Ethische Schnittstellen im Denken erkennen und verfolgen

Einbruch ethischer Grenzen zwischen Mensch- und Tiersein:
Wir brauchen eine Ethik der Schnittstellen … Alleiniges Kriterium [dabei] ist das Tiersein und seine Bedeutung für die Tiere [selbst]. Dies bringt mehr an Denken und neuem Denken mit sich (so auch für den ‚Tierfreund’ und das Tier: Mensch) als all die Hemmnisse, die sich fortwährend aus den geistigen Beheimatungen in Annahme, Glaube, Behauptung und den daraus abgeleiteten Beobachtungen, Untersuchungen, Festlegungen und Definitionen über das Tiersein, die Welt und das Menschsein ergeben.

Hemmnisse in unserer unmittelbaren Beziehung zum ‚Sein im Kontext von Physis und Zeit’, die wie Denkvorschriften metaphysischen Ausmaßes einen Raum fundamentalster Ungerechtigkeit am Mitleben geschaffen haben.

Der Unterschied in der Eklärung oder in den Ableitungen über Existenz, liegt also

in der Wahrung und den gegenseitigen Wahrnehmungen gleichbedeutsamer Integrität allen tierlichen Seins, da wir alle unser Leben und unsere Lebensräume gegenseitig mitgestalten, mitbeleben und mitbeeiflussen einerseits,
– zu andererseits der willkürlichen, die Andersartigkeit herabwürdigende Klassifizierung tierlichen Seins als ethisch-moralischen Gegensatz bildend, im Sinne einer Zuordnung von Passivität und des bloßen Rezipierens in Rolle eines Objektes von Ethik und Moral, was den Fehlschluss mit einbeschließt das Tierlich-Denkende sei eine vom menschlich-denkenden Sein qualitativ auszuschließende Hemisphäre.

Gruppe Messel / Tierautonomie /Animal Autonomy: Eine Ethik der Schnittstellen.

Nachsatz: man könnte hier noch von falschem Wissen sprechen und von der Frage, wie man das Tiersein und seine Bedeutung für Tiere ableiten soll, wenn man selbst kein Tier ist. Doch gehen wir vom ‘Mensch-Tierkontinuum’ im Mindesten, aber doch mehr von tierlicher Pluralität aus, die das Menschsein mit einbeschließt. So können wir als ‘Mensch/Tier’ uns anderen Tieren in loyal, sozial, verständnisvoller Weise annähern wie anderen ‘Mensch/Tieren’. Und was das Problem des Wissens anbetrifft, es muss in der Tat zur notwendigen Korrektur verworfen und kritisch überprüft werden, doch nicht am Lebewesen, sondern inhaltlich.

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