Philozoe (ger)

Deutsche Ausgabe:

Philozoe, ISSN 2702-816X.

Ein E-Blätterwald über Bildschaffung, Mythologien und Subjektsein.

Edition Farangis: Philozoe, Jahrgang 2, Nr. 3, März 2021. Zum Beispiel Mithras II.

Edition Farangis: Philozoe, Jahrgang 2, Nr. 2, Februar 2021. Von Katzen und Mäusen.

Edition Farangis: Philozoe, Jahrgang 2, Nr. 1, Januar 2021. Zum Beispiel Mithras I.

Edition Farangis: Philozoe, Jahrgang 1, Nr. 2, Dezember 2020. Das Gefäß als Metapher I.


English edition:

Philozoe, ISSN 2702-8178.

An e-journal on image creation, mythologies and experiencing subjectivity.

Edition Farangis: Philozoe. Volume 2, No. 3, February 2021. For Example Mithras II.

Edition Farangis: Philozoe. Volume 2, No. 2, February 2021. About Cat and Mice.

Edition Farangis: Philozoe. Volume 2, No. 1, January 2021. For Example Mithras I.

Edition Farangis: Philozoe. Volume 1, No. 1, December 2020. The Vessel as a Metaphor I.


Das Journal PHILOZOE, das sich aus bildender Kunst von Farangis G. Yegane Arani und textlichen Beiträgen von Gita Yegane Arani zusammensetzt, widmet sich fragen der Kunstschaffung nicht als Selbstzweck, sondern als Wunsch kommunikativen, dem Lebendigen gegenüber verantwortlichen Ausdrucks. In mythischen Räumen der Vergangenheit findet sich das menschliche Individuum mit all seinen Fragen und all seinen gedanklichen Thesenbildungen wieder, mit denen es sich die Welt erklärt und sich in die Welt neu einbringt. Das Element des “Zeitlosen” spiegelt sich als Übergreifendes im Umgang mit “Geschichte”. Das Leben unter Menschen als “Mensch” im “All-Leben”, der Welt, ist zeitlos und fähig, sich frei vom Zwang jedweder Homogenität zu bewegen, obgleich es die Begegnung zu allem anderen Lebendigen sucht.

Wie “Mensch-“Sein, unter Menschen in Gesellschaften, deren soziale Anpassungsleistungen die Preisgabe eigener Erkenntnissuche einzufordern scheinen? Das Menschsein als Teil eines Ganzen zu bewahren, das sich in eigener Form allen anderen Formen gegenüber sieht. Die Kunst als Sprache der Verbildlichung ist völlige Bewusstmachung von Form. Mit der Gestalt zu arbeiten kann auf vielen verschiedenen inhaltlichen Ebenen stattfinden. Hier ist Form Ausdruck unvermittelten Seins, dass sich der Welt als paritätischer Vielheit und Singularität begegnend erlebt.

Wesen als “Mensch”, außerhalb des “Menschseins” sein – in der Geschichte, in der alles neu dekliniert wird durch die Erlebniswelt der radikalen, ganzen Subjektivität.

Zur Kunst von Farangis G. Yegane Arani

Ethische Fragen, Bildnisse und Bildschaffung. Keine Kunst, sondern Bildsprache.

Eine Sinnsuche liegt in der Frage: was ist Kunst? Künstler werden zu allen Zeiten ihre eigenen oder übernommenen Meinungen dazu abgeben. Waren Götterstatuen oder Ikonenmalerei in religiös beeinflussten Zivilisationen Arbeiten von Künstlern? Sind die Verherrlichung politischer Ideen oder die Gesellschaft kritisierende Werke Kunst? Oder reicht die Kunst dafür aus technisch großartig zu sein oder angenehme Eindrücke zu hinterlassen oder gut sich in öffentliche oder private Räume einzupassen?

Nicht nur im schöpferischen Gestalten, meist über verschiedene Medien, hat sich FARANGIS immer wieder um die Sinnsuche, was die Kunst betrifft, bemüht. Sie verfolgte dabei, wie auch einige andere Kunstschaffende, die Spuren in die Vergangenheit und untersucht Merkmale in unseren heutigen Gesellschaftsformen. Sie zeigt sich lernbereit die Ausdrucksstile alter und fremder Kulturen zu verarbeiten.

Können Kunstschaffende ohne jegliche Kommunikation leben? Viele suchen verdeckt oder offen den geistigen Hintergrund ihrer Arbeiten aufzuzeigen.

FARANGIS hat in den Jahren intensiver Arbeit verschiedene Werkzyklen geschaffen, die teils auf antiker Formensprache aufgebaut sind, wie beispielsweise die Ausstellung ZUM BEISPIEL MITHRAS, oder auch der Bilderzyklus DIE ERINNYEN. Sie arbeitet in gestischer Malerei, wie auch in Zeichnung, Skulpturen und Rauminstallationen. Im Werkzyklus FLORAE OBSCURAE erschuf sie Raumerfahrungen mit Mischwesen, die teils menschliche, teils tierische Züge haben. Sie scheinen das Unbewusste anzusprechen oder auch das Fremde, das uns anzieht und zugleich beängstigt.

Farangis ist auf steter Wanderschaft bei ihrer Sinnsuche in der künstlerischen Arbeit. Es lässt sich feststellen, dass sie teils bewusst, teils unbewusst, die Obligation gegenüber der Kunst sieht.

Das Foto oben stammt vom 22. Deutscher Evangelischer Kirchentag, der unter dem Thema „Seht, welch ein Mensch“ (Joh 19,5 LUT84) in Frankfurt am Main stattfand. Farangis hat dazu mit einigen Künstlerinnen gemeinsam das ehemalige Gebäude der Dornbuschgemeinde gestaltet. Das Foto unten stammt aus einer Kapelle im Taunus, die Farangis mit dem gleichen Motiv gestaltet hatte. Leider ist mir der Ort an dem dies stattfand nicht bekannt.

Links:

Biografisches und Vita von Farangis.

Background-Infos: Gita Yegane Arani > https://simorgh.de/biografie/we-family/gita-yegane-arani/