{"id":1085,"date":"2014-09-05T21:19:45","date_gmt":"2014-09-05T21:19:45","guid":{"rendered":"http:\/\/simorgh.de\/about\/?p=1085"},"modified":"2019-04-22T19:37:48","modified_gmt":"2019-04-22T19:37:48","slug":"yarbrough-radikale-selbstfuersorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/simorgh.de\/about\/yarbrough-radikale-selbstfuersorge\/","title":{"rendered":"Anastasia Yarbrough: Radikale Selbstf\u00fcrsorge in Erw\u00e4gung ziehen: Tierrechte \u2013 denn das Leben z\u00e4hlt."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/maat_io.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1087\" src=\"http:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/maat_io.jpg\" alt=\"maat_io\" width=\"1578\" height=\"1048\" srcset=\"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/maat_io.jpg 1578w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/maat_io-300x199.jpg 300w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/maat_io-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/maat_io-250x166.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 1578px) 100vw, 1578px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Farangis G. Yegane: left: <i>Ma\u2019at above the city<\/i>; right: <i>Io<\/i>.<\/p>\n<p><strong>Anastasia Yarbrough<\/strong><\/p>\n<p><strong>Radikale Selbstf\u00fcrsorge in Erw\u00e4gung ziehen: Tierrechte \u2013 denn das Leben z\u00e4hlt.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/simorgh.de\/yarbrough\/yarbrough_radikale_selbstfuersorge.pdf\" target=\"_blank\">Dieser Text als PDF<\/a> (Link \u00f6ffnet sich in einem neuen Fenster)<\/p>\n<p>Eine Pr\u00e4sentation gehalten bei: <i>Neither Man Nor Beast: Patriarchy, Speciesism and Deconstructing Oppressions<\/i>, eine Webkonferenz organisiert von Animal Liberation Ontario, Kanada, die am 23. Februar 2014 stattgefunden hat. Originaltitel: <i>Contemplating Radical Self-Care: Animal Rights as if Life Matters<\/i>. \u00dcbersetzung: Palang L. Arani-May, mit der freundlichen Genehmigung von Anastasia Yargrough.<\/p>\n<p><i>Mike:<\/i> Anastasia ist in den Bereichen: Tierrechte, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz seit \u00fcber zehn Jahren t\u00e4tig. Sie ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied des Institute for Critical Animal Studies, gegenw\u00e4rtig Mitglied des beratenden Gremiums des Food Empowerment Project und Fellow beim Centre for Whole Communities. Beruflich arbeitet sie in Ashville, North Carolina, an Projekten zur F\u00f6rderung des \u201acommunity empowerment\u2019. [\u2026]<\/p>\n<p><i>Anastaia<\/i>: Hallo allerseits! Ich bin also hier um \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der radikalen Selbstf\u00fcrsorge zu sprechen und der Titel meiner Rede ist: \u201eDie radikale Selbstf\u00fcrsorge in Erw\u00e4gung ziehen: Tierrechte \u2013 denn das Leben z\u00e4hlt.\u201c Was mich dazu inspirierte diese Rede hier zu halten oder diese Konversation hier zu f\u00fchren, dar\u00fcber, was die radikale Selbstf\u00fcrsorge f\u00fcr uns als Aktivist_innen bedeuten kann, auch in Hinsicht auf die Gemeinschaftsbildung, ist meine Erfahrung als Aktivistin, und im Speziellen ein Praktikum bei einem Schutzhof\/Lebenshof und wie ich dort nach Unterst\u00fctzung suchte, aber nicht wusste, wie ich in solch einem Raum danach fragen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Kultur des Schutzhofes bestand nicht darin, den Aktivist_innen in Sachen derer gegenseitigen Unterst\u00fctzung zu helfen \u2013 auch nicht damit wir dadurch den Tieren vielleicht besser helfen k\u00f6nnten <i>sich selbst helfen zu k\u00f6nnen<\/i> \u2013 es war eher so, dass Gef\u00fchle \u00fcberhaupt nicht z\u00e4hlten. Was auch immer du f\u00fchlen magst, du musst alles runterschlucken und \u201etun was f\u00fcr die Tiere zu tun ist, denn deren Leid ist viel gr\u00f6\u00dfer als dein eigenes\u201c. Dagegen ist nichts einzuwenden. Es ist schwer deine Gedanken zu kommunizieren, wenn dieser Art der Kommunikation einfach kein Raum gegeben wird. [\u2026]<\/p>\n<p>Ich komme also aus dieser Richtung. Als ich mehr Aktivist_innen begegnete, die \u00e4hnliche Erfahrungen nicht allein in Schutz-\/Lebensh\u00f6fen machten, sondern allgemein in Tierrechtsr\u00e4umen, verst\u00e4rke sich in mir der Eindruck, dass dies doch ein Thema ist, \u00fcber das wir in den Tierrechten sprechen sollten. Was es also hei\u00dft uns selbst zu helfen, so dass wir damit auch anderen helfen k\u00f6nnen. Vor diesem Hintergrund betrachtet sollte klar werden, was ich hier mir \u201aradikaler Selbstf\u00fcrsorge\u2019 meine.<\/p>\n<p>Die radikale Selbstf\u00fcrsorge und der Gedanke sozialer Gerechtigkeit verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, die zur\u00fcckgeht bis zur abolitionistischen- und zu der Anti-Sklavereibewegung des sp\u00e4ten 18. und des fr\u00fchen 19. Jahrhunderts. Es gibt ein Zitat von einer schwarzen Frau namens Mrs. Wittington, das, so finde ich, wirklich den Geist dessen erfasst, was die radikale Selbstf\u00fcrsorge in der Bewegung sozialer Gerechtigkeit bedeutet:<\/p>\n<blockquote><p>Wir wollen leben, und nicht einfach nur so von Tag zu Tag existieren \u2013 so wie ihr oder irgendein Mensch es auch will.<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Tieraktivist_innen k\u00f6nnen wir diesen Anspruch erweitern auf den Einbeschluss <i>aller Lebewesen<\/i>. Als Lebewesen wollen wir mit W\u00fcrde leben, und ich denke, dass wir uns genau daf\u00fcr einsetzten k\u00f6nnen \u2013 f\u00fcr diese Bedeutung der W\u00fcrde, n\u00e4mlich, dass das Leben \u00fcber die blo\u00dfe Subsistenz oder das von-Tag-zu-Tag-existieren hinausgeht. Das ist ein zentraler Punkt, und wir sollten dazu imstande sein, dass dies in unserem eigenen individuellen Leben f\u00fcr uns irgendwie f\u00fchlbar wird, damit wir das Bewusstsein in unsere aktivistische Arbeit in einer erweitert kreativen und informierten Art und Weise hineintragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es gibt noch ein anderes sehr sch\u00f6nes Zitat, und zwar von Helen Howard, das ziemlich bekannt ist und das ich wirklich liebe. Es geht um das \u00dcberleben und das gl\u00fcckliche Fortbestehen:<\/p>\n<blockquote><p>Wir kennen die Probleme und wir sehen sie, weil wir so dicht an ihnen dran leben. Wir wissen, dass wir ein Verantwortungsbewusstsein haben, und wir \u2013 einige von uns \u2013 haben versucht manche der Ziele, die wir selbst nicht erreichen konnten, der Kindern weiter zu vermitteln. Bin ich der-\/diejenige, der\/die nach meinem Bruder\/meiner Schwester schaut? Ich? Ich muss es sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich finde dieses Zitat in seiner Bedeutung sehr wichtig, denn eine radikale Selbstf\u00fcrsorge ist nicht nur eine Grundvoraussetzung zur Verbesserung der eigenen Lebensqualit\u00e4t, sie f\u00f6rdert uns auch als Individuen im Sinne einer aktiven Form der <i>Selbsterm\u00e4chtigung<\/i>.<\/p>\n<p>In der Tierrechten musste ich mir das selbst beibringen, das sich selbst stark machen, um den Mut zu haben \u201ada zu sein\u2019, und \u201ada zu sein\u2019 wenn es drauf ankommt. Dessen bedarf sich die Zeit daf\u00fcr zu nehmen und den Raum daf\u00fcr zu schaffen, um auch nach mir selbst zu schauen zu k\u00f6nnen. Und dazu braucht es auch eine Gemeinschaft und eine Kultur, die dies unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Eine andere Erweiterung der radikalen Selbstf\u00fcrsorge existiert heutzutage auch in der Form spiritueller Praktiken, die sich mit den Gedanken sozialer Gerechtigkeit verbinden. Es gibt zahlreiche Organisationen und Gemeinschaften, innerhalb der Bewegungen f\u00fcr soziale Gerechtigkeit, die sich damit auseinandersetzten. Viele unterschiedliche spirituelle Praktiken, wie die Meditation, die Kontemplation, Yoga, Rituale, die auf traditionellen afrikanischen Religionen begr\u00fcndet sind, und andere traditionelle Praktiken, sind zu Werkzeugen der Selbsterm\u00e4chtigung f\u00fcr Einzelne und Gemeinschaften geworden. Ich w\u00fcrde auch so weit gehen, zu sagen, dass die radikale Selbstf\u00fcrsorge ein Thema ist, das auch insbesondere in der Intersektionalit\u00e4t seinen Platz einnimmt \u2013 so wie bei Organisationen wie dem Food Empowerment Project, \u00fcberhaupt innerhalb der Nahrungsmittelgerechtigkeitsbewegung, und auch in der Arbeit von Aktivistinnen wie Beispielsweise [von der Mitbegr\u00fcnderin des VINE Sanctuary] pattrice jones. Von diesem Punkt aus weitergehend will ich beschreiben, was die radikale Selbstf\u00fcrsorge f\u00fcr die Tierrechte und f\u00fcr Tierrechtsaktivist_innen ganz spezifisch bedeuten kann.<\/p>\n<p>pattrice jones hat vor vier oder f\u00fcnf Jahren ihr Buch \u201eAftershock\u201c ver\u00f6ffentlicht \u2013 ich will es hier jetzt nicht im Detail beschreiben, aber es geht mir um etwas, das in diesem Buch steht, und ich empfehle jedem das Buch einmal zu lesen. Es ist ein optimales Werkzeug f\u00fcr Aktivist_innen, spezifisch f\u00fcr Tierrechtsaktivist_innen, um zu lernen, wie wir uns selbst dabei helfen k\u00f6nnen traumatische Erlebnisse zu verarbeiten \u2013 wie das Bezeugen von Bildern und Szenen der Gewalt, Folter und Verst\u00fcmmelung oder ausgel\u00f6st durch die Arbeit in der Tierrettung. Dies ist harte Arbeit. Und zur emotionalen Unterst\u00fctzung eignet das Buch ganz hervorragend. pattrice jones schreibt darin, und das gef\u00e4llt mir sehr gut, dass \u201eumso fr\u00fcher wir lernen, die Zeichen von Stress und Depression in uns selbst und bei anderen zu erkennen, und umso fr\u00fcher wir lernen daraufhin zu reagieren, umso st\u00e4rker kann unsere Bewegung werden.\u201c In anderen Worten hei\u00dft das, wenn du anderen helfen m\u00f6chtest, so musst du auch auf dich und deinen eigenen K\u00f6rper achten.<\/p>\n<p>Ich denke das ist ein sehr sch\u00f6nes Statement, indem nicht allein auf die Bewegung als eine kollektive Intention geschaut wird, sondern auch auf die Bewegung als eine F\u00e4higkeit in unserem eigenen Leben, hinsichtlich dessen, wie wir aus eigener Kraft in unserer Welt navigieren, auf sie reagieren, wie wir uns selbst in unserer Welt behandeln, in den R\u00e4umen in denen wir uns befinden. Ich denke das ist eine au\u00dferordentlich wichtige Praxis f\u00fcr diese Bewegung, die so wichtig ist, wie die Bewegung selbst.<\/p>\n<p>Ich umrei\u00dfe dieses Thema hier nur und habe leider keine spezifischen Tipps umd Mittel daf\u00fcr, wie man sich selbst am besten helfen kann und wie die radikale Selbstf\u00fcrsorge genau auszusehen h\u00e4tte. Ich m\u00f6chte eher eine Konversation \u00fcber dieses Thema halten, da es bislang nicht diskutiert wurde, und, ich m\u00f6chte unserer Gemeinschaft einen Ansto\u00df dazu geben, einmal dar\u00fcber nachzudenken, und vielleicht sogar selbst kreative Ideen zu entwickeln, wie wir uns im Ganzen wirklich selbst sch\u00e4tzen lernen k\u00f6nnen, so dass dies auch eine gemeinschaftstiftende Wirkung haben kann.<\/p>\n<p>Ich selbst sehe die radikale Selbstf\u00fcrsorge f\u00fcr die Einzelne oder den Einzelnen als einen stark an die Gemeinschaft gebundenen Prozess. Was bedeutet, dass wir den Raum dazu auch wirklich haben sollten, und dass unsere Gemeinschaften hoffentlich stabil genug sind, damit solch ein Schauen nach-sich-selber dort auch eine entsprechend wichtige Funktionen einnehmen kann, statt blo\u00df unangenehme Pflicht oder was g\u00e4nzlich vernachl\u00e4ssigenswertes zu sein.<\/p>\n<p>Radikale Selbstf\u00fcrsorge hei\u00dft, dass uns unser Leben soviel bedeutet, dass wir begreifen, <i>dass das Leben an und f\u00fcr sich etwas bedeutet<\/i>. Leben \u2013 so, dass jedes Leben z\u00e4hlt. Die Gemeinschaft spielt in der Formung unseres Lebens eine wichtige Rolle und sie kann diesen Wert in uns st\u00e4rken. Und, obwohl das ein ganz essentieller Punkt ist, und tats\u00e4chlich ein Bed\u00fcrfnis f\u00fcr solch eine radikale Selbstf\u00fcrsorge existiert, gehen wir diesen Dingen zumeist aber nicht nach. Es ist f\u00fcr uns Aktivist_innen schwer, hart an der Praxis unserer Prinzipien zu arbeiten, wenn wir keine Gemeinschaft haben, die uns darin unterst\u00fctzt, und wenn wir niemanden haben, an den wir uns vertrauensvoll wenden k\u00f6nnen oder wenn wir keinen Raum der Teilhabe finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><i>Die radikale Selbstf\u00fcrsorge gibt uns aber als Individuen die St\u00e4rke dazu, uns selbst helfen zu k\u00f6nnen, so dass wir damit letztendlich auch den Tieren dabei helfen k\u00f6nnen, sich zu helfen \u2026 . <\/i>Es ist wirklich schwer \u201eda zu sein\u201c f\u00fcr jemanden, wenn man selbst so ersch\u00f6pft ist, dass man noch nicht einmal kooperativ mit den Mitaktivist_innen an Kampagnen arbeiten kann. Wir k\u00f6nnen keine Outreach-Arbeit machen oder vegane Aufkl\u00e4rungsarbeit betreiben, wenn wir dauerhaft unter Schock stehen bzw. zutiefst belastet sind durch all die Bilder und das ganze negative Feedback, das wir im Bezug auf die unfassbar dramatische Notlage der Tiere durch alle Institutionen hindurch erleben.<\/p>\n<p>Damit also umgehen zu lernen und den Raum und die Zeit f\u00fcr eine radikale Selbstf\u00fcrsorge als Gemeinschaft zu finden, st\u00e4rkt uns Schritt f\u00fcr Schritt, als die Individuen die wir sind, damit wir so die Kraft, den Mut und die W\u00fcrde <i>in uns<\/i> finden k\u00f6nnen, um einfach da zu sein und zu sagen: \u201eNein! Ich stehe hierf\u00fcr auf und ich habe die Kraft das zu tun und es ist gut so. Ich wei\u00df, dass wir uns in unseren Gemeinschaften gegenseitig unterst\u00fctzen k\u00f6nnen und ich vertraue darauf.\u201c<\/p>\n<p>Am Aufbau unserer Gemeinschaft zu arbeiten und f\u00fcreinander da zu sein, ist ein essentieller Teil der Anti-Oppressionsbewegung. Es ist einfach stressig und entmutigend sich mit Menschen zu umgeben, denen dein Wohl als <i>Mit-Tier<\/i> vollkommen egal ist. Es ist schwer jegliche Form der Arbeit gut zu vollbringen oder unser Leben zu transformieren, wenn wir st\u00e4ndig von anderen Mit-Aktivist_innen entmutigt werden, denen das alles egal ist oder die eine Haltung vermitteln, als ob es nicht in Ordnung w\u00e4re, dich als <i>Mit-Tier<\/i> zu unterst\u00fctzen. Das darf nicht der Kanon der Tierrechtskultur sein. Es geht uns darum, den Tieren zu helfen, und solch eine Haltung w\u00e4re fatal rigide; es l\u00e4hmt den Geist in solch einem disfunktionalen oppressiven Raum verfangen zu sein.<\/p>\n<p>Ich stelle mir stattdessen eine vollkommen dynamische, tief-verbundene, sich erweiternde Tierbefreiungsbewegung vor, die Aktivist_innen in allen R\u00e4umen ihres Aktivismus unterst\u00fctzt, gleich wo ihr Eintrittspunkt sich befindet \u2013 egal <i>woher<\/i> sie kommen. Die Leute dort abzuholen, wo sie sich gerade befinden und ihre Pr\u00e4senz zuzulassen, sie echt und ganz sein lassen, w\u00e4hrend sie diese harte Arbeit vollbringen &#8230; und nicht nur immer mit uns befasst zu sein, w\u00e4hrend wir andere bei dieser schweren Arbeit gerade mal abwerten. Es ist wirklich eine schwere Arbeit.<\/p>\n<p>Einfach da zu sein, seine Gegenwart zu zeigen und offen und ehrlich auf das zu reagieren, was wir jeweils in einem Moment gerade beobachten und erleben, offen und ehrlich auf den Schmerz zu reagieren und die furchtbaren Dinge die Tieren geschehen zu bezeugen, braucht den Mut mit diesen Gef\u00fchlen fertig zu werden. Es zertr\u00fcmmert deinen Geist, das zu f\u00fchlen. Und es ist niemals genug, was du tun kannst. Oder ist es die Kultur in der wir uns befinden, die uns das Gef\u00fchl vermittelt, dass nichts genug sein kann, dass du letztendlich selbst nichts tun kannst, und dass deine Gef\u00fchle dabei eigentlich nicht z\u00e4hlen?<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde also denken, dass solche eine pers\u00f6nliche Arbeit an einer radikalen Selbstf\u00fcrsorge respektiert werden sollte, und nicht als sinnlos, als \u00fcberfl\u00fcssig oder als dem-Aktivismus-nicht-dienlich abgetan werden sollte \u2013 insbesondere dann, wenn es eben um Nichtmenschen und Tierrechte geht. Ich stelle mir unter solch einer radikalen Selbstf\u00fcrsorge vor, dass Aktivist_innen dann wenn es drauf ankommt, die Energie und die Kraft haben sollten f\u00fcr die Tiere aufzustehen, da unsere Gemeinschaften oder die Tierrechtsgemeinschaften unterst\u00fctzend und <i>f\u00fcr-das-Leben-sorgetragend<\/i> und <i>das-Leben-bejahend<\/i> sind \u2013 dann und dort, wo wir in kulturell und \u00f6kologisch nachhaltig-denkenden und -funktionierenden Gemeinschaften gedeihen und wachsen k\u00f6nnen. Gemeinschaften, die durch das eigene Beispiel zeigen, dass wir so leben k\u00f6nnen, <i>dass alles Leben und jedes Leben z\u00e4hlt<\/i>.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte also diese Hoffnung f\u00fcr die radikale Selbstf\u00fcrsorge hinausschicken, und hoffe, dass dies eine Konversation dar\u00fcber anregen kann, so dass wir in solch einem Prozess voneinander lernen und Ideen daf\u00fcr entwickeln k\u00f6nnen, wie wir dem Leben in den Tierrechten affirmativer gegen\u00fcberstehen k\u00f6nnen: Unseren eigenen Leben und dem Leben der anderen.<\/p>\n<p>Meine Zusammenfassung f\u00fcr diese Pr\u00e4sentation endete mit der Frage: <i>Wie navigieren wir den Sturm der Oppressionen und \u00fcberstehen das Ganze in einem gesunden Zustand?<\/i> Ich f\u00e4nde es gut wenn Ihr Euch mal dar\u00fcber Gedanken macht, was es hei\u00dft \u201edurch den Sturm der Oppressionen zu navigieren\u201c, und, was es hei\u00dft dies \u201egesund zu \u00fcberstehen\u201c. Was ist Gesundheit? Ich will Euch sagen, was ich dar\u00fcber denke und m\u00f6chte diese Konversation gerne im Bezug auf diese beiden Punkte weiterf\u00fchren. Wenn ich hier von \u201eGesundheit\u201c spreche, so meine ich die Gesundheit in einem eher ganzheitlichen Sinne. Du bringst Dein ganzes Selbst mit ein und Du bist gut. Du bist einfach gut! Du bist nicht von Selbstzweifeln zerfressen, Du bist ganz bei der Sache und bist dabei in einem gesunden Zustand \u2013 ich meine damit eine Art des Zustands der Entfaltung, ein \u201eErbl\u00fchen\u201c. Ich liebe den Begriff eines Zustands der Entfaltung (<i>flourishing condition<\/i>) und Ihr k\u00f6nnt das wie auch immer interpretieren, ich denke es ist eine sch\u00f6ne Art, das eigene Leben und die eigenen Lebenserfahrungen zu beschreiben \u2013 so wie etwa: \u201eich bin in einem bl\u00fchenden Zustand!\u201c<\/p>\n<p>Stellt Euch also vor, wie wir, wenn wir in solch einer bl\u00fchenden Verfassung sind, wie dann unser Bezug verl\u00e4uft zu uns selbst, zu anderen Menschen, zu anderen Tieren, zur Umwelt und zum Raum im allgemeinen \u2013 letztendlich also zu unserer ganzen Gemeinschaft. Die radikale Selbstf\u00fcrsorge wird dann zum fortw\u00e4hrenden Verhandeln und zum fortw\u00e4hrenden Austausch, als ein Weg dessen, wie wir uns in die Dinge einbringen k\u00f6nnen und wie wir auch wieder aus ihnen hinaustreten k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen so, in unserer Beziehung zu uns selbst im jeweiligen Augenblick, unseren eigenen Takt finden. Wir sollten in unseren Beziehungen den Mut, die W\u00fcrde und die Kraft besitzen, offen als \u201eechter\u201c Mensch kommunizieren zu k\u00f6nnen \u2013 d.h. einfach als derjenige der man ist da zu sein, und nicht das Gef\u00fchl haben zu m\u00fcssen, dass man sich hinter irgendjemandem verstecken oder Selbstzensur betreiben m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Es geht um ein beinahe kompromissloses Mitgef\u00fchl, um Offenheit und Authentizit\u00e4t. Stellt Euch als Euer echtes Selbst vor, das Ihr wirklich seid und wie Ihr Eure Beziehung zu anderen Tieren herstellt. Wie Ihr durch sie gewinnt, in jedem Moment, ob in der faktischen Begegnung oder indirekt, durch Erlebnisse und Begebenheiten, die wir \u00fcber sie untereinander kommunizieren: Nachrichten \u00fcber sie, Geschichten, die von ihnen handeln oder was auch immer wir von ihnen bezeugen, was wir von ihnen <i>vermittelt<\/i> bekommen.<\/p>\n<p>Das kommt von ihnen! Und die Gedanken, die ihr habt stammen also auch von ihnen. Die Wichtigkeit dies erkennen und differenziert erleben zu k\u00f6nnen, ist wichtig. Dabei m\u00fcssen wir Geduld mit uns selbst dazu haben, eine noch bessere Verbindung einzugehen und noch genauer und tiefgr\u00fcndiger zu schauen, wo all diese unterschiedlichen Wesen denn eigentlich genau herkommen.<\/p>\n<p>Die Geduld mit sich selbst ist sehr wichtig, und die G\u00fcte mit sich selbst, denn dies ist auch Teil Deiner Arbeit. Eure Beziehung zu eurer Umwelt und den R\u00e4umen, in denen ihr Euch bewegt, beinhaltet die allgemeine Beziehung zum Ort und wie wir mit unserer Umwelt umgehen \u2013 ob das in einer veganen Boutique ist oder bei uns zuhause, wir bewegen uns darin, leben darin. Unsere Beziehungen zu unseren Nachbarn, unsere Beziehungen \u00fcberhaupt, unsere \u00f6kologische Beziehung zum Ort, dr\u00fcckt sich in der einen oder anderen Weise aus. Und zwar auf der ganzen Ebene.<\/p>\n<p>Zu all dem als ganzes Wesen einen Bezug herzustellen, ist etwas Entscheidendes, f\u00fcr einen selbst, f\u00fcr die Mitmenschen und f\u00fcr die anderen Tiere, die ebenfalls an diesen Orten leben. Der Bezug muss positiv aufgebaut werden. Man sollte seine nichtmenschlichen Nachbarn eben so kennenlernen, jedes Individuum f\u00fcr sich, und alle und alles wiederum im Bezug zur ganzen Gemeinschaft. Und mit der ganzen Gemeinschaft meine ich wirklich die Interspezies-Gemeinschaft und die \u00f6kologische Gemeinschaft, \u201eden Boden auf dem wir gehen\u201c quasi, so auch die Gemeinschaft, mit der wir vielleicht h\u00e4ufiger zusammen unsere Mahlzeiten teilen.<\/p>\n<p>\u00dcbung spielt auch in diesem Zusammenhang eine Rolle, und zwar dabei, wie wir all die verschiedenen Aspekte unseres Lebens (das hei\u00dft auch unseres ganz individuellen Lebens) zusammenf\u00fcgen, und dabei Schritt f\u00fcr Schritt durch diese Monstr\u00f6sit\u00e4t hindurch navigieren. Vielleicht sollte ich hier nicht von Monstr\u00f6sit\u00e4t sprechen, sondern davon, wie wir Unterdr\u00fcckung navigieren und dabei immernoch uns selbst und unseren Beziehungen treu bleiben, ganz dabei bleiben, die Bodenhaftung nicht verlieren, die Echtheit und eine umfassende Liebe bewahren.<\/p>\n<p>Das klingt vielleicht romantisch wenn ich das so sage, aber ich lerne mit dieser Art der Perspektive jeden Tag etwas dar\u00fcber hinzu, wie ich in der Welt navigiere und mir dabei selbst als Aktivistin meine Kraft verleihe. Ich denke, dass die radikale Selbstf\u00fcrsorge bedeutet, zu den Wurzeln des eigenen Ich zu finden und herauszufinden, was es ist, das wir brauchen um die Dinge zu \u00fcberstehen und damit wir wachsen k\u00f6nnen. Sich in gegenseitigen, respektvollen, gerechten, liebenden Beziehungen mit anderen zu befinden, ist meiner Meinung nach eine Praxis, die sich von Tag zu Tag entwickelt. Ich denke es hilft, diese Geflechte als Praxis zu behandeln, um sich die Augeblicklichkeit dabei vor Augen zu halten und um dabei immer auch zu sehen, wie ich an jedem gegebenen Tag die Beziehung mit mir selbst und die Beziehung zu den anderen herstelle:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bin ich einfach nur frustriert, bin ich w\u00fctend, betreibe ich ungerechtfertigte Anschuldigungen anderer, hab andere Leute satt oder versteh ich einfach nicht worum es gerade geht?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie stelle ich meinen Bezug zu anderen Tieren her?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit wem habe ich an diesem Tag in meinem Leben interagiert?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wei\u00df ich \u00fcberhaupt, was mit den Tieren, mit denen ich in einer Gemeinschaft lebe, los ist?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Habe ich ein gutes Verh\u00e4ltnis mit meiner <i>Home Base<\/i>?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Was ist meine Beziehung mit der Umwelt und dem Raum gerade jetzt?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In welchem Bezug stehe ich zu dem Ort, an dem ich lebe, und wie gehe ich mit diesem Ort um, wie bewege ich mit an diesem Ort?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie ist meine Beziehung zur ganzen Gemeinschaft?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fchle ich etwas, stehe ich in Verbindung? <i>F\u00fchle ich die Sonne auf meinem Gesicht<\/i>?<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bin ich in Harmonie mit all meinen Bezugspunkten\/Beziehungen?<\/p>\n<p>Diese Art der Fragestellung hilft mir darin, mich zu suchen und zu finden, um mich daran zu erinnern, dass all dies Leben ist, und dass das Leben z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Man kann als Aktivist_in nicht stark, <i>empowered<\/i> und in seiner Hilfeleistung effektiv sein, wenn man mit seinem Leben nicht im Einklang steht. Ich m\u00f6chte daher abschlie\u00dfend nochmal diesen Punkt betonen und hoffe, dass wir verst\u00e4rkt einen Dialog \u00fcber die Wichtigkeit einer radikalen Selbstf\u00fcrsorge als Praxis auf der individuellen Ebene, so wie auch auf der Gemeinschaftsebene, f\u00fchren k\u00f6nnen. Es geht also um die Praxis der <i>Kultivierung lebensbejahender Werte<\/i>. Es reicht nicht aus, die Muster von Unterdr\u00fcckung zu erkennen, dann aber keine Werkzeuge an der Hand zu haben oder keine ausreichende Bodenhaftung zu haben, um diese Problemkomplexe umfassender zu begreifen und in Konsequenz auf sie zu handeln. Ich denke diese Praxis kann uns dabei helfen, mit den konkreten, gegebenen Problemen im jeweiligen Moment in einer lebensbejahenden Art und Weise umzugehen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte meine Rede damit an dieser Stelle enden lassen. Ich denke ich habe genug gesagt. Die Diskussion \u00fcber dieses Thema scheint mir in Hinsicht auf unsere Gemeinschaft wirklich wichtig. Ich w\u00fcrde daher nun gerne einige Eurer Fragen beantworten. Mike k\u00f6nnen wir zum Diskussionsmodus wechseln?<\/p>\n<p>Mike: Ja sicher, das war toll. Danke Anastasia!<\/p>\n<p><b><i>Frage 1<\/i><\/b><i>: Hast Du den Eindruck, dass Deine Arbeit als Aktivistin, seitdem Du diese radikale Selbstf\u00fcrsorge f\u00fcr dich anwendest, einfacher geworden ist? Und welche Phasen waren f\u00fcr Dich die schwierigsten?<\/i><\/p>\n<p><b><i>Frage 2<\/i><\/b><i>: K\u00f6nnte man sagen, dass aktiv und informiert zu sein, an und f\u00fcr sich bereits eine Handlung radikaler Selbstf\u00fcrsorge ist?<\/i><\/p>\n<p>Zu der ersten Frage, ob dies mir emotional bei der Arbeit als Aktivistin geholfen hat, m\u00f6chte ich sagen: Ja, in einem gewissen Ma\u00dfe hat es das. In dem Sinne, dass ich \u00fcber die Zeit auf diese Weise mehr Widerstandsf\u00e4higkeit entwickelt habe, so dass ich genau darum Bescheid wei\u00df, welche der schwierigen Hauptarbeitsschwerpunkte ich zu einem bestimmten Zeitpunkt angehen will, und dass ich auch den Mut dazu habe, die f\u00fcr mich damit verbundenen Problematiken mit anderen zu besprechen.<\/p>\n<p>In anderer Hinsicht gibt es da schon noch Probleme. Viele Punkte, die ich hier angeschnitten habe, dr\u00fccken Ziele und Ideale aus und entsprechen nicht so ganz dem, was wirklich geschieht \u2013 vor allen Dingen nicht auf der Gemeinschaftsebene.<\/p>\n<p>Ich habe die Kraft einer radikalen Selbstf\u00fcrsorge leider noch nicht innerhalb von Aktivist_innen-Gruppen erleben k\u00f6nnen. Und das ist mit der Zeit auch nicht leichter oder besser geworden. Die Aktivist_innen-Gruppen sind imemrnoch vorwiegend ein Raum der R\u00e4ngeleien und des Konflikts, ohne dass sich jemals dabei vern\u00fcnftige gemeinsame L\u00f6sungen finden w\u00fcrden. Das ist schon erm\u00fcdend und stellt eine eher unangenehme Herausforderung dar.<\/p>\n<p>Was die zweite Frage betrifft, ob ich denke, dass Aktivismus und Informiertheit an erster Stelle \u00fcberhaupt selbst eine Form der radikalen Selbstf\u00fcrsorge darstellen? Vielleicht. Informiertheit in dem Sinne, dass man f\u00e4hig ist und den Mut dazu hat, diesen Grad an Grausamkeit zu bezeugen; diese Art der Informiertheit, als eine aktive Form radikaler Selbstf\u00fcrsorge \u2026 ich w\u00fcrde sagen, dass das definitiv ein Akt des vehementen Mitgef\u00fchls ist, aus der die radikale Selbstf\u00fcrsorge lernt. Aber ich w\u00fcrde nicht sagen, dass es an sich schon eine komplette Art radikaler Selbstf\u00fcrsorge ist. Die radikale Selbstf\u00fcrsorge orientiert sich mehr an den Verl\u00e4ufen, an Prozessen und bedarf des Feedbacks im Sinne des: \u201eIch erhalte diese Information von der Welt und nun ist \u201aradikale Selbstf\u00fcrsorge\u2019 das, wie ich darauf reagiere. Gehe ich einen Schritt zur\u00fcck? Habe ich den Mut an dieser Stelle \u00fcberhaupt Fragen zu stellen? Und wenn nicht, woraus besteht meine harte Arbeit eigentlich, oder was ist die Arbeit, die ich leisten m\u00fcsste um mich damit sicherer zu f\u00fchlen, st\u00e4rker, und um besser mit diesen Gef\u00fchlen umgehen zu k\u00f6nnen?\u201c<\/p>\n<p>Mit Gef\u00fchlen meine ich, dass wenn ich Handlung ergreifen will, zum Beispiel gegen den illegalen Handel mit wildlebenden Tierarten, aber das Problem ist so riesig und gigantisch, und die Bilder, die ich sehe sind so furchtbar und kaum zu ertragen, und ich h\u00f6re niemals, dass etwas Gutes geschieht in der Sache \u2013 das \u00fcberrollt einen einfach. Wenn ich dann nicht davon \u00fcberzeugt bin, dass ich etwas auch von dort aus tun kann, wo ich gerade bin, dann sollte meine harte Arbeit nicht gerade an dieser Stelle zum Einsatz kommen. Der Akt der radikalen Selbstf\u00fcrsorge ist, zu wissen, immer wieder zu evaluieren und zu re-evaluieren, wo mein Einsatz mich erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Farangis G. Yegane: left: Ma\u2019at above the city; right: Io. Anastasia Yarbrough Radikale Selbstf\u00fcrsorge in Erw\u00e4gung ziehen: Tierrechte \u2013 denn das Leben z\u00e4hlt. Dieser Text als PDF (Link \u00f6ffnet sich in einem neuen Fenster) Eine Pr\u00e4sentation gehalten bei: Neither Man Nor Beast: Patriarchy, Speciesism and Deconstructing Oppressions, eine Webkonferenz organisiert von Animal Liberation Ontario, Kanada, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[150,30,10,109,31,25,11],"tags":[69,7,21,29,40],"class_list":["post-1085","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-black-veganism","category-gaeste","category-gaia","category-handeln-gegen-speziesismus","category-lebensraum","category-veganes-selbstverstaendnis","category-zoa-und-anthropos","tag-anastasia-yarbrough","tag-der-vegane-diskurs","tag-gelebte-utopie","tag-tierrechte","tag-veganismus-als-baustein-sozialer-gerechtigkeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1085"}],"collection":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1085"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1085\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2705,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1085\/revisions\/2705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/simorgh.de\/about\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}