Konstrukte über Tiere: biologisch, philosophisch, religiös … hinterfragen

Ein unnötiges aber wesentliches Hindernis in der Tierrechtsdebatte besteht wenn Tierrechtler sich mit Nicht-Tierrechtlern über die hauptsächlichen nichtmenschliche Tiere definierenden Annahmen einig sind, in Hinsicht auf:

– Biologie; Position: Tiere sind Instinktwesen, „survival of the fittest“ mit Menschen ganz oben
– Philosophie; Position: Tiere können nicht denken. Moral und Denken sind etwas urmenschliches
– Religion; Position: Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, Mach Dir die Erde untertan … nur der Mensch ist spirituell begabt

Wenn der einzige eintscheidende Unterschied von speziesistischen Annahmen zu denen von Tierrechtlern darin besteht, dass Tierrechtler sich in der Höherbewertung der Wichtigkeit nichtmenschlich tierlichen Lebens unterscheiden, dann bleibt die Ursache von Tierunterdrückung unangetastet.

Der Fehler nämlich liegt nicht allein in der Abwertung von Tieren, sondern bereits in den Konstrukten über Tiere: biologisch, philosophisch, religiös … . Diese sollten primär hinterfragt werden, der Unterschied in den Anschauungen in Hinsicht auf die Bewertung würde dann klar werden können.

Gruppe Messel / Tierautonomie /Animal Autonomy

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