Wir haben Avvikas Filip über den Rahmen veganer Intersektionalität befragt

Wir haben Filip, den Gitarristen der tschechisch-schwedischen veganen anarchistischen Band Avvika, über den ethischen Rahmen veganer Intersektionalität befragt und wie wir den Veganismus als aktivistische Praxis und als Befreiungswerkzeug politisch navigieren können. Im Text ihres songs „Eternal Treblinka“ thematisiert die Band die Verbindungen zwischen dem totalitären Genozid und dem Tabu des Speziesismus als einem totalitären Zoozid (Tiermord), der in der Epistemik menschlich-hierarchischer „Objektivität“ seine Wurzeln findet.

Filip: Der Veganismus stellt für mich in meinem Leben eine wichtige Selbstverpflichtung dar. Ich freue mich immer wenn ich neue Leute sehe, die gerade vegan geworden sind, und bin ehrlich gesagt etwas traurig, wenn manche dieser Lebensweise wieder den Rücken zukehren. Wenn Leute beispielsweise sagen „das ist jedem seine eigene Sache“, dann frage ich mich, ist es auch jedermanns eigene Sache sich einen Sklaven zu halten oder seine Frau zu schlagen? Ich stelle mich eindeutig auf die Seite der Unterdrückten, statt die freie Wahl von irgendjemandem, der Kontrolle über das Leben eines anderen ausübt, zu respektieren. Das mag übertrieben klingen, aber das ist dann das Problem des Lesers und nicht meines. Und überhaupt ist das nämlich das ganze Dilemma mit dem Speziesismus: dass einige Lebewesen angeblich ja „nur“ Tiere sind, und dass die Wahl der Menschen als ein Prinzip übergeordneten Wertes wahrgenommen wird.

Für mich ist der Veganismus eher als ein Weg und ein Prozess statt einer allerletzten Lösung. Der Veganismus ist die Wahl dessen, wie wir/ich an diesem Ort, in dieser Zeit, leben wollen. Das ist für mich eher eine Entwicklung und noch nicht das letzte Endziel. Dieser Weg ist die passivste Handlung und zugleich das solideste Fundament von dem, was wir alle tun und leisten können innerhalb des Rahmens der Entscheidungen, die wir alltäglich treffen. Und, es ist einfach der Anfang langer Entwicklungen, die nötig sind für die Tierbefreiung. Ich betrachte Menschen auch als Tiere. Die Tierbefreiung geht für mich Hand in Hand mit einer anarchistischen Revolution, was auch immer das alles beinhalten muss. Der Veganismus ist nicht zuletzt auch ein Akt der Solidarität.

In einigen Kreisen, deren Fan ich nicht unbedingt bin, ist der Veganismus inzwischen trendig geworden. Ich denke, dass Erkenntnis von einer (Eigen-)Aufklärung oder von mehr Informationsquellen her rühren sollte, statt von einer Mode oder einem Trend. Was bei diesem Trend nämlich geschieht, ist dass Leute zwar schnell vegan werden, dies aber ohne wirklich zu wissen warum, und plötzlich fällt ihnen ein, dass sie es doch nicht so ganz verstehen und sie geben die ganze Sache wieder auf. Wobei ich diesen Trend allerdings solchen Trends wie pelztragen oder jagen gehen definitiv bevorzuge!

Ich denke es wäre ein Fehler zu glauben, dass man heute irgendetwas wirklich effektiv boykottieren kann, indem man schlichtweg ein anderes Produkt wählt. Ich will euch zur Erklärung einige Beispiele nennen: die bekanntesten Hersteller veganer Milchsorten gehören den größten globalen Konzernen für Milchprodukte. Und ich habe neulich von so eine (anti-)sozialen Webseite gehört, die hieß „Compassion Pizza“ (Pizza mit Mitgefühl), man findet auf der Seite eine Liste von Lokalen, Pizzerien, usw. wo man Pizza mit veganem Käse bekommt. Die meisten diese Händler hatten nie vor ein veganes Restaurant zu eröffnen oder es ist ihnen einfach egal, sie haben bloß erkannt, dass sie so noch ein bisschen mehr verkaufen können wenn sie veganen Käse mit auf Menü setzten, und so macht der „Compassion Blog“ tatsächlich Gratis-Werbung für all die Restaurants, die zum größten Teil vom Verkauf von Fleisch- und Milchhaltigen-Produkten ihre Profite machen. Das ist, was ich an diesem Trend für bedenklich halte.

Viele Leute meinen, dass ihre Wahl eines veganen Käses und ein Sojamilch-Cappuchino einen Wandel herbeiführen werde. Leider ist die Lebensmittelindustrie aber ein gieriges Monster (wobei natürlich nicht nur diese Industrie, sondern prinzipiell ist jede Industrie schädlich für das Leben aller). Besonders der sogenannte grüne Kapitalismus ist ein trauriges Beispiel dessen, wie unser System nach allem greift was Menschen hervorbringen, die einiges an Potential haben die Dinge zu hinterfragen und Ungerechtigkeiten und Machtstrukturen zu kritisieren. Das System greift danach, verleibt es sich ein, macht daraus irgendein Produkt und verkauft es zurück an dich. Das macht den Kapitalismus so viel effiziente als irgendeine Diktatur. Er macht beinahe alles möglich, wenn du es dir nur leisten kannst und die Menschen daran glauben, dass das die Freiheit wäre, in diesem Wettbewerb immer höher zu klettern, um imstande zu sein für alles zu zahlen. Das ist „Demokratie“, wenn du fast alles kaufen kannst wenn dir dein Geld dazu reicht, und das klappt noch viel leichter wenn du weiß bist und „am besten“ noch ein Mann. Dann hast du deinen „ebenen und gleichberechtigten Weg“ zur Macht.

Nein, aber das ist keine Freiheit! Wir leben in einer „vom Menschenhand geschaffenen Hölle“!

Wir haben uns ein Mantra geschaffen, das inzwischen größer ist als wir selbst, als jeder einzelne von uns. Die meisten Werte und Beziehungen die Menschen teilen, sind kapitalistische; man sieht andere Lebewesen und andere Dinge gemäß ihres sozialen Statuses bzw. ihres zu Profit wandelbaren Potentials. Die Tierindustrien, insbesondere auch die Vivisektion, ist nur die Spitze des Wahnsinns und der Ignoranz unserer Gesellschaft. Und das ist ein krasses Beispiel. Ich glaube an keine Freiheit oder Gleichberechtigung, die im Rahmen des Kapitalismus möglich wäre. Der Kapitalismus mit seiner eigenen Beschränktheit, die sich im ökonomischen Wettbewerb ausdrückt, den globalen „freien“ Märkten, dem Gefängnis-System, den Nationalstaaten, der Polizei usw. usf. … all das wird sich durch den Kauf eines veganen Kaffees nicht ändern lassen. Und das ist auch der Grund, weshalb ich den Veganismus (ohne einer antikapitalistischen Kritik) nicht als ethisch (genug) bezeichnen würde.

Ich sehe unseren Weg zur Tierbefreiung über die komplette Abschaffung der Domestizierung der Tiere (einschließlich derer von uns Menschen). Domestizierung durch Arbeit, Geld, Industrien, Kirchen, Alkohol, soziale Zwänge (Gender, sexuell), Normen, usw. – all diese Dinge führen schlichtweg zur Entfremdung. Sicher, man kann solch eine Meinung ablehnen und sagen, dass so Leute wie ich lieber in den Wald ziehen und die Klappe halten sollten. Aber ich bleibe dabei und spreche über die Abschaffung der Domestizierung und ich werde mich davor niemals verstecken. Nicht zuletzt existiert in der Gegend in der ich lebe, selbst im ganzen Land (und wahrscheinlich im größten Teil Europas) kaum mehr viel natürlicher (nicht durch Menschenhand gepflanzt und verwalteter) Wald, der nicht privat- oder staatlicher Besitz wäre, wo man sich einfach so aufhalten könnte und „wild“ und ohne weitere Repressalien leben könnte.

Wir müssen kämpfen und uns nicht verstecken oder wegflüchten!

Niemand ist frei bis nicht alle frei sind.

GO VEGAN! GO FURTHER!

Filip//AVVIKA

Avvika – Eternal Treblinka

You can find an explanation of this song here. Here are the Czech and Swedish translations of the lyrics.

The beginning of Genesis says that God created man in order to give him dominion over fish and fowl and all the creatures. Of course, Genesis was written by a man, not a horse. There is no certainty, that God actually did grant man dominion over other creatures.

What seems more likely, in fact, is that man invented God to sanctify the dominion that he had usurped for himself over the cow and the horse, over the pig and the bird. Yes, the right to kill an animal is the only thing that all mankind can agree upon, even during the bloodiest of wars.

We have been at war with the other creatures of this earth ever since the first human hunter set forth with spear into the primeval forest. Human imperialism has everywhere enslaved, oppressed, murdered, and mutilated the animal peoples.

All around us lie the slave camps we have built for our fellow creatures, factory farms and laboratories, Dachaus and Buchenwalds for the conquered species.

We slaughter animals for our food, force them to perform silly trics for our entertainment and delectation, gun them down and stick hooks in them in the name of sport. We have torn up the wild places where once they made their homes.

Speciesism is more deeply entrenched within us even than sexism, and that is deep enough.

The most calamitous and fragile of all creatures is man, and yet the most arrogant. Is it possible to imagine anything so ridiculous as that this pitiful, miserable creature, who is not even master of himself, should call itself master and lord of the universe?

The domestication of women followed the initiations of animal keeping, and it was then that men began to control womens reproductive capacity, enforcing chastity and sexual repression.

A greedy monster devouring with a thousand mouths.

The spirit of Capitalism made flesh.

European explorers and colonists, who at home abused, slaughtered, and ate animals to a degree unmatched in human history up to that time, sailed forth to other parts of the world representatives of a religious culture that was as theologically arrogant and violence-justifiying as any the world had ever seen.

In the made-for-TV culture the only addmitted genocide is now part of history. “It’s comforting – it’s over”.

But aren’t the Auschwitzes of today animal farms, transports, laboratories and slaughter houses that are so carefully hidden from view? Where the most defenseless of the world’s victims are merely seen as material.

Nowhere is patriarchy’s iron fist as naked as in the opression of animals, which serves as the model and training ground for all other forms of opression.

Sight, sound and smell. Death on monumental scale.

No one wants to hear it, no one wants to see.

All unseen and unheeded, this horrible crime is

buried out of sight, wiped out of memory.

…thou shalt not be a perpetrator; thou shalt not be a victim; thou shalt not be a bystander. …”If learned throughout society, those three commandments could help people see that choices we make determine the extent to which we are perpetrators, victims, or bystanders in a society that has long been carrying out a holocaust against animals and other beings and ecosystems while declining to recognize it as a holocaust.”

“the point of understanding the Holocaust in Europe is to prevent and halt other ones, not to remain narrowly focused on that particular one, traumatic though it was.”

Credits: from S​/​T 12″, released26 February 2014

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http://avvika.musicforliberation.com/
http://avvika.bandcamp.com/

Svarteskerm: christlicher Punk und Veggieism als Teil der Liebe zur Schöpfung

Elof von der schwedischen christlich ausgerichteten Punkband Svarteskerm erzählte uns von ihrer Einstellung über die Ethik des Veganismus und Vegetarismus:

Für uns als Band die sich von den Lehren Jesu inspiriert fühlt, spielt Mitfühlsamkeit eine ganz zentrale Rolle. Wie bilden wir als Menschen (auf individueller Ebene und innerhalb der Gemeinschaft) unser Mitgefühl und wie arbeiten wir weiter daran? Vegetarismus/Veganismus ist eines der Dinge, von denen wir überzeugt sind, dass sie unser Mitgefühl wachsen lassen. Wie kannst du den Schöpfer achten wenn du die Schöpfung mishandelst?

Nicht alle unserer Mitglieder sind vegan/vegetarisch, doch alles befindet sich in einem Prozess des Wachstums an Mitgefühl gegenüber Gottes Schöpfung.

Für uns ist es wichtig Menschen nicht zu beurteilen, sondern sie zu inspirieren und ihnen dabei zu helfen, ein mitfühlsameres Leben zu führen. Wenn einer durch unsere Musik ganz aufhört Tierprodukte zu verzehren, und ein anderer damit anfängt sich einen vegetarischen Montag einzurichten, dank unserer Musik, dann sind wir froh, dass wir etwas gutes bewirken konnten. Auf jeder Reise gibt es einen ersen Schritt und einen zweiten, und schließlich einen huntertdereizehnten … . Wir können nur dabei helfen, dass Menschen einen (kleinen oder großen) Schritt tun, wir können sie nicht total verändern.

Und in diesem Sinne muss gesagt werden: Fleisch zu essen ist sowohl dumm, grausam, egoitsisch und schädllich (für die Tiere, die Schöpfung, die Menschen, dich selbst), also hört einfach auf es zu tun!

Svarteskerm – Maktlös

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FB: https://www.facebook.com/pages/Svarteskerm/36537262026

Steve von The Drag Hook über den ethischen Veganismus als ultimative Chance dem Unrecht in der Welt zu begegnen

Steve, der Sänger der veganen Hardcoreband The Drag Hook aus Cleveland sagte uns zum ethischen Veganismus:

Der Veganismus ist eine wichtiger Schritt in dem Bewußtsein über und für die Beendigung des Leids in der ganzen Welt. Der Umstand, dass der menschliche Körper so entwickelt ist, dass er am besten mit einer ganz veganen Ernährungsweise funktioniert, ist ein erfreulicher Nebeneffekt eines Lebens, dass man damit, soweit wie das heutzutage in der Welt menschenmöglich ist, als ein den Tieren gegenüber gewaltfreies Leben führen kann.

Sobald wir einmal damit aufhören die Tatsache zu ignorieren, dass Geschöpfe, die über die Fähigkeit verfügen zu lieben und sich ihres Lebens zu freuen, jeden Tag gemartert und gemordet werden, im Namen der Unersättlichkeit und der Gier, können wir damit beginnen dieses Problem zu adressieren und auch jede anderere Form der sinnlosen Zerstörung, die wir dem Planeten und all denen, mit denen wir ihn teilen, zufügen.

Als Menschen haben wir eine lange Geschichte der Grausamkeiten, die wir uns gegenseitig und all unseren Co-Erdlingen zufügen. Wir müssen dieses Unrecht mit Recht wieder gutmachen oder in unserem Versuch dabei aussterben.

-Steve Osborne XVX
The Drag Hook

Ignorance Is Complicity

they live in the space you ignore
they die on the killing room floor
because they’re born for you to waste
they give their lives for the way they taste
this is real monstrosity
ignorance is complicity
Breed them in new mutated forms
so fat they cant lift themselves off the floor
dying in numbers too large to record
sold to your plate before they are born
this is real monstrosity
ignorance is complicity
everyone knows the difference
between chained and free
there will be a war
until every cage is empty

Not In My Name

let them suffer no more for me
let the walls that cage them topple over, let them be free
let the hand that grips the whip be severed clean
let eyes that witness and do nothing, no longer see
carry their cries out to every ear
let no one enjoy their pain without having to hear
Bread to be tortured and killed
raped into existence then fed to the world
this will not be my legacy
i wont go down with the rest of my species.

Beide diese Tracks sind von ihrem Januar 2014 Release: Lethal Dose.

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Bandcamp: https://thedraghook.bandcamp.com

Veg X Wolf von Nunca Es Tarde über Vegansein in Panama

Veg X Wolf, Sänger der Band Nunca Es Tarde aus Panama zum Thema ethischer Veganismus:

Ein Hardcorekid in einer nicht-veganen Szene zu sein

Panama ist ein Land in dem es den ethischen Veganismus bislang eigentlich nicht gibt. Seit unserer Kindheit wird uns eingetrichtert, dass es völlig normal ist andere Lebewesen zu essen, ihnen ihre Neugeborenennahrung (Milch) wegzunehmen oder ihre Menstruationsprodukte (Eier) zu essen.

Schuld daran ist der Mangel an Informationen. In Panama existieren keine Organisationen die sich für den ethischen Umgang mit Tiere einsetzen und in der Hardcoreszene sind hier einfach keine Leute, die sich für den Veganismus einsetzen wollen (was hieße Informationen zu verteilen und andere über das Thema aufzuklären).

Auch wenn nur zwei Mitglieder von Nunca Es Tarde vegan sind und unsere Texte sich meist mit Straight Edge und der Unterstützung der Hardcoreszene befassen, so verteilen wir doch immer Info-Flyer über ethischen Veganismus wo auch immer wir eingeladen sind zu spielen. Und in einigen unserer Lieder geht es auch spezifisch um das Thema.

Compasion / Compassion:

Estas feliz con esto? / are you happy with this?
Asesinas por placer / you kill for pleasure
Consumis por tradición / you consume because of tradition
Donde se fue la razón? / where has the reason left?

Basta ya! Basta ya! / stop it now, stop it no!
No mas consumo y maltrato animal / no more combustion or animal abuse!
Basta ya! Basta ya! / Stop it now, stop it now!
Ahora es cuando debemos actuar! / This is the time when we have to act!

Cual es el punto? / whats the point?
Cual es la razón? / Whats the reason?
Esta en ti! Es tu decisión / its in you, its your decision
No consumir, no asesinar / no consumption, no killin
Yo decidí por ellos luchar. / i have decided to fight for them

Basta ya! Basta ya! / stop it now, stop it no!
No mas consumo y maltrato animal / no more combustion or animal abuse!
Basta ya! Basta ya! / Stop it now, stop it now!
Ahora es cuando debemos actuar! / This is the time when we have to act!

Von ihrem 2013 veröffentlichten Demorelease ‘ Hc es nuestra pasión Demo’: http://nuncaestarde.bandcamp.com/track/nunca-es-tarde

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Bandcamp: http://nuncaestarde.bandcamp.com

Knives and Forks for Freedom über das Bewusst-Sein und die Komplexität veganer Ethik

Knives and Forks for Freedom, vegane Punks

Cody, Multitasker der kanadischen politischen Punkband Knives and Forks for Freedom über die Komplexität des ethischen Veganismus:

Für mich, wo ich in einer industriellen kapitalistischen Welt lebe, gibt es eigentlich keinen Grund, nicht vegan zu leben. Ich denke, dass nicht genügend Menschen sich wirklich über die Konsequenzen dessen bewusst sind, was es bedeutet, die industrielle Tier-Agrarindustrie zu unterstützen. Man kann ohne Zweifel behaupten, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich kaum über die Realität der Praktiken von Fabrikfarmen und Schlachthöfen bewusst ist. Tiere werden in ein Leben der Gefangenschaft in übelsten Bedingungen hineingeboren und bleiben dort bis zu ihrer brutalen Tötung, die oft ohne Betäubung stattfindet. Es ist sehr offensichtlich, dass das auch der Grund ist, warum Schlachthäuser nicht aus Glaswänden gebaut werden und zumeist in abgelegenen Gebieten liegen, sicher vor der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Ansonsten würden viel weniger Menschen bewusst diese Industrie unterstützen.

Doch ich habe im Allgemeinen eine einigermaßen optimistische Sichtweise auf die Menschheit. Ich bin mit sicher, dass die meisten Leute gegen dieser Praktiken wären, wenn sie ihnen bewusster wären. Schließlich mögen viele Leute Tiere, wie beispielsweise ihre Haustiere. Keiner würde wollen, dass sein/ihr Hund ein Leben in Einssperrung, unter Vernachlässigung und Folter erleiden müsste. Aber wegen dieser vollständigen Ausblendung deseen, wo diese Lebensmittel herkommen, denkt keiner wirklich darüber nach. Es scheint, dass die meisten Leute dazu angehalten sind, an vage Mythen darüber zu glauben, dass diese Lebensmittel von traditionellen Bauernhöfen kommen, wo die Tiere fröhlich leben würden. Aber stattdessen ist das was wir haben der Betrieb intensiver Fabrikunternehmen, deren hauptsächliches Ziel es ist, profit so effizient und günstig wie möglich zu erzielen.

Zu dem Ganzen kommt, dass die industrielle Tier-Agrarindustrie massivst Umweltverschmutzung produziert und Umweltzerstörung bedingt. Es braucht auch viel mehr Getreide, Soja und Wassser um Nutzvieh zu füttern, als es für die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel braucht, was einfach total ineffizient und nicht nachhaltig ist. Indem man einfach jegliche Unterstützung dieser Industrie meidet, wird die Nachfrage für die Produkte gesenkt und dadurch weniger Leiden und Schaden verursacht. Für mich ist die Ablehnung gegenüber diesen Industrien also auch in einer antikonsumeristischen und antikapitalistischen Denkweise verwurzelt.

Auf einer größerene Ebene betrachtet leben wir in einer Kultur die auf Hierarchie und Macht fusst. Tiere die gezwungen werden ihr Leben unter Einsperrung und elenden Bedingugnen zu verbingen, zum Nutzen der Menschen, sind ein Besipiel dessen. Ich denke wir werden auch vage dazu angehalten, an den Mythos des „Übelebens des Stärksten“ zu glauben, der einfach dazu dient, den Gendaken zu normalisieren, dass es für die dominante Klasse total okay ist, diejenigen auszubeuten, die sie als „minderwertiger/unterlegen“ betrachten und über diese zu herrschen. Im Falle nichtmeschlicher Tiere wird dadurch ihr Fühlen und ihr eigenes Recht zu Leben verneint. Und so ist es absolut essentiell kritisch gegenüber allen Matchbeziehungen innerhalb aller Ebenen der Gesellschafft zu sein. Im Falle der Veganismus geht es einfach um die kleinen alltäglichen Entscheidungen die wir treffen, dahingehend, keine Industrien zu unterstützen die auf Ausbeutung aufbauen. Unsere Bequemlickeiten und Gelüste dürfen nicht auf Kosten der Leben anderer ausgelebt werden.

Please Don’t Eat Me

Well I know it’s not the best you’ve ever had,
but I sure don’t think it’s all that bad.
Is it enough knowing that nothing living had to die?
I know you’re used to your meat, but soy is worth a try.

The cows never saw it coming,
relaxing in the green pastures of lies,
never knowing the humans’ insatiable hunger.
No time for this cow now, but who is next?!
Please don’t eat me!

“This tofu tastes terrible”, is all you can ever say.
And “who cares about a fucking cow anyway”,
but have you ever thought about the life they live?
We take so much from this planet, that we never give.

To the death you’d argue it’s about health for you.
Well what’s good for that cow to eat, is fucking good for you too.
If we planted that grain in the fields where they eat,
it would end world hunger and no one would have to eat meat.

There’s no reason for us to still do this.
We have the technology to surpass this savageness.
Humans are much smarter than all other animals on earth,
but when we act like animals,
do we doom ourselves to die…like animals?!

Album: I’m Not Fucked Up, The World Is, released 2011

Dic of the Hour

The dictator of choice wasn’t chosen by you,
but chosen for you.
Believes in America and his country,
believes we do not have a voice.

Put in place, by the powers that be.
I’ve learned enough, they’ll never have control of me.
I’ll keep screaming, ‘til I have no voice.
One day, we’ll remove the dictator of choice.

They laugh, while you slave for your daily food.
People are slaughtered in the streets every minute,
people just like you.

A new dictator; how many times will they do it?
How many times will no one notice?
Until the whole world, is fucking third world!?

Album: Who’s in Control?, released 2012

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Holy über Tierrechte und Vegansein, Glaubenssysteme und den intersektionalen Ansatz


Die vegane Hardcoreband Holy aus Mailand

Stefano, der Sänger von Holy hat mit uns über Tierrechte, Veganismus, Glaubenssysteme und intersektionale Ansätze gesrpochen:

Wir vier sind sehr unterschiedlich an den Veganismus herangeganen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ich denke was uns allen gemeinsam ist, ist, dass wir alle vegan wurden, weil wir die Welt um uns herum kritisch betrachten.

Die größte Stärke der Fleischindustrie ist der Faktor des die-Dinge-Nicht-Hinterfragens. Der Verzeht von Tieren oder Tierprodukten geschieht meist ohne ein besonderes Bewusstsein dessen was man da tut. Keiner fragt sich jemals wirklich wie Kühe zu Steaks werden; es ist etwas, das man einfach nicht für hinterfragenswert hält. Und so ist es ein Teil des täglich gelebten normalen Lebens.

Und, so geschah es bei uns, dass wir alle zu irgendeinem bestimmten Zeitpunkt in unserem Leben begannen, diese Dinge zu hinterfragen. Punk spielte beim Prozess unserer Entscheidungtreffung eine wichtige Rolle. Durch den Punk sahen wir den Veganismus zum ersten Mal als eine politische Entscheidung, und nicht bloß als eine trendige Hippy-Form der Ernährungsweise. Als wir mit der Band starteten haben wir unsere Gedanken über Tierrechte in den Fokus gestellt und es war uns auch klar, dass es dadurch einige Misverständnisse wegen unseres Bandnamens und seiner eigentlichen Bedeutung und Herkunft kommen würde.

Während dieser Jahre mussten wir mehr als einmal klarstellen, dass wir keine religiöse Band sind. Wir sind vier Rationalisten/Atheisten. Die Art wie wir den Veganismus praktizieren ist, wie bereits erwähnt, eine bewusste Entscheidung zu einer Lebensweise und ich kann mir kaum etwas vorstellen, was weiter hiervon entfernt sein kann als Religion. Dies ist eine WAHL, kein Akt des Glaubens, und wir haben uns dieser Entscheidung nicht verschrieben um unsere Seelen zu retten oder unsere karmischen was-auch-immer freizusetzen. Wir sind vegan weil uns sowohl menschliches als auch nichtmenschliches Leben etwas bedeutet. Wir sehen die Menschheit nicht als den Mittelpunkt des Universums und auch nicht als die Spitze der Nahrungskette.

Ich bin in Italien groß geworden, wo immernoch eine predominant katholische Kultur herrscht. Dadurch wurde mir aber auch sehr klar, wie tief die Wurzeln des Speziesismus liegen. Wenn du dir vorstellst, dass der Mensch im bilblischen Glauben ja im Bilde Gottes geschaffen worden ist, dann merkst du, dass diese Menschen dir damit eigentlich sagen wollen „du bist kein Tier“. Du bist etwas, dass über all dem anderen Leben steht, nur knapp unter Gott, und das ist nicht allein so weil das so im alten Testament steht, nein, das ist auch so, weil die Katholische Kirche sich immernoch gegen die Evoutionstheorie sträubt und immernoch die schrottigte Idee des Kreationismus vertritt und verbreitet. Dies ist eine heteronormative patriarchalische Kirche eines Gottes, der den Menschen aus Ton erschaffen hat (jedoch Frauen natürlich nicht, die nur das Produkte einer überzähligen Rippe sind.)

Man muss sich bewusst machen, dass in Italien die Beziehungen zwischen der Kirche und dem Staat noch immer durch den 1929 abgeschlossenen Lateranvertrag zwischen Mussolini und Pabst Pius IX. bestimmt wird. Der Katholizismus wird als Staatsreligion anerkannt, wird in der Grundschule immernoch unterrichtet, wenn auch die Teilnamhe freiwilling ist, und in den Klassneräumen hängen immernoch überall die Kruzifixe. Das heißt, dass der Einfluss des Christentums auf die Kinder immernoch recht stark ist und auch auf die ganze Population.

Einige östliche Religionen sind bekannt dafür, dass sie weitaus „tierfreundlicher“ sind als das Christentum, und dass sie sogar ausdrücklich vom Fleischverzehr abraten. Über die Jahre nun haben diese Religionen viele Menschen in der westlichen Welt begeistern können, und sie werden als „menschlicher“ und friedlicher im Vergleich zu den monotheistischen Religionen betrachtet.

Was mich wirklich deprimiert sind nicht religiöse Menschen selbst (als Atheist stehe ich für die Freiheit dessen, alles zu hinterfragen), sondern die Tatsache, dass die meisten Menschen (um ehrlich zu sein 100% derer denen ich in meinem Leben begegnet bin) die an den Vegetarismus über eine Religion herangetreten sind, unfähig zu sein scheinen ihn mit anderen Aspekten ihres Lebens und des Politischen in Zusammenhang zu bringen. Ich meine, es ist mir egal ob die Bhagavad Gita dir sagt du sollst Käse und Yoghust essen, aber wie kannst du dich selbst als intelligenten denkenden Menschen bezeichnen, wenn du zwar auf den einen Seite aufhörst Fleisch zu essen um Tierleben zu schützen, aber auf der andere Seite immernoch am Tod mitarbeitest, indem du Milchprodukte konsumierst, weil dein Gott dir das befohlen hat? Der Akt des Glaubens ist per definitionem schwack: ein Individuum trifft Entscheidungen und untermauert für sich diese Entscheidungen selbst, auch wenn er/sie sich nicht darüber im Klaren ist, dass diese Entscheidung falsch gewesen sein könnte.

Dies ist einer der vielen Arten in denen der Veganismus für mich intersektional ist, das ist so sowohl infolge der viele Entscheidungen die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin, und dies bildet eines der Fundamente auch dafür, was ich morgen sein werde. Als denkendes Individuum, nicht allein als Veganer.

Asleep

Give us today / our poisoned bread / our daily piece of trash / our dose of forgiveness / altars for those who torture / gallows for those who care / how long will the lambs / be so bloodthirsty? / the sleep of consciousness / built cities and gold paved streets / monuments to its own failure / to praise / to bless / to sleep / forever.

Album: Self Titled 12″ released by Hell Yes! (2012 release)

FREE DOWNLOAD: www.mediafire.com?a5bt7rzkz7rhnae

Restless

I’ve been told a better place awaits
I’ve been told we’ll lay and rest in peace
I’ve been told love lasts forever
Over our dead bodies
I’ve been told no more suffering
I’ve been told no more pain
I’ve been told but if I ask now nobody answers
And my knuckles hurt, my nails are worn
There’s no gold at the end of the road
I’ve been told but if I ask now
Nobody answers
Is anybody out there?
It’s only gravity
Pushing us down so fucking down
Until the ground will swallow us

Album: The Age Of Collapse (2013 release)

Live at Aladdin Jr in Pomona CA (USA) June 2013

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Band of Mercy – Texaner und Veganokraten


Band of Mercy, courtesy toomanyweapons.com

Band of Mercy – Texaner und Veganokraten

Sänger / Gitarrist Daniel von der aus Houston Texas stammenden veganen und Pro-Tierbereiungs-Hardcoreband: Band of Mercy redete mit uns über vegane Effizienz, die Möglichkeiten des Vorangehens mit einem gutem Beispiel und den ganz grundlegenden veganen Intersektionalismus:

Was mir am wichtigsten ist in diesem Lebensabschnitt (nachdem ich nun seit acht Jahren vegan bin und seit mehr als 5 Jahren aktiv als Tierrechtsktivist bin), ist die Frage, wie man eine vegane Kultur am besten verbreiten kann. Natürlich rührt der Grund dessen, warum jemand sein Leben lang vegan bleiben möchte, normalerweise von einer veganen Lebensphilosophie die sich auf die Ethik begründet, und es hat weniger damit zu tun, dass man für sich bloß einen Lebensstill annimmt, der einem am meisten „Spass“ bringt (Leute gebt es zu, die meisten Ernährungsveganer_Innen werden immer mal wieder Ausnahmen machen, bei dem, was sie letzendlich doch als eine enschränkende Lebensweise empfinden). Traurigerweise ist die Ethik des Veganismus für die mesten Leute nicht das attraktivste am Veganismus. Was ist also die beste Herangehensweise, die den meisten Tiere hilft und das größte Maß an Grausamkeit ihnen gegenüber sie mindert?

Als Aktivist_Innen müssen wir uns immer wieder vor Augen halten, dass den meisten Leuten Tiere wirklich bis zu einem gewissen Grad wichtig SIND, und dass die meisten Menschen ihnen eigentlich kein Leid zufügen wollen. Die meisten Leute akzeptieren die Grausamheiten die man Tieren antut als einen im Dunkeln liegenden Teil unseres Lebensmittelsystems, der Modeindustrien, im klinischen Bereich usw., einfach weil sie meinen, dass das halt immer so gewesen ist, und dass sie dagegen sowieso nichts tun können. Das bedeutet aber nicht, dass sie wirklich wünschen, dass an Tieren diese Gräuel begangen werden – nein stattdessen glauben sie meistens, dass ihr persönliches Opfer mit dem sie Tieren helfen wollten, meist doch nichts viel ausrichten kann.

Was meiner Meinung nach am besten funktioniert und sich in meinen Kreisen, unter Freunden, in der Familie und innerhalb meines Aktivismusses am meisten bewährt hat, ist es, selbst ein Beispiel persönlichen Empowerments zu sein. Ich habe mich selbst darin unterrichtet, wie im mich als Veganer in jeglicher Hinsicht gut entwickeln kann und bin nun dabei auch soweit gediehen, dass alle um mich herum solch eine positive Entwicklung auch echt wahrnehmen. Und letzendlich will sich doch jeder irgendwie positiv entwickeln. Ich meine, wir sollten den Menschen zeigen, dass der Veganismus eher Disziplin fordert statt ein Opfer – und was dabei ganz wichtig ist, ist dass die Disziplin, die wir uns beibringen für unser Leben, unser Leben auch verbessern wird, uns nicht ermüden oder in irgendeiner Weise unser Potenzial daran einschränken wird Freude zu haben und glücklich zu sein.

Ich bin stärker und gesünder geworden, durch die vegane Ernährungsweise. Man muss sich etwas informieren und bliden, um genau zu wissen, wie man sich als Veganer_In optimal ernährt, und dazu braucht es einiges an Planung und Disziplin, aber der physische und der mentale Gewinn, den ich aus meiner optimierten Ernährungsform ziehe, macht mein Leben angenehmen. So kann mehr der Aktivitäten die ich gerne tu, mit mehr Ausdauer verfolgen, auch jetzt wo ich etwas älter werde. Ich esse jetzt eine breitere Spanne unterschiedlicher Nahrungsmittel und mir machen die Essrituale nun weitaus mehr Spaß, als damals wo ich noch Omnivor war. Essen ist jetzt zu einer Zelebrierung des Lebens für mich geworden, nicht einfach was, was ich weil ich hungrig bim oder gerade drauf Lust habe, in mich hineinschlingen muss. Nicht nur das, aber tatsächlich sind viele Varianten veganer Lebensmittel und Bekleidungsstücke sogar billiger als ihre tierisch-basierenden Alternativen. Durch den Veganismus kann ein Jeder physische, mentale, finanzielle Vorteile genießen und er/sie kann den Frieden der Seele kennenlernen, der mit dieser Entwicklung einhergeht, während er/sie dadurch nunmehr für Andere das geringte Leid verursacht.

Wir müssen ein Eigen-Empowerment betreiben mit unserem Wissen darüber, wie wir in einer optimalen Weise vegan leben können. Und dann sollten wir dieses Wissen mit denjenigen teilen, die am Veganismus interessiert sind, mit dem Langzeitziel schließlich eine vegane Kultur zu begründen. Was nun aber diejenigen anbetrifft, die die noch nicht auf das Vegansein neugierig geworden sind, so denke ich, dass wir unser Leben so überzeugt führen sollten, dass genau das ihr Interesse wecken wird. Wir können diese alten Wege und Weisen nicht niederreißen, ohne dabei den Menschen eine neue, bessere Lebensart zu bieten. Sie werden dann mitmachen, wenn sie sehen, dass wir Freude erleben, dass wir bei unserer Arbeit Erfolg haben und dort in führenden Positionen tätig sind, wenn sie sehen, dass wir bis ins Alter schlank und gesund bleiben, wenn sie sehen, dass unsere Intelligenz nicht eindimensonal funktioniert – das wir belesen sind und uns kreativ auch an der Welt außerhalb der Tierrechtskonzepte beteiligen. Wir müssen den Leuten zeigen, dass wir abgerundete Persönlichkeiten sind, uns als Individuen positiv entwickeln und aufgeklärte Ansichten vertreten.

Während die ethischen Argumente immer da entscheidend sind, wo Leute uns in Frage stellen wollen und uns skeptkisch gegenüber treten, weil wir nicht wie sie sind und keine Tiere essen, und, wo in dieser Welt, in der Gewalt eine Norm ist, Protest immer notwendig bleibt, müssen wir aber dennoch ebenso imstande sein, unseren Fokus über den Rahmen anhaltender Diskussionen hinaus zu erweitern, dort wo es notwendig ist. Wir müssen uns zu Menschen mit Führungsqualitäten entwickeln, die Licht werfen auf eine bessere, gesündere und positivere Art der Lebensführung. Schließlich wir es das sein, wie wir die meisten Tiere werden retten können.

Band of Mercy – Eat to Win

There is a war, and me must fight
But we won’t win if we don’t eat right
Billions are suffering, so we must prevail
You want Vegan Power?
You better eat KALE!!

Tofu, rice, and beans – BEANS!
And dark leafy greens – GREENS!
Fruits and nuts and seeds – SEEDS!
Partake of these to smash enemies

War is upon us, like it or not
No hippies or weaklings, we need juggernauts
‘Cause change never comes from asking nicely
You want Liberation?
You better eat broccoli!!

Tofu, rice, and beans – BEANS!
And dark leafy greens – GREENS!
Fruits and nuts and seeds – SEEDS!
Partake of these to smash enemies

Born to lose, eat to win!
Toughened by tempeh, strengthened by seitan
Born to lose, eat to win!
We scoff at the phrase “protein deficient” (HA!)

(“Where do I get my protein? What, are you a fuckin’ idiot??”)

Show them a vegan like they’ve never seen
Primed to deliver one million ass beatings!

Tofu, rice, and beans – BEANS!
And dark leafy greens – GREENS!
Fruits and nuts and seeds – SEEDS!
Partake of these to smash enemies

Konnekten über:

FB: https://www.facebook.com/pages/Band-of-Mercy-the-band/130053330369316
Bandcamp: http://bandofmercy.bandcamp.com

Davey xSABOTEURx über vegane TR-Intersektionalität

xSABOTEURx im Asylum 2 – Birmingham, 8.04.2013

Wir haben Davey, den Bassisten der ehemaligen britischen veganen Band xSABOTEURx gefragt, wie er den ethischen Veganismus und die Tierrechtsintersektionalität sieht:

Für mich ging es im Prinzip beim Veganismus immer um die Tiere und ich denke mal das bleibt auch so. Unsere Band hat sich auch mit Problemen wie Homophobie und Sexismus auseinandergesetzt, auch weil unser Gitarrist zu der Zeit homosexuell gewesen ist.

Wir kommen auch von einem Hintergrund, im dem viel Privileg und Konsumerismus in der Hardcorebewegung bestand, und ehrlich gesagt ist das nie das gewesen, worum es für uns ging.

Politisch ging es uns immer um Befreiung, sowohl die menschliche- als auch die Tierbefreiung. Und das wird auch immer weiter so für uns bestehen bleiben.

xSABOTEURx – Reaction

“In a world that’s fueled by the suffering of others,
ignorance is no longer an option. I would rather see
the world for what it really is than blind myself with
excuses. No longer will I stand by and watch as the
innocent fall victim to selfish desires. No more.”
Abstinence from a culture guilty of atrocity,
industries that profit off other beings misery,
mind altering substances that keep thought distracted,
pay heed to our crimes,
this is my reaction.
How many more have to suffer?
I can no longer stand by and do nothing,
as life is destroyed by human consumption,
slaves to convenience,
faith in a bottle,
this is my reaction in a world so hollow.
VEGAN STRAIGHT EDGE
Rape,
Vivisection,
Murder,
Exploitation,
Suffering,
Misery,
This is my reaction,
I won’t stand still.
Won’t stand still.
Won’t stand still.

xSABOTEURx – Unjustified

Compassion for those you once called friends,
lost among false notions of survival,
tradition is delusion in a modern age,
where substitute can take deaths place.
Slaughter, unjustified.
Slaughter, unjustified.
Animals aren’t commodity
or ours to control
industry to industry,
all will fall.
The hunters hunted,
the demons exposed,
no compromise for those who oppose.
Mass liberation from the hands of moral corruption,
those who’d brand a currency on sentient life.
Now is the time!
Mass liberation
from the hands of moral corruption.
Righteous vengeance on those who oppress.
It’s time for us to recognize,
retribution of nature’s calling.
Every second that’s spent waiting,
leads to another demise.

Beide Tracks stammen von xSABOTEURx – Demonstration, released im Mai 2013.

Via FB: https://www.facebook.com/saboteurxvx

Orel Ofoi, Sängerin der veganen Band FTA aus Paris, über Tierethik und vegane Ethik als eine globale Ethik

Orel Ofoi ist the Sängerin der veganen Pariser Band FTA. Wir haben Orel zu ihren Gedanken über Tierethik, vegane Ethik und deren Kontexte befragt:

Meine Auffassung bezüglich des Respekts vor Tieren und des Tierschutzes ist eigentlich eine globale Ethik: Der Repekt gegenüber Tieren wird seine Auswirkungen haben auf den Umweltschutz und auf den Respekt gegenüber dem Menschen selbst.

In der jüdisch-christlichen Religion zum Beispiel lesen die meisten Leute den bliblischen Text mit der Auffassung, der Mensch würde den Mittelpunkt der Welt bilden, und dass die Menschheit die Erde und die Tiere dominieren solle, womit das Bild vom Menschen als Schäfer beiseite gelegt wird: denn der wäre ein Freund und Beschützer, ein Gegenüber, das sich auf der gleichen Ebene bewegt wie die Umwelt und die anderen Lebewesen … .

Ich meine wir sollten die Beziehung zwischen Menschen und Tieren als eine Beziehung der „Co-Geschöpfe“ sehen, basierend auf Respekt, Liebe und dem Schutz der anderen.

Die Erde ist unsere Mutter, und der Mensch ist für sie und für ihre Umwelt das gefährlichste Tier.

Ein individuelles Bewusstsein überall auf der Welt wäre notwendig um eine echte Evolution zu erfahren; eine, durch die diejenigen bekämpft werden, die dem Planeten zum Krebsgeschwür geworden sind, die uns physisch morden und auf täglicher Ebene befremden; Ich meine damit Monsanto und auch die Lobbyisten (pharmazeutische, Agro-Food, usw.).

Ich glaube es ist entscheidend, dass wir ethische Hersteller und Produzenten unterstützen, und auch sollten wir nicht damit zögern, unsere Botschaft zu teilen. Wir müssen zusammenhalten und uns zusammenschließen, um eine echte Revolution und ethische Evolution in Gang zu setzen.

Standing Point! Intersektionaler veganer Hardcore aus Piracicaba, São Paulo, Brasilien!

Standing Point! Intersektionaler veganer Hardcore aus Piracicaba, São Paulo, Brasilien!

Standing Points Stimme Alex Peguinelli sagte uns über die Intersektionalität des ethischen Veganismus:

Nun ja, wir sind eine Dritte-Welt Band und so sehen wir den Veganismus und Tierrechte in einer ganz besonderen Weise. Wir haben hier in Lateinamerika so viele Probleme, dass die Leute überhaupt kaum über nichtmenschliche Tiere nachdenken. Und so ist, gerade hier eine vegane, anarchistische straight-edge Band zu sein, ganz besonders wichtig.

Außer der Bandarbeit sind wir aktiv in veganen anti-konsumeristischen Kollektiven und im Kampf rund um das öffentliche Transportsystem. Wir meinen, dass über Veganismus zu sprechen, auch heißt, über anti-konsumeristische Politik, anti-kapitalistische Themen und die vielen anderen Dinge zu sprechen, die mit der Befreiung von Menschen und nichtmenschlichen Tieren in direkter Verbindung stehen.

Auf unserem Album ‚Work. Consume. Die.’ geht es um die Unmöglichkeit, in einer Welt, die nur aus Gefängnissen besteht, ein freies Leben zu leben.

Standing Point – Loveless

“People who talk about revolution and class struggle without referring explicitly to everyday life, without understanding what is subversive about love and hate, live and DIE, and what is to refuse their limitations, these people speak with a corpse between their teeth.”

Loveless

I threw myself from the highest cliffs
from the most beautiful mountains
I threw myself from the largest buildings

Always knowing that the ground
would be the (final) destination
That the fall would be the path

And the wind would lead life
like carrying pieces of paper

What can we do with the crumbs of theories?

(Normality can properly
Teach people how to live
And how to die)

What can we do with the crumbs of theories?

I tried to hold the air
I tried to hold in the air
I tried to leave the flight
a rough landing
inevitable and painful

And then life became
a scenographic city
if you pull to strong
the walls fall down

Now I see through
these falling walls
That love is the only reason of life
Love for struggle
Love for resistence
Love for freedom

No Compromise
No Excuses

Freedom
By any means necessary

(We turn again to the streets
But we have changed
And the streets mean something different now
We walked and these moments changed us
We saw buildings burning
We were touched by death
We loved and we felt alive
We saw the moon rising behind the barricades
We heard the echo of our voice in the voices of others

We do not walk today
asking the power for grant
They had never legislated peace or freedom
Now their armies cannot occupy our dreams
And their prisons cannot contain our number

This is our world
And these streets belong to us

We are the other,
We are the unemployed,
We are the hungry,
We are the homeless,
We are the thieves,
We are the saboteurs,
We are taking the streets,
We are destroying corporations,
We are taking control of the factories,
We are walking through the night carrying a heart on fire.

all of us,
we are everyone,
we are one.)

Standing Point – The Real Change

Verbinden über

Bandcamp: http://standingpoint.bandcamp.com
FB: https://www.facebook.com/pages/Standing-Point/240527789340168