und wir m\u00fcssen ebenso konzeptuell arbeiten um dieses Problem zu l\u00f6sen. Viele Leute begreifen nicht, dass das Denken tats\u00e4chlich einen Teil unseres Aktivismus ausmachen sollte. Das Denken wurde schon viel zu lange von der akademischen Welt vereinnahmt und so meinen wir, dass wir Theorie und Gedankenentwicklung eben \u201adiesen\u2019 elitistischen Menschen \u00fcberlassen sollten \u2026 wenn genau aber dies doch einen Teil der \u00f6ffentlichen Dom\u00e4ne ausmachen sollte.<\/p>\n<p>Zu einem gro\u00dfen Anteil ist die Tierunterdr\u00fcckung nicht allein eine Problematik, die <i>ausschlie\u00dflich<\/i> die Tiere anbetrifft. Das Problem liegt vielmehr im wei\u00dfen menschlichen \u00dcberlegenheitsdenken, und so m\u00fcssen wir den entsprechenden Punkt auch mitsamt seiner Wurzeln ans Tageslicht bef\u00f6rdern, bevor wir kontextlos auf die Opfer hyperfokussieren. Doch genau das ist was geschieht: wir sollen die Bildquellen von Tierunterdr\u00fcckung, ohne irgendeinen Kontext hinsichtlich dessen, wer der echte Unterdr\u00fccker ist, anschauen, was aber letztendlich zu so viel Verwirrung im Punkte der Strategien zur Beendigung der Tierunterdr\u00fcckung f\u00fchrt.<\/p>\n<p><b>In der Tierrrechts-\/veganen Bewegung existieren zahlreiche innere Zwistigkeiten, und es scheint, dass es in den letzten Jahren eher noch schlimmer geworden ist. Hast Du irgendeinen Rat f\u00fcr einen Neuling in der Bewegung, der durch diese Zwiste vielleicht verwirrt ist?<\/b><\/p>\n<p>Ich habe eigentlich nicht den Eindruck, dass die internen Streitereien schlimmer werden \u2026 ich denke das wei\u00dfe \u00dcberlegenheitsdenken in der Bewegung wird einfach leichter erkennbar. Ich glaube, dass die Menschen in der dominanten Klasse, die sich niemals \u00fcber marginalisierte Menschen und deren Perspektiven den Kopf zerbrechen mussten (einfach weil das Spiel immer abgekartet war), inzwischen begreifen, dass minorisierte Menschen ihre eigenen Bewegungen betreiben, und dass das bei ihnen ein gewisses Unwohlsein verbreitet.<\/p>\n<p>Viele wei\u00dfe Menschen beanspruchen einen nicht zu hinterfragenden Besitzstatus \u00fcber Tierrechte (und Tiere generell). In dem Moment aber, in dem schwarze Menschen Tierk\u00f6rper (\u201aanimal bodies\u2019) mit in ihre antirassitsichen Bewegungen mit einbeschlie\u00dfen, lassen Wei\u00dfe ihre soziale Kraft in Erscheinung treten, indem sie unsere R\u00e4ume kommentieren und unsere Intentionen hinterfragen.<\/p>\n<p>Viele Aktivist_innen in der dominanten Klasse setzen ihre Privilegien dazu ein, andere Aktivist_innen, die abweichende Meinungen haben, zu ignorieren, was furchtbar ist, da eine echte Ver\u00e4nderung nur stattfinden kann, wenn wir <i>plurale<\/i> Bewegungen und Stimmen zulassen. Wir m\u00fcssen alle Ideen auf den Tisch bringen, denn die Tierunterdr\u00fcckung ist ein derart ernsthaftes Problem.<\/p>\n<p>Der Akt dessen, andere, die abweichende Meinungen haben oder andere Strategien verfolgen, zum Schweigen zu bringen, hat einfach nichts mir der Befreiung von Tieren zu tun, sondern dient stattdessen dem Erhalt der gleichen Systeme, die Tiere unterdr\u00fcckt halten.<\/p>\n<p>Jedem\/r, der\/die neu ist in der Tierrechtsbewegung, w\u00fcrde ich empfehlen sie gleich wieder zu verlassen (haha). Man braucht diese verk\u00f6rperschaftlichte, wei\u00dfgewaschene Bewegung nicht um Tieren zu helfen. Die Vorstellung man m\u00fcsse sich durch die gro\u00dfen Bewegungen und Organisationen hindurch bewegen um Ver\u00e4nderungen zu bewirken, ist ein kapitalistischer Nonsens. Wenn Du eine Person of Color bist, w\u00fcrde ich dir empfehlen in deiner antirassitsichen Bewegung zu bleiben und nach Wegen zu schauen, wie du die Tierk\u00f6rper (\u201aanimal bodies\u2019) in deine Analyse mit einbeziehen kannst \u2026 versuche nicht dich der wei\u00dfen Mainstream-Tierrechtsbewegung anzuschlie\u00dfen, denn du wirst dadurch letztendlich nur frustriert und verwirrt.<\/p>\n<p>Teil des inh\u00e4renten Problems der Tierrechtsbewegung ist tats\u00e4chlich, dass das Wei\u00dfsein das Rahmenwerk dieser Bewegung bildet. Was wir brauchen, sind Leute, die den Aktivismus f\u00fcr Tiere mit in die anderen Ziele sozialer Gerechtigkeit einbeziehen, statt sich in die nebul\u00f6se Blase der Tierrechtsbewegung mit einzubringen. Deshalb bezeichne ich mich auch selbst nicht als Tierrechtsaktivistin. Ich bin eine antirassistische Aktivistin, die f\u00fcr die Tierbefreiung k\u00e4mpft. Ich w\u00fcsste nicht wie ich sonst f\u00fcr Tiere k\u00e4mpfen sollte, au\u00dfer aus meiner Sichtweise als schwarzer Frau \u2026 ich wei\u00df nicht wie wei\u00dfe Menschen sich f\u00fcr eine andere Gruppe einsetzen k\u00f6nnen, ohne ihre eigene Position mitzuber\u00fccksichtigen \u2026 und das ist weshalb ihre Bewegungen problembehaftet sind.<\/p>\n<p><b>Was tust Du um ein Burnout zu vermeiden?<\/b><\/p>\n<p>Ein Ersch\u00f6pfungszustand trifft dich in dem Moment, indem du eine bewusst-denkende politische Woman of Color bist, gleich ob du Aktivistin bist oder nicht. Ich bin haupts\u00e4chlich deshalb Aktivistin geworden, weil ich die Unterdr\u00fcckung leid war, und es satt hatte, dass die dominante Klasse mir mein Narrativ und meine Geschichte vorschreiben will. <i>Das<\/i> war ein Burnout. Ich bin also nicht freiwillig zur Aktivistin geworden, sondern es war ein Akt des \u00dcberlebens; ich wurde zur Aktivistin weil ich unter einem Burnout durch den Rassismus und Sexismus in meinem t\u00e4glichen Leben gelitten habe.<\/p>\n<p>Ich bin mir auch nicht sicher, ob \u00fcberhaupt eine funktionierende Methode existiert um ein Burnout zu verhindern, solange das wei\u00dfe, die \u00dcberlegenheit in Anspruch nehmende Patriarchat weiter existiert. Um ehrlich zu sein hilft mir oft, aus dem Internet rauszugehen.\u00a0 Ein Raum au\u00dferhalb der digitalen Welt hilft, was die Priorit\u00e4ten anbelangt, denn man wird dort leicht eingesogen von Dingen die im Prinzip total irrelevant sind. Ich stelle also immer sicher, dass ich viel Zeit offline verbringe.<\/p>\n<p>Noch etwas, das ich gelernt habe um ein Burnout zu verhindern, ist es, nicht davon beeindruckt zu sein, dass wei\u00dfe Leute meine Arbeit m\u00f6gen. Wenn Du in einem System einer wei\u00dfen \u00dcberlegenheitsgl\u00e4ubigkeit lebst, dann kann eine Menge an Aufmerksamkeit (seitens dieses Systems) als ein_e Minderheitsangeg\u00f6rige_r sich anf\u00fchlen, als seist du nun ganz oben auf \u2026 als h\u00e4ttest du das Richtige getan. Ich w\u00fcrde aber jedem Menschen, der einer Minderheit angeh\u00f6rt, empfehlen sehr vorsichtig mit solch einem Gef\u00fchl umzugehen, weil es dich in eine Situation der Ausbeutung hinein katapultieren kann und du beginnst Dinge umsonst f\u00fcr wei\u00dfe Leute zu tun. Ich musste wirklich lernen \u201enein\u201c zu sagen wenn mir wei\u00dfe Leute M\u00f6glichkeiten in Aussichten stellten, mir aber keinerlei finanzielle Kompensation f\u00fcr meine Arbeit boten. Der leere Ruhm und die M\u00f6glichkeit in Erscheinung zu treten, sind immer wieder instrumentalisiert worden um farbige Menschen glauben zu machen, dass die Arbeit die du umsonst tust, eines Tages zu einem Gewinn f\u00fchrt, und normalerweise tut es das nicht.<\/p>\n<p>Als Woman of Color habe ich auch gelernt nicht mehr auf Menschen in der dominanten Klasse zu h\u00f6ren und mich mit ihnen auseinanderzusetzen, wenn sie meine Arbeit und mich kritisieren. Ich habe gelernt den Kanal zu switchen und meine Arbeit einfach weiterzumachen. Wie Toni Morrison gesagt hat, macht Ablenkung einen gro\u00dfen Teil im Rassismus aus, und so lerne ich, Ablenkung zu meiden. Statt auf jede Person, die einen verleumderischen, unwahren Artikel \u00fcber meine Arbeit oder mich schreibt, zu reagieren, mache ich einfach mit meiner Sache weiter. Ich muss mich ja nicht auf jeden \u00fcberfl\u00fcssigen Quatsch einlassen.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich ist es wichtig wenn man seine gegenw\u00e4rtige Arbeit erledigt, \u00fcber Arbeit, die in der Zukunft getan werden muss, nachzudenken. Es geschieht so leicht, dass man vergisst warum man jeden Tag so hart arbeitet. Und das ist auch warum ich den Afrofuturismus so sehr liebe. Er hat mir dabei geholfen zu verstehen, dass es einen Tag geben wird, an dem ich durchatmen und entspannen kann. Aber der Preis, der daf\u00fcr gezahlt werden muss, ist der Kampf heute, den ich auch weiter f\u00fchren werde.<\/p>\n<p><i>Ich danke Aph sehr f\u00fcr dieses Interview. Schaut euch ihre Seite\/Arbeit an bei <a href=\"http:\/\/www.blackvegansrock.com\/\">Black Vegans Rock<\/a> und <a href=\"https:\/\/aphro-ism.com\/\">Aphro-ism<\/a> und besucht auch ihre <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/aphroismAK\/\">Facebook-Seite<\/a>.<\/i><\/p>\n<ul>\n<li><i><a href=\"http:\/\/www.blackvegansrock.com\/\">http:\/\/www.blackvegansrock.com\/<\/a><\/i><\/li>\n<li><i><a href=\"https:\/\/aphro-ism.com\/\">https:\/\/aphro-ism.com\/<\/a><\/i><\/li>\n<li><i><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/aphroismAK\/\">https:\/\/www.facebook.com\/aphroismAK\/<\/a><\/i><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Anmerkungen zur \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Zur Bedeutung des kanonischen Begriffs des Wei\u00dfseins: \u201eWei\u00dfsein ist die soziale Lokalisierung von Macht, Privileg und Prestige. Es ist ein unsichtbares P\u00e4ckchen unverdienter Vorteile. Als eine epistemologische \u00dcberzeugung ist es manchmal eine Handhabe der Verneinung. Wei\u00dfsein ist eine Identit\u00e4t, eine Kultur und eine oft kolonialisierende Lebensweise, die Wei\u00dfen zumeist nicht bewusst ist, aber selten nicht den \u201aPeople of Color\u2019 [Nicht-Wei\u00dfen]. Das Wei\u00dfsein tr\u00e4gt auch die Autorit\u00e4t innerhalb des gr\u00f6\u00dferen Kulturraums den es beherrscht, indem es die Bedingungen festlegt wie jeder Aspekt von Rasse diskutiert und verstanden wird. Das Wei\u00dfsein verf\u00fcgt so \u00fcber einen Facettenreichtum und ist durchsetzend. Das systemische Wei\u00dfsein liegt im Mittelpunkt des Problems von \u201aRasse\u2019 innerhalb dieser Gesellschaft.\u201c Zitiert aus: Barbara J. Flagg, Foreword: <i>Whiteness as <\/i><i>Metaprivilege<\/i>, Washington University Journal of Law and Policy 1-11 (2005).<\/p>\n<p>[2] People of Color, siehe Definition bei Wikipedia.de: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Person_of_color\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Person_of_color<\/a><\/p>\n<p>[3] Habe \u201aracial liberation projects\u2019 \u00fcbersetzt mit \u201aantirassistische Befreiungsprojekte\u2019; diese abweichende \u00dcbersetzungsweise ergibt sich aus der anderen Verwendung des Begriffs \u201eRasse\u201c als politisiertem Begriff in der Diskussion \u00fcber soziale Gerechtigkeit in den USA.<\/p>\n<p>[4] Siehe auch folgende Pr\u00e4sentation von Anastasia Yarbrough bei der Sistah Vegan Conference 2013: Wei\u00dfes \u00dcberlegenheitsdenken und das Patriarchat schaden Tieren, <a href=\"http:\/\/simorgh.de\/about\/yarbrough_weisssein_patriarchat_tiere\/\">http:\/\/simorgh.de\/about\/yarbrough_weisssein_patriarchat_tiere\/<\/a><\/p>\n<p>Alle Links: 21.06.2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview von Mark Hawthorne mit Aph Ko Aph Ko: Eine antirassitische Aktivistin, die f\u00fcr die Tierbefreiung k\u00e4mpft Quelle dieses Interviews mit Aph Ko ist Mark Hawthornes Blog \u201aStriking at the Roots: Animal activism around the world\u2019: Aph Ko: Anti-Racist Activist Fighting for Animal Liberation, https:\/\/strikingattheroots.wordpress.com\/2016\/05\/31\/aph-ko-anti-racist-activist-fighting-for-animal-liberation\/. \u00dcbersetzung: Gita Yegane Arani-Prenzel, mit der freundlichen Genehmigung von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[150,30,10,109,25,11],"tags":[123,7,108,29,40],"class_list":["post-1480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-black-veganism","category-gaeste","category-gaia","category-handeln-gegen-speziesismus","category-veganes-selbstverstaendnis","category-zoa-und-anthropos","tag-aph-ko","tag-der-vegane-diskurs","tag-rassismus","tag-tierrechte","tag-veganismus-als-baustein-sozialer-gerechtigkeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1480"}],"collection":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1480"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2456,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1480\/revisions\/2456"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}