Der Lebenshof für Tiere Stellichte und das ein Taler Projekt

würde jeder einzelne auf nur einen einzigen Euro verzichten

Einen “Taler” hat wohl jeder hier in seiner Börse und statt sich dies oder das zu kaufen kann man durch einen Euro eine effektive Hilfe leisten!

Auf den Lebenshof für Tiere Stellichte in Walsrode sind wir über Twitter aufmerksam geworden.  Der Hof hat eine vegane holistische Philosophie und dort leben 130 gerettete Tiere. Der Einklang mit der Natur steht im Vordergrund, das heißt die Tiere finden hier einen wirklich geschützen Raum. Stellichte braucht unsere Untersützung für jetzt und für die Zukunft. Solche Projekte stehen für die Grundpfeiler des Veganismus, an solchen Orten findet Hilfe seine realste Form.

Der Lebenshof für Tiere, die Tierschutzgemeinschaft Stellichte e.V.

Besonders beeindruckend ist auch: Zur Finanzierung des Lebenshofes führt der Lebenshof Stellichte ein veganes Mittelalter-Restaurant: http://www.zauberkessel-walsrode.de

Der vegane ökologische Fussabdruck. Teil 4

Palang LY

Biodiversität schützen

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Die rote Liste gefährdeter Arten der International Union for Conservation of Nature (IUCN auch World Conservation Union genannt, http://www.iucnredlist.org/) zeigt, dass 18% aller Vertebraten (Wirbeltiere), die im Jahr 2002 in deren Unteruchungen mit einbezogen wurden, vom Aussteben bedroht sind. Betroffen sind 24% der Säugetiere und 30% der Fische. Auch gelten 49% der erfassten Pflanzenarten als vom Aussterben bedroht. Man geht davon aus, dass die gegenwärtige Rate des Artensterbens 1.000 bis 10.000 mal höher liegt als sie das unter natürlichen Umständen wäre, d.h. ohne den zerstörerischen Enfluss der Menschheit auf die Biospäre [1].

Statistiken wie diese lassen viele Umweltexperten zu der Folgerung kommen, dass wir hier der Problematik eines präzedenzlosen Massenausterbens gegenüberstehen. Man kann in der Tat von einem Speziezid sprechen, von einer massenhaften Annihilierung von Leben auf einer Grundlage biologisitischer Argumentationen. Die Vernichtung anderer Arten hat eine ganz eigene und andere Tragweite als innermenschliche Konflikte, aber auch das Töten oder das provozierte Aussterbenlassen von Arten ist eine Frage der Verletzung von Lebensrechten, seien dieser Lebensrechte auch Gegenstand von nicht endenwollenden Anfechtungen. Hier geht es um schieres ethisches Versagen.

Was uns aus veganer Sicht an dieser Stelle auch Sorgen machen muss, ist die Auswirkung des Artensterbens, d.h. des Verlusts genetischer Diversität, in der Pflanzenwelt, die die Nahrungsmittelsicherheit und den Welthunger, die Nachhaltigkeitsplanung insgesamt also indirekt mitanbetrifft. Das durch den Menschen verursachte Aussterben biologischer Diversität verursacht Parallelprobeme, deren Ausmaß wir heute noch kaum abschätzen können.

Nur eins ist klar, dass wir als VeganerInnen in wirklich jedem Punkt dazu aufgerufen sind, den Prozessen von Naturvernichtung entgegenzuwirken. Durch unsere Lebensweise tun wir den wesentlichsten Schritt dazu.

Menschen zerstören Lebensraum

Die Zerstörung von Lebensraum ist der Faktor, der als Hauptverursacher gilt für das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten. Entwaldung, Landdegradation und die Intensivbewirtschaftung zu Argarzwecken sind die Vernichter der Ökosysteme, und gerät ein  Ökosystem einmal aus seinem Gleichgewicht, so ist auch in sekundärer Folge mit einem massiven Verlust von Biodiversität zu rechnen.

Ein von der FAO der UN, dem USAID (United States Agency for International Development) und der Weltbank in Auftrag gegebener Bericht zum Stand der Umweltzestörung durch die Tieragrarkultur zog den Schluss, dass die industrielle Viehzucht zum Verschwinden der Artenvielfalt beiträgt durch die „dafür gebrauchte Versorgung mit konzentrieren Futtermitteln, der die Verwendung von Land angepasst werden muss und Ernteertäge erhöht werden müssen. Die Produktion von Getreidefutter insbesondere ist Ursache für eine zusätzliche erhöhte Belastung der Biodiversität, durch den damit einhergehenden Lebensraumverlust und die Schäden an der Funktionsweise der Ökosysteme.“ [2]

Tropische Regenwälder, obgleich sie bloß 10% der Erdoberfläche bedecken, beherbergen fast 90% aller Tier- und Pflanzenarten von denen viele bislang unerforscht sind. Die Zerstörung von bewaldeten Gebieten zum Zwecke der Futtermittelversorgung für Farmtiere ist der Grund für den Verlust tropischer Artenvielfalt. Zu anderen Faktoren, die das Artensterben mitverursachen gehören die Umweltverschmutzung, der Klimawandel (Veränderungen in den Charakteristiken regionaler Klimata, der Temperatur, Feuchtigkeit, Regenfälle, Wind und Extremwetterlagen), die globale Erwärmung (die Gesamterwärmung des Planeten) und die durch den Menschen verursachten biologischen Verschiebungen durch transgeographisch eingeführte Arten.

„Die Viehzucht spielt eine wesentliche Rolle in der gegenwärtigen Krise für die Biodiversität. Sie ist verantwortlich sowohl direkt wie auch indirekt für die Verursachung von Biodiversitätsverlust, auf lokaler wie auch auf globaler Ebene“, so der United Nations FAO Bericht von 2006. [3]

Die vegane Lebensweise bricht die wesentlichen Ursachen des circulus vitiosus der herrscht zwischen der Zerstörung der Artenvielfalt auf der einen Seite und der Negierung der Lebenswürde und der Tötung domestizierter Tierarten auf der anderen Seite. Der Veganismus schafft das durch die Betätigung des mit Sicherheit wirksamsten Hebels: durch den Verzicht auf den Konsum tierischer Produkte und die Absage an den Speziesmus. In ihrem Gesamtpotenzial beinhaltet die vegane Lebensweise eine gigantische Palette an Chancen eine ökologisch verträglichere Gesellschaft zu gestalten.

Biodiversität ist keine pure Funktionserfüllung

Wir sollten nicht vergessen, dass es beim Schutz von Biodiversität nicht einfach um ökologische Funktionen geht, die durch Arten in der natürlichen Welt eingenommen werden. Artenvielfalt ist „Natur“ selbst in ihrer intaken Form. Die Lebewesen haben ihre Heimat und ihren eigenen uns vielleicht niemals wirklich ergründlichen Sinn und so auch ihre eigenen Rechte innerhalb ihrer Welt, die die Natur für sie darstellt.

Das Gleichgewicht eines Ökosystems mit seinen Tieren und Pflanzen, und das eines ganzen natürlichen geographischen Gefüges, mitsamt eines dort herrschenden Klimas, hat sich über einen unvorstellbar langen Zeitraum entwickelt, in einer Facettenhaftigkeit, die Menschen künstlich nicht nacherzeugen können. Die natürliche Welt ist unfassbar komplex.

In jedem Lebensraum sollte die Komplexität der natürlichen Welt zugelassen werden, und diese Komplexität muss in jeder nur machbaren Weise geschützt werden.

Hortikultur als Lebens- und Naturraum

Ein tiefgreifendes Problem ist das der Gestaltung neuer Lebensräume. Gebraucht werden die großen Reservate, die Schutzhöfe / Lebenshöfe, in denen Tiere und die Pflanzenwelt ihren Platz zurückgewinnen. Wenn es um den normalerweise Flächenmäßig kleineren Privatbesitz von Land geht, dann stellt sich die Frage nach der Möglichkeit Gartenkultur zur Lebensraumkultur für Fauna und Flora als Option im Umweltschutz zu entdecken; selbst Kleinstlebensräume können Platz bieten für Diversität.

Solche Lebensräume müsssen Naturräume sein in denen nicht alles der Nutzbarkeit für den Menschen untergeordnet wird, sondern Freiraum für tierliche und pflanzliche „Wildnis“ herrscht.

Die Permakultur bietet hier nicht ganz die optimale Lösung, denn sie ist, auch im Falle dass die vegan betrieben wird, eine Anbauvariante und fällt dann in den Bereich veganer Landwirtschaft (also in ein anderes separat zu behandelndes und auch komplexes Kapitel).

Wovon hier die Rede ist, ist die Suche nach der richtigen Einstellung zur Notwendigkeit Naturfläche zur Verfügung zu stellen und adäquat zu pflegen: Naturfläche in der Tiere und pflanzliche Natur Platz haben für sich selbst. Und der einzige Zugriff, den der Mensch hier ausüben würde ist der, das Ganze zu erhalten.

Fortsetzung folgt …

[1] European Commission, Environment, Nature & Biodiversity, What is Biodiversity? http://ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/intro/index_en.htm, letzter Zugriff vom 15. Dez. 2012.

[2] C. de Haan, H. Steinfeld, H. Blackburn, Livestock & the environment: Finding a balance, Report of Study by the Commission of the European Communities, the World Bank and the governments of Denmark, France, Germany, The Netherlands, United Kingdom and The United States of America, Chapter 4: Industrial livestock systems & the environment, http://www.fao.org/docrep/x5303e/x5303e0c.htm, letzter Zugriff vom 15. Dez. 2012.

[3]Food and Agriculture Organization of the United Nations, Livestock’s Long Shadow, Environmental Issues and Options,Rome, 2006, S. 182, http://www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.HTM, letzter Zugriff vom 15. Dez. 2012.

 

Der vegane ökologische Fussabdruck. Teil 3

Palang LY

Tierrechte, der Schutz der Artenvielfalt und Schutzhöfe für unsere „domestizierten“ Tierfreunde

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Unser Veganismus hat vor allem eines zum Ziel: den Schutz von Tierindividuen und den Erhalt von Tierpopulationen in der Freiheit. Mit Hinsicht auf diese beiden Tiergruppen werfen sich zweierlei Fragen auf. Einerseits besteht die dringende Frage danach, wie die natürlichen Lebensräume von Tierpopulationen erhalten werden können und andererseits muss Lebensraum wiederhergestellt oder tatsächlich neu geschaffen werden. Was ist nun die beste Herangehensweise um solchen Problemen konstruktiv und effektiv zu begegnen?

Lebensräume erhalten, Lebensräume schaffen

Eine genaue Zahl wieviel Tierspezies es auf der Erde eigentlich gibt ist nicht zu ermitteln. Diese Unzählbarkeit ist auch gegeben durch die unterschiedlichen Habitate in denen Tiere leben und die wir noch nicht alle bis in jeden Winkel durchkämmt oder aber auch zerstört haben. Die faszinierende Artenvielfalt geht bis hin zu den Kleinstlebewesen, so macht die Insektenwelt allein den mit Abstand größten Teil der von uns unendeckten Tierwelt aus. Und so klein ein Wesen in seinem Lebensraum auch sein mag, so wichtig ist die Beziehung eines jeden Tieres mit seiner natürlichen Umwelt, denn all das Leben gemeinsam bildet ein in sich geschlossenes und funktionierendes Ökosystem.

Die durchschnittliche Schätzung über die Zahl verschiedener Tierarten liegt bei etwa 10 Millionen. Davon sind etwa 1,4 Millionen erfasst, und nur eine kleine Prozentzahl der erfassten Arten wurde bislang auch erforscht und genauer klassifiziert. Für die Tierindividuen ist es oft besser unentdeckt zu bleiben, denn die Erforschung einer Art bringt immer noch mit sich, dass das Tier als ein biologisches Objekt untersucht wird, in seiner Anatomie, seinem Verhalten, dem, was man an seiner Gattung als stereotypes Verhalten (z.B. Brut- und Fressverhalten, seine kognitiven Fähigkeiten) ethologisch beschreiben kann.

Was die Tiere – ob erfasst oder unerfasst – wirklich ausmacht ist das, was sie in ihrem  Lebenskontext mit einer natürlichen und freien Umwelt sind. So müssten wir sie um sie wirklich zu verstehen weitestgehendst in Ruhe lassen, uns ihnen mit unseren menschlichen Erfassungwünschen nicht aufzwängen und vor allen Dingen die Umwelt überhaupt erst einmal gar nicht zerstören. Wir müssen die Umwelt schützen oder wiederherstellen soweit das möglich ist und gegen all die Wiederstände die bestehen.

Für eine Tierspezies als Tiergruppe kann es allerdings auch von Vorteil sein wenn sie erfasst ist und erforscht wird, und zwar allein dem einen Sinne, dass sie unter Umständen als gefährdet gilt und so einen Schutzstatus erhält. Schwierig wird es wenn die Tiere die geschützt werden sollen in die Captive Breeding Programme zur arterhaltenden Nachzucht geraten, denn das heißt auch, dass sie damit der Handhabe durch zoologische Projekte ausgeliefert sind und ihre tierliche gänzlich Autonomie verlieren [1].

Die sogenannten „Nutztiere“ – die Tiere denen per Definition angehängt wird sie seien dazu geboren um ausgebeutet zu werden –, machen etwa 20 % der gesamten „Tier-Biomasse“ der Welt aus (so die biopolitische Bezeichnung von Organisationen wie der FAO, der Food and Agriculture Organization der UN). Das Land, das die „Tier-Biomasse“ der „Nutztiere“ nun zwangläufig besetzt, ist selbstverständlich das Land, das zuvor von wildlebenden Tieren als deren Lebensraum genutzt wurde. [2]

Der Veganimus kann im Bezug auf die Problematik beider Tiergruppen (der wildlebenden und der „domestizierten“ Tiere) Lösungen bieten

Die grüne Bewegung konzentriert sich eher auf die Biodiversität wildlebender Tiere und den Schutz ihrer Lebensräume, während die ethischen Belange „domestizierter Nutztiere“ konzeptuell den Vorstellungen agrarwirtschaftlicher Interessen und den Interessen von „Verbrauchern“ untergeordnet bleiben sollen. Dahinter verbirgt sich, wenn auch nicht unbedingt in einer offen vorgetragenen oder sogar ganz bewussten Weise, Der Gedanke des Menschen als „Jäger und Sammler“ und der Wunsch nach einer Neuerweckung dieses nostalgischen Ideals eines vermeintlichen Einklangs mit der Natur nach altertümlicher Vorstellungsweise, die in der amerikanischen ‚Deep Ecology’-Bewegung, dem Vorgänger der Grünen Bewegung, ihre Wurzeln hatte.

Der Veganismus hingegen setzt sich außer mit dem konsequenten Schutz wildlebender Tiere (einschließlich der Ablehnung der Jagd) und ihrer Lebensräume, auch mit dem Schutz und den notwendigen Rechten der sog. „Nutztiere“ auseinander. Also auch mit den Rechten der Tierindividuen und Spezies, deren Repoduktivsystem kotinuierlich missbraucht wird, allein damit der Mensch die tierliche körperliche Existenz herabwerten und das Tiersein überhaupt herabwürdigen kann.

Die allgemeine Ethik des Veganismus etabliert ein Bewusstsein, sowohl für die Rechte wildlebender- als auch „domestizierter“ (versklavter) Tierindividuen und Tierarten, und der Weg, der zur effektiven Einflussnahme begangen wird, liegt in der Ablehnung des Konsums tierischer Produkte und Nebenerzeugnisse. Darüber hinaus wird alles was Tieren schadet und ihnen schaden könnte in kritischer Form erkannt und zum Gegenstand aufklärerischer ‚infomation flows’.

Schutz! Realisierbare Schritte und ferne Utopien

Schutzräume zu schafffen, die weitesgehendst frei und wo nötig auch bewacht sind, und die den Tieren gewährleisten, dass Menschen keinen intrusiven Zugang auf ihre körperliche Integrität haben, sind ein Baustein in der veganen Vision, die sich heute in der Form von ‚Animal Sanctuaries’ / Schutzhöfen oder Lebenshöfen zunehmends etabliert. Die Umweltfrage beinhaltet aus veganer Sicht politisch auch die Frage der Tierrechte.

Festzuhalten als Ziele des ethischen Veganismus sind:

1.) Gefährtete Tierarten, Tier-Diversität, muss in der Freiheit geschützt werden, und die freien Lebensräumen müssen erhalten und wiederhergestellt werden.

2.) Domestizierte Tiere dürfen nicht zu den Sündenböcken der Biopolitik spezisitischer Unterdrücker gemacht werden. Ihnen müssen Schutzhöfe geschaffen werden, mit dem letzendlichen Ziel der Auswilderung oder der permanenten Beheimatung in Schutzgebieten der in ferner Zukunft „übrigen“ Tierindividuen und Tiergruppen.

3.) Zoos müssen durch Rehhabilitationszentren und den Schutz in freien Reservaten ersetzt werden.

Dies nun sind implizite Punkte des Veganismus, die sich explizit so nicht auf irgeneiner Liste zusammengestellt finden, aber in den verschiedenen ideellen Botschaften und Zielsetzungen veganer Projekte als angenommene ethische Selbstverständlichkeiten hervorgehen.

Fortsetzung:

Wie groß ist Dein ökologischer Fussabdruck wenn Du vegan lebst? Teil 4. Biodiversität schützen.

http://simorgh.de/vegan/wie_gross_ist_dein_oekologischer_fussabdruck_4.pdf

[1] Zoos geben einen lebensbejahenden Sinn vor indem die Präsentationen der verschiedenen Tierarten als Kontrast dienen sollen zu einer anthropozentrisch homogenen und monokulturhaften Welt. Siehe: R. Acampora, Off the Ark: Restoring Biophilia, Metamorphoses of the Zoo: Animal Encounter After Noah, ed. Ralph R. Acampora, 2010, S. 1. Zur Diskussion der ethischen Problematik zoologischer Gärten siehe auch: Ralph R. Acampora, Extinction by Exhibition: Looking at and in the Zoo, Human Ecology Review, Volume 5, Summer 1998, Number 1, 1998. http://www.humanecologyreview.org/pastissues/her51/51acampora.pdf letzter Zugriff vom 7. Dezember 2012.

[2] FAO, Agriculture and Consumer Protection Department, Spotlight / 2006, Livestock impacts on the environment, http://www.fao.org/ag/magazine/0612sp1.htm, letzter Zugriff vom 7. Dezember 2012.

 

Veganic plus Animal Sanctuaries plus Ethics

Palang LY

Veganic plus Animal Sanctuaries plus Ethics

There so far is no such thing as a “positive” veganic (which means: organic vegan agriculture) Animal Rights consciousness.

Not taking into consideration that nonhuman animals must be helped by all possible means, here looks to me like a form of speciesism might be lurking in the background, since if humans where in a comparable plight, anybody who would describe him or herself as a non-homophobe would help the humans in question.

What I am mainly interested in is:

Why doesn’t it occur to vegans and the veganic (vegan organic) movement, that humans and nonhuman animals can co-exist, can co-live without exploitation, as an option?

I have looked at various veganic projects, and as far as one can see, “animal rights” only plays a role in the way, that exploitation and usage of animals and products / fertilizer derived from animals is non-permitted, on ethical grounds, mainly. Hence, these people are VEGANS, and not just any people avoiding animal products: They avoid animal exploitation. That’s the Animal Rights part of the veganic movement.

But apart from that, the very nonhuman animals that we as VEGANS want to HELP (!), in other words, don’t come in or become visible or noticed as beings that we are willing to live together with, that we are willing to share the earth with. As if the soil and the forests were ours to use, ours to live on, ours to say what’s right to do with it (“it” … that is: nature).

Billions of animals

Of course the forceful exploitation of the reproductive system of animals has to stop. Of course any form of overpopulation is bad for anybody and this planet. But the lives, that didn’t chose to come into this world, the lives who just happen to find themselves here – we do have to ethically respect the fact that these individuals exist.

Sanctuaries and vegan farming should merge I believe! To cut a long “story” short and practical.

But back to veganic-ism as it is now, still …

There is the mention of using human manure and feces for fertilization (apart from the much more promising sounding self-fertilizing gardening methods which exist in veganicism too of course). But if people are willing to use their own manure, as part of the biological process of a vegan agriculture, can’t the idea of “the sanctuary” and the idea of a newly veganic option be created in peoples minds? People can tolerate their own manure somewhere, but not an animals manure? I think we can’t say its speciesist and exploitative if both humans and animals live together in a natural space without harming or exploiting or using each other.

We as vegans ought to LIVE together with animals on this planet. In a peaceful manner, in mixed communities. If we can’t develop a consciousness for that, we fail at creating a positive ethic. It’s enormously tragic that we let the speciesist view of “animals, us and the world” win insofar, that this view manages to inspire us vegans not to willingly plan to live together with the so called farm animals in a vegan, caring manner, with a strong will to co-exist.

Are the only options we can chose from the one of degrading nonhuman animals or otherwise totally excluding them, and making them nonexistent in a (desired utopian) daily reality? No, really, because this planet is also an animals’ planet!

Ethics … To me the veganic movement makes itself look as if it creates and expresses a bifurcation in what veganism ideally should mean. As good at it looks now and as much as such farming practices are heading for the major part in a promising and important and inevitable direction, the veganic code of ethics ignores an important factor and that is, again, to include all animal in a life affirming way!

This fallacy in their vegan understanding makes vegans overall look as if veganism was basically about clearing nonhuman animals in their positives and as living facts and individual fates simply out of our lives!

I think there is morally something drastically going wrong.

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Würden Sie wegen Ihres Veganismus auch auf Gott und Glauben verzichten?

Palang LY

„Macht Euch die Erde untertan“ 1. Mose (1)

Würden Sie wegen Ihres Veganismus auch auf Gott und Glauben verzichten?

Wenn wir Tiere nicht als Produkte, als Ware betrachten, als Besitz mit dem man machen kann was man will, wieso sind wir dann bereit hinzunehmen, dass Tiere auf dem Altar der Religionen oder traditioneller Bräuche geopfert werden? Wir schließen Zirkusse und Pelz aus, obgleich auch sie Bestandteile unserer spezisistischen „Kulturen“ sind. Aber wenn es um den Glauben geht, dann ist uns unser Gott wichtiger als das Recht, das wir nichtmenschlichen Tiere zuteil werden lassen müssten, um als Menschen wirklich gerecht/er zu werden.

Sollten wir nicht von vegan lebenden Menschen erwarten können, dass sie wissen, dass ein Tier nicht nur im Bezug auf Kommerz und Großindustrie verdinglicht und objektifiziert werden darf?

Manche sprechen vom Respekt gegenüber Tieren, der ausreiche um der Tierrechtsfrage gerecht zu werden. Und sie sagen es sei akzeptabel Tiere aus religiösen (sprich aus „geheiligten“) Gründen zu töten, wenn man dem Tier nur ausreichend Respekt gegenüber brächte. Und man soll das Tier, das zum Opfer wird, „human“ Töten. Das ist kein veganer Standpunkt, denn der Veganimus fordert, dass kein Tier zum menschlichen Nutzen eingesetzt werden darf. Die Religion kann hier keine Sonderregelung schaffen, denn es geht im Veganimus um Tiere und nicht um Gott.

Es geht um Lebewesen und das Leben. Wenn ich ein Tier meinen Zwecken unterwerfe, um es zu benutzen, zu verletzen und zu töten, dann lässt sich das nicht mit einer veganen Ethik auf sinnvolle Weise verbinden, auch wenn eine Religion solches von mir fordern möchte.

Manche sagen, das möge schon stimmen, aber so schnell könnten wir mit einem Umdenken bei religiös denkenden Menschen nicht rechnen, wenn überhaupt. Wir seien mit der veganen Bewegung ja überhaupt erst am Anfang und Religion und auf ihnen fußende traditionelle Bräuche könne man nicht von heute auf morgen abschaffen.

Solch eine Denkrichtung ist nicht ganz richtig. Denn auch wenn Gesellschaften – die im Westen oder die in der östlichen Hemisphäre gelegene Gesellschaften – bislang weit entfernt davon sind sich in Richtung eines Bewusstseins zu bewegen, dass Tiere auf ethische und affirmative Weise mit einbeschließen würde, nichtsdestotrotz richten sich unsere Vorstellungen über die vegane Lebensweise nicht nach dem „wie es in diesem Moment ist“ oder dem „wie es in der Vergangenheit war“, sondern nach dem „wie es sein sollte“!

Eine Utopie hat es bis hierher geschafft, und eine Utopie kann es, wenn sie nur konsequent durchgeführt wird, auch noch weiter schaffen.

So gravierende Lücken, wie die Inkaufnahme des Tieropfers in Religionen – d. h. rituelle und traditionelle Bräuche unangetastet zu lassen – bergen, außer dem Unrecht das sie aus Tierrechtssicht darstellen, die Gefahr der Verwässerung in sich für die, die meinen dass beides ging: konsequenter Veganismus und das Festhalten an einem Glauben, der das Gehorsam über die Vernunft setzt.

Der Sinn des Veganismus als das bislang effizienteste Mittel um der Tierausbeutung mit Widerstand zu begegnen, erscheint im Kontext von Religiosität fragwürdig, wenn die Religion den Menschen sowieso an die obeste Stelle der Schöpfung setzt. Eine Ergänzug im ethischen Codex wäre dann nowendig, kann in einem religiösen Denksystem aber nicht wirklich vollzogen werden, weil hier ja nur Gott und die von ihm auserkorenen solche gravierenden Entscheidungen über Sein und nicht sein und den Wert des Seins fällen dürfen.

Tiere sind keine Gegenstände, weder zum profanen Handel, noch im “erhabenen” Geiste – weder als Konsumgut, noch für einen Gott dessen menschliche Schöpfung.

(1) „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“
http://bibel-online.net/buch/luther_1912/1_mose/1/ (letzter Zugriff vom 19. Nov. 2012)

Vegan Politics and Animal Politics

Vegan politics is animal politics

Veganism is a new enviro-social phenomenon taking place at the core of society. Today’s veganism is clearly predominantly defined by an ethical motivation. The wide spectrum of vegan ethics cover: the concern for nonhuman animals in the forefront, alongside the protection of the natural environment and the burden of inner human conflicts (pertaining to gender, ethnic diversity, human coexistence, the wider environmental consciousness). As little as the public wants to be aware of that, a multifocal approach plays a key role for an ethically motivated vegan to adapt her or his lifestyle.

Enlightenment efficiency

You can reach a wider audience to empower and educate with a notion of what can be called “vegan pedagogy” than you can with an ivory tower intra scholarly debate about the details of “what rights to preferably grant to which species given the circumstances under which that would be possible, if at all”.

Politics is applicability

The politics of animal rights and the vegan movement are to date inseparably connected. Vegan pedagogy entails an empowerment that lets the “recipient” know, that she or he can voice own constructive thoughts, and that she or he can and is actively participating in a democratic processes that encompasses the recognition and establishment of animal rights and animal politics (animal law) respectively.

Without an active encouragement of the individual person to participate in this democratic process and to use own creativity, we can’t expect for a consciousness of respecting other life forms to become a viable reality in a near future that’s already bound to inhabilitate people rather than to respect their democratic potentials other that voting.

Also we should seek to avoid “prescribing” knowledge that has been agreed upon exclusively by scholars, whose accepted canons eventually are taken over by authorities and the law, and then set as golden rules by which people in society will have to go.

Self-participation in critical thinking and questioning is the key word in “vegan pedagogy”, which in turn can become a key to create a perfect basis in terms of awareness for “animal politics”.

Animal Politics

Animal politics can be a political idea that encompasses nonhuman animals as how their lives and their paths-of-life become intelligible to the sensitized human being.

A theory for animal politics can only be drafted from experience. The closest experiences that people from the general populace have with the adversaries of society’s human-animal relationship – that make animal politics necessary – are ethically motivated vegans.

To separate the sociology of veganism from what will become the new intersection of animal rights politics, that overlays environmental rights and human right, would mean to dysfunction the most vital societal democratic impulse.

Stimmen zum Tod von Lou und zum weiteren Verbleib von Bill

Stimmen zum Tod von Lou und zum weiteren Verbleib von Bill

Farm Sanctuary zum Tod von Lou und der Frage des weiteren Verbleibs von Bill

Wir von Farm Sanctuary sind sehr traurig darüber, erfahren zu haben das Lou, einer der Ochsen, die das Green Mountain College für zehn Jahre lang dazu eingesetzt hatte Felder zu pflügen, Nachts letztes Wochendende getötet wurde. In Zusammenarbeit mit dem VINE farm animal sanctuary und anderen Gruppe und Einzelpersonen, darunter auch besorgten Alumni und Stundenten des Green Mountain College, sind wir immer wieder an die College Leitung herangetreten in der Hoffnung die Übergabe von Lou und seinem Partner Bill in einen geschützten Ruehstand erwirken zu können. Traurigerweise hat die College Leitung anders entschieden.

[…]

Unser Angebot für eine lebenslange geschützte Unterkunft Bills steht weiterhin. Wir würden ihn sehr gerne in unsere Herde für die Tiere, die einer besonderen Pflege bedürfen, auf unserem Schutzhof in New York aufnehmen. Hier wäre er zusammen mit Artgenossen und ihm würde eine bevorzugte Pfelge zuteil.

https://www.facebook.com/farmsanctuary/posts/10151326856448824 (letzter Zugriff vom 13. Nov. 2012)

Im Diskussionsbereich auf dem Blog von James McWilliams schreibt Pattrice Jones vom VINE Sanctuary:

Wir wissen, dass Lou noch am Nachmittag in einem offentlichtlich guten Zustand war, an dem Tag, der sein letzter Tag sein würde. Dass er nachts getötet wurde, angeblich „eingeschläfert“, und dass sein Körper sich danach nicht mehr auf dem Gelände der Universtität befand, erweckt in mir die größten Bedenken über die tatsächliche Art seines Todes. Wir vom VINE Sanctuary werden dazu noch ein offizielles Statement herausgeben. Ich bitte alle anderen Aktivisten und Aktivistinnen nun darum, gemeinsam mit uns darauf zu dringen, dass das Collge eine Eklärung eines Veterinärs vorlegen soll, die belegt, dass er oder sie die Einschläferung aus humanen Gründen und mit humanen Methoden sowohl empfohlen als auch durchgeführt hat. Anderenfalls muss das College den Studenten und den Anliegern in der Nachbarschaft des Colleges, die Lou liebten, erklären, warum und wie Lou tatsächluch starb.

Genauer schriebt Pattrice auf ihrem Blog: On the Disappearing of Oxen Instead of Problems

Karen Davis von UPC schreibt:

Ich bin sehr traurig und zorning über GMCs Tötung von Lou, Ich glaube nicht, dass er „eingeschläfert“ wurde, gleich wie sie ihn nun tatsächlich töteten: Nicht nur weil er wahrscheinlich immens litt durch einen Agrarveterinär getötet zu werden, und auch nicht allein weil er vielliecht tatsächlich hemlich geschlachtet wurde, ich bin auch ermpört darüberm dass seine Verletzung nicht so belastend für Ihn gewesen sein kann, dass er hätte bereit sein können zu sterben. Er hätte mit der Verletzung und sorgsamer Pfelge in einem Schutzhof mit seinem Partner Bill leben können.

Was zu meiner Traurigkeit und der ethischen Betrug mit hinzukommt, ist das Einverständnis mit der Tötung Lous, das PETAs Ingrid Newkirk öffetnlich äußerte. Jetzt ist Bill alleine und beraubt um seinen ihm Frieden gebenden Partner, in einen Welt voller Boshaftigkeit und Gnadenlosigkeit, die sich in den Medien als „Gnadevoll“ verkleidet.

Dies sind die leiseren Formen, die das Böse annimmt.

http://james-mcwilliams.com/?p=2655 (letzter Zugriff vom 13. Nov. 2012)

Liebe Freunde, hier ist nochmal ein erneuter Aufruf dazu, die laufenden Petitionen in Sachen „Bill und Lou“ zu unterzeichnen

Auf Twitter: https://twitter.com/SaveLouandBill

Liebe Freunde, hier ist nochmal ein erneuter Aufruf dazu, die laufenden Petitionen in Sachen „Bill und Lou“ zu unterzeichnen:

Liebe UnterstützerInnen von Bill und Lou,

wir sind sehr bestürzt darüber und müssen Ihnen mitteilen, dass das Green Mountain College ein Schreiben herausgegeben hat, das bekannt gibt, dass man Lou „eingeschläfert“ habe, der sich, wir wir alle wissen, eine Verletzung am Bein zugezogen hatte. Unsere an Präsident Obama gerichtete Petition soll aber zur Rettung von Bill weitergeführt werden. Er befindet sich immernoch im Green Mountain College.

Die Petition an Präsident Obama:

http://signon.org/sign/president-obama-please-13?source=s.icn.em.cr&r_by=5904198&mailing_id=6775

Green Mountain Präsident Fonteyn schreibt bezüglich des weiteren Verbleibs von Bill:

„Bill wird nicht an einen Gnadenhof übergeben, sondern er wird auf der Cerridwen Farm bleiben und dort so versorgt werden, wie das in der nachhatligen Vierzucht üblich ist, so wie alle anderen Tiere bei uns gehalten werden.“

Vor dem Hintergrund der bisherigen Entwicklungen betrachtet, finden wir solch eine Position weder ermutigend noch akzeptabel. Wir denken, dass die mitfühlsamste und angemessenste Lösung für Bill der Ruhestand in einem der Gnadenhöfe wäre, die ihn gerne bei sich aufnehmen und für ihn sorgen möchten. Wir haben ernsthafte Bedenken falls Bill im Green Mountain College verbleiben sollte – dort wo man äußerte, dass eine dauerhafte Pflege für ihn, nicht mit der Ideologie und der „Philosophie“, die dort praktiziert wird, vereinbar sei.

Für den 18. November ist die nächste Demonstration geplant. Mehr dazu auf dieser Facebook-Seite. Hier finden sich auch weitere Links auf laufende Petitionen:

https://www.facebook.com/events/410758268995319/

In diesem Artikel ist die Situation noch einmal detailierter beschrieben:

http://www.boston.com/metrodesk/2012/11/11/vermont-college-euthanizes-one-its-oxen-after-controversial-decision-slaughter-them/8DeO1Lr2gG5wh0OwD1MfCJ/story.html

Vielen Dank für Ihr weiteres Engagement und die weitere Unterstützung von Bill, denn er braucht Ihre Hilfe.

Ginger Carter, Petitionsinitiatorin

Übersetzung und LG
Euer NiceSwine

From individual to individual

Speciesism and homocentrism are the external manifestations of patterns in thinking that deny animal intelligence, and instead overvalue human intelligence. Humans are mostly behaving contractualist, unpredictable, unreliable, unfair, … and the list could go on in pretty negative terms. I wonder why that is the case, and I think it does not have to be that way.

I think it is possible for a human to be ‘animal intelligent’, to be non-contractualist, predictable, fair, tolerant, loving, … and that list could go on in positive terms. From my experiences with animals I learned about the possibility of ‘animal intelligence’:  The animals I have lived with truly were my best friends.

I think for a person who is truly nonspeciesistic in his/her thoughts and critical about homocentrism  it should be technically possible to really make the shift and start to become a better individual than what humans have per definition been so far, and even prided themselves with.

The time of human intelligence is over for me.

I am glad I defend animal rights from a standpoint of true ‘animal independence’ (of any human paradigm: biology, ethology, philosophy, religion … ).

***

Fragmentary thoughts:

The border around the castle ‘HUMAN’ is the one of scientifical categorizing. Within the castle we claim to be ‘complete’.

BIOLOGICAL HIERARCHISM ALWAYS PUTS HUMAN ‘OBJECTIVITY’ ON TOP OF WHAT IT DENIES THE OTHER SPEICIES: THAT IS ON TOP OF ANIMALS’ OBJECTIVITY

How can absolute objectivity be captured? With which parameters to measure against? Humans’ objectivity claim relies on subjective interests.

Ethical behaviour is one of the components taken out of the frame of an allround objectivity.

Animals get denied for their actions to be viewed as not insinctual.

Subsequently the VALUES of behaviour get ruled out from being within the ethcial scale of social actions between the species, etc.

A term such as ‘ethical’ desribes something that is existent, it’s not an idea in itself – otherwise it would not exist in the correlations…

Zum Holokaust- und Genozidvergleich in der Tierrechtsdiskussion

Die zerstörende Gewalt. Der Überlaufeffekt oder die Einmaligkeit in der Vorkommnis von Gewalt?

Zum Holokaust- und Genozidvergleich in der Tierrechtsdiskussion

Vorab: Braucht die Situation des Mensch-Tier-Verhältnisses einen Vergleich zu menschlich intraspezifischenen Situationen zur Hervorhebung von moralischer Relevanz? Wenn nicht, wozu dann die Genozidvergleiche in bezug auf die Situation des Verhältnisses menschlich-destruktiven Verhaltens gegenüber nichtmenschlichen Tieren?

Das Hauptargument, das gegen Genozidvergleiche vorgebracht wird, liegt im Punkt der Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Eine ausschließliche Zurückführung auf den Begriff der Würde, kann, als ethisches Kriterium, aber nicht zur Ableitung einer einseitigen moralischen Gewichtung angeführt werden, ohne dass dabei eine Abwertung der Problematik der Gewalthandlungen gegen nichtmenschliche Tiere vollzogen wird.

In der Unantastbarkeit der Würde des Menschen und dem Problem der Verbrechen gegen die Menschenwürde (gegen die Menschheit oder einen Menschen) liegt keine zwangsläufige ethische Implikation im Bezug auf das Verhältnis des Menschen zu seiner Außen- oder Umwelt, die zu einer allgemeinen Begründbarkeit von Gewalt gegenüber nichtmenschlichen Tieren führbar wäre oder diese Formen von Gewalt ausdrücklich und in jedem Fall sanktionieren würde.

Der Begriff der Würde kann, gesehen vom Standpunkt der Meinungsfreiheit, auch nicht strikt in seiner Gebundenheit reduziert werden, ohne dass man dabei das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzen würde. Dass heißt, dass eine Auffassung eines Menschen über das Vorhandensein der Würde der nichtmenschlichen Tiere – solange er dadurch keinem Menschen schadet, oder Menschen oder einem Menschen dadurch Gewalt antut – in den Bereich seiner Gedankenfreiheit oder seiner freien Meinungsauffassung fällt.

Menschen werden auch als Opfer und auch als Täter als Würdewesen betrachtet, deren Würde man in den Fällen von Morden und Genoziden brechen wollte; zumindest wurde dies in der Menschheitsgeschichte immer wieder versucht.

Tieren wurde in der Menschheitsgeschichte von keiner Gesellschaft eine Würde einer Unantasbarkeit ihres Tierseins zuerteilt. Damit ist die Besonderheit der Tragweite ihrer Opferposition nicht problemlos mit derer menschlicher Opfer zu vergleichen.

In jeder Situation, in der ein Gewaltverübender ein Opfer schafft, wird man in der Auseinandersetzung mit dem Problem oder dem Fall, Parallelen zu anderen Gewaltsituationen ziehen. Bei Gewalt an sich, unabhängig von der dadurch betroffenen „Angriffsfläche“ oder dem geschaffenen Objekt von Gewalt, kann man vermuten, dass die Motivationen (Destruktivitätswillen, -bereitschaft, gewaltbereite Eigenbezogenheit, Aggression) im Täter übergreifend ähnlich strukturiert sein können, auch weil das letztendliche Ziel oder intendierte Ergebnis von Gewalt: der Mord, die Tötung, d.h. die Zerstörung eines Opfers ist.

Nun verhält es sich aber so, dass die Frage, warum ein Täter sich ein spezifisches Opfer oder eine spezifische Opfergruppe sucht, ganz unterschiedliche Gründe in sich birgt. Auch ist die konkrete Qualität oder Struktur von Gewalt ein maßgeblicher Faktor, der auf die zugundeliegenden Ursachen von Gewalt und die spezifische Gewaltpsychologie zurückschließen lässt.

Produziert gegalt gegen Tiere, Gewalt gegen Menschen? Wenn nicht, warum bestehen dennoch Zusammenhänge in der Gewaltpsychologie

Die Unterscheidungen im Täter-Opfer Verhältnis zwischen potenziellen Opfern, und die Überlappungsmöglichkeiten in der Gewaltbereitschaft ihnen gegenüber, läge in der Frage des sogenannten Spillover-Effekts (Überlaufeffekts):

Die Frage ist, wenn ich dem einen Opfer etwas antue, bin ich dann automatisch auch einem oder mehreren anderen potenziellen Opfern gewaltbereit gegenüber?

Und, dem gegeüberliegend: hat das eine Opfer von Gewalt automatisch dadurch, dass es zum Gewaltopfer wurde, etwas mit einem anderen Opfer einer Form gewaltbereiter Handlung grundlegend gemein, außer dass beide in einer Position des Opfers sind? Liegt irgend etwas auf der Seite des Opfers, das die Gewaltbereitschaft eines Täters auf sich zieht?

Robert Nozick hat die Frage des sogenannten Spillovers vor dem Vordergrund des Mensch-Tier Verhältnisses in der Form beschrieben:

‘[...] Manche sagen, dass Leute nicht so handeln sollten, da solche Handlungen sie brutalisieren und sie die Wahrscheinlichkeit bei der Person erhöhen, das Leben anderer Personen zu nehmen (wir können hinzufügen “oder andererweise zu verletzen”); allein aus der Freude daran. Diese Handlungen, die moralisch nicht an sich in Frage zu stellen sind, sagen sie, haben einen unerwünschten moralischen ‘spillover’ (Überlaufeffekt). (Dinge wären dann anders, wenn es keine Möglichkeit für solch einen ‘spillover’ geben würde – zum Beispiel für die Person, die von sich selber weiß, dass sie die letzte Person auf der Welt ist.) Aber warum sollte es da solch einen ‘spillover’ geben? Wenn es an sich völlig richtig ist, Tieren in irgendeiner Weise etwas anzutun, aus irgendeinem Grund, welchem auch immer, dann, vorausgesetzt eine Person realisiert die klare Linie zwischen Personen und Tieren, und behält dies in ihrem Kopf während sie handelt, warum sollte das Töten von Tieren dazu neigen, sie [die Person] zu brutalisieren und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie [andere] Personen verletzen oder töten könnte? Begehen Metzger mehr Morde? (Als andere Personen die Messer in ihrer Nähe haben?) Wenn es mir Spaß macht einen Baseball fest mit einem Baseballschläger zu schlagen, erhöht dies in bedeutender Weise die Gefahr, dass ich dasselbe mit jemandens Kopf tun würde? Bin ich nicht imstande dazu, zu verstehen, dass sich Leute von Basebällen unterscheiden, und verhindert dieses Verständnis nicht den ‘spillover’? Warum sollten Dinge anders sein im Fall von Tieren. Um es klar zu sagen, es ist eine empirische Frage ob ein ‘spillover’ stattfindet oder nicht; aber es besteht ein Rätsel darüber, warum es das tun sollte.’ (1)

Diese Unterscheidung wird im Falle von nichtmenschlichen Tieren in auffallend deutlicher Weise vollzogen (Speziesismus). Ein Tier physisch zu schädigen oder zu zerstören, es zu töten, verhält sich im Rahmen unserer Gesetze als Sachbeschädigung, nicht als Körperverletzung oder Mord; während das Opfer-werden beim Menschen durch soziale, ethische, religiöse und gesetzliche Konstrukte eine andere Bewertung erhält.

Im Bezug auf Genozide kann man also sagen, die Menschen, die zum Opfer wurden, wurden vor diesem Hindergrund betrachtet, bewusst zum Opfer gemacht. Sie wurden bewusst aus dem ethischen und gesetzlichen Rahmen gewaltsam hinausbefördert.

Anders verhält sich die Situation der nichtmenschlichen Tiere in ihrer Rolle im Rahmen der spezisitischen und homozentrischen menschlichen Beurteilung. Wie schon gesagt gilt die Körperverletzung nichtmenschlicher Tiere nicht oder kaum als „Verletzung“, da die ethische Klassifizierung nichtmenschlicher Tiere, deren Leidenskapazitäten und damut auch deren Würde, bislang nicht mit im Rahmen der Verpflichtungen ethischen Sozialverhaltens ansiedelt. Wobei wir es hierbei tatsächlich mit einem neuen Komplex der Ethik zu tun hätten, dem Interspezies-Sozialverhalten. (2)

Die ganze anthropologische Konstellation einer homozentrisch ausgerichteten Welt, muss in ihrer Konkretheit untersucht und überdacht werden. Analogsetzungen reichen nicht, um hier zu einer ethisch-moralischen Lösung zu gelangen. Wegen der konkreten Beschaffenheit, aus der sich die diskriminatorische Haltung gegenüber der autonomen Bedeutung nichtmenschlicher Tiere zusammensetzt – aus dem Grund der ganz speziellen Form von Gewalt in diesem Fall – kann man keine ausreichende Analogie festmachen, um Ursachen besser verstehen zu können und diese Art der Manifetation von Gewalt (eben der gegen nichtmenschliche Tiere) zu bekämpfen. Damit bleibt aber auch der Genozid am Menschen ein vorwiegend gesondert zu behandelndes Phänomen.

Ausschließlich der Vergleich der Gewaltbereitschaft beim Menschen lässt Parallelen in den Täterpsychologien entdecken. Das hat mit dem jeweiligen Opfer aber nicht unmittelbar etwas zu tun. Warum „jemand“ zum Opfer wird, hängt mit schwer zu ergründenden psychologischen Ursachen auf Seiten des Täters zusammen. Wenn, als stereotypes Beispiel, ein betrunkener Mann einen anderen im Affekt wegen einer banalen Streitigkeit tötschlägt oder eine Frau Opfer einer Vergewaltigung wird, liegt in beiden Fällen zum einen der Aspekt der Gewaltbereitschaft des Täters vor, zum anderen aber wird ein Opfer aus völlig verschiedenen Motivationen heraus gewählt. Oder: als „Hexen“ im Mittelalter als solche klassifiziert und gefoltert wurden, lag eine andere Motivation zugrunde als bei Folterungen im islamischen Gewaltregime des Iran oder wiederum bei den Folterungen Oppositioneller in der Militätdiktatur Pinochets in Chile.

Der Umstand dessen, Opfer geworden zu sein, also des Verletztwordenseins des Opfers in seiner Würde als menschliches Individuum selbst, hat niemals Rechnung für die Tätermotivation zu tragen. Man kann die Gewaltmotivation nicht hauptsächlich über die Position oder Eigenschaften des Opfers ableiten, da das Opfer nur im indirekten Zusammenhang in ein Gewaltvergehen und in die Gewalt generell eingebunden wird. (Dabei sollte man nicht vergessen: es gibt keine ethische Grundsatzlegitimierung zur Gewalt, außer derer der Selbstverteidigung oder des Schutzes. Am deutlichsten ist die indirekte Einbindung eines Opfers in der Anwendung von Gewaltmitteln zur Erzielung politischer, ideologischer oder religiöser Macht.)

Ebenso würde man keinen direkten Vergleich zwischen der Strategie z.B. der Hexenprozesse zu der Struktur der Nazigewalt gegen ihre Opfer ziehen, weil die Komplexität der Formen von Gewaltbereitschaft in den spezifischen Fällen anders erklärt werden müssen.

Die Frage der Ursachen, der Psychologie des Täters und die Fragen der Gewaltstruktur sind maßgeblich für die Erklärung über die Motivation von Gewalt und ihrer Formation. Das einzige was eine generelle Schnittmenge darstellt, zwischen allen Formen der Gewalt, ist die Gewalt selbst.

Gewalt hat Ursachen und Folgen. Die Folgen müssen in einem differenzierten Verhältnis zu den Ursachen analysiert werden, da die Ursachen oft allein dem Täter (besonders auffallend im Fall von Persönlichkeitsstörungen (3)) oder einer Tätergruppe zugeordnet werden können, und die Folgen aber die konkrete (von Täter gewollte) Einbindung des Opfers in die Gewaltpsychologie des Täters anbelangen.

Das was nun die menschliche Gesellschaft nichtmenschlichen Tieren gewaltsam antut, braucht einen eigenen Begriff der dem Sachverhalt gerecht wird. Die Bezeichnung „Holocaust“ sollte als Bezeichnung klar umrissen bleiben: Das Wort an sich bezeichnete in religiösen oder rituellen Kontexten die überbleibende Asche oder vollständige Verbrennung eines Tieropfers! Das Wort hat heute die uns allen bekannte Bedeutung im Bezug auf den Menschenmord, vor allem an den Juden durch die Nationalsozialisten im Dritten Reich. Man hat bezüglich der Gefahr von Atomwaffen und den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima auch von einem ‚nuclear holocaust’ gesprochen, und das Englische ‚holocaust’ wurde im angelsächsischen Sprachgebrauch häufig als Synonym für den Begriff Genozid – den Massenmord an Menschen durch Menschen – angewendet.
Es ist zweifelhaft ob es irgendeinen Sinn in der Sache der Tierrechte oder der Menschenrechte macht, eine Analogie durch den Begriff des „Holokaust“ aufzeigen zu wollen. Denn dieser Versuch der Gleichsetzung trägt weder zu einer weitergreifenden Erfassung der Problematik nichtmenschlicher Tiere in einer homozentrischen Welt bei, noch kann er wirklich die Ursache von Greueltaten die Menschen an Menschen begehen oder begangen haben klären.

Ich glaube, dass solange keine Übereinkunft in der Bezeichnung des Komplexes menschlicher Gewalt gegen nichtmenschliche Tiere besteht, man begrifflich weiterkommen könnte, indem man die Unbeschrieblichkeit und die Unfassbarkeit erstmal bestehen lässt. Man hat für das, was wir heute „Tiertötung“ und „Tiermord“ nennen, noch keinen ausreichenden Begriffsrahmen geschaffen und damit auch keinen eigenen umschreibenden Begriff zur Hand.

Abschließend: Es geht in diesem Text nicht darum, durch die Aufwertung oder vielleicht eher anders Bewertung der Tierproblematik, die Würde des Menschen in irgendeiner Weise in Frage stellen zu wollen. Sondern es geht darum, dass dem Problem der Gewalt gegenüber nichtmenschlichen Tieren in seinem eigenen Recht Aufmerksamkeit erteilt werden muss.

(1) Robert Nozick, Anarchy, State, and Utopia, New York: Basic Books, 1974, S. 36.
(2) Dieser Punkt würde so etwas wie ein Interspezies-Sozialverhalten anbelangen, das aber abgesehen von einigen wenigen Beispielen in der Tierrechtsliteratur bislang wenig Interesse gefunden hat.
(3) In Großbritannien führten Diskussion über die psychologische oder kriminelle Einstufung von ‚personality disorders’ vor forensischem Hintergrund zu dem Ergebnis, dass die Einstufung nicht-therapierbarer Persönlichkeitsstörungen für die Rechtsprechung ein nicht klar addressierbarer Problemfall bleibt.

Das Acrylbild oben stammt von Farangis Yegane http://crownofthecreation.farangis.de/birds.one. Dieser Text wurde von Gita Yegane Arani-May verfasst und ist im Veganswines Reader 08 erschienen.

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Update über Bill und Lou vom 7. November 2012. Die moralische Ohnmacht und der unverstandene Speziesmus …

Siehe http://twitter.com/SaveLouandBill für weiterführende Links auf die laufenden Petitionen, News, Zeitungsartikel, Kommentare

Petitionslinks und Protestadressen befinden sich auch hier im Text unten: http://simorgh.de/niceswine/das_ochsenpaar_bill_und_lou_in_vermont

Update über Bill und Lou vom 7. November 2012

Die moralische Ohnmacht und der unverstandene Speziesmus im Fall von Bill und Lou, den beiden Ochsen im Green Mountain College, denen immernoch die grausamste Art der Tötung droht: die Schlachtung.

Kant in seiner Kritik der praktischen Vernunft, A 298:

„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel und das moralische Gesetz in mir. Der erstere Anblick einer zahllosen Weltenmenge vernichtet gleichsam meine Wichtigkeit, als eines tierischen Geschöpfs … Der zweite erhebt dagegen meinen Wert, als einer Intelligenz, unendlich, durch meine Persönlichkeit, in welcher das moralische Gesetz mir ein von der Tierheit und selbst von der ganzen Sinnenwelt unanbhängiges Leben offenbart.“

Moralisches Empfinden, ist aber mit der Welt verbunden, und der reele moralische Wert und die reele moralische Motivation im nichtmenschlichen Tierleben, kann von uns nicht als nonexistent gegennzeichnet werden: wir wissen de facto nicht ob und wie nichtmenschliche Tiere eigene, vielleicht mit uns unvergleichliche, aber auch in sich gültige, moralische Codice haben.

Die Erfüllung des Wunsches mit meinem moralischen Gewissen im Reinen zu sein, kann in dem Moment zum Selbstzweck werden, wenn der Zusammenhang zwischen der Eigenbedeutung und der Bedeutung des Anderen (per se) – d.h. der Bedeutung überhaupt, also auch der meines Gegenübers, das ich in den Tieren, in der Natur (im „All-Leben“) erblicke, und meinem sensiblen und reflektiven Bewusstsein und Gefühl meiner Moralvorstellungen – ein unklarer und undefinierter Zusammenhang bleibt. “Die Welt und ich” gehören eben genau durch mein „Moralempfinden“ zusammen.

Der Fall der zwei Ochsen Bill und Lou im Green Mountain College in Vermont, USA, über die wir kürzlich berichtet haben:
http://simorgh.de/niceswine/das_ochsenpaar_bill_und_lou_in_vermont , mit der Bitte die laufenden Petitionen zu unterzeichnen – was auch immer noch getan werden sollte, denn noch ist es nicht zu spät -, verzerrt sich derzeit zu einem Medienspektakel innerhalb der Aktivisten, die sich für die Rettung der beiden einsetzen.

Die beiden wurden 10 Jahre lang als „Zugtiere“ eingesetzt in dem College, das sich besonders auf Studien über nachaltige Agrarwirtschaft spezialisiert. Das College hat gemeinsam mit den Studenten eine Entscheidung dahingehend getroffen, das Leben der Tiere durch die Schlachtung zu beenden. Tierrechtsbewusste Menschen protestieren seither für die Übergabe von Bill und Lou an einen Schutzhof. Das VINE Sanctuary, das auch im Staat Vermont liegt, möchte die beiden unbedingt zu sich nehmen (ohne anfallende Kosten für das College), aber das College will nicht. Auch hat VINE bei dem Schutzhof Farm Sanctuary angefragt, ob Bill und Lou auch dorthin gebracht werden könnten, was problemlos geschehen könnte. Hohe Summen zum Freikauf der Tiere wurden geboten, aber das College argumentiert eben so, wie die „nachhaltige Landwirtschaft“ (die sich bislang durch den Speziesismus „kulturell“ definiert) das eben tut.

Bei dem Engagement steht eins offen von Seiten derer, die sich in gerechter Weise für die Sache der Tierrechte einsetzen: Wie genau läuft die Kommunikation des Falles, der exemplarisch ist, als solches zwar verstanden wird, aber in begrenzt reflektierender Weise. Denn was zur Diskussion für die Tierrechtler stehen müsste, ist die Art, wie sich der Speziesismus und die spezisitische Taktik, Rethorik und Handlungsweise, kurzum die (schein-)„Ethik“ der nachhaltigen Landwirtschaft, hier aufbaut; immerhin geht die Organisation PETA soweit, von Greenmountain zu fordern, dass, wenn man die beiden dort unbedingt töten „wolle“, man dies in aller Öffentlichkeit tun soll, damit das Töten einen zumindest einen „erzieherischen Sinn“ habe. (1) (Einen so erzieherischen Sinn wie eine öffentliche Hängung oder ein Mysterienspiel von Hermann Nitsch?)

Der Geschichtsprofessor James McWilliams von der Texas State University und die Leser seines Blogs begleiten engagiert den Fall und McWilliams hat bereits angekündigt, dass er ein E-Book über Bill und Lou schreiben werde, wofür er einen Monat mit dem Bloggen pausieren wolle: Es ist noch nicht einmal klar, in welche Richtung, nach oben und unten, die grausame Waagschale menschlicher Willlkür tarieren wird!

VINE Sanctuary wurde von Studenten des Green Mountain College als „Feminazi“-Gruppe bezeichnet und ein Hitler-Youtube Video über sie angefertigt. Die Betreiberinnen des Schutzhofes VINE sind vegane Ökofeministinnen aus der LGBT Szene. Die anderen Engagierten aus der Tierrechtsbewegung halfen den Leuten von VINE nicht, sich gegen solche Angriffe zu wehren und dieser Aspekt, wie Speziesismus und Sexismus Hand in Hand arbeiten, wurde von den dadurch Nichtbetroffenen ausgeblendet.

Der Mikrokosmos der Tierrechte und der der Menschenrechte sind so verwoben wie die Feingliedrigkeit und die Unfassbarkeit eines funktionierenden, intakten Ökosystems. Aber wir verstehen wohl weder die Gefüge einer urpolitischen Interdependenz so ganz, noch das Gefüge des Naturhaften überhaupt.

Nun bleibt uns nur zu hoffen auf die Mitfühlsamkeit, die „compassion“, die wir vielleicht bei anderen erwecken oder durch öffentlichen Druck erzwingen können.

Es braucht einen „public outcry“ der einen freien radikalen Clout erzeugen kann in dem Größenmaß, dass er stark genug ist um in Sachen Tierrechten, Speziesismus und Antispeziesismus zwei Leben retten zu können.

(1) “‘We urge you with great urgency to make the compassionate decision to spare the lives of Bill and Lou,’ Huling continued in the email. ‘But if you move forward with the slaughter, you should, as educators, at the very least use this injustice as a learning opportunity.’” PETA wants public slaughter of oxen, http://www.rutlandherald.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20121106/NEWS01/711069905 (letzter Zugriff vom 7. Nov 12)

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Gita Yegane Arani-May

Ein College im US Bundesstaat Vermont insistiert auf die Tötung zweier Ochsen, obwohl der Schutzhof Vine Sanctuary die Tiere bei sich aufnehmen will

Entschuldigung, vorhin ist eine fehlerhafte Version rausgeschickt und hier veröffentlicht worden. Hier ist nun nochmal die richtigere Version des Artikels:

Protestaufruf! Links zu Petitionsseiten befinden sich unten.

Dieser Text als PDF: http://simorgh.de/ar_issues/das_ochsenpaar_bill_und_lou_in_vermont_usa.pdf (der Link öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gita Yegane Arani-May, veganswines.com

Kultische Gesinnungen:
Ein College im US Bundesstaat Vermont insistiert auf die Tötung zweier Ochsen, obwohl der Schutzhof Vine Sanctuary die Tiere bei sich aufnehmen will

Das Green Mountain College im US Bundesstaat Vermont hat in den letzten Wochen viel öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, alles infolge ihrer Entscheidung die Ochsen Bill und Lou zu töten. Die Tiere wurden nun 11 Jahre lang in dem College, das sich auf Agrarwissenschaften spezialisiert hat, zur Arbeit auf dem Feld als Zugtiere eingesetzt. Das College gab den Beiden diese Namen, erklärte sie zu ihren Maskottchen, und will nun aber an ihnen ein umstrittenes Exempel nachhaltiger Landwirtschaft statuieren. Die Tiere sollen geschlachtet und am besten auf dem College Campus verzehrt werden, obwohl der ebensfalls in Vermont liegende Gnadenhof Vine Sanctuary die Tiere unbedingt und ohne anfallende Kosten für das College aufnehmen will.

Eines der Tiere hat sich bei den Arbeiten verletzt, ihm werden aber Schmerzmittel verweigert, damit man das Fleisch des Tieres später essen könne. Die Frage wirft sich auf, warum das College hier keine perspektivische Chance sieht, das Nachhaltigkeitsdenken einer veganen Landwirtschaftsethik mit in sein Curriculum aufzunehmen. Tausende Proteste gegen die anstehende Tötung gehen bis dato kontinuierlich bei den Entscheidungsträgern in Green Mountain ein, aber die resistente Haltung, selbst seitens der Studierenden, wächst, so wie das Unverständnis der Außenstehenden.

Das Green Mountain College ist ein ehemaliges Junioren-College, das für einige Zeit unter chronischem Geldmangel litt, so schreibt der Tierrechtsaktivist Mark Williams auf der Seite des amerikanischen Geschichtsprofessors James McWilliams (http://james-mcwilliams.com/) von der Texas State University, dessen Seite zu einem Zentrum des Protests im Fall Bill und Lou geworden ist. James McWilliams selbst ist vegan und schreibt auf seinem Blog über Tierrechte.

In den späten 1990ern erklärte das College, dass es das Fach „environmental liberal arts“ – „Umweltstudien“ in seinen Lehrplan aufnehmen will. Über die letzten zehn Jahre hat es sich ein Schulungsprogramm zusammengestellt, das sich besonders auf die Zucht und die Haltung von Farmtieren spezialisiert hat. Damit hat sich das College versucht im Zuge des Trends des „Günen Campus“ bedonders hervorzutun, um neue Studenten und Förderer anzuziehen. (Und nein, ihre Auffassung von „Grün“ hat mit Studien zur Selbstversorgung mittels alternativer Energiemodelle aber auch rein gar nichts zu tun.)

Beobachter der mit Widerstand hervorgerufenen Diskussion des Colleges darüber, wie man mit den Ochsen nun weiter umgehen wolle, äußern ihr Unverständnis über schwache Argumente und einen totalen Mangel zur Bereitschaft dazu, den Umzug von Bill und Lou in das Vine Sanctuary (http://vine.bravebirds.org/ ) zu genehmigen, geschweige denn vernünftig zu diskutieren. Das Vine Santuary – eine anerkannte Einrichtung, die von der in der Tierrechtsszene bekannten Ökfeministin, Tierrechts- und LGBT Aktivisitn Pattrice Jones mitbegründet wurde – ist nahe genug gelegen, um den Transport der Tiere problemlos zu ermöglichen, wäre da nicht der Widerstand des Green Mountain College, die sich schließlich als die Besitzer der Tiere und tragischerweise auch als ihre „Schöpfer“ betrachten.

Besorgniserregend ist auch die Reaktion der Studierenden am Green Mountain College. Nur wenige von ihnen haben sich offen gegen die Entscheidung der College-Leitung ausgesrpochen; viele Studierende haben Außenstehenden mitgeteilt, sie hätten Angst innerhalb des Colleges als Widersacher aufzufallen. Die Leitung des Colleges selbst reagiert überwiegend mit Ignoranz und gewollt erhabener Gelassenheit auf die von Außen eindringenden Protestschreiben und Anrufe, und leitet die Aufgabe der Beantwortung der Emails einfach an einige ausgewählte Studierende weiter. Einige dieser Studenten haben Seiten ins Netz gestellt und Beiträge über soziale Netwerke veröffentlicht, in denen sie sich über die geplante Tötung der beiden Tiere Bill und Lou auslassen. In ihren Äußerungen fallen einem zwei Dinge in erster Linie auf:

Pubertäre pseudo-intellektuelle Rechtfertigungen für die Entscheidung, die sich darauf berufen, wie viel besser Bill und Lou es gehabt hätten, als Tiere in Fabrikfarmen – was zwar wahr ist, aber nicht die Frage ist, um die es in dem Streitpunkt geht. Und es wird betont, welche Rolle die Gemeinschaft in ihrem College spielt, ihre Philosophie über Agrarkultur lässt keinen für sie sinnvollen Widersrpuch zu.

Andererseits betonen einige Studenten von Green Mountain auch, wie wichtig es ihnen ist, bei der Tötung von Bill und Lou dabei sein zu dürfen, und die Studenten zeigen mit besonderem Stolz Fotos auf denen man sie posierend sehen kann mit „frisch geschlachteten“ Tieren, und mit T-Shirts, die sie dabei tragen, die ihre Haltung zum durch sie erbrachten Tod dieser Tiere noch einmal bekräftigen sollen. Kurzum, in dem College existierte bereits eine Hysterie der Freude am Tiertöten, die sich nun am Öffentlichwerden des Falles von Bill und Lou vollständig entzündet hat.

Das College hat zwischenzeitlich immer mehr Tiere gezüchtet, in den Jahren, seitdem es sich als so etwas wie eine agrarwirtschaftliche Gemeinschaft auffasst, und es bringt derzeit mehr Tiere unter, die demnächst geschlachtet werden sollen, als es dort Studierende gibt, die sich eingeschrieben haben, um für ihr zukünftiges Leben etwas zu lernen. Als nächstes hat das College vor, sich zu erweitern mit dem Fach der Animal Sciences, „Tierwissenschaften“. Green Mountain freut sich über die Aufmerkasmheit, die es wegen Bill und Lou erhält. Mark Williams hat auch über die Geschichte des Colleges recherchiert, und er stellte dabei fest, dass die Einrichtung vorher noch nie so häufig in der Presse erwähnt wurde wie jetzt, man könne zynischerweise behaupten, das College habe wohl nichts besseren zu tun gehabt, als solch einen Fall in voller Absicht zu inszenieren.

Einige der Studenten und der Angestellten des Colleges würden im sterotypen Outfit traditioneller Farmer herumlaufen, mit Bärten und großen Hüten. Das College hat in den letzten Jahren mehrmals seinen Nahmen geändert. Soweit bietet es nur Bachelorabschlüsse an, ist aber in seiner Fähigkeit als Bildungsstätte so überzeugt davon, dass bei ihnen inhaltlich alles in Ordnung sei, und dass man da keine Fragen stellen darf. Der Eindruck, dass das College sich eher wie ein „Kult“ verhält, wächst (selbst einige Alumni und Studenten gebrauchen nun das Wort). „Die Fotos von Green Mountain die nun kursieren, zeigen nicht nur Belange, die aus ethischer Sicht ernst genommen und addresiert werden müssen. Auch die Äußerungen einzelner Studenten in sozialen Netzwerken rangieren von intellektuell schwach bis zu beängstigend“, so Mark Willams, „viele Kulte suchen letztendlich ihre eigene Unsterblichkeit. Machmal geschieht das in vergeistigter Form, manchmal nicht … Bill und Lou haben Green Mountain bereits unsterblich gemacht. Niemand, der von den beiden gehört hat, wird jemals dieses College vergessen können.“

Dies sind laufende Online-Petitionen, die Sie unterzeichnen können um Bill und Lou zu helfen:

http://www.change.org/petitions/bill-throop-kenneth-mulder-release-bill-and-lou-to-vine-sanctuary

http://www.thepetitionsite.com/136/143/095/save-bill-and-lou-from-slaughter/

http://www.thepetitionsite.com/843/838/964/spare-oxen-bill-and-lou-from-slaughter/

Diese Petition ist bereits geschlossen, da genügend Personen unterzeichet haben: http://www.causes.com/causes/644857-let-s-turn-facebook-orange-for-animal-cruelty-awareness/actions/1692638

Es gibt im Netz noch weitere Peitionen für die beiden. Auch kann das Green Mountain College direkt angeschrieben werden:

Provost Throop throopw@greenmtn.edu

Und

Philip Ackerman-Leist
Associate Professor of Environmental Studies
Director of the Farm and Food Project
Solar Harvest Center
One Brennan Circle
Poultney, VT 05764-1199
Email Address: ackermanleistp@greenmtn.edu
802-287-2942 Fax: 802-287-8080

Aus dem Vegan*Swines Reader IV (2012): Der Mythos der „humanen“ Art der Ausbeutung und Tötung von Tieren

Der Mythos der „humanen“ Art der Ausbeutung und Tötung von Tieren

Diese Informationen basiert auf Erfahrungswerten von Tierrettungs- bzw. schutzhöfen und den Recherchen bekannter Tierrechts- bzw. schutzorganisationen. Die Angaben beziehen sich auf die Realität in westeuropäischen und US-amerikanischen Agrarbetrieben.

Eine „humane“ Umgehensweise sollte eigentlich bedeuten, mit Respekt und Einfühlungsvermögen mit den Lebewesen umzugehen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Es ist egal, ob es dabei um Menschen oder um Tiere geht. Das, was wir genau unter „humanen“, also menschlichen Werten verstehen, läßt darauf zurückschließen, auf welchem Level sich der gegenwärtige Aufgeklärtheitsstatus unserer Kultur befindet.

Würden wir die gleichen Methoden, die wir in der Aufzucht, Versorgung, und Tötung von Farmtieren praktizieren, auf unsere Haustiere anwenden, dann wäre das gesetzeswidrig und jeder normale Mensch würde so eine Behandlungsweise von Tieren als erschreckend und grausam empfinden … diesen Text als PDF lesen / downloaden (Link öffnet sich in einem neuen Fenster)

Common sense as a basis for morality in Animal Rights

Use your sense of justice, when you judge nonhuman animals, use your common sense, when you judge animals.

When natural scientist make findings about how an animal brain works, how animal psychology works, cognition, consciousness, it means they will do 1. invasive research at some point, and 2. they will be using parameters that are strictly homoncentric, meaning the frame of reference they apply moves only within a “human” framework of “objectivity”.

A real Animal Rights revolution would require people to step back from human parameters. A real Animal Rights revolution would mean we as humans are able to face nonhuman animals on the level where we allow them to be different but still respect their untouchable integrity in this natural world that we all live in and are born into.

When we want to give nonhuman animals our definitions, we should as Animal Rights people make sure we don’t impose a worldview onto them and their concerns, that is not theirs (and thus not in THEIR interest). If we can’t accept that animals have their own views of the world, then we deny them real and autonomous subjectivity, and then we deny them personhood in a sense that we should respect.

We don’t need scientific proof and scientific arguments, what we need is to learn to accept common sense as a basis for morality and moral judgment in Animal Rights issues as much as we accept our basic common sense to be enough when we talk about each other or internal human concerns.

 

Vegan for justice

Not the plain awareness that “eating meat is wrong”, but a growing sense of justice makes veganism so attractive to people I think.

Ok this is a fine line, but I believe what makes people want to turn vegan now, is not that “by chances” they have been informed about the atrocities going on in farms and slaughterhouses and that more or less right away turns them into vegetarians and/or vegans. I think it’s rather the growing sense of justice as far as nonhuman animals are concerned and the human relationship towards them, that makes people get the “click” of becoming a vegan.

People find it easier to stand for what they feel and think today, in regards to nonhuman animals.

In the past when you thought it was wrong to eat “meat”, etc. the pressure around a person living in a homocentrist society was so strong that someone was confronted with so many more obstacles than the obstacles a persons meets today in most or at least many contexts and places.

The danger of thinking that solely information would almost automatically create a more enlightened and thus hopefully compassionate people all around us, lays in the often overlooked point that many meat eaters and hunters, for example, etc., are acting fully knowing what they are doing and endorsing their fully aware chosen stances publicly wherever they can as individuals “having something to do with the issue” (they feel being asked for their warped views, so much, I think). The same fanaticism about a practiced carnism and speciesism also goes for some people in the field of arts it has to be noted – a professional field that is in much danger of acting on an ideological plane in society anyway and speciesist art is a sad fact that is often being ignored way too much ( speciesism in art : http://www.farangis.de/blog/category/animalistic-issue ).

What I think is important, is that we don’t underestimate the will and the power of the individual person and society overall to foster a sense of justice in each other once the ice is broken that sealed (one could say) “the lips of humanity” in the past.

Neo-vegan perspectives – 1 : Why Animal Rights can’t be treated as secondary to Human Rights

Images: Acrylic paintings on canvas by Farangis Yegane : view “OUR OBSERVER

Neo-vegan perspectives – 1
Why Animal Rights can’t be treated as secondary to Human Rights

Let’s assume we can’t overcome human conflicts, and let’s assume we do not want to consider animal rights and environmental issues as ways in which we could also find fundamentally better approaches to conflict solution, because there doesn’t really exist an openness in the viewpoints of the majority to allow new or different perspectives on what’s to be considered as relevant and ‘sense-possessing’.

Animal Rights, even if not considered as touching a sphere of meaningful phenomena, is objectively not a secondary concern.

This is so, since the fact that human persons relegate animal individuals into “irrelevance”, as a sector created for the nature-animal complex, doesn’t hold any factual account for the leakage we can call an obvious one if we look at:

A) the grade of destruction aggravated by any forms of speciesism (and homocentrism respectively)

And B) the essential bond of the human notion of ideal justice in the moral practice lived by societies (idealism) with the natural and the animal world; and the unknown factors reciprocal of nature and animals overall as they display themselves back to human society (the other intelligence – designed by life basically).

Fragment … thoughts on what we think are “atrocities”

Atrocities

We all think we know what atrocities are, and yes we do know – as people, as human beings – what the worst types of atrocities are. However, we fail to acknowledge the full extent of the psychological mindset in humans who cause such actions we consider to be “crimes against humanity” or the murder of an individual or several or many, many human beings.

The type of mindset that likes to destroy others for no reason but for the sake of hatred, is the same type of psyche that picks on any other living being too, in order to rule over it, in life and death.

As humans we have drawn a fence around that what is brutality against the natural world – humans excluded as the only protected and self-declared only species with culture and civilization. And whatever type of atrocities a human does within this spot: “nature”, is ok. We don’t even call that an atrocity then.

Humanity wants to have high moral values, but the basis on which this has to rest is exactly that very basis which destroys moral values. Humanism invented a circle that runs it itself ad absurdum.

Moral values do need a basis, and in reality they have a basis, and that is in the lived relation between human inasmuch and animals. My right as a human, is my right to defend what I perceive to be an animals right inasmuch. So this is my critique about humanism. A.) it fails to be logical as far as ethical reasoning is concerned in general and B.) it won’t allow me to think and act freely as soon as I want to cross the border out of the sterile world of human perspectives and philosophies of life.

Pain

You think you know what segregation means, and what it feels like. But go as a nonhuman animal into any designated human zone (basically every spot in the world), and you know what type of atrocity homocentrism is.

Human are animalcentric in that they focus on a total destructivity towards animals, both willing and unwilling. Animal culture is something human cultures have so much worked against, that being human in itself really is the anti-thesis to animal life. And humans try just so hard to be so very proud of that.

Humans want to emulate animals of prey, but they are just plain humans. We don’t know what the reason culturally is behind the animals of prey hunting other animals. But one thing is for sure, we as humans have another role and potential role. We can either fail and be enemies to the world, or we can see our own role and position made up of own and specific moral participatory values.

I don’t understand why people overall think and act in such highly undifferentiated ways when it comes to their stances on the human-animal relationship, when it comes to thinking about animal life and human life, and life in the universe over all.

However, humans all have to experience their life as own single individual beings, no matter how much they like to or have to hide in the human mass and no matter how much they fail to see the animal individual in what the human world senses to be the plain masses of animal life.

Living life as a single being confronts one with certain inevitable questions of the meaning and the purpose of ones own life. Look at the different meanings people seek out for themselves – all strings run together at a certain spot, and that spot is not to be found in any human-superiorist stratagems.

Never rebut an enlightened anthropos – how dare you!

Why it is amazing how Animal Rights sets ITSELF on the right fundament. No question that it does exactly that, Animal Rights is a story, dynamic in itself.

However some birthhelpers who are perhaps a couple of eons too late are fighting for their new inventions of the wheel notwithstanding. Ok, what I’m talking about is the question of the futile fight of humans against their own perpetually continued ANTHROPOCENTRISM.

A lot of focus is currently set by the AR community on just that impotant question, which is good and a thing to do overdue because it helps you see reality clearer. Reality about the political implications of Animal Rights for Human Rights and Earth Rights mostly, I believe.

But what exactly is anthropocentrism?

Also … Why is a term chosen that strictly seems to omit the animal nature connection as the KEY point and only focuses on the human towards animal relation in a critical way though. What about that, what completely stands out of the reach of us the anthropos??? Ok, so we see the question at stake here is the perspective, we want to avoid looking at the world from a strictly homocentric viewpoint. But how far do we have to go with that.

I was recently criticised for criticising an AR advocate who is against anthropocentrism and who claims that Animal Rights find a reasonable argument in the similarities between beings – humans and nonhuman animals that is. This is an old string of argumentation when animal acvocacy issues are being discussed. But: do we want to land at comparative studies where we check one brain against the other to find out how much rights you should be entitled to be granted? Well, the amount of speciesism in the enlightened field of AR advocates is just plain tiresome. I just stop this rant at this point and ask you to continue it on your own behalf if you will.