Der vegane ökologische Fussabdruck. Teil 2

Palang LY

Wie groß ist Dein ökologischer Fussabdruck wenn Du vegan lebst?

Teil 2

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Eine vegane Lebens- und Ernährungsweise bringt viele ökologische Vorteile mit sich. Dennoch, wer vegan ist, sollte sich über die größeren Zusammenhänge, über Ursachen und Wirkungsweise von Umweltzerstörung und Speziesismus Gedanken machen und seinen Lebensstil auch gemäß seiner Erkenntnisse korrigieren. „Multi-Issued“ denken ist nötig, um geringere Schäden anzurichten als man es mit seiner gegenwärtigen Lebensweise vielleicht noch tut. Denn sogar die potenziell pazifistischste aller Lebensweisen, die vegane Lebensweise, kann immer noch optimiert werden.

Von der Schaffung einer veganen Ökologie

Die Fleischproduktion hat sich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges viervierfacht. Das war in dem Zuge, in dem die volle Indusrialisierung der „Nutztier“-haltung und die moderne Tier-Agrarindusrtie entstand. Heute wächst der Bedarf für tierische Produkte in den Großnationen wie China und Indien in einem unabsehbaren Maße; dort wo die Mittelklasse einen „typisch westlichen“ Lebensstil noch für etwas Nachahmenswertes hält.

Auf der anderen Seite sehen wir Nahrunsmittelknappheit, Mangelernährung und Hunger in großen Teilen der Welt. Wir sind konfrontiert mit der globalen Erwärmung, der Verschmutzung der Umwelt durch Abfälle, Gifte, mit der Zerstörung ökologisch hochkomplexer Gleichgewichte, die wir Menschen verursachen durch beinahe alle Bereiche unseres Lebens. Wir bezeugen die Rate der Entwaldung auf den Kontinenten, die wachsende Waserknappheit und die Auslöschung von Spezies. Und all das geschieht hauptsächlich weil Land zum Anbau von Futtermitteln gebraucht wird, um den unerschütterlichen Hunger der Menschen für Fleisch, Milch und Eier zu stillen, und um Industrien aufrecht zu erhalten, die sich von Tierprodukten als billiger und selbstverständlicher Ressource wirtschaftlich abhängig gemacht haben.

Es gibt keine ökologisch vernünftige und realisierbare Gleichung, die den Bedarf der großen Konsumnationen und derer marktwirtschaftlichen Mechanismen und andererseites notwendiges Menschenrecht weltweit miteinander vereinbar werden ließe. Die Menschheit vernichtet durch ihren Zwang zur Umweltzerstörung ihre eigene Lebensgrundlage durch Produktions- und Konsumprozesse. So befinden wir uns inmitten der größten kulturgeschichlichen Aporie der die Menschheit sich in ihrem Exklusivheitsstatus, mit dem sie sich von der Natur abzugrenzen suchte, je selbst ausliefern konnte.

Wir als VeganerInnen sollten unsere Negativauswirkung auf die natürliche Umwelt, die nichtmenschlichen Tiere und die soziale Menschenwelt in allen Akspekten stetig zu reduzieren suchen und weiterhin abwegen, was für die Welt wirklich beiträglich ist und sein könnte. Wir sollten uns nicht unüberlegt treiben lassen durch das, was die Gesellschaft und das eigene Fortkommen gerade von uns zu verlangen scheinen. Veränderungen müssen auf allen Ebenen geschehen.

Das Autofahren auf das Nötigste zu reduzieren, Wasserverschwendung zu meiden, Energie-effizienter die Abläufe im Haushalt und Draußen planen, Urlaub neu zu definieren und sich nicht einfach in den Flieger zu setzen, das sind alles Schritte die wir tun sollten. Was wir als „Standard“-Veganer aber auf jeden Fall schaffen – und das ist zweifellos der Punkt größter ethischer Relevanz – ist den grundsätzlichsten Beitrag zum Schutz unserer Umwelt beizutragen durch unsere pflanzliche Ernährungsweise. Tier-, Menschen- und Erdrechte gehören zusammen und diese zusammenhände in unserem täglichen Leben und unseren täglichen Entscheidungen zu berücksichtigt sollte unser fortlaufendes Ziel sein.

Vegan zu leben wirkt dem Welthunger entgegen

Die FAO (die Food and Agriculture Organization der UN) erklärt in einem Bericht von 2005, dass mehr als fünf Millionen Kinder jedes Jahr an Hunger sterben. Man rechnet damit, dass sich die Zahl der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 von 6 Milliarden auf 9 Milliarden Menschen erhöhen wird. Eine der zentralsten Fragen des 21. Jahrunderts wird sein, wie die Menschheit sich in Zukunft ernähren will oder kann.

Die Verfügbarkeit anbaufähigen Landes ist eines der Haupthindernisse in der Nahrungmittelerzeugung. Die Welt hat nur ein begrenztes Maß an Land, das zum Anbau eingesetzt werden kann. Es ist daher also entscheidend wie solches Land bestellt wird um damit ausreichend Menschen versorgen zu können.

Die typische Ernährungsform des Westens, die primär auf tierischen Produkten basiert, spielt eine wesentliche Rolle dabei, dass Menschen in den ärmeren Regionen der Welt der Zugang zu ausreichend und gesunden Lebensmitteln verwährt ist. Die Funktionsweisen der Tieragrarindustrie und des Marktes sind komplex und schwer durchschaubar, aber die Zusammenhänge zwischen Welthunger, Mangelernährung und der Tierausbeutung durch die Agrarindistrien bestehen. So setzt sich beispielsweise das „Food Empowerment Project“ (http://www.foodispower.org/) mit genau diesen Zusammenhängen und den möglichen Lösungen auf veganem Wege für die Problematik auseinander.

Feststeht dass Studien aufzeigen, dass die vegane Ernährungsweise (und die vegane Lebensweise insgesamt in ihrem Verzicht auf alle tierischen Produkte und Nebenerzeugnisse) nur ein Drittel der Anbaufläche bedarf, als das für die typische westliche tierprodukt-dependente Lebensweise nötig ist.

Fruchtbare Äcker und intaktes Land

„Überweidung ist der Grund für 35% der Bodendegration, die Entwaldung für 30% und die Landwirtschft für 27%. Diese Schädigungsursachen sind direkt oder indirekt verbunden mit dem Verbrauch tierischer Podukte.“ [1]

Das World Recources Institute (WRI, http://www.wri.org/) erklärt, dass fast 40% der Agrarlandfläche weltweit ernsthaft degrativ geschädigt sind. Das International Food Policy Research Insitute (IFPRO, http://www.ifpri.org/), das sich mit nachhaltiger Nahrungsversorgung und Welthunger befasst, sieht voraus, dass wenn Land und Anbaufläche weiter wie im gegenwärtigen Maße geschadigt werden, zusätzliche 150 bis 360 Millionen Hektar bis zum Jahre 2020 nicht mehr zum Anbau nutzbar sein werden. [2]

Der Zuwachs der Weltpopulation ist somit nicht der einzige Faktor, der in Betracht gezogen werden muss wenn Prognosen für die zukünftige Nahrugsmitttelsicherheit gestellt werden. Die Fläche fruchtbaren Landes, das zum Anbau von Ernten eingesetzt werden kann verringert sich zunehmends, und die Weiterführung intensiver Produktion auf bereits geschädigtem Land stellt keine nachthaltige Lösung dar.

Der Teufelskreis der unvermeindlich entsteht ist der, dass Menschen wegen weniger fruchtbarer Böden die Bestellflächen ausdehnen müssen. Die damit einhergehende Entwaldung verursacht eine weitere Verschlechterung der Böden. Ein circulus vitiosus und Gipfel unserer allein nutzungsorietierten landwirtschaftlichen Praktiken.

Eine vegane Ökonomie sollte idealerweise bedarfs- statt gewinnorientiert sein, und statt blindem Konsumentenverhalten, sollte eine Ausrichtung auf die natürlichen Notwendigkeiten und der Einklang mit der natürlichen Welt angestrebt werden. Die Natur, statt die durch den Konsum angeregten Lebensfiktionen, sollte der Fokalpunkt im Realitätsbewusstsein der Menschen werden. Ein veganer Lebensstil und ein neues ethisches Denken, das den Veganismus als Idee umfasst, kann dabei wirksam helfen die weitere Zerstörung wertvollen fruchbaren Landes und der Natur zu verhindern.

Keine kompromittierenden Kompromisse und kein Flexitarimus können helfen

Spätestens seit dem United Nations FAO Bericht von 2006 gilt speziell auch die Geflügelindustrie als besonders umweltgefärdend, nicht zusetzt weil sie ein noch stark anwachsender Zweig der tierausbeutenden Industrien dartellt. [3] [4] Die Flucht auf immer andere Tierspezies zum hauptsächlichen Verzehr und immer andere Voraussetzungen der Haltungen oder des Fanges von Tieren, ist ein stetig wiederkehrender Versuch das alte Bild und stereotype Ideal vom Menschen als Jäger und Sammler zu retten, statt sich über die gegenwärtigen ökologischen Notwendigkeiten Gedanken zu machen. Die Vernunft und das Bewusstsein die es braucht um über die ethsiche „Miteinanderschaft“ in der natürlichen Welt von Mensch und Tier nachzudenken, sind in unseren Kulturen noch immer unterentwickelt.

Wälder retten

Wir alle brauchen Wälder zum Leben, in jeder Hinsicht. Sie sind unsere Lungen, sie schlucken enorme Massen von Kohlendioxid und spenden dafür Sauerstoff, sie regulieren die Klimaverhältnisse, schützen vor Überflutungen, schützen kostbare Böden und beheimaten Millionen verschiedener Tierarten / Tierindividuen und beherbergen ihre unglaublich reichen und faszinierenden Pflanzenwelten und Welten anderen organischen Lebens. Auch das Fortbestehen tausender indigener Völker hängt vom Schutz ihrer Heimatwälder ab. Aber der Wald wird rapide zerstört, ohne jegliche Möglichkeit das, was der Welt, den Tieren und den Menschen dadurch verloren geht jemals wiederherzustellen.

Wie das was wir auf unseren Tellern haben einen effektiven Unterschied macht, auch in Sachen globaler Entwaldung

Außer dass Abholzug geschieht wegen der Gewinnung von Holz, Papier und Brennstoffen, findet die Entwaldung auch statt um Weideland zu gewinnen und für den Futtermittelanbau für diejenigen Tiere, die permament oder überwiegend in Agrareinrichtungen in Hallen oder anderen Einsperrungssystemen gehalten werden.

Die Schätzungen des World Recources Institute gehen davon aus, dass 20-30% der einstig bewaldeten Landfläche der Erde bereits der Agrakultur weichen mussten und für Agrarzwecke abgeholzt wurden. Da das Agrarland aber zunehmend geschädigt ist, muss zur Ersetzung der depeltierten Flächen wiederum eine weitere Entwaldung stattfinden.

Die Ausweitung von Agrarland ist für mehr als 60% der weltweiten Entwaldung verantwortlich. Das meiste dieses erschlossenen und genutzen Landes wird zur Fütterung von Rindern zu Agrarzwecken benutzt. Der UN FAO Bericht ‚Livestock’s Long Shadow’ hält fest, dass „bis zum Jahr 2010 Rinder auf etwa 24 Millionen Hektar neotropoischen Landes grasen werden, das im Jahr 2000 noch bewaldet war.“ [6] Dieser Prozess wird zynischer- und grausamerweise als die „Hamburgerisierung“ der Wälder bezeichnet (in den USA nennt man „Hackfleisch“ umgangssprachlich auch „Hamburger“.)

Die vegane Lebensweise kann durch ihre Praxis und Ethik wesentlich dazu beitragen die Ausbeutung des Respoduktivsystems nichtmenschlicher Tiere zu bekämpfen und damit auch die Wälder der Welt zu schützen. Die natürliche Integrität nichtmenschlicher Tiere und der Natur insgesamt muss geschützt werden um zu einer vernünftigen Sinngebung unserer Existenz gelangen zu können.

Fortsetzung:

Der vegane ökologische Fussabdruck. Teil 3. Tierrechte, der Schutz der Artenvielfalt und Schutzhöfe für unsere „domestizierten“ Tierfreunde

http://simorgh.de/vegan/wie_gross_ist_dein_oekologischer_fussabdruck_3.pdf

[1] United Nations Environment Programme, GEO: Global Environment Outliook, Land degradation, http://www.unep.org/geo/geo3/english/141.htm letzter Zugriff vom 30. Nov. 2012.

[2] News & Views – A 2020 Vision for Food, Agriculture, and the Environment – March 1999: Are We Ready for a Meat Revolution? (IFPRI, 1999, 8 p.), How Large a Threat Is Soil Degradation? http://www.nzdl.org/gsdlmod?e=d-00000-00—off-0fnl2.2–00-0—-0-10-0—0—0direct-10—4——-0-1l–11-en-50—20-about—00-0-1-00-0–4—-0-0-11-10-0utfZz-8-00&cl=CL2.10.6&d=HASH0152336f21ea37b260b944e2.3&x=1 letzter Zugriff vom 30. Nov. 2012.

[3] Steinfeld H, Gerber P, Wassenaar T, Castel V, Rosales M, de Haan C. Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options. Rome: Food and Agriculture Organization of the United Nations; 2006. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2367646/ letzter Zugriff vom 30. Nov. 2012.

[4],P. Gerber, C. Opio and H. Steinfeld, Poultry production and the environment – a review, Animal Production and Health Division, Food and Agriculture Organization of the United Nations, Viale delle Terme di Caracalla, 00153 Rome, Italy, http://www.fao.org/AG/againfo/home/events/bangkok2007/docs/part2/2_2.pdf letzter Zugriff vom 30. Nov. 2012.

[5] Porter, G. and J. W. Brown, Table of Deforesation and its Effects, https://confluence.furman.edu:8443/display/Lipscomb/Deforestation+and+Effects+(MB) letzter Zugriff vom 30. Nov. 2012. Siehe auch Global Environmental Politics. (Westview Press,Boulder,Colorado) 1991.

[6] UN FAO, Livestock’s long shadow, Chapter 5, Biodiversityftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/a0701e/a0701e05.pdf letzter Zugriff vom 30. Nov. 2012.

 

 

Wie groß ist Dein ökologischer Fussabdruck wenn Du vegan lebst?

Palang LY

Der ökologische Fussabdruck einer veganen Ernährungsweise im Vergleich zur omnivoren / carnivoren Ernährung

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Eine Ernährungsumstellung auf die vegane Ernährungs- und Lebensweise ist, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlcher Ebene, der folgenreichste Schritt zur Reduzierung  unseres ökologischen Fussabdrucks der getan werden kann. Ein vierköpfiger Haushalt der eine Woche lang auf Fleisch, Eier und Milchprodukte gänzlich verzichtet, macht sich selbst dadurch um vergleichweise soviel umweltverträglicher, als würde dieser Haushalt ein dreiviertel Jahr lang auf das Autofahren verzichten, so die amerikanische Umwelt-NGO ‚Environmental Working Group’ (http://www.ewg.org/).

Was wir essen?

Fleischesser bzw. Carnivore (oder auch Omnivore, die „alles“ essen) verzehren das Fleisch domestizierter und wildlebender Tiere, einschließlich „Geflügel“, also Vögel (…), und „Fisch“, also Fische (…).

Vegetarier essen alles außer Fleisch.

Ovo-Vegetarier essen Eier aber keine Milchprodukte und Lakto-Vegetarier wiederum essen Milchprodukte aber keine Eier. Ovo-Lakto-Vegetarier essen sowohl Eier als auch Milchprodukte.

Man könnte sagen, dass ein echter oder strikter Vegetarier einem Veganer ziemlich nahkommen müsste in seiner Ernährungsweise. VeganerInnen essen kein Fleisch, keine Eier, keine Milchprodukte und, was dazu kommt, auch keinen Honig. Darüberhinaus vermeiden sie den Konsum, den Gebrauch und Verzehr jeglicher tierischer Produkte und derer Derivate und Nebenerzeugnisse. Die Vegan Society in Großbritannien empfiehlt den Veganismus konsequent in allen Lebensbereichen durchzusetzen, soweit es für den einzelnen praktizierbar ist.

Was ich esse ist doch umweltverträglich, oder?

Das Global Footprint Network (http://www.footprintnetwork.org) ein Think Tank das sich mit der Nachhaltigkeitsforschung befasst, sagt der ökologische Fussabrdruck „bemisst das Maß, in dem wir Ressourcen konsumieren und Abfallstoffe produzieren, verglichen mit der Kapazität der Natur unsere Ausstöße zu verarbeiten und neue Ressourcen zu schaffen.“

Der Kreislauf von Lebensmittelkonsum und -herstellung ist ein wesentlicher Bestandteil des ökologischen Fussabdrucks. Man bemisst ihn zumeist daran, wieviel Hektar biologisch-produktiver Anbaufläche und Meeresfläche benötigt wird, um den Nahrungsbedarf eines Individuums oder einer Gemeinschaft abzudecken.

Und was macht da das Fleisch?

Im Jahr 2006 erkärte die Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen, dass die Nutztierhaltung, inbesondere zur Fleischproduktion, Verantwortlich zu machen sei für etwa ein Fünftel der Treibhausgase weltweit. Man gab öffentlich und auf hoher Ebene zu, dass die Nutztierhaltung massiv zur globalen Erwärmung beiträgt.

Eine neuere Untersuchung des Woldwatch Institutes (http://www.worldwatch.org/), einem Umwelt Think-Tank aus Washington D.C., erfasst aber noch weitere versteckte Faktoren der „Nutztier“-haltung die zu den Emissionen beitragen, und man kommt in der Studie auf einundfünzig Prozent aller Treibgase für die die Nutztierhaltung weltweit verantwortlich zu machen sei. [1]

Die größeren Zusammenhänge

Ein Faktor der auch in die empfindliche Waagschale des zerstörten ökologischen Gleichgewichts und einem nicht enden wollenden menschlichen Konsum mit hineingeworfen werden muss, ist die Frage nach der Wasserknappheit, insbesondere den Dürren und den auf sie folgenden Engpässen in der Sicherheit zur Verfügung stehender Nahrungsmittel. [2]

Eine Nahrungsmittelknappheit könnte die Welt in den Vegetarimus zwingen, titelt ein Artikel im ‚Guardian’ vom August 2012: [3]

„Die Annahme einer vegetarischen Ernährungsweise“ [konsequenterweise müsste es eine vegane Lebensweise heißen, da wenn Tiere Milch, Eier und Leder produzieren sollen, sie dazu auch zur Körperausbeute gehalten werden müssen], so der Artikel im ‚Guardian’, „ist ein Weg, um in einer zuhnemend klimagestörten Welt die Wassermengen zu erhalten, die nötig wären zum Anbau von mehr Nahrung,“ so die im Guardian zitierten Wissenschaflter, „[…] tierische proteinreiche Lebensmittel brauchen zu ihrer Erzeugung zehn Mal mehr Mengen an Wasser, als die vegetarische Nahrungsmittelerzeugung. Ein Drittel des am kultivierbarsten Landes in der Welt wird zum Anbau von Ernten verwendet die der Tierfütterung dienen. Zu den anderen Optionen, die dabei helfen können Menschen zu ernähren, gehört eine Reduzierung von [Lebensmittel-] Abfällen und eine Steigerung des Handels zwischen denjenigen Ländern die Überschüsse an Nahrungmiteln produzieren und denen wo Mangel herrscht.“

Der Viehzucht-Sektor bietet für zahllose Menschen in den ärmsten Regionen der Welt Nahrung und Einkünfte, so argumentieren manche Befürworter der Fleischindusrtie. Das ‚Heifer Projekt’ beispielsweise sieht seine Aufgabe in einer Art humanitärer Arbeit, die daraus besteht Armen und Bedürftigen in Schwellen- und Entwicklungländern „Nutztiere“ als argarwirtschafltiche Einkunftsquelle und Nahrungslieferanten zu liefern. Auch gibt es Förderungsprogramme westlicher Nationen, die ihre Fördermaßnahmen mit der Übernahme viehzüchterischer Techniken und Handhabweisen als Bedingungsvariablen verknüpfen.

Das hierbei mitschwingende Argument, Menschen sei durch die Ausbeutung von Tieren automatisch geholfen, soll erkennbar machen, dass die argarwirtschatliche Tierhaltung etwas den Menschen Gutes und Förderliches ist. Und nicht zuletzt ist in den meisten Kulturen der Welt tatsächlich eine Trennung individueller und gesellschaftlicher Identität vom Einsatz nichtmenschlicher Tiere als Lebensressourcen noch immer kaum denkbar.

Der Mythos rund um die Nostalgie des Kleinbauern erscheint aber zunehmend als umstrittener, offenkundig wird das erkennbar bei der Kritik an den westlichen Biobauern, bei denen Missstände und ein Fauxpax in der Langzeitutopie sichtbar werden man könne den Fleischkonsum in Maßen retten im Zeitalter des Massenkonsums. Daneben existiert in der Bioindistrue aber noch das weitaus größerer Problem der Missstände in der Tierhaltung, die sich in den großen Agrareinrichtungen und den kleinen Bauernhöfen kaum unterscheiden, da Tiere fühlende, freiheitsbegabte und tierlich-denkende Lebewesen sind.

Was die Nutztierhaltung in den Entwicklungsgebieten der Welt anbetrifft, so muss man sich darüber im Klaren sein, dass Kleinbauern auch Teil des Systems der Ausbeutung tierlicher Körper sind. Kleinbauern sind durch Großbetriebe ersetzbar um einen zunehmenden und stimulierten Bedarf an tierischen Produkten zu decken, der sich aus komplexen kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren heraus entwickelt.

Sowohl bewaldetes und „wildes“ Land, so auch die Böden die als freie Anbauflächen bestellt werden können, verschwinden in Zuge eines argarwitschaftlichen „Erwachens“ und werden einer industriellen Nutzbarkeit unterworfen.

Mehr als 80 Prozent des Wachstums im Viehzucht-Sektor kommt heute von den insdustriellen Produktionssystemen. Die Viehzucht ist ein Faktor, der knappes Land, sauberes Wasser und andere natürliche Ressourcen für die ärmsten der Menschen schluckt und der freien Lebensraum für Tiere zerstört. Die Abhängigkeit von einem zunehmend industrialisierten Lebensstandard, auch wenn solch ein Standard sich auf einem Minimum bewegen mag, ist kaum wieder aufzulösen. Auch ist die Vorstellung vom Fleischkonsum als ein Ausdruck von Wohlstand ein Glaube dem Menschen immernoch allzu leicht verfallen.

Fortsetzung:

Wie groß ist Dein ökologischer Fussabdruck, wenn Du vegab lebst? Teil 2: Von der Schaffung einer veganen Ökologie

http://simorgh.de/vegan/wie_gross_ist_dein_oekologischer_fussabdruck_2.pdf

[1] Robert Goodland, Jeff Anhang: Livestock and Climate Change, World Watch November/December 2009, http://www.worldwatch.org/files/pdf/Livestock%20and%20Climate%20Change.pdf  (letzter Zugriff vom 27.11.2012).

[2] A. Jägerskog, T. Jønch Clausen (eds.): Feeding a thirsty world: Challenges and opportunities for a water and food secure world, Stockhold International Water Institute, 2012, http://www.siwi.org/sa/node.asp?node=52&sa_content_url=%2Fplugins%2FResources%2Fresource.asp&id=318 (letzter Zugriff vom 27.11.2012).

[3] John Vidal: Food shortages could force world into vegetarianism, warn scientists, The Guardian, 26. Aug. 2012, http://www.guardian.co.uk/global-development/2012/aug/26/food-shortages-world-vegetarianism (letzter Zugriff vom 27.11.2012).

 

the ethics of food : eating : what’s wrong with vegan convenience foods?

Vegan convenience foods are a nice starter for anybody who wants to turn planty in their eating behaviour. But in the long run I assume that any vegan person will find out about the limitations of a dependency on ready-made foods.

First: preparing foods is an important part of learning about foods and their nutritional values.
Secondly, vegan foods should be affordable; a lot of those nice and tasty convenience foods tend to cost more than we should or can spend on our daily eating habits.

If we want to inform others about our vegan lifestyle, we should keep in mind that many people can’t spend tons of money on foods and we should gain ourselves and pass on an informed healthy eating plan.

I myself just started a recipe site, mainly cos of the reason that I want to spread the idea of understanding vegan cooking as something basic and healthy in it’s very straight and pure form.

Learning how to use herbs and spices, using staple foods to get the right nutritional benefits that a vegan diet should ideally entail. Learning about how to prepare foods in a reasonable way, that’s what i think needs some focus.

My recipe site is in German (the link to it is on the right sidebar), but maybe some of you guys get the idea also and share it.

Finally:

some people think they should put as much money as possible into supporting vegan products and companies. Sure, but supporting sanctuaries still ought to have the highest priority before anything else.