Segregative approaches

Question about segregative approaches, such as specifically in the discussion as found in e.g. here https://www.bbc.co.uk/programmes/w3csydct

Mind we come from a radical antispeciesist approach, hence we need to ask this.

Question 1 about the saving biological diversity approach:

  • Are they for captive breeding programs to halt the extinction of some species? If yes, how do they see the problematics of zoos? Do such problematics matter in the discussion about extinction, its causes and how the driving forces behind natural destruction can be addressed?

Question 2 about the saving biological diversity approach:

  • Life is a net, yet equally individual lives are meaningful (with humans and nonhumans). Positively seen we understand how life is built as an interdependent net. Yet oppressive mechanism also function as a “net”, yet one of destructiveness, meaning: Wildlife stands amidst mechanisms of a systemic zoocide and ecocide. When we name the net of life, we should also discuss the destructive mechanisms of the socio-political scale and not just highlight biological functioning.

Question 3 about the saving biological diversity approach:

  • When we face destructiveness that targets and sacrifices biological diversity, why do we exclude the nonhuman lives that are barred from the natural spaces and locked into machineries? Why is the connection of destructiveness towards life being treated in a segregative way? For the sake of keeping up the notion of taxonomical richness? Definitely not for nonhuman life itself.

Antispeciesist Animal Sociology

Öffentlicher Raum, Nichtmenschen, Freiheit


Was wäre eine vernünftige nicht-anthropozentrische Definition von “öffentlichem Raum”? Wie ändert sich ein Verständnis von “öffentlichem Raum” unter dem Einschluss von Umwelt/Natur und Nichtmenschen als den Ankerpunkten grundlegender “Freiheitsbegriffe”?
Gruppe Messel, Tierautonomie / Animal Autonomy

Überlegung:
Der „öffentlich Raum“ als unbedingter Ort von Freiheit. Es findet permanent ein Ausschluss aus dem vermeintlich „öffentlichen“ Raum statt, der Zutritt ist an Bedingungen geknüpft.
Mehrere Fragen werfen sich auf: a.) wie definieren verschiedene Interessensträger „den öffentlichen Raum“, b.) wo verläuft die Linie zum „nicht-öffentlichen“ Raum, in dem Moment, in dem Freiheit zum Verhandlungsgegenstand wird und c.) ist der Ausschluss des „Naturhaften“ und „der Natur“ (als ökologische nichtmenschliche Welt) eigentlicher Mittelpunkt der Streitfrage über die Beantwortbarkeit von „öffentlicher Relevanz“ und „privater“ Freiheit?

Fische und Tierrechte

501 James Bloefield: Fisch Song (MP3)

I’m not having fish.
They feel pain they do,
Just like me and you.
It’s not a tasty dish.

Refrain:
Don’t kill our cousins!
Don’t eat our cousins!
(2x)

At the bottom of the sea
The dragnet ploughs their home
Leaving behind death zone
with no biodiversity.

Fische und Tierrechte

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Die Einstellung zu Fischen weist ganz besonders die Spezifika des Speziesismus auf, die erkennen lassen, dass sich der Speziesismus ganz überwiegend manifestiert in der Einstellung zu tierlichen Lebewesen als Nahrungsmittelobjekten.

Das heißt:

  • Nichtmenschliche (nm-) Tiere werden auf die Ebene eines Lebensmittels reduziert und kulturell in dieser Form einbezogen, in vom Menschen geprägte Lebensstrukturen, die die Nichtmenschen und deren Ökosoziologien gewaltsam dominieren und mit ihren Konstrukten von ‚Deutungshoheit‘ als menschliches Kollektiv beherrschen.
  • Wir können beobachten, dass Fische – und man muss hinzufügen auch andere in Gewässern Lebende nm-Tiere die keine Säugetiere sind – ganz besonders dieser reduzierenden Sichtweise ausgesetzt sind. Beispielsweise wird dies in der westlichen umgangsförmlichen Unterscheidung zwischen „Fisch“ und „Fleisch“ im Volksmunde erkennbar, die sich als Ausdruck dessen verstehen lässt, dass Fische zu essen seltener noch als der sonstige ‚Verzehr‘ nichtmenschlicher Tiere als ethisch problematisch dargestellt wurde. Die primäre Einordnung und Betrachtung von Fischen in unseren Gesellschaften ist immer wieder die eines (potenziellen) Lebensmittels und damit einhergehend die eines Lebewesens, dass quasi einer „Welt für sich“ zugeordnet wird, einer Welt, die mit „unserer subjektiv erlebten Welt als belebten Bewegungsraum“ sehr wenig gemein habe. Das Element der Tiere ist das Wasser, das des Menschen, das Land.
  • Folgende Haltung geht wahrscheinlich allen anderen Formen der Speziesismen, die auf Fische angewendet werden, voraus: „Was für uns ein ‚Lebensmittel‘ ist, mit dem können wir auch alles Weitere machen was unserem Gutdünken, unserem Nutzen und unserer Lust und Laune entspricht“.

Die Tierrechtsbewegung selbst hat höchst problematische Unterscheidungen unter Tieren getroffen

Als nächstes kommt die Problematik im Bezug auf Fische zu tragen, die sogar aus der Tierrechtsbewegung selbst mit herrührt. Bekannte Tierrechtsautoren haben eine seinshierarchische Sichtweise auf die Tierheit immer wieder argumentativ mit getragen und somit das Paradigma der Ähnlichkeit und Nähe zum Menschsein als Argumentationsebene „für“ Tierrechte eingesetzt. Man hat somit fortwährend die gleiche Denkweise übernommen, die durch die hierarchisierenden taxonomischen Zuordnungen der Lebewesen bereits durch die entsprechenden naturwissenschaftlichen Disziplinen festgelegt wurden. Und da sich die wissenschaftlichen Sichtweisen in Hinsicht auf Nichtmenschen mit den Speziesismen aller anderen menschlich-gesellschaftlichen Belange (wie dem religiösen und dem philosophischen Speziesismus zum Beispiel) decken, fiel dieser subtilere Speziesismus in der Tierrechtsdiskussion bei der Unterscheidung der Interessen von Säugetieren im vermeintlichen Unterschied zu anderen Tiergruppen nicht weiter als fragwürdig und arrogant auf. Säugetiere seien entwickelter als Vertebraten die keine Säugetiere sind, usw. und „entwickelter“ heißt dabei, wir ziehen sie in die Gemeinschaft des Menschen als dem-Menschen-ähnlicher als andere Tiere, welche wir somit getrost weiter objektifizieren können. Bekannte Tierrechtprojekte haben sich auf Sortierungen von tierlichen Lebewesen selbst eingelassen, so wurden im Namen der Tierrechte weiterhin künstliche und unnotwendige Unterscheidungen getroffen, die sich immer noch am Homo sapiens als Idealkriterium und dem Maße aller Dinge ausrichten.

Im Kontrast allerdings gibt es auch Herangehensweisen und Argumentationen für Tierrechte und Tierbefreiung die gerade in einer kritischen Haltung betonen, dass die Ähnlichkeit zum Menschen nicht der Maßstab sein darf, dass hingegen der Eigenwert und die Besonderheit eines nichtmenschlichen Tieres entscheidender Faktor zur Berücksichtigung dessen Interessen sein muss. Auch die ethische Praxis in der veganen Bewegung lässt sich nicht mehr auf die verkrusteten Vorstellung von höheren und niedrigeren oder vermeintlich weniger komplexeren Tierlebewesen ein. Wir finden in der Landschaft der Tierrechtsbewegung aber immer wieder diesen einen Scheidepunkt zwischen Humanzentrik und Zoozentrik, bei dem zwischen „komplexeren“ und „weniger komplexen“ Tieren in wertender Weise unterschieden wird, Lebensrechte daraus abgeleitet werden, und die Komplexität, die sich unseren Wertungskriterien entziehen mag, nicht als unbekannte Variable mit einkalkuliert wird.

Kulturanthropologisch sollten wir uns fragen, warum gerade das „Fische essen“ in der Menschheit eine beinahe „geheiligte“ Aktion, wie im Christentum beispielsweise, dargestellt hat, warum man bei allerhand Lebewesen aus dem Meer auch überhaupt von „Meeresfrüchten“ spricht, warum das Meer und das Leben im Meer aus seinen beherbergten Lebewesen etwas dem Menschen so „nützliches“ ohne der Herausforderung jeglichen schlechten Gewissens bei Verletzung dieses Lebens darstellen soll? Woher rühren solche Vorstellungen und Assoziationen?

Interessanterweise finden wir die Vorstellung, der Gebrauch von tierlichen Produkten sei etwas „reines“ und quasi „rituell heilsames“, dem besondere Heilsamkeitsattribute zugesprochen werden, aber auch bei Insektenprodukten wie Honig, Seide oder bei Vögeln deren Eier, Vorstellungen von Blut, einzelnen Organen, Hormonen, Drüsenabsonderungen als etwas dem Menschen als pflegend-heilsam beschiedenes. Eine ganze Landschaft speziesistisch-grausamer Praktiken und ihrer damit verbundenen menschlichen Selbstfürsorgeerwartungen lässt sich als kulturanthropologisches Mapping erfassen.

In Kunst- und Kulturräumen, als Ausdruck menschlicher Selbstverständnisse, sehen wir in gleicher Weise tragische „interessante“ Speziesismen in ihrer besonderen Bezogenheit auf die menschliche Wahrnehmung und Objektifizierung von Fischen, bis hin zur Innendekoration der Räume einiger Menschen, in der der Aquaristik als Hobby und in Zoos mit ihren Aquarien – Fischgefängnisse als menschliche subjektive Erlebnisorte ästhetisierter physischer Reduktion und Beraubung von Tierfreiheit.

Der Fisch, ganz grundsätzlich, gilt dadurch, dass er in der Sphäre des Wassers lebt anscheinen ganz besonders als objektifizierbar, ohne dass man eine Hinterfragung der Objektifizierung befürchten müsse. Es wird sich darauf berufen, dass das „Fische essen“ ja seit aller Ewigkeit in der Menschheitsgeschichte seinen festen ethisch völlig integren Platz gehabt habe. Aber war dieser Platz ethisch wirklich immer gänzlich unhinterfragt? Wenn wir uns die Geschichte des Vegetarismus anschauen, sehen wir, dass Fische genauso in die gleiche ethische Rubrik eingeordnet wurden, wie andere Tiere, welche eben als tierliche Subjekte nicht essbar und einverleibbar sind. Der Vegetarismus, hat keine mysteriöse Unterscheidung zwischen „Fisch und Fleisch“ getroffen.

Der Veganismus und der Vegetarismus unterscheiden sich in ihrer ethisch-praktischen Haltung im Bezug auf Fische und die meisten anderen im Wasser lebenden nm-Tiere nicht – eine Ausnahme bilden die Schwämme, die im Veganismus aber auch in ihrer natürlichen Integrität geachtet werden, denn sie gelten als Tiere und der Veganismus schließt kategorisch alle intentionierte Nutzung von Tierorganismen aus.

Die Haltung Fische seien etwas anderes in ihrem Status als andere Tiere denen Menschen objektifizierend begegnen, hat im Bezug auf die Geschichte des Vegetarismus niemals gestimmt. Die Verharmlosung der Fische-Esserei stammt allein aus dem gleichen speziesistischen Denken, aus dem auch jeder andere ‚Verzehr‘ von Tieren her rührt, nur dass die Speziesismen im Bezug auf Fische ihre ganz eigentümlichen Besonderheiten aufweisen.

Fürsrpecher_in sein für Fische und Tierrechte

Allein andere überzeugen zu wollen mit der ethischen Unhaltbarkeit des Verzehrs von Fischen (und anderen im Wasser lebenden Tieren) auf einer Grundlage der aus den Naturwissenschaften gewonnenen neusten Erkenntnissen, hilft bedingt, denn hier muss zuerst wieder ein nach biologischen Kriterien gültiger Beweis erbracht worden sein auf den ich mich beziehe. Bei dieser Art der Beweisführung wird der Nichtmensch aber kategorisch objektifiziert. Die qualitative Forschung setzt in der Biologie auch immer die Objektifizierung als Instrument zur Annäherung an den Untersuchungsgegenstand voraus ober schließt sie zumindest mit ein.

Im Bezug auf Menschen haben solche Beweisführgen in den emanzipatorischen Bewegungen gegen Unterdrückung und unterdrückerische Systeme niemals eine tragende Rolle gespielt. Frauen hätten kaum widerlegen müssen, dass sie allein biologischerweise erwiesenermaßen „gleichwertig“ oder „nicht minderwertig“ oder „minder fähig“ sind als Männer, das gleich gilt für Menschen mit Behinderung oder für Menschen die aufgrund ethnischer Verschiedenheiten ausgeschlossen wurden von dominanten unterdrückerischen Gruppen von Menschen.

Nichtmenschen nun immer wieder primär ins biologisch Erklärbare und in die biologischen speziesistischen Deutungshoheitsgebiete zu rücken, um sie stückchenweise als dem „Homo sapiens“ in einem oder dem anderen Aspekt ähnlich zu beschreiben, ist noch kein emanzipatorisches Tierrechtsdenken. Denn wieder wird der Maßstab am Menschsein gesetzt, wieder wird die Besonderheit, das Einmaligsein des Nichtmenschen nicht in den zentralen Fokus ethischer Relevanz und Bedeutsamkeit gerückt.

Leider lehnen sich auch die meisten Tierrechtskampagnen noch an die Vergleichsebene der Ähnlichkeit zum Menschen in biologischer Sichtweise als Kriterium an. Es geht aber in Wirklichkeit darum Argumentationsebenen herauszuarbeiten, die die Nichtmenschen wegen ihrer selbst rehabilitieren statt im Vergleich zum Menschen, als Individuen und Gruppen die vor menschlicher Destruktivität geschützt werden müssen durch ethische Übereinkünfte und juristische Rechte. Dazu müssen Nichtmenschen nicht wie Menschen sein. Aller aktivistischer Einsatz sollte den Knackpunkt, an dem die geistig-epistemologische Ebene der Unterdrückung stattfindet, aushebeln, denn sonst bleibt die im Hintergrund wirkende Psychologie des Speziesismus im gesellschaftlichen Selbstverständnis unhinterfragt, unkritisiert und weiterhin wirksam. Es muss möglich sein, den anderen in seiner Besonderheit und auch Verschiedenheit zu erkennen, anzuerkennen, und in dieser Besonderheit, in seiner Einmaligkeit also, zu achten und zu schützen.

Wenn wir über Fische und Tierrechte reden, sollten wir folgende Eckpunkte mit einbeziehen:

  • Fischkonsum: Der Veganismus bietet die Alternativlösungen zum Fischkonsum, im Rahmen ethisch-veganer Diskussionen findet man relevante Berichte, Dokumentationen und Informationen über die Fischindustrien und den Fischkonsum als solchen. In der veganen Bewegung treffen wir praktische Vorstellungen und Reflexionen darüber an, wie Menschen sich vom Fischkonsum in ihrer Lebenspraxis unabhängig machen können, d.h. auch aus gewohnten kulturellen, gesellschaftlich tradierten Praktiken im Alleingang aussteigen zu können.
  • Die Fischerei in all ihren Formen: Die Fischerei sollte nicht allein als ökologisch-nicht-nachhaltig oder in Hinsicht auf die ‚Möglichkeiten unbegrenzter oder hingegen eingeschränkter Ausbeutung durch den Menschen‘ diskutiert werden. Die Fischerei als System und althergebrachte Praxis im kleinen wie im industriellen Maße ist eine Verletzung der Lebensrechte der Fische und der im Wasser lebenden Lebewesen. Es geht um den grundsätzlichen Fehler im menschlichen Denken, dass andere Lebewesen „Lebensmittel“ und „Nutzware“ sein könnten, und dass das Leben anderer Tierarten dem Eigeninteresse der Menschheit unterzuordnen wäre. Diese Haltung ist eine Kampfansage an jegliche pazifistische ethische Vernunft – außer man würde in humanzentrischer Weise den Pazifismus (oder eine „Liebe zum Frieden“) allein als ein im menschlich-sozialen Bereich relevanten Aspekt des Zusammenseins betrachten; eine Haltung der leicht widersprochen werden kann.
  • Angeln: Wird als Freizeitsport betrieben, wird stark romantisiert, ist gleich einen Initiationsritual des humanzentrischen Menschseins.
  • Aquaristik: die private Gefangenschaft, die in der Regel niemals nötig ist und bei der das Leben und der Lebenskontext der im Wasser lebenden Tiere den Wünschen und Privatbedürfnissen von Menschen untergeordnet wird, ohne dabei über die Situation der betroffenen Tiere nachzudenken. Das Lebensziel, die ganze Lebensdimension soll mit ihren Lebensraum minimalst in die eines Menschen verschachtelt werden. Der Mensch nimmt eine omnipotente Rolle ein, die Wasserlebewesen sind völlig abhängig von ihm um zu überleben und sie sind vollständig die Opfer seiner Entscheidung sie gefangen zu halten.
  • Fische und ihre Ökosysteme: Fische gehören in ihre Ökosysteme, dort sind sie zu schützen und nur dort können sie ihren eigenen Lebenszielen (gleich ob diese uns unbekannt sind) nachgehen. Ökosysteme sind nicht unser Besitz, Ökosysteme haben ihre ganz eigene Bedeutung und Relevanz für diejenigen Tiere, die anders leben als Menschen (wenn wir in die Gruppe der Tiere mit einordnen), und sind als solche zu verteidigen und zu schützen.
  • Fische sind Mitlebewesen: Fische spielen in unserem Leben eine Rolle, in dem Leben anderer Tiere, und wir und die anderen Tiere und anderen Lebewesen … spielen in dem Leben der Fische eine Rolle. Es gilt diese Interaktionsebene pazifistisch, respektvoll und fundamental-pluralistisch als Lebensgemeinschaft anzuerkennen und zu fördern.
  • Wasserökologie und Wasserverunreinigung in ihrer Auswirkung auf Fische: Wasser ist das Element der Fische und ihrer Ökologien. Wasser ist niemals einfach unsere „Ressource“, sondern ist Erdelement und Lebensraum der Tiere und Pflanzen im Wasser. Wiederum geht es darum, die Welt in ihren Schwerpunkten für andere Lebewesen zu sehen und somit das Thema Wasser nicht einfach als „Ressourcenfrage“ zu diskutieren, sondern als Lebenselement der Fische und der anderen Lebewesen im Wasser. Alle Lebewesen sind abhängig von der Wasserökologie. Nichtmenschen und die Natur bilden einmalige Kulturräume, die wir als solche anerkennen müssen, um unsere humanzentrische und verheerende Destruktions- und Thanatopolitik in Hinsicht auf die Tierheit, auf Zōon (ζῷον) aufzugeben.

G. Yegane, Gruppe Messel

Links auf unserer Seite zu Fischen und im Wasser lebende Tiere:

Der Tierrechtansatz in unseren gefeatureten Texte impliziert alle Tiere und schließt Fische und andere im Wasser lebende Tiere somit immer mit ein.

 

Tierrechte ABC

Tierrechte ABC

– Anerkennen, dass wir in einer Gesellschaft leben, deren inklusive Ethik myopisch ist indem sie sich allein auf die eigene Spezies bezieht,
– sagen, dass wir deren Sicht nicht teilen,
– von der Gesellschaft fordern, dass sie unsere tierrechtsaffirmative Weltanschauung anerkennt
– und unsere eigenen Rechte für die der Nichtmenschen in jeder uns möglichen Form einsetzen!

Antispeziesistische Tiersoziologie

Person X kann sich nicht vorstellen vegan zu werden

Tierrechte und Biologismus gehen nicht miteinander – antispeziesistische Tiersoziologie

Person X sagt: “Ich kann mir nicht vorstellen vegan zu werden.”

Viele omnivoren Leute, denen Veganismus klarerweise ein Begriff ist, lehnen ihn aber für sich ab, weil sie die ethische Seite immer noch speziesistisch aus ihrer allgemeinen Sichtweise ausschließen. D.h. Nichtmenschen sind für sie immer noch “essbar”.

Die gegenwärtige gemeinläufige Auffassung von Veganismus führt – bislang zumindest – nicht zu einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem anthropozentrischen Speziesismus.

Wird die ethische Seite des Veganismus angesprochen in den Medien z.B., dann bleibt die Hinterfragung von Anthropozentrismus ein unattraktiver fremder Themengegenstand und wird nicht ernsthaft diskutiert. Die menschliche Hybris wird weiter offen kultiviert.

Und Überraschung: der Veganismus wird dann manchmal gar ein Feigenblatt eines fortgesetzten harmlosen Speziesismus, der eine “menschliche Überlegenheit” weiter denkt als empathisch die Welt rettend. Das Menschsein selbst zu hinterfragen, bleibt jedoch beständig aus.

Kurzum jede Diskussion über Veganismus muss eine Diskussion über Tierrechte sein, und jede Diskussion über Tierrechte, muss menschliche Parameter von allem, was Rechte konstituiert, neu und tierinklusiv justieren können.

@brdvegan

Zoos und Antispeziesismus

Zoos und Antispeziesismus

Gita Yegane Arani (Gruppe Messel); Fotografien: Jan Brüning

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Im Sinne dieser nichtmenschlichen Tierfreunde, deren eigene Namen ich nicht kenne (…), die der Fotograf und Dipl. Soziologe Jan Brüning 1984 im Opel Zoo fotografierte, und im Sinne aller Nichtmenschen, lasst uns das Thema Zoos und Speziesismus verstärkt kritisch in den gesellschaftlichen Diskurs und nachthaltiger, und mit stärkerer Publizität in den allgemeinen veganen Diskurs einbringen! Und auf individueller Ebene: wenn Ihr vegan seid, dann betont ruhig insistent warum genau ihr Zoobesuche ablehnt und für den Schutz der Lebensräume in der naturgegebenen Freiheit seid. [1]

Zoos sind artifizielle Lebensräume in denen das Konzept des Lebensraumes selbst einen vollständig durchverwalteten Prozess darstellt. Das Leben der per Zwang bewohnenden nm-Tiere wird in allen Bereichen durchgeplant und ist für die Menschen ständig kontrollierbar und einsehbar. Der Gedanke des Zoos ist unumgänglich damit verbunden, dass das Leben von nm-Tieren ein über biologisch erklärbare Vorgänge organisierbares und fremdbestimmbares Leben zu sein habe. Die tierliche Autonomie wird den Nichtmenschen kategorisch abgesprochen und es wird auf minimaler Ebene vorgegeben, dass ausreichend Freiräume in der Gefangenschaft gewährleistet seien; Freiräume wiederum, die sich an biologistisch gedachte Determinismen angliedern lassen.

Aber die Würde bleibt auch dem, dem man sie vermeintlich nimmt – und ich glaube, das ist auch ein Grund weshalb Menschen immer wieder in Zoos gehen, so paradox dies klingen mag und so wenig das den Zoobesuch entschuldigt. Menschlicher Voyeurismus im Bezug auf die „Beobachtungslust“ von nm-Tieren ist eine allgemein gesellschaftlich als normal und richtig anerkannte „Neugier“ und eine Art „Lust“ an der vor allem visuellen Interaktion mit nm-Tieren in Gefangenschaft. Was der Mensch hier aber faktisch sieht sind würdevolle, trotz aller Widrigkeit integre, in problematischen bis hin zu grauenvollen Rahmenbedingungen untergebrachte Tierindividuen in Gefangenschaft, die den menschlichen Blicken und Kommentaren und Gebaren ausgeliefert sind. Das würdelose ist der Mensch in diesem Falle und der Rahmen, in denen er/sie die nm-Tiere zwängt.

Über verschiedene Fernsehsendungen wird eine vorgegebene Possierlichkeit der Lebenssituation für nm-Tiere in den Zoos gegenwärtig immer wieder propagiert. Was vermittelt uns solch eine heile-Welt-Aussicht auf die Zoos, warum haben wir Menschen ein Bedürfnis dort eine fiktive vorwiegend heile Welt in der Interaktion zwischen Mensch und nm-Tier zu betrachten?

Wenn ich in den Zoo gehen würde – ich tat dies zuletzt um Diskriminierungsmomente im Kontext Zoo gegenüber Wollschweinen schriftlich zu dokumentieren vor über zehn Jahren – so habe ich unmittelbar eine Form der Beziehung zu den Nichtmenschen, denen ich dort in Gefangenschaft begegne. Jeder von uns hat oder hätte das. Was mache ich aber mit dieser Begegnung, wie ordnen Menschen die Situation Zoo für die Nichtmenschen und sich selber ein?

Zoos sind keine statischen Institutionen, die ihr objektifizierendes Bild, das sie über Nichtmenschen vermitteln, in jeder Weise so aufrecht erhalten könnten. Längst wissen die meisten Menschen, dass die Menagerie ein voyeuristisches Gefängnis ist und dass sie selbst sich wie speziesistische Sadisten verhalten, indem die diese „Normalität“ als solche fortsetzen.

Das echte Problem ist nicht dass Menschen keinen Bezug zu nm-Tieren haben könnten, der in konstruktive Bahnen geleitet werden kann, durch die in der Mensch-Tier-Begegnung entstehende Synergie – man denke dabei an die endlos vielen Tiervideos in den sozialen Netzwerken die höchste Popularität genießen, wenn sie „tierlieb“ und „tierpositiv“ sind. Das grundlegende Problem ist der Analphabetismus über Speziesismus sowie Antispeziesismus respektive, der in der Gesellschaft eklatant vorherrscht. Und an diesem Problem können wir als Tierrechtler_innen was ändern.

Es gibt natürlich die extrem-speziesistischen Menschen, die meinen, was geht mich das an, ich konsumiere, ich arbeite, ich tue was für den (vermeintlichen) „Fortschritt“. Genau das sind aber die Leute, auf deren Einstellungen ein Großteil der gesamten gegenwärtigen Ökodestruktivität zurückzuführen ist. Menschen die meinen, die Erde sei da um ihren Wünschen und Zwecken zu dienen, die das Leben anderer zu instrumentalisieren suchen durch ihre Art „Fortschrittsgedanken“, die im Prinzip nichts anderes wollen als sich die Welt konstant untertan zu machen.

Der englische Philosoph Bertrand Russell beobachtete zur Funktionsweise menschlicher Hybris treffend folgenden Zyklus vom Privatmenschen bis zu einem fragwürdigen kollektivistischen Menschheitsgedanken, der alles außer sich in die Nutzbarkeit einer Marginalitätsrolle abrückt:

‚Höflichkeit ist die Praxis, den Teil einer Überzeugung eines Mannes zu respektieren, der sich besonders mit dessen eigenen Vorzügen und denen seiner Gruppe befasst. Jeder Mann ist, wo immer er geht, von einer Wolke beruhigender Überzeugungen eingehüllt, die sich mit ihm wie Fliegen an einem Sommertag bewegen. Einige dieser Überzeugungen beziehen sich auf sein Persönliches: sie bestätigen ihm seine Tugenden und Vorteilhaftigkeiten, die Zuneigung seiner Freunde und den Respekt seiner Bekannten, die rosigen Aussichten seiner Karriere und seine unbeeinträchtigbare Energie trotz seines delikaten Gesundheitszustandes. Als nächstes kommen seine Überzeugungen bezüglich der überlegenen Exzellenz seiner Familie; wie sein Vater die unbeugsame Standhaftigkeit hatte, die heute so selten ist; und seine Kinder mit einer Strenge erzogen hat die man kaum noch unter modernen Eltern findet; wie seine Söhne in den schulischen Sportwettkämpfen vor allen anderen liegen, und seine Tochter ist nicht die Art von Mädchen die eine unkluge Ehe eingehen würde. Dann kommen die Überzeugungen über seine Klasse, die nach seiner Beurteilung sozial die beste ist, oder die intelligenteste, oder die sich moralisch verdienendste all der Klassen in der Gemeinschaft – obwohl darüber eine Einigkeit unter Allen besteht, dass der Erste dieser Vorzüge wünschenswerter ist als der Zweite, und der Zweite mehr als der Dritte. Bezüglich seiner Nation erhält sich jeder Mann bequeme Illusionen, ‚Fremde Nationen, es tut mir leid das zu sagen, geht es so wie es ihnen halt geht.’ So sagte Mr Podsnad, mit diesen Worten einer der tiefsten Gefühle des menschlichen Herzens Ausdruck gebend. Schließlich kommen wir zu den Theorien, die die Menschheit generell lobpreisen, entweder absolut oder im Vergleich zur ‚vernunftslosen, tierischen Schöpfung’. Menschen haben Seelen, aber Tiere haben es nicht; der Mensch ist das ‚rationale Tier’; jede besonders grausame oder unnatürliche Handlung wird als ‚brutal’* oder ‚bestialisch’ bezeichnet (obgleich solche Handlungen tatsächlich unverwechselbar menschlich sind) (1); Gott hat den Menschen nach Seinem eigenen Ebenbild erschaffen, und das Wohlergehen der Menschen ist der letztendliche Zweck des Universums.’ [2]

Aber auf diesen „Menschenschlag“ wollen wir nicht hören, sondern uns auf diejenigen Leute konzentrieren, die offen sind für eine konstruktive soziale und ökosoziale Beziehung zu nm-Tierkulturen und der gesamten natürlichen Gemeinschaft.

Gute Materialien und Ansätze zum Thema Zoos und Antispeziesismus, die wir nutzen können um weltfreundliche Menschen von ihrem ethischen Analphabetismus im Bereich Antispeziesismus wegzubekommen sind meiner gegenwärtigen Meinung und Wissens nach beispielsweise folgende – wobei es natürlich weitaus mehr gibt. Leider sind insbesondere die Texte von Ralph Acampora, der wirklich ein Experte in Sachen Zookritik aus Tierrechtssicht ist, bislang nicht ins Deutsche übersetzt.

Zoos und Intersektionalität:

Zoos waren anfänglich Repräsentativprojekte herrschender Imperien, in denen man Menschen und Tiere zusammen ausstellte. Weiterhin sind Zoos ein Zeugnis der ultimativen menschlichen Hybris, indem dort postuliert wird, man könne Ökosysteme künstlich nachspielen – eine Afrikanische Savanne in Philadelphia! Ein arktisches Meer in Florida! – und gefährdete Tierarten dadurch „retten“, indem man sie nicht in ihre Habitate zurückführt, sondern deren Reproduktion kontrolliert. Aus pattrice jones: Intersektionalität und Tiere; http://simorgh.de/about/pattrice-jones-intersektionalitaet-und-tiere/ , Stand 21.11.2018.

Moving Forward: So where do we go from here, knowing that racial and animal oppression are deeply entangled? We continue to take anti-speciesist stances ourselves. Speciesism occurs when humans are viewed as the superior species, which leads to the exploitation of animals. And so, in response to speciesism, we choose to live vegan lifestyles, through the food we eat, the clothes we wear, the skincare products we use, and our work to end factory farming, circuses, zoos and more. We use whatever resources we have to make a change, http://www.farmsanctuary.org/wp-content/uploads/2016/10/AA_VeganStarterGuide_WebVersion.pdf , Stand 21.11.2018.

Mehr Vegan Society Infos über Zoos

[1] Veganism is a way of living which seeks to exclude, as far as is possible and practicable, all forms of exploitation of, and cruelty to, animals for food, clothing or any other purpose. Entertainment: Vegans choose not to support animal exploitation in any form and so avoid visiting zoos or aquariums, or taking part in dog or horse racing. A great alternative is visiting and supporting animal sanctuaries that provide safe and loving homes for rescued animals. https://www.vegansociety.com/go-vegan/definition-veganism , Stand 21.11.2018.

[2] RUSSELL, Bertrand, Sceptical Essays, Unwin Publishers Ltd., London, 1935, pp. 23-24. ‘Politeness is the practice of respecting that part of a man’s beliefs which is specially concerned with his own merits or those of his group. Every man, wherever he goes, is encompassed by a cloud of comforting convictions, which move with him like flies on a summer day. Some of these convictions are personal to himself: they tell him of his virtues and excellencies, the affection of his friends and the respect of his acquaintances, the rosy prospect of his career, and his unflagging energy in spite of delicate health. Next come convictions of the superior excellence of his family; how his father had that unbending rectitude which is now so rare, and brought up his children with a strictness beyond what is to be found among modern parents; how his sons are carrying all before them in school games, and his daughter is not the sort of girl to make an imprudent marriage. Then there are beliefs about his class, which according to his station, is the best socially, or the most intelligent, or the most deserving morally, of the classes in the community – though all are agreed that the first of these merits is more desirable than the second, and the second than the third. Concerning his nation, also, almost every man cherishes comfortable delusions, ‘Foreign nations, I am sorry to say, do as they do do.’ So said Mr Podsnap, giving expression, in these words, to one of the deepest sentiments of the human heart. Finally we come to the theories that exalt mankind in general, either absolutely or in comparison with the ‘brute creation’. Men have souls, though animals have not; Man is the ‘rational animal’; any peculiarly cruel or unnatural action is called ‘brutal’ or ‘bestial’ (although such actions are in fact distinctively human) (1); God made Man in His own image, and the welfare of Man is the ultimate purpose of the universe.’ (1) Compare Mark Twain’s Mysterious Stranger.

Relevanz nichtmenschlicher Moralität

Altruismus dient häufig eigenen Zwecken, zudem ist eine gegenseitige Fürsorge auch immer eine eigene Fürsorge – außer jemand ist völlig egoistisch. Die Grenzen, die der Altruismus zieht scheinen zu drastisch … Nichtmenschen verhalten sich moralisch altruistischer als wir Menschen es tun. Wir sind der Meinung dies sollte im Tierrechtsdiskurs hervorgehoben werden, denn eine Unsichtbarmachung dieses Umstandes bedeutet eine Unsichtbarmachung von Handlungbefähigtheit und von sozialen Architekturen.
Gruppe Messel, Tierautonomie / Animal Autonomy

Weiße Ignoranz bremst die Pluralität im Tierbefreiungsaktivismus aus

Weiße Ignoranz bremst die Pluralität im Tierbefreiungsaktivismus aus

Aktivismus auf bestimmte Wege und Mittel zu reduzieren, halten wir nicht für zielführend. Wenn wir sagen, jede Form des Aktivismus besitzt ihre eigene Legitimität, heißt das auch, dass bestimmte Methoden nicht unter- oder überbewertet sollten. Die meisten Aktivist_innen in der BRD wählen den kollektivistischen und körperpräsenten Aktivismus, sie blenden dabei aber andere mögliche Diskurswege und kommunikative Möglichkeiten erstmal und letztendlich aus.

Dabei wird die Gesellschaft-als-solche wiedergegeben als homogenes Gebilde, in dem der Einzelne sich konform einfügen kann um effizientes Mitglied der Menge zu sein. Der/die einzelne muss sich Akzeptanz in einer wenig pluralen Menge erarbeiten, wenn er/sie mit seinen/ihren Beiträgen denn wahrgenommen werden wollte. Um so mehr er/sie selbst denkt, um so weniger Akzeptanz findet er/sie jedoch.

Herangehensweisen sind von der überwiegend weißdefinierten Menge vorgegeben, diese sind das Maß dessen, was akzeptabel, relevant und der Anerkennung würdig ist. Ein weißdominierter Objektivitätsfilter findet dabei seinen intentionierten vollen Einsatz.

Der Aktivismus spiegelt dabei die Makroebenen gesellschaftlicher Organisationsformen wieder (Rassismus). In anderen Worten: es wird strukturell das wiederholt, was methodisch ebenso im Großen und Ganzen fungiert. Andere Herangehensweisen, die individualistischer sind, weniger massengesellschaftlich, weniger machtorientiert. die von anderen kulturellen Ansätzen her Tierrechte und Tierbefreiung adressieren, bleiben als bestehende Pluralität unsichtbar und die klassischen Elemente weißer Ignoranz kommen zum Tragen.

Wir… hingegen wollen nicht einbezogen werden in diese gesellschaftlichen Konstrukte, selbst wenn das vermeintliche Ziel das gleiche ist. Doch ist es eigentlich wirklich das gleiche?

Kosmetische kulturelle Vielfalt, wie wir sie hier wenn überhaupt haben, ist noch kein intersektionaler Weg. Wenn die weiß-identifizierte Menge entscheidet, welche Thesen die richtigen sind, dann haben wir ein Problem aber keine kulturelle Pluralität in der Sicht auf die Thematiken.

Die Tierthematik mutiert so zum Gegenstand eines weiß-identifiziertem vorgegebenen Denkens, die Nichtmenschen selbst sind dort ein entkulturalisierter Gegenstand des Rettungskomplexes weißer Arroganz.

In der Vorderfront stellt man den einen oder die andere VOC als Führungspersönlichkeit um die weiße Menge als bloße Anhänger in diffuse Machtbereiche verschwinden zu lassen. Pluralität im Denken findet dort ebensowenig ihren Platz, denn die Strukturen, die Hierarchiebedürfnisse sind die Gleichen, wie wenn der kosmetische Antirassismus ausgeblieben wäre.

Wir… bügeln diese Fehler im weiß-dominierten Denken nicht heraus. Die Leute werden weitermachen, wie sie es eben tun.

Das Thema wächst dank eines gesamtgesellschaftlichen Prozesses. Die Körperpräsenz weiß-identifizierter Menschen und kosmetische kulturelle Pluralität sind nicht mehr, als ein Zerrspiegelbild global-kultureller Veränderungen, die gemeinschaftlich durch einzelne und in Minderheiten adressiert werden ( – das Prinzip herrschender Minderheiten könnte hier erkennbar sein).

Konstruktive Beziehungen sind nicht eurozentrisch monopolisierbar.

Die Definition von Nichtmenschen bleibt Definition. „Das Tier“ bleibt in seiner speziesistischen Definition erhalten, wenn nun auch geliebt und geachtet – als „das Tier“, nicht aber als weitere Kulturen. Der Ansatz von Tierkulturen zu sprechen findet nicht statt, sowenig wie die Anerkennung menschlicher kultureller Pluralität.

Das Herrschaftskonstrukt Speziesismus in seiner Komplexität wird nicht demontiert, es wird weder der Bezug zu innermenschlichen Konflikten noch zu nichtmenschlich-tierlicher kultureller Vielfalt ausgedrückt.

@neovegan / https://derarchimedischepunkt.wordpress.com > https://derarchimedischepunkt.wordpress.com/2018/11/06/white-ignorance-stifles-animal-liberation-plurality/

Wir können uns nicht leisten, unterschiedliche Diskurse über Menschen- und Tierrechte zu führen.
Antispeciesist Animal Sociology

Mangelnde Konsequenz im Antispebereich: der intellektuelle Typus.

Mangelnde Konsequenz im Antispebereich: der intellektuelle Typus.

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Ohne dass wir die festzementierten, allgemein als gültig anerkannten Konzepte über Sprache und Denken erweitern und radikal öffnen, bereit sind unsere menschliche-kollektivistische Hybris abzulegen zugunsten tierlicher Pluralität, ohne dem werden wir uns kaum ernsthaft mit der Tiersoziologie, den Tierkulturen auf nicht-biologistischer und biologisierender Ebene und tierlich politischen Dimensionen des Seins-in-der-Welt befassen können.

Wir sind nicht einmal wirklich nichtmenscheneinbeziehend in dem Zustand, da wir genau den Anlass der Unterdrückung nicht durchdenklinieren mit dem Faktor Nichtmenschen als „eigene mathematische Gleichung“ im Sinnbild gesprochen, sondern die Ohnmacht im Bezug auf das Tierliche weiter unhinterfragt voraussetzen.

Es gibt immer mehr „kosmetische“ Antispeler_innen finden wir, die ohne fundamentaler Gesellschaftskritik Nichtmenschen neue, aber fest zugewiesene Räume schaffen wollen. Grundlegende Konzepte über „Natur“, „Tierheit“ und „Menschheit“ werden mit einem bloßen Zusatz als Klausel versehen. Ansonsten bleibt alles wie gehabt, und man hofft, die Menschenwelt ändert sich zugunsten einer bloßen intellektuellen Laune.

Gruppe Messel, Tierautonomie / Animal Autonomy