Kummer

Es ist mehr Wind
______vor meinem Haus
es brennt mehr Sonne
_____auf mein Dach
es hat mehr Wasser
________wenn es regnet

es ist mehr Grelle
______in der Lichtern
es ist mehr KUMMER
___in Gesichtern
es ist mehr Lärm
__________wo Menschen sind
und Kinder sind nicht lange Kind

nicht gern geh ich hinaus
______aus meinem warmen Haus

Meine Katze

Viele Mauern türmen sich
__viele Autos drängeln sich
____viele Menschen rempeln sich
viele Schlaue brüsten sich
__viele Dumme schimpfen sich
MEINE KATZE ärgert sich

__das und mehr betrifft auch mich


„Kritik an denen, die mit Denkvorschlägen Kolonialisierung im Denken betreiben wollen. Der Denkkolonialismus den ich meine, hat sich selbst zur Aufgabe gemacht alle geistigen Ozeane trockenzulegen, um die Weltmeere endgültig verdinglichen zu können. Zuerst haben sie die Myriaden der Sprachvielfalt aller Wesen als Kakophonie bezeichnet.“
Animal Thealogy – „Natur“ nicht verzwecklichen. Ökologische Lebensgemeinschaften neu definieren.

Vegan ist das neue grün

Es ist ethisch einwandfrei wenn man andere, die Teile gemordeter Nichtmenschen essen, nicht verstehen kann. Es ist ethisch einwandfrei, Veganismus einzufordern. Antispe und Vegan sind eins. ist das neue grün

Mein Kumpel Thomas war heute in Offenbach am Main. Er ging dort (verwerflicherweise) in einen Burger King um sich dort eine Sprite zu holen. Er sah dort deren Veggie-Burger angeboten auf der Leuchttafel für beinahe 4 Euro. Er sagte zu dem Herrn hinter der Theke: “Was Euer Veggie-Burger kostet fast 4 Euro? Was kostet denn Euer Whopper?” Der Mann antwortete ihm: “2 Euro sowieso”. “So ein preislicher Unterschied, das ist ja krass,” sagte Thomas. “Ja” sagte der Mann, “da ist ja auch Fleisch von 1-A Qualität drin.” Da sagte Thomas “ja in Euern Köppen ist wohl auch 1-A Qualität drin.” Plötzlich kam von hinten der Filialleiter heran und sagte zu Thomas “so hamm Sie ihr Trinken,” Thomas schaute den Typen an; der sagte “dann hauen Sie jetzt ab!”

Es ging ums Prinzip. Veggie-Essen wird auf alle möglichen Weisen boykottiert. Vor allem durch die Preispolitik, und noch weitaus mehr, weil die Fleischindustrie sowieso nicht vor hat sich selbst abzuschaffen, und ihr Denken, das Vegetarismus und Veganismus sowieso ethisch eh egal ist. Was zählt ist der Wunsch der fleischfressenden Kunden und die werden stantepe bedient, so deren “Dienstleistungdenken”. Fleischindustrie sowie Fleischkonsum ist Ideologie. Wenn wir diese Ideologie nicht demontieren, wird der faktische zoozidale Totalitarismus, der die Welt zerstört, auch nicht verschwinden. Der Begriff “Krieg” sollte erweitert werden. Willkürliche Gewalt und Zerstörung im kriegerischen Ausmaß, im Ausmaß der totalen Zerstörung, findet auch und vorwiegend gegen die Tierheit und den natürlichen Raum / “die Natur” (als Lebensorganismus) statt.

Ein konstruktiver Beitrag von uns, warum vegan das neuen grün ist: Für den Lebensschutz ökopolitisch agieren

Ein Song, eine Coverversion von Rudimentary Peni’s Flesh Crucifix, eingespielt von James Bloefield. Slideshow ist von uns.

Neu-Mithraismus bei Mithraeum.de

Einleitend dazu der folgende Text: Neu-Mithraismus bei Mithraeum.de

Der neue Gott Mithras tötet nicht, er verweigert den Gehorsam. Hinter den Ritualen im Mithraismus, die der Neophyt durchlaufen muss, mag der Konflikt des Tötens und des Getötetwerdens als urmenschlicher (häufig unausweichlicher) Seinskonflikt gestanden haben. Die Mythologeme und vermuteten Riten geben Anlass dazu, davon auszugehen, dass es bei der Darstellung der Tauroktonie genau um diesen Konflikt ging.

Das Interessante ist die Bedeutsamkeit des Urstieres als Mythologem. Einiges ist uns über die seltsame Bildsprache des Stierschwanzes als Ähre noch in der ursprünglichen Bildhaftigkeit der iranischen Mythologie bekannt und dies dient als ein Zugang zum Mysterium.

Zur weiteren Information über diesen säkular-spirituellen Werkraum an dem wir arbeiten, siehe: Ethische Fragen, Bildnisse und Bildschaffung.

Artgerecht ist allerdings nicht gerecht

Artgerecht ist allerdings nicht gerecht: Was tierisch und was menschlich ist? diese Frage wird – mit dem Hintergedanken darauf was ‘artgerecht’ ist – nur in Kategorien, die von einer anthropozentrischen Kultur definiert werden, zur Legitimierung der Tiertötung gestellt ( … im engsten, aber verheerendsten Sinne). Eine Frage nach einer biologischen Notwendigkeit sollte ihre Antwort in der Realität eines/des fühlenden Lebewesens (das Individuum ist!) finden.

Aus Leben, Tod und dazwischen von Nati Eyck, vegane antispemotivierte ultra-autonome Belletristik um es ganz deutlich zu betonen.

Mehr kritisches zum Begriff und dem Gedanken von Artgerechtigkeit. Ein höchst problematischer Begriff, mit dem man sich weitaus kritischer auseinander setzen sollte, denn die Zukunft wird den Speziesismus immer wieder auf vermeintlich artgerechte Weise zur Nutzbarkeit der Leben anderer als “Ressourcen” für menschliche Produktions-, Wirtschaftlichkeits und Konsumptionsbedürfnisse upzugraden wissen.

Fragment Tiersprache, ‘Tiersprech’

Dieser Text als PDF

Eigenes antispeziesistisches Gedankengut in Kürze ausdrücken, um Tierrechte thematisch damit in den Mittelpunkt täglichen ethischen Denkens, Sprechens und Handelns zu rücken:

Thema sprachliche Aspekte auf allen tier-menschlichen Ebenen

  • Eine Lingua franca zwischen Menschheit und Tierheit, Menschsein und Tiersein
  • Eine emanzipatorische, von vorgefassten spezies-derogativen Definitionen befreite Terminologie in der Tierbefreiungssprache entwickeln
  • Anerkennung anderer tierlicher Sprachsysteme als eigenständig, vollständig komplex, nicht nach gegenwärtigen humanzentrischen linguistischen und sprachwissenschaftlichen Kriterien einzugrenzen. Das Nichtverstehen zulassen, nicht ausdeuten, Sprache als unbegrenzt komplexes System der Kommunikation zwischen Individuen anderer Tierspezies zugestehen, Freiraumschaffung durch Anerkennung von Sprachautonomie verschiedener gelebter Lebensräume. Keine Reduktion auf biologistische Verhaltenserklärungsmuster zur Ausdeutung von tierlicher Sprache anwenden.

Leuchtfunken

LEUCHTFUNKEN in
Menschenseelen
Leuchtfunken in Käferseelen
Vogelseelen Fischseelen
Hundeseelen Katzenseelen
Tigerseelen Elefantenseelen
Leuchtfunken in allen Lebewesen
großes Leuchtfunkenfeuerwerk

welcher Gott verordnet Dir
Funkstille?

Farangis Yegane: Wohnlabyrinth, Edition Farangis, 2007

LIGHTNING SPARKLES in
human souls
Lightning sparkles in beetle souls
bird souls fox souls
dog souls cat souls
tiger souls elephant souls
Lightning sparkles in all living beings
huge lightning sparkles firework

what god prescribes
radio silence to you?

Farangis Yegane: Wohnlabyrinth, Edition Farangis, 2007

Unser Stand der Dinge: Wie steht es mit der „eigenen Meinungsfreiheit“ und was ist Meinungswirksamkeit?

jesuischar

Unser Stand der Dinge: Wie steht es mit der „eigenen Meinungsfreiheit“ und was ist Meinungswirksamkeit?

Wir – als Gesellschaft – haben im gewissen Sinne alle ein Problem mit der Meinungsfreiheit: Meinungen werden nicht als flexible, sich verändernde Gebilde wahrgenommen, sondern zeigen nur ein grobes politisches (oder nichtpolitisches) Lager an, dem sich jemand zuordnen lässt, und, wir alle (als „Masse“ sozusagen) haben ein Problem mit dem Fokus: alle Welt fokussiert relativ zeitgleich auf ein oder wenige aktuelle Themen, wobei das Problem dabei ist, dass alles, was in dem Moment nicht zu den Mainstreamthemen gehört, sowenig Interesse und Zurkenntnisnahme in der öffentlichen Debatte erhält, als gäbe es überhaupt kategorisch irrelevante Themen und Perspektiven.

In welchem Feld finden sich vor solch einem Hintergrund betrachtet Tierrechte und Antispeziesismus?

Wenn der ethische Veganismus Revolution sein will, kann er sich nicht den bestimmenden politischen Lagern unterordnen, bei denen die Interessen nichtmenschlicher Tiere als relativ unbedeutend für die Gesamtheit ethischer Koexistenz bewertet werden. Ein ethischer Veganismus, die Tierrechtsbewegung und die Antispeziesismusbewegung müssen selbst meinungsbildend sein, in dem Sinne, dass alte politische Kategorien und Lager aufgebrochen und neue Blickweisen aufgezeigt und inspiriert werden. Eine Meinung gilt nichts, wenn sie sich keinen eigenen Raum schafft und nur als Sekundärmeinung betrachtet wird.

Was ist das aber für ein Phänomen, dass „Menschenmassen“ immer zeitgleich auf gleiche Themen anspringen – wobei endlos viele Themen in verschiedener Hinsicht relevanter sein können oder genauso relevant sind, wie die, denen gerade alle Aufmerksamkeit zuteil wird? Es mag meistens letztendlich um Menschenrechtsfragen und Fragen des Weltfriedens gehen, aber es fragt sich, warum Menschenrechte nicht auch Tierrechte und eine reifere Haltung der natürlichen Umwelt gegenüber mit sich vereinbaren lassen könnten.

Wenn auch ein Diktat des Fokus existiert, so können Themenschnittmengen doch einen Ausweg aus den einseitigen Gewichtungen in der Wahrnehmung von Problemkomplexen bieten: kaum ein Thema hat rein gar nichts mit einem anderen zu tun. So wäre die gegenwärtige Debatte über Extremismus und Terrorismus eine Möglichkeit, das Thema der Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft/den Gesellschaften allgemein stärker anzusprechen. Gewalt ist den meisten Problemen, mit denen wir primär zu kämpfen haben (Speziesismus, Rassismus, Sexismus, … usw. usf.) immanent; ein einziges Phänomen solcher Gewalt herauszusondern, führt zu keiner tiefergreifenden Analyse und möglichen fundamentalen Kritik der Psychologie der Gewalt.

TIERAUTONOMIE / Gruppe Messel

Veganismus und Intersektionalität


Warum intersektional ethisch vegan?

Palang LY

Der Begriff der Intersektionalität wurde im Bereich sozialer Gerechtigkeit und jurisitsch-soziologischer Analyse von der afro-amerikanischen Juristin Kimberlé Crenshaw Ende der 1980er Jahre zur Aufarbeitung und Hervorhebung rassistischen Ressentiments in der US-amerikanischen Gesellschaft geprägt und definiert. Die Benennung des Phänomens, dass verschiedene Diskriminierungsformen im Bezug auf ein betroffenes Subjekt gleichzeitig und überlappend stattfinden können, fand bereits zuvor im der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung statt. Man spricht klassischerweise z.B. vor Überlappungen der Dikriminierung: von Schwarzen und anderen Menschen aus dem globalen Süden (als ethnisch argumentierende diskriminierende Ausgrenzung), Frauen oder Menschen mit nichtnormativem Gender-Verständnis, Menschen mit Behinderung, Menschen die durch materielle Armut betroffen sind, usw.

Im ethischen Veganismus wird der Begriff der Intersektionalität auf die nichtmenschlichen Tiere über die Speziesbarriere Mensch/Tier hin erweitert, siehe dazu insbesondere die Argumentationen von Yarbrough, Harper, Ko und jones. Diese Autorinnen stellen einen direkten Bezug zwischen Speziesismus und Rassismus her in ihrer Argumentation gegen beide oppresiven Syteme:

Intersektionalität ist dem Veganismus eigentlich inhärent. Der Veganismus berührt unterschiedliche ethische Felder, wobei am zentralsten die Gebiete unmittelbar um das Mensch-Tier-Verhältnis sind. An tierethische Fragen binden sich dann weiter die ökologischen Themen und diejenigen Fragen, die all das, was ‚Menschen ausschließlich’ anbetrifft, mit einbeschließen.

Ökologie und Gesundheit, die beiden Säulen des Veganismus, sind selbstverständlich genauso politische Themen. Im Zusammenhang mit dem Veganismus ergeben sich also Tangenten, die wir als die Intersektionen zweier perspektivischer Herkunftsorte (der Veganismus und soziale/politische Positionen) bezeichnen können.

Zur Zeit existieren einige vegane Projekte, die sich besonders solchen Schnittstellen zuwenden. Wichtige Themen sind dabei die Nahrungsmittelgerechtigkeit, Rassismus, Feminismus, Sexismus, Homophobie, Ableismus (die Diskriminierung behinderter Menschen), usw. Alle diese Themen werden in solchen Projekten mit dem Veganismus und aus veganer Sicht kontextualisiert.

Organisationen, Gruppen und Initiativen wie beispielweise Sistahvegan, Vegans of Color, vegan-feministische Gruppen und Blogs, oder ein neueres Buchprojekt, das sich dem Thema ‘Behinderung und ethischer Veganismus’ zuwendet (The Disabled Vegan Reader), sind vegane Projekte dieser Art; hier finden wir erweiterte Perspektivmöglichkeiten der veganen Ethik auf verschiedene Weise durch verschiedene Schwerpunkte adressiert.

Vermieden werden soll durch die Kontextualisierung (und da sind sich alle einig), dass der Veganismus die Chance verpassen könnte sein politisches Potential dazu zu nutzen, erweiterte Ansätze zu schaffen, durch die nichtmenschliche Tiere und die natürliche Umwelt verstärkt mit in den Mittelpunkt der ethischen Hauptbelange gesetzt werden können. In allen uns bekannten intersektionalen veganen Projekten spiegelt sich der Gedanke wieder, dass  ethischer Veganismus und Demokratie komplentäre Spieler sind und hier müssen noch zahlreiche neue Wege beschritten und Möglichkeiten erschlossen werden.

Intersektionalität wirkt manchmal wie ein Umweg, um die spezifisch tierrechtsbezogenen Fragen herum und nicht direkt auf sie zugehend. Das Gleichgewicht beizubehalten ist in Diskussionen wichtig, besonders wenn alle Themen zeitgleich und dringlich in ihren Zusammenhängen behandelt werden müssen. Die Schwierigkeit liegt oft darin, dass sich zwar eine Richtung abzeichnet, in der sich das gemeinsame Übel befindet: Ursachen von Unterdrückung, Diskriminierung, Gewalt, Zerstörung – aber es gibt keine Allzwecklösungen für diese Unzahl komplexer Probleme, denen sich also auch ein pluralistischer veganer Aktivismus gegenübergestellt sieht.

Eines ist natürlich klar: wenn eine Aktivitstin hauptsächlich oder auch ausschließlich über ihr Gebiet spricht, seien es Tierrechts-, Menschenrechts- oder Umweltschutzbelange, heißt das nicht immer zwingenderweise, dass das Gesagte auch massiv weiter führt: Vieles an Output, den wir von anderen Aktivist_Innen erhalten, sind Dinge, die wir schon oft gehört haben, Dinge die leider nicht wieder neu auf ihre aktuelle Gültigkeiten hin überprüft werden oder upgedated werden um sich an neuere Erkenntnisse im Bereich Aktivismus zu orientieren.

Auch stellt die Methodik, wie von Fragen, die sich in intersektionalen Themenbereichen (z.B. Feminismus und Antirassismus) bewegen, hingeführt werden kann zur Tierethik und zum Umweltschutz, immer wieder eine starke Herausforderung und wichtige Aufgabe dar (der man sicherlich mit einiger kritischer Selbstreflektion gerecht werden könnte).

Wie weit sind wir bereit dazu, die Rahmen so zu stecken, dass sie sich nicht allein auf die begangenen einseitigen Wege beziehen?

Gemeint ist: Dort wo Sexismus oder Rassismus stattfindet, sehen wir unter Bezugnahme auf Tierrechte und Ökologie, dass Gründe/Hintergründe von sowohl Unterdrückung als auch Zerstörung ja tatsächlich noch weiter zu fassen sind, als wir das bislang mit unseren Erklärungsmodellen getan haben. Rahmen müssen neu gesteckt werden und solche intersektionalen Projekte helfen dabei immens.

Wir wollen uns im Rahmen unseres veganen Selbsverständisses nach neuen, interessanten Antworten umschauen, wie der Veganismus sich von seinen Verfechtern her als ein junges demokratisches Element einer (soweit noch) Minderheitsbewegung mit einbringt: Wie werden Menschenrechte, Umweltfragen und selbstverständlich vor allen Dingen Tierfragen heute aus ihrer Box derer Konzepte rausgeholt, die ein neues Denken bislang noch zu hindern scheinen?

Zusammenhänge aufzuzeigen führt zu umfassenderen Fragen / Antworten.

Links

The Disabled Vegan Reader: http://www.disabledveganreader.com/
The Sistah Vegan Project: http://sistahvegan.com/
Vegans of Color: http://vegansofcolor.wordpress.com/

Und inzwischen gibt es zahlreiche noch weitere Projekte und Besprechungen veganer Intersektonalität im Netz.

Auf unserer Seite finden Sie z.B. innerhalb der getaggten Einträge zum Thema Rassismus zahlreiche Beiträge mit dem Schwerpunkt Tierrechte / Tierethik / Tierbefreiung und Intersektionalität.