Der Unterschied zwischen dem zoroastrischen und dem mithraischen Urrind …

Der Unterschied zwischen dem zoroastrischen und dem mithraischen Urrind ist der folgende: 1. Das zoroastrische Urrind wird von Angra Mainyu (Ahriman) tödlich verletzt. Das Ziel Ahrimans ist es, das Leben in der Welt zu vernichten. Arthas Samen aber sind immer siegreich (Pirooz), da sie die Kraft haben sich immer wieder zu erneuern. So sind alle Bemühungen Angra Mainyus umsonst und aus allen Teilen des Rindes (das mit „Parvins Ähre“ / خوشه پروین  gleichgesetzt ist) entsteht von neuem Wachstum durch die Absorption des Wassers, das in dem neben ihm gelegen Fluss, dem Flusse Veh Daiti, fliesst (das Urrind erfährt eine neue Frischwerdung = Frashgart).

Im Mithraismis ist Mithras der Schöpfer durch seinen Dolch, indem er damit die Ader der Urrindes durchschneidet. Hier fehlt die Darstellung des Flusses. Und an die Stelle des Prozesses der Wiederauferstehung tritt der Akt des Durchtrennens der Lebensadern des All-Lebens durch den Gott Mithras mit dem Dolch. Mit dem Schnitt in die Blutadern bewirkt Mithras die vermeintliche Wiederauferstehung (Frashgart) des Lebens. Wasser kann man nicht zerschneiden oder durchtrennen, aber die Adern durch die das Blut fließt (die man auch als einen „Fluss“ verstand) konnten durchtrennt werden. Die Ader war identisch mit der Gottheit Artha. Durch die Opferung findet im Mithraismus die Erneuerung statt, und mit der gewaltsamen Unterbrechung der Lebensadern entsteht der Gedanke des Bündnisses (Mitre) und tritt an die Stelle der Liebe (Mehr).

Aus Hintergründe des Mithraismus und seiner persischen Wurzeln, M. Jamali und G. Yegane Arani-May, z. Zt. in Bearbeitung.

( Tagged as: Geush Urvan, the primeval bull in Zoroastrianism and his/her counterpart in Mithraism )

[in German] Molavi Balkhi : Denke, welche Welten im Handel mit der Vernunft sind!

Denke, welche Welten im Handel mit der Vernunft sind! Wie weit dieser Ozean der Vernunft ist!

In diesem süßen Ozean bewegen sich unsere Formen schnell, wie Becher auf der Oberfläche des Wassers:
Bis sie sich füllen, schwimmen sie wie Schüsseln oben auf dem Meer, aber wenn die Schüssel gefüllt ist, sinkt sie hinein.

Die Vernunft ist versteckt, und allein eine Welt der Phänomene ist uns sichtbar:
unsere Formen sind die Wellen oder die sprühenden Tropfen dieses verborgenen Ozeans.

Was auch immer die Form zu einem Mittel der Herangehensweise an die Vernunft macht
- durch dieses Mittel wirft der Ozean der Vernunft die Form weit hinfort.

So lange wie das Herz nicht die Ursache seines Bewusstseins sieht, so lange wie der Pfeil nicht den weit-schießenden Bogenschützen sieht,
denkt er, der somit blind ist, dass sein Pferd verloren ist, obgleich währenddessen er sein Pferd starrsinnig auf der Straße vorantreibt.

Dieser gute Freund denkt sein Pferd ist verloren gegangen, während sein Pferd ihn voranträgt wie der Wind.
Lamentierend und suchend rennt dieser Hohlkopf von Tür zu Tür, in jeder Richtung, und fragt und sucht:

„Wo und wer ist der, der mein Pferd gestohlen hat?“ Was ist dieses Tier unter deinem Schenkel, Oh Meister? „Ja, das ist mein Pferd, aber wo ist mein Pferd?“

Oh behänder Reiter auf der Suche nach deinem Pferd, komme zu dir! Der Geist ist aus der Sicht verloren, weil er so manifest und nah ist:
Wie, wo du deinen Bauch mit Wasser voll hast, bist du trockenlippig wie ein Krug?

Molavi Balkhi

Überesetzung: Palang Latif